Jena vor spektakulärer Trainer-Verpflichtung

Von am 7. Juni 2011 – 7.33 Uhr 31 Kommentare

In der Frauenfußball-Bundesliga bahnt sich eine überraschende Trainer-Verpflichtung an: Martina Voss-Tecklenburg soll ab der kommenden Saison das Zepter beim FF USV Jena übernehmen.

„Wir haben sehr gute Gespräche geführt und ich denke, dass wir in den nächsten Tagen Näheres sagen können. Die Unterschrift ist aber noch nicht gesetzt, es sind noch letzte Details zu klären“, bestätigte Jenas Geschäftsführer Michael Werner auf Anfrage gegenüber Womensoccer, dass die Verhandlungen mit der ehemaligen Trainerin des FCR 2001 Duisburg weit fortgeschritten sind.

Chance für Jena
Für den Verein aus Thüringen, der in den vergangenen zwei Jahren in der Öffentlichkeit nicht immer ein glückliches Bild abgab, wäre eine Verpflichtung Voss-Tecklenburgs eine große Chance, nicht nur endlich einen Trainer aufzubieten, der im Besitz der vom DFB geforderten A-Lizenz ist, sondern auch mit einer profilierten Persönlichkeit von außen neue Wege zu beschreiten und die ein oder andere renommierte Spielerin in die Universitätsstadt zu locken.

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Martina Voss-Tecklenburg

Martina Voss-Tecklenburg bald zurück in der Bundesliga? © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Nur noch kleine Fragezeichen
Voss-Tecklenburg erklärte auf Womensoccer-Anfrage, es obliege dem FF USV Jena, zu gegebener Zeit eine entsprechende Erklärung abzugeben, doch auch sie bestätigte, dass sich die beiden Seiten bereits in großen Teilen einig sind. „Es ist noch nichts unterschrieben, man schaut sich jetzt die Dinge an, die vielleicht noch mit einem kleinen Fragezeichen versehen sind. Aber ich denke, dass der Verein dann in Kürze sagen kann, ob das funktioniert hat oder nicht.“

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Vor Ort überzeugt
Bei zwei Besuchen vor Ort konnte sich Voss-Tecklenburg, die 2009 mit dem FCR 2001 Duisburg den UEFA Women’s Cup gewann und dort im Februar vor die Tür gesetzt worden war, ein Bild von den hervorragenden Trainings- und Rahmenbedingungen machen. „Ich war sehr angetan und habe vieles von den Gegebenheiten und Strukturen erfahren, was ich so gar nicht wusste.“

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

31 Kommentare »

  • sitac sagt:

    @susifan und foxi: vielen Dank für die Infos. Wirklich super Service und hochinteressant.

    Zu: bleibt weiter in Duisburg wohnen–> Wird Kraus Assistent?

    Zu: Etzel beim VfB–> Tut sich etwas vielleicht beim VfB hinsichtlich FF? Kooperation mit Sindelfingen würde sich anbieten. Der VfB kann als Platzhirsch in B-W eigentlich nicht Freiburg, Hoffenheim und abgeschlagen dem KSC das Feld überlassen.

    Zu: Kader. Wann endet die Transferfrist für die kommende Saison??

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  • S.O.S. sagt:

    Unspektakulär: Voss-Tecklenburg unterschreibt in Jena für ein Jahr

    https://j.mp/lEntsf

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  • Paul sagt:

    Auch wen Frau Voss-Tecklenburg in Duisburg wohnen bleit, Jena und Umgebung hat so manchen schon in sein Bann gezogen.
    Es ist ein Kracher für den Frauenfussball in Thüringen und das freud mich sehr. 🙂

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  • laasee sagt:

    Will Jena also get a new number 9? hmmmm

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  • SCW sagt:

    @Laase: Hegering is better than Kulig, Maroszan and Popp??? That’s new to me and I watched MANY games of her and the others…

    Zudem wechselt Hegering doch nach Leverkusen?! (Offenes Geheimnis? Dachte das wäre schon bekannt/offiziell…)

    Bin gespannt wie Martina mit dem Vorstand dort klarkommt. S.O.S. hat da ja schon so einiges angesprochen. Wünsche ihr jedenfalls alles erdenklich Gute und hoffe dennoch, dass das Ruhrgebiet sie bald wieder hat (als Trainerin natürlich 😉 ).

    @susifan: Kraus wird Assistent… das eröffnet ein paar Freiräume. Kann mir aber auch gut vorstellen dass Martina es so macht, wie Tanja Schulte in Cloppenburg (im Hotel wohnen.. Wohnsitz weiterhin im Ruhrgebiet). 😉

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  • bneidror sagt:

    Bestätigt.

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  • jeanwood sagt:

    Marina Hegering hat sich nicht definitiv geäussert, wo sie hingeht. Bayer Leverkusen war eine Option, weil da die Hälfte der Jugendspielerinnen des Fcr Duisburg wegbeworben wurde. Auch der eine oder andere Trainer des FCR hat sich zusammen mit den besten Spielerinnen den Werkselfen angeschlossen. Anders als beim Männerfussball ohne irgendwelche Ablösebeträge. Das zweite Problem bei Marina ist die Dauererkrankung, die ein Spielen in der Rückrunde verhindert hat. Na und MVT ist privat an den Niederrhein gebunden. Ihr Mann war nicht nur Vorstandsmitglied bei Fortuna Düsseldorf sondern ist Vorsitzender des SV 19 Straelen einem Sportverein an der holländischen Grenze ( 30 km von Duisburg entfernt ) und Unternehmer. Deshalb ist ein Umzug nach Jena eher unwahrscheinlich. Auch dass nur ein Einjahresvertrag unterschrieben wurde, deutet darauf hin, dass MVT wohl erstmal die Umstände testen will.

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  • sisyphos sagt:

    Marina Hegering hat ihr Studium an der DSHS in Köln im letzten Jahr begonnen. In dieser Situation nach Jena zu gehen, ist wohl mehr als abwegig.

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  • FFFan sagt:

    In der Wechselübersicht von ‚Fansoccer‘ wird Hegering bereits als (feststehender) Neuzugang von Bayer Leverkusen genannt. Zu voreilig?

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  • Lusankya sagt:

    Offiziell ist Hegerings Wechsel noch nicht, also ist es in der Tat etwas voreilig. Aber wenn sie schon in Köln studiert, wird sie auch in der Nähe Fußball spielen wollen und da ist ja Leverkusen für die Bundesliga die erste Wahl.

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  • SCW sagt:

    Nur eine Frage der Zeit, bis irgendeine Seite sich offiziell zum Wechsel bekennt. Zwar voreilig, aber meiner Meinung nach fundiert 😉

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