TeBe startet den Neuanfang

Von am 16. August 2010 – 19.18 Uhr 30 Kommentare

Fehlstart abgewendet. TeBe Berlin gewann bei Aufsteiger BV Cloppenburg am ersten Spieltag der Zweiten Frauenfußball-Bundesliga mit 1:0. Unter normalen Umständen würde man sagen: keine Überraschung. Doch diese Saison ist für den Hauptstadtclub alles andere als Normalität. Der Verein hat Insolvenz angemeldet und in der Frauenfußballabteilung denkt man eher an Abstiegs- denn an Aufstiegskampf.

„Unser Ziel ist ein einstelliger Tabellenplatz“, so der sportliche Leiter Oliver Ronneberger vor Saisonbeginn. Angesichts von nur zwölf Mannschaften in der Liga bedeutet dieses Ziel nur eines: Relegation und Abstieg vermeiden.

Gaby Wahnschaffe im Vorstand
Der Abstieg aus der Ersten Bundesliga konnte in der vergangenen Saison nicht verhindert werden, es folgte ein radikaler Schnitt. Der Verein ging in die Insolvenz, Vorstandschef Mario Weinkauf wurde von den Mitgliedern abgesetzt – und im Gesamtvorstand sitzt seitdem Gaby Wahnschaffe, ehemalige Leiterin der Frauenfußballabteilung, die im vergangenen Jahr abgesetzt worden war. Eigentlich habe sie ihren Vorruhestand genießen wollen, so Wahnschaffe damals, doch „Pflichtbewusstsein gegenüber der zweiten Mannschaft abwärts“ hätten sie zur Rückkehr bewogen – diese Mannschaften hätten kurz vor einem Übertritt nach Hohen Neuendorf gestanden, sagt Wahnschaffe weiter. Damit hätte der Bundesligafußball bei TeBe der Vergangenheit angehört, da das Reglement eine zweite aktive Mannschaft vorsieht.

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Personalwechsel auf allen Ebenen
Einen personellen Umbruch hatte die Situation dennoch zur Folge, Trainer Thomas Grunenberg hat den Verein verlassen, die für viele undurchsichtige Kooperation mit dem Förderverein besteht nicht mehr – allerdings hat auch ein Großteil der ersten Mannschaft den Club gewechselt und sich Lokalrivale 1. FC Lübars angeschlossen. Dass man diese Leistungsträgerinnen nicht halten konnte, bedauert Wahnschaffe zwar, „aber vielleicht war dieser Schnitt auch nötig.“ Nun geht TeBe die Saison mit einer Mischung aus Spielerinnen der zweiten Mannschaft, ein paar  Verbliebenen sowie einigen Rückkehrinnen, wie Anissa Holzhaus und Jessica Brückner, an, die nach dem Streit um ihre Stimmenthaltung auf der Mitgliederversammlung vom damaligen Trainer suspendiert worden waren.

Aylin Yaren zieht es zum Lokalrivalen 1. FC Lübars. (c) Nora Kruse, ff-archiv.de

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Geld reicht für die Saison
Die anstehenden Kosten seien seitens der Frauenfußballabteilung alle gedeckt, so Wahnschaffe. Nach allen Rechnereien sei man sogar leicht im Plus. Dass man die Saison aus finanziellen Gründen nicht beenden könne, sei nicht zu erwarten und auch die Spielerinnen wüssten, was sie erwarte: „Wir haben allen von Anfang an klar gemacht, dass niemand Geld bekommen wird.“

Was Spielerinnen in der jetzigen Situation zum Traditionsverein lockt, umschreibt Wahnschaffe mit wenigen Worten: „Pionierarbeit zu leisten, gute Trainingsbedingungen und den unbedingten Willen, das Jahr zu überstehen.“

Sportlich wird taktiert
Ob das sportlich gelingt, wird die Saison zeigen. Sollte es nicht laufen, hat Wahnschaffe auch die zweite Mannschaft, die in der Regionalliga spielt, im Blick. „Dann müssten wir schauen, ob wir dort mit Spielerinnen der ersten Mannschaft antreten, um den Aufstieg zu schaffen und somit die Klasse zu halten.“

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30 Kommentare »

  • Inka Fan sagt:

    Das Chaos haben die Leute, die jetzt am Ruder sind mitzuverantworten!!

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  • Tobi sagt:

    Das ist leider gelogen!

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  • Tebe sagt:

    Wenn man keine Ahnung hat…..
    Sorry Tobi – das entspricht der Wahrheit

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  • Inka Fan sagt:

    @Tobi

    Zu dem Thema gibt es zwei Meinungen und es war schon immer eine Schwäche der TeBe-Oberen andere Meinungen nicht zu respektieren.
    Es weden zur Zeit genau die Fehler gemacht,die man den vorigen Verantwortungsträgern vorgeworfen hat.
    Eine unglaubliche Personalpolitik(man hat mit den Spielerinnen,die dann nach Lübars gegangen sind aus gekränkter Eitelkeit nicht über die Zukunft gesprochen)
    Überhaupt keine Öffentlichkeitsarbeit.(der Kader der 2.Mannschaft ist nirgends in Erfahrung zu bringen)
    Das penetrante Tiefstapeln und die Vorweggenommenen Schuldzuweisungen für den Fall eines sportlichen Scheiterns sind lächerlich(weil für den Scherbenhaufen beide Seiten verantwortlich sind)
    Schwer verständlich auch, wenn schwachsinnige Äußerungen damit erklärt werden, dass man falsch zitiert wurde(der ständige Wechsel der Spielerinnen ist so einfach nur sehr bedingt möglich)

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  • expert1 sagt:

    In einer Aufarbeitung über TB Berlin habe ich erfahren das der ehemalige Quizmaster des ZDF Hansi Rosenthal Vorstand von TB war vor längerer Zeit. und jetzt der Hammer Der Schlagertexter JACK WITH ( lebt jetzt in Kitzbühl ) war Spieler bei TB und später Trainer der Frauenmannschft bei TB. GABY Warnschaffi sollte sich an JACK wenden ,der kann sicher aus der PORTOKASSE was abgeben. Gründet aber eine EIGENE abteilung………………..

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  • expert1 sagt:

    JACKWITH (Schlagertexter) war Trainer der Frauschaft bei TB

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  • Ulf sagt:

    Manche sollten ggfs. weniger schreiben, dafür aber besser der deutschen Sprache mächtig sein. Horst Nußbaum heißt mit Künstlernamen Jack White (wie der Sänger/Gitarrist der White Stripes), Einzelheiten unter Wikipedia.

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  • FF in Berlin sagt:

    beide o.g. Personen würden sich mehr als schämen mit dem heutigen Tebe in Verbindung gebracht zu werden.

    @Nora Kruse: so sehr ich viele Ihrer Artikel schätze, aber hier haben sie sich eindeutig vor einen Karren spannen lassen, und das ist ihrer nicht würdig.

    Es gibt bei TeBe keinen „Neuanfang“ und wird es in der vorhandenen Konstellation auch nie geben.
    Schlimm nur, das der DFB auf solche sachen keinen Einfluß nimmt.

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  • Tebe sagt:

    beide o.g. Personen würden sich mehr als schämen mit dem heutigen Tebe in Verbindung gebracht zu werden.

    @Nora Kruse: so sehr ich viele Ihrer Artikel schätze, aber hier haben sie sich eindeutig vor einen Karren spannen lassen, und das ist ihrer nicht würdig.

    Es gibt bei TeBe keinen “Neuanfang” und wird es in der vorhandenen Konstellation auch nie geben.

    Traurig was bei TeBe I + II passiert.
    Glückwunsch an die verantwortlichen Totengräber!

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  • expert1 sagt:

    Tebe bitte nicht aufgeben, bitte um neue Infos aus Berlin, das muß unbedingt weiter gehen. weitermachen im Nammen des Frauenfußballs.

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