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2011

Abstiegskrimi in Herford

Während sich in Frankfurt und München am Sonntag entscheidet, wer ins DFB-Pokalfinale einzieht, geht es im Tabellenkeller der Frauenfußball-Bundesliga noch einmal um alles. In einer Nachholbegegnung des 18. Spieltags empfängt der Herforder SV den FF USV Jena. Und aus der Ferne zittert man in Saarbrücken mit.

Zwei Punkte liegen momentan zwischen dem 1. FC Saarbrücken auf dem zehnten und dem FF USV Jena auf dem elften Platz. Der USV hat ein Spiel weniger absolviert – mit einem Sieg in der Werrestadt würde er zumindest vorerst die Abstiegsränge verlassen.

Herford will zweiten Heimsieg „Auch wenn der Klassenerhalt realistisch gesehen für uns nicht mehr machbar ist, so sind wir es vor allem unseren Zuschauern, aber auch den anderen Mannschaften, schuldig, uns angemessen aus der Liga zu verabschieden“, sagt Herfords Trainer Jürgen Prüfer, der mit seinem Team erst einen Saisonsieg feiern konnte.

Rinkes rückt ins HSV-Tor In der Herforder Mannschaft gibt es dabei absprachegemäß einen Wechsel auf der Torwartposition: Gegen ihren alten Verein aus Jena rückt Tessa Rinkes in den HSV-Kasten. Ob Claudia Bujna nach ihrer Knieverletzung wieder im Kader stehen kann, ließ Prüfer noch offen. Definitiv nicht dabei sein kann verletzungsbedingt Laura Feiersinger.

Jena will gute Moral bestätigen Der USV hat in den vergangenen Wochen gute Spiele gezeigt und gegen den 1. FFC Turbine Potsdam sowie den SC 07 Bad Neuenahr nur knapp verloren. Für diese Leistung möchten sich die Thüringerinnen nun endlich mit drei Punkten, wie im Hinspiel, belohnen. Verletzungsbedingt fehlen werden Marlyse Ngo Ndoumbouk und Kathleen Radtke.

Schweres Schlussprogramm Alle Saarbrücker Sympathien dürften wohl dem Herforder SV gehören. Denn sollte Jena die Saarländerinnen tatsächlich mit einem Erfolg in Ostwestfalen vom zehnten Tabellenrang verdrängen, stehen die Chancen nicht schlecht, dass der USV diesen auch bis zum Ende halten kann. Sowohl Saarbrücken (gegen Duisburg und Bad Neuenahr) als auch Jena (gegen Duisburg und Wolfsburg) haben ein schweres Schlussprogramm zu absolvieren, bei dem es nicht unwahrscheinlich erscheint, dass keines der beiden Teams weitere Punkte holen kann.