U19 kann schon heute WM-Ticket lösen

Von am 2. Juni 2011 – 8.43 Uhr 10 Kommentare

Die deutsche U19-Nationalelf befindet sich nach dem 3:1-Auftakterfolg gegen Norwegen in einer komfortablen Ausgangsposition. Denn mit einem Sieg gegen Spanien (17 Uhr) kann das Team von Maren Meinert in Bellaria vorzeitig das EM-Halbfinale perfekt machen und zugleich das WM-Ticket lösen.

Das 1:1 zwischen Spanien und den Niederlanden im Parallelspiel am ersten Spieltag hat die DFB-Elf in diese besondere Lage versetzt, sich mit einem Erfolg nicht nur einen Platz unter den besten vier Mannschaften des Turniers, sondern damit auch die Teilnahme an der U20-Weltmeisterschaft 2012 in Usbekistan zu sichern. Zum Abschluss der Gruppenphase geht es für die DFB-Elf dann am Sonntag (ab 17 Uhr) in Imola gegen die Niederlande.

Meinert erwartet enge Spiele
Doch vor dem Erreichen des Ziels wartet auf die Spielerinnen ein hartes Stück Arbeit. „Spanien war letztes Jahr U17-Europameister, deshalb werden die nächsten beiden Spiele sehr eng werden“, warnt Meinert, die aber dennoch erklärt: „Der Sieg zum Auftakt hat uns mehr Selbstvertrauen gegeben, gegen Spanien wird es ein aufregendes Spiel werden.“

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U19-Nationaltrainerin Maren Meinert

Maren Meinert: "Sieg zum Auftakt hat uns Selbstvertrauen gegeben" © Nora Kruse /ff-archiv.de

Mit Belastung klarkommen
Beim Auftaktsieg ließ sich die DFB-Elf weder vom körperbetonten Spiel des Gegner noch von der Hitze den Schneid abkaufen. „Man muss mit der Belastung klarkommen. Wenn man das nicht schafft, verdient man es nicht, hier zu sein“, meinte etwa Torschützin Isabella Schmid, die mit ihrem fulminanten 35-Meter-Schuss, der über Latte und gegnerische Torhüterin den Weg ins Netz fand, den deutschen Erfolg einleitete.

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Spanien will Spiel anpassen
Für die Spanierinnen hat das Duell mit Deutschland bereits Endspielcharakter. „Wir müssen unser Spiel ein bisschen anpassen“, spielt Stürmerin Naiara Beristain auf die trockenen Platzbedingungen an, die im Auftaktspiel dem spanischen Kombinationsspiel nicht unbedingt förderlich waren. Doch jammern hilft nicht. „Wir müssen uns einfach voll auf dieses Spiel konzentrieren.“

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

10 Kommentare »

  • jochen-or sagt:

    Geiles Tor! Über Latte und Torfrau hinweg!
    Muss einen mächtigen Spin gehabt haben.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Der Ball nahm den Weg über die Latte(nunterkante) und die Torfrau hinweg, ins Netz. 🙂
    Diesen Interpretationsspielraum gestattet doch die dt. Sprache und ich sehe folglich keinen Fehler! Man muss diesen Satz vermutlich mehr als nur 1x lesen… und das kann so durchaus gewollt sein.

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  • Sven sagt:

    Insbesondere steht da nichts von hinweg, also sollte man annehmen, dass der Ball von der Latte an die Torhüterin und von dieser ins Tor geprallt ist.

    So steht’s auch in dem oben verlinkten Artikel:

    „Zunächst habe ich gar nicht realisiert, dass der Ball im Tor gelandet war“, sagte Schmid über ihren 35-Meter-Hammer, der an die Latte prallte und von Torhüterin Ane Fimreite ins Tor abgefälscht wurde, „aber es war toll, als ich sah, dass er drin war.“

    https://j.mp/iyvqrK

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  • Grobi sagt:

    @sf

    Aha, die Torfrau stand also hinter der Linie, als der Ball „über“ die Latten“unter“kante über sie „hinweg“ sprang.

    Stand sie auf dem Kopf? Dann war die Sicht, dass der Ball „über die Latte“ ging, womöglich keine Täuschung.

    Ich komme auch bei Deiner Erklärung nicht ganz klar.
    Aber Super-Grobi ist ja bekanntermaßen ein bißchen beschränkt.

    Oder kann es sein, dass der Ball über die Torfrau hinweg von den Lattenunterkante ins Tor sprang. Dann versteht auch Super-Grobi, was gemeint ist.

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  • Lusankya sagt:

    „35-Meter-Schuss, der über Latte und gegnerische Torhüterin den Weg ins Netz fand“

    Da steht nicht, dass der Ball über die Latte ging (im Sinne von darüber hinweg), sondern dass er über die „Stationen“ Latte und Torfrau ins Tor abgelenkt worden ist.

    Das ist ganz simpel. Schuss fliegt an die (Unterseite der) Latte, springt nach unten, prallt an der Torhüterin ab und dann ins Tor.

    Wichtiger als die Frage, wie dieses Tor entstanden ist, ist ohnehin das Spiel heute gegen Spanien. Meiner Einschätzung nach wird das mindestens so schwer wie gegen Norwegen.

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  • Lusankya sagt:

    1:0 durch Beckmann eine halbe Stunde vor Schluss. 🙂

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  • pinkpanther sagt:

    Spielende, Deutschland-Spanien 1:0 !!!
    Deutschland steht in dieser schweren Gruppe bereits nach dem zweiten Spieltag im Halbfinale und hat sich damit für die nächste U20-WM qualifiziert 🙂
    Ebenfalls vorzeitig fürs Halbfinale haben sich auch die Italienerinnen dank eines 1:0 über die Schweiz qualifiziert – Glückwunsch in den Süden.

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  • FFFan sagt:

    @ Lusankya:
    „Das ist ganz simpel. Schuss fliegt an die (Unterseite der) Latte, springt nach unten, prallt an der Torhüterin ab und dann ins Tor.“

    Wenn es tatsächlich so gewesen sein sollte, würde es sich strenggenommen um ein Eigentor handeln (vgl. den Treffer zum 2-0 im Finale der U20-WM, der zunächst Kulig zugeschrieben, später aber offiziell als Eigentor gewertet wurde), es sei denn, die Torfrau stand wirklich hinter der Torlinie.

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  • Lusankya sagt:

    @FFFan: Das kommt immer ganz auf die Umstände an. Ansonsten wäre ja jedes Tor, bei dem der Torhüter den Ball vorher noch berührt, ein Eigentor.

    Die norwegische Torhüterin stand vermutlich auch nicht regungslos da, sondern befand sich gerade in der (missglückten) Abwehraktion.

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  • jochen-or sagt:

    O.K. – habe jetzt auch als Akademiker verstanden!

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