WM-Auftakt sorgt für Traumquote

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Großes Kino vor 73 618 Zuschauern im Berliner Olympiastadion und Riesenspektakel an den TV-Geräten: Der 2:1-Auftaktsieg der DFB-Elf gegen Kanada sorgte auch für die ARD für einen gelungenen WM-Start.

Denn 14,09 Mio Fans verfolgten den Erfolg des deutschen Teams an den Fernsehgeräten. Damit fuhr die ARD einen Marktanteil von starken 58 Prozent ein. Hinzu kommen noch die Zuschauer, die sich die Partie beim Public Viewing ansahen. Und auch in der werberelevanten Zielgruppe von 14 bis 49 Jahren war der ARD der Triumph nicht zu nehmen. Hier betrug der Marktanteil ebenfalls stattliche 51,6 Prozent.

Erwartungen übertroffen
„Das ist einfach phantastisch. Als ich die Zahlen gehört habe, dachte ich zunächst, ich habe mich verhört. Selbst unsere optimistischen Erwartungen wurden übertroffen“, so Steffi Jones, die Präsidentin des WM-OK. „Unsere Hoffnungen, dass der Funke aus den Stadien auf das Land überspringt, scheint sich zu erfüllen.“ DFB-Präsident Theo Zwanziger erklärte: „Das ist eine großartige Quote, mit der wir nicht rechnen konnten. Sie übertrifft unsere Erwartungen deutlich um mehrere Millionen Zuschauer.“

Klare Steigerung zu vergangenen Weltmeisterschaften
Die bisher höchsten TV-Werte für Spiele der Nationalel hatten die Finals der vergangenen beiden Weltmeisterschaften verzeichnet: Den ersten Titelgewinn der deutschen Damen in den USA hatten im Jahr 2003 durchschnittlich 10,48 Millionen Zuschauer (34,2% Marktanteil) im Ersten verfolgt; vor vier Jahren waren 9,05 Millionen deutsche Fernsehzuschauer (50,6% Marktanteil) beim Finalsieg gegen Brasilien in China vor dem Bildschirm.

ARD und ZDF fühlen sich bestätigt
„Diese beeindruckende Sehbeteiligung zeigt, dass das Interesse hierzulande am Frauen-Fußball durch die Heim-WM ganz neue Dimensionen erreicht hat. Zuschauerwerte wie diese verzeichneten bislang nur Spiele der Männer-Nationalelf“, sagt ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky. „Das ist ein klarer Beleg dafür, dass ARD und ZDF vollkommen richtig mit der Entscheidung liegen, erstmals alle Spiele einer Frauen-WM live zu übertragen.“

Auch gute Quote für erstes WM-Spiel
Schon am Nachmittag beim ersten WM-Spiel Nigeria gegen Frankreich war der Zuspruch hoch gewesen, gegen die Konkurrenz des Formel-1-Rennens in Valencia. 3,21 Millionen Zuschauer im Durchschnitt verfolgten die Partie in Sinsheim bei ARD, in der Spitze waren es mehr als 4,5 Millionen mit einem Marktanteil von 19,9 Prozent.

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waiiy
waiiy

Das liest sich gut! 🙂

waiiy

xXx
xXx

Auch das Spiel Nigeria-Frankreich haben sich schon 3,2 Mio angeschaut. Da gabs aber auch schwere Konkurrenz mit dem Formel1-Rennen, wo fast 6,5 Mio Zuschauer zusahen.

spoonman
spoonman

Stark. Sehr stark. Hat jemand die Zahlen von Eurosport, und evtl. auch die Einschaltquoten aus anderen Ländern (vor allem Frankreich)?

fribu
fribu

Toll. Da kommst du aus dem Stadion nach Hause und willst dir auf der Homepage der Sportschau das Video des ausführlichen Gesprächs mit den beiden Trainerinnen ansehen. Und was findest du? Nichts! Gehst du heute morgen aus gleichem Grund auf die Seite und findest: nichts!

Danke für nichts, liebe Sportschau! 20elf von seiner schlechtesten Seite…

paule
paule

14 Millionen Zuschauer und die ARD ist nicht in der Lage, die heilige Kuh Tagesschau mal um ein paar Minuten zu verschieben.
In meinen Augen nicht nur schlecht, sondern ein Skandal. Selbst auf Eurosport gab es Interviews!!!

laasee
laasee

@spoonman

In UK the two games were only broadcast on Eurosport.
I have not been able to find information on viewer numbers.

Schnappa
Schnappa

Eurosport vs. ARD 1:0!

Die gesamte Berichterstattung war auf Euro eine Klasse besser. Angefangen bei den vorhandenen(!) Nachberichten/Interviews, den Kommentatoren (Itzel/Hagemann vs. Bartels/Schmelzer, klares Mismatch) und sonstiger personeller Besetzung.
Ich bitte euch, liebe ARD, aber Franzi vA als „Expertin“ oder was auch immer an der Seite von Antwerpes??? „Ja, die La-ola-Welle war schon toll.“ Junge,junge…

KarlMai
KarlMai

Ich möchte mal ein gutes Wort einlegen für Bartels und Schmelzer: sooo schlimm war es jetzt auch wieder nicht im Vergleich. Es war mehr so wie das 1:2-Resultat für Kanada: so knapp unterlegen, wie man im besten Fall erhoffen konnte, und nicht so hoch, wie man vorher schlimmstenfalls befürchten musste. Klar, da ich logischerweise nicht beide die ganze Zeit simultan gehört habe, sondern gezappt bin, können mir die schlimmsten Dinge entgangen sein. Aber das gilt ja für jede Beurteilung. Auch klar: das beziehe ich nur auf die reine Sprecherleistung, nicht auf die anderen Punkte. Was Franziska van Almsick da zur… Weiterlesen »

Rallfb
Rallfb

Äh, die Expertin neben Antwerpes war Nia Künzer, und das, was sie sagte, war ok.

ballander
ballander

warum lädt man nicht mal eine ehemalige spielerin als expertin ein, die zu den pionieren im frauenfussball gehört hat? das wäre doch mal spannend, um die entwicklung des frauenfussballs in deutschland den zuschauern näher zu bringen. eine fachfremde b-promi am pult, das würde es im männerfussball nicht geben. das erlaubt sich die ard nur bei den fans des frauenfussball. armes deutschland!

berggruen1
berggruen1

Ja, über Frau van Almsicks Fachkommentare habe ich mich auch sehr gewundert (und geärgert), zumal sie in Sinsheim auch immer von „uns“ und „bei uns“ sprach – habe ich da was verpasst? Irgendwie war ich immer davon ausgegangen, dass sie Berlinerin sei? Aber glücklicherweise kann man die Vor- und Zwischenberichte ja gut und gerne ausstellen, im Gegensatz zu den Kommentaren während des Spiels…

KarlMai
KarlMai

@Rallfb:

Nia Künzer war schon okay, aber bei Claus Lufen in Berlin.

Antwerpes und van Almsick waren in Sinsheim.

Lusankya
Lusankya

Ist Almsick nicht die WM Botschafterin von Sinsheim?
Vermutlich gibts dann in jedem anderen Stadion auch ne andere „Expertin“.

Mosan
Mosan

van Almsick als Promi einzustreuen war schon okay. Dass ein Antwerpes bzgl Fußball nicht viel auf der Kappe wusste kundiger Zuschauer(in) auch vorher. Die wirkliche Frechheit war der Mangel der Nachbereitung der ARD. Frauenfußball hin oder her, als Event war dass Eröffnungsspiel groß genug, damit man nicht einfach auf Standardprogramm plant. Peinlich.

Schnappa
Schnappa

@Lusankya

Das könnte uns dann eventuell bevorstehen:

Augsburg: Magdalena Neuner & Karl-Heinz Riedle
Berlin: kein Botschafter
Bochum: Shary Reeves & Dariusz Wosz
Dresden:Stephanie Stumph & Matthias Sammer
Frankfurt: Sandra Smisek & Karl-Heinz Körbel
Leverkusen: Britta Heidemann, Carsten Ramelow & Bernd Schneider
Mönchengladbach: Dunja Hayali & Rainer Bonhof
Sinsheim: Franziska van Almsick & Hansi Flick
Wolfsburg: Britta Carlson & Roy Präger

@ballander

Na ja, RTL hat bei der WM 2006 auch mal eine Eva Padberg als „WM-Reporterin“ auf die Menschheit losgelassen. 😉

berggruen1
berggruen1

Klingt ja erst einmal erfreulich hoch.

@Markus: Japan – Neuseeland

berggruen1
berggruen1

@Schnappa: Wenn Magdalena Neuner als Expertin herangezogen wird für FF, dann will ich aber, dass Birgit Prinz die WM der Biathleten als Expertin erklärt…;-) Aber ernsthaft: Zum Einen war es RTL, die Padberg ins Rennen geschickt hatten (da erwartet man so etwas), zum Anderen war sie ja nicht als Expertin vor Ort, sondern im weitesten Sinne als Animateurin. Ich habe weder gegen Frau van Almsick etwas noch gegen irgend einen anderen Prominenten, aber uns denselbigen als Experten zu verkaufen finde ich schwach – gibt es keine Fußballerin außer Nia Künzer, die Lust haben, sich als Experte vor Ort zu präsentieren?… Weiterlesen »

waiiy
waiiy

Wir werden am 05.07. auf der Party mal bei Bernd Schröder nachfragen, ob er Experte sein möchte… 😉

waiiy

berggruen1
berggruen1

@waiiy: Warum nicht? Auch wenn ich als FF-Neuling schon mitbekommen habe, dass er polarisiert und auch die Vorbereitung inkl. Frau Neid kritisiert hat, Ahnung sollte er schon haben. Er muß ja nicht die Spiele der dt. NM analysieren;-). Aber selbst dort sollte er zu einem gerechten und kritischen Urteil ohne persönliche Attacken fähig sein. Wie gesagt – die WM und die Übertragungen hätten durchaus eine Möglichkeit gegeben, auch die BuLi-Trainer einem breiteren Publikum bekannt zu machen! Es wäre durchaus eine Chance gewesen. Sportarten wachsen in ihrer Beliebtheit mit Identifikationsfiguren (und eigentlich nur damit, Fußball an sich kann ja kaum mehr… Weiterlesen »