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2011

Weltfußballerin: Birgit Prinz übt Kritik an Wahlmodus

Die dreifache Weltfußballerin Birgit Prinz hat auf der Pressekonferenz zur Verleihung der Weltfußballerin des Jahres den Wahlmodus in Frage gestellt.

Prinz erklärte am frühen Nachmittag in Zürich: „Der Weltverband Fifa könnte uns mehr Infos zur Verfügung stellen. Das könnte die Wahl noch wertvoller gestalten. Das wäre ein wichtiger Schritt für den Frauenfußball.” Und weiter: “Ich habe die Weisheit nicht gepachtet, aber ich möchte einen Anstoß geben.”

Unverständnis Prinz wunderte sich unter anderem darüber, dass ihre Teamkollegin Kerstin Garefrekes vom 1. FFC Frankfurt nicht nominiert wurde. Auch das Fehlen von Inka Grings sowie die Auswahl bei der erstmals durchgeführten Wahl zum Trainer des Jahres hatten bereits zuvor in der Öffentlichkeit für Unverständnis gesorgt.

Es sei selbst für eine Spielerin schwierig, die Leistungen zu beurteilen, da nur wenig internationale Spiele bestritten werden und die Medienpräsenz gering ist, räumte Prinz ein. Sie regte an, dass auch Trainerinnen und Trainer sowie andere Personen die Möglichkeit erhalten sollen, Spielerinnen vorschlagen. Dies würde aber auf Seiten der FIFA ein neues Auswahlverfahren voraussetzen.

Entscheidung am Abend Die Wahl wurde in diesem Jahr zum ersten Mal weltweit unter Journalisten sowie den Spielführerinnen und Trainern der Nationalmannschaften durchgeführt. Zuvor waren nur die Spielführerinnen und Trainer wahlberechtigt. Neben Prinz können sich Nationalmannschaftskollegin Fatmire Bajramaj und die viermalige Titelträgerin Marta aus Brasilien Hoffnungen auf den Titel machen. Die Verleihung findet am Abend ab 19.00 Uhr (live auf Eurosport) in Zürich statt.