Die Augen blicken nach Duisburg

Von am 19. Februar 2011 – 10.27 Uhr 22 Kommentare

Am 20. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga liegt die Aufmerksamkeit vor allem auf der Partie zwischen dem FCR 2001 Duisburg und dem VfL Wolfsburg. Zum einen ist es das Spitzenspiel, und zum anderen hat der Vorstand des FCR Erklärungen zur Beurlaubung von Trainerin Martina Voss-Tecklenburg angekündigt.

Mit Blick auf das Gesamtklassement im Meisterschaftsrennen hofft der 1. FFC Frankfurt auf einen Patzer von Tabellenführer 1. FFC Turbine Potsdam. Der Titelverteidiger ist bereits an den letzten Spieltagen ins Wanken geraten, konnte bislang aber stets noch die drei Punkte gewinnen.

SGS zu Gast in Frankfurt
Doch bevor die Frankfurterinnen nach Potsdam blicken, müssen sie ihr eigenes Heimspiel erfolgreich gestalten, zu Gast am Brentanobad ist die SG Essen-Schönebeck. Der FFC geht positiv gestimmt in die Partie, „Ich bin mit den Leistungen meiner Mannschaft in den letzten beiden intensiven Wochen sehr zufrieden“, so Trainer Sven Kahlert. Nach der 0:1-Niederlage gegen den FCR 2001 Duisburg konnte der FFC die Folgespiele gewinnen und bleibt Potsdam mit nur einem Zähler Rückstand dicht auf den Fersen. „Ein bisschen Resthoffnung“ auf den Titelgewinn bestehe noch, so Kahlert. Das Hauptaugenmerk liegt allerdings auf der Qualifikation zur Champions League. Und so macht Kahlert klare Vorgaben: so schnell wie möglich die Partie für uns zu entscheiden und unseren Fans mit unserem attraktiven Fußballspiel einen tollen Sonntagmittag zu bereiten!“

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Saarbrücken reist zum Titelverteidiger
Zeitgleich zur Begegnung in Frankfurt empfängt der 1. FFC Turbine Potsdam den 1. FC Saarbrücken. Nur einen Punkt aus vier Spielen haben die Saarbrückerinnen gewonnen und haben noch zwei Zähler Vorsprung auf die Abstiegsränge. „Ich bin zwar immer noch etwas enttäuscht von der Leistung am Mittwoch“, kommentiert FC-Trainer Tobias Jungfleisch die 0:5-Heimniederlage gegen den FC Bayern München, „aber wir schauen trotzdem positiv nach vorne. Wir wissen, dass Potsdam die Favoritenrolle inne hat, aber auch Jena konnte sie letztes Wochenende ärgern, vielleicht können wir für eine Überraschung sorgen.“

Kellerduell in Herford
Ein Unentschieden gegen Bayer 04 Leverkusen würde für den Herforder SV das endgültige Aus im Kampf um den Klassenverbleib bedeuten, daher will der HSV die Partie unbedingt erfolgreich gestalten. „Nun wollen und können wir auf heimischen Geläuf vor allem unseren treuen Zuschauern zeigen, dass wir nicht aufgeben werden, solange der Klassenerhalt rechnerisch noch möglich ist“, sagt Trainer Jürgen Prüfer. Dabei schmerzt allerdings der Ausfall von Laura Feiersinger, die sich am Mittwoch einen Bänderriss zuzog. Während Leverkusen das Abstiegsgespenst vermutlich schon verjagt hat, gilt für Herford nur ein Sieg. Die Partie gegen Bayer könnte also zu einem zweiten Schicksalsspiel für den HSV werden, denn nach der 1:5-Hinrundenniederlage wurde die damalige Trainerin Tanja Schulte entlassen.

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Linda Bresonik

Die Duisburgerinnen um Linda Bresonik spielen erstmals ohne Trainerin Martina Voss-Teckenburg. (c) Nora Kruse, ff-archiv.de

Das erste Spiel ohne Voss-Tecklenburg
In Duisburg empfängt der FCR den VfL Wolfsburg – das Spitzenspiel ist zugleich die erste Partie für den FCR ohne Trainerin Martina Voss-Tecklenburg. Unter der Woche sei die Stimmung bei der Mannschaft aufgrund der Trainerbeurlaubung bedrückt gewesen, sagt Interimstrainer Marco Ketelaer. „Diese Nachricht muss erstmal verarbeitet werden.“ Dennoch will er nach vorne schauen. „So schwer es jetzt auch sein mag: Wir haben alle zusammen die Aufgabe, am Sonntag ein gutes Spiel abzuliefern, denn es muss logischerweise weitergehen.“ Der FCR hat vor der Begegnung keine größeren Verletzungen zu beklagen, „auch bei Inka Grings gehe ich sicher davon aus, dass sie spielen kann.“

Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel möchte sich der FCR-Vorstand darüber hinaus zur Beurlaubung von Voss-Tecklenburg äußern.

USV muss in Bad Neuenahr punkten
Nach der knappen Niederlage gegen den 1. FFC Turbine Potsdam muss der FF USV Jena nun beim SC 07 Bad Neuenahr punkten, um im Kampf gegen den Abstieg etwas Aufwind zu bekommen.. Außerdem empfängt der FC Bayern München den Hamburger SV.

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22 Kommentare »

  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Detlef
    Sarkastisch wäre es wohl gewesen, wenn man als Hintergrundmusik Queens „Under pressure“ dazu eingespielt hätte…

    Die Frage/Problematik des Druckes ist doch in Wirklichkeit die, dass es grundsätzlich immer Druck in seinen unterschiedlichen Facetten gibt und er auch ein oft gewolltes Mittel ist, z.B. Dinge, die aus dem Ruder gelaufen sind oder dies drohen zu tun, wieder in den Griff zu bekommen.

    > Aber so eine hohle Phrase wie “wir wollen den Druck von der Mannschaft nehmen”,
    > so etwas Blödes habe ich noch nie gehört!!!
    Also, ich meine eine derartig formulierte Aussage schon mehrfach gehört bzw. gelesen zu haben…

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