U20-WM: Deutschland im Finale gegen Nigeria
Nigerias heißt der Endspielgegner Deutschlands bei der U20-Frauenfußball-WM. Der Afrikameister setzte sich im zweiten Halbfinale knapp, aber verdient gegen Kolumbien durch.
Die zur besten Spielerin des Turniers nominierte Ebere Orji erzielte bereits in der zweiten Spielminute mit einem Abstauber den Treffer des Tages, für Nigeria ist es der größte Erfolg in der Frauenfußball-Geschichte des Landes. Am Sonntag, 1. August, bestreiten somit Deutschland und Nigeria in Bielefeld ab 15.00 Uhr das Finale, bereits zuvor treffen ab 12.00 Uhr Südkorea und Kolumbien im Spiel um Platz 3 aufeinander.
Frühe Entscheidung durch Torwartfehler Das Spiel hatte noch nicht richtig begonnen, da stand es bereits 1:0 für die Nigerianerinnen: Kolumbiens Torhüterin Paula Forero unterschätzte einen weiten 40-Meter-Schlag, der Ball prallte von der Latte ins Spielfeld zurück und Orji musste den Ball nur über die Linie drücken (2.).
Kolumbien harmlos Die nur auf einer Position veränderte nigerianische Mannschaft – Esther Sunday spielte von Beginn an zunächst für Charity Adule – bestimmte das Geschehen und war vor allem in den Zweikämpfen gedanklich immer einen Tick schneller. Den Kolumbianerinnen, die ohne die gelbgesperrte Lady Andrade auskommen mussten, für die Ingrid Vidal spielte, fiel im Spiel nach vorne bis auf gelegentliche Distanzschüsse nur wenig ein. Yorely Rincón hatte mit einem 25-Meter-Schuss knapp über das Tor die beste Chance (25.). Nigeria tut nicht mehr als nötig In der nur durchschnittlichen und an Höhepunkten armen Partie bot sich den Zuschauern in der zweiten Halbzeit ein weitgehend unverändertes Bild. Nigeria wirkte in seinen Offensivaktionen koordinierter als der Gegner, doch es fehlte die letzte Präzision und Konzentration, um für die Entscheidung zu sorgen.
Die beste Chance ließ Orji kurz vor Spielende aus, als sie aus fünf Metern den Ball über das leere Tor schoss (85.). Die Südamerikanerinnen vergaben ihre beste Ausgleichschance, als Rincón aus fast 30 Metern nur die Latte traf (79.). Und so blieb es am Ende beim knappen, aber verdienten Erfolg Nigerias.