Duell der Nachbarn als WM-Test

Von am 7. Juni 2011 – 13.39 Uhr 24 Kommentare

Nach den Siegen gegen Nordkorea und Italien (2:0 und 5:0) bestreitet die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft heute in Aachen (ab 16.30 Uhr live in der ARD) ihr drittes Testspiel auf die Frauen-WM im eigenen Land. Gegner für den Härtetest am Tivoli ist die Niederlande.

Die DFB-Elf will sich langsam in den Turnierrhythmus spielen und einen weiteren Schritt machen, um am 26. Juni in Berlin beim Eröffnungsspiel gegen Kanada topfit zu sein.

Schmidt für Bresonik
Die Stimmung im Team beschreibt Fatmire Bajramaj als super, laut Bundestrainerin Silvia Neid liegt man voll im Zeitplan und so konnte höchstens die Verletzung von Linda Bresonik (Achillessehnenreizung) vor dem Duell mit den Niederländerinnen kleine Sorgenfalten bescheren. Für Bresonik wird Bianca Schmidt auf der rechten Außenbahn ihre Chance zu nutzen versuchen.

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Niederlande als Simulation für Kanada und Frankreich
Gegen die unter ihrem neuen Trainer Roger Reijners offensiver als in der Vergangenheit ausgerichteten Niederländerinnen erhofft sich Neid Aufschlüsse für die WM-Spiele gegen Frankreich und Kanada. „Sie spielen ein 4-2-3-1 wie Frankreich und haben vorne schnelle Stürmerinnen wie Kanada.“ Und das Nachbarland ließ seine Klasse in diesem Jahr bereits mehrfach aufblitzen, etwa beim 2:1-Erfolg gegen Frankreich beim Cyprus Cup oder auch hohen Siegen gegen die Schweiz (6:0) oder Schottland (6:2).

Silvia Neid

Bundestrainerin Silvia Neid hofft auf einen echten Härtetest © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Arbeit für die Abwehr
„Ich denke, dass unsere Abwehr in jedem Fall gefordert wird“, hofft Neid, dass der Gegner diesmal einen besseren Sparringspartner abgibt als vor zwei Jahren im Vorfeld der Europameisterschaft in Finnland, als es in Sinsheim einen 6:0-Sieg gegen den späteren Überraschungs-Halbfinalisten der EM gab. Doch laut Neid haben sich die Niederländerinnen „insgesamt sehr weiterentwickelt“. Vor allem die schnellen Spitzen dürften die deutsche Abwehr auf eine Probe stellen.

Koster zurück im Kader
Reijners hat 23 Spielerinnen in den Kader berufen, darunter auch Daphne Koster, die nach ihrer Operation wieder einsatzfähig ist, aber wohl noch nicht wieder in der Startformation stehen wird. Mit von der Partie sind anders als im Spiel gegen Kanada auch wieder drei Spielerinnen, die in internationalen Ligen tätig sind. Seit Reijners das Amt von Vera Pauw übernommen hat, hat die niederländische Mannschaft sechs der elf Partien gewonnen, bei einem Remis gegen Nordkorea sowie Niederlagen gegen Kanada (dreimal) und Brasilien.

Schlagwörter:

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

24 Kommentare »

  • NCB sagt:

    Sehe ich ähnlich. Meine Noten (nach Kicker):

    Angerer 3 (hatte nix zu tun)
    Schmidt 1
    Krahn 4,5
    Bartusiak 3
    Peter 4
    Kulig 2
    Laudehr 2,5
    Bajramaj 4
    Prinz 3
    Garefrekes 3,5
    Celia 1,5

    Popp 1,5
    Grings 3
    Behringer 2,5
    Goeßling 2
    Hingst – (zu kurz gespielt)
    Müller – (dito)

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  • emmi sagt:

    Hab das Spiel nicht sehen können, wie war Bajramaj? Wieder in alter Form?

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  • NCB sagt:

    Leider nicht… (siehe Note oben)

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  • emmi sagt:

    Mist deine Noten wurden erst nach dem Absenden meines Kommentares freigeschaltet…

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