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2010

Heidi Vater tritt beim USV Jena zurück

Heidi Vater, seit zwölf Jahren Trainerin beim DFB-Pokalfinalisten FF USV Jena, wird ihren zum 30. Juni auslaufenden Vertrag nicht verlängern.

Vater gab ihre Entscheidung dem Verein heute Vormittag bekannt. Nach einer erfolgreichen Saison 2009/2010 sieht sie ihren persönlichen Höhepunkt erreicht.

Auszeit Vor diesem Hintergrund und aufgrund der kräftezehrenden Doppelbelastung als Lehrerin am Jenaer Sportgymnasium und als Trainerin des FF USV Jena reifte bei ihr der Gedanke, erst mal eine „Auszeit“ vom aktiven Trainerdasein zu nehmen. Vater wird aber nach wie vor eng mit der Jugendarbeit des Vereins verbunden sein, welcher auch in Zukunft sein Hauptaugenmerk auf die Ausbildung des eigenen Nachwuchses, vornehmlich am Jenaer Sportgymnasium, setzen wird. Über einen Nachfolger wird der Verein in den kommenden Wochen entscheiden.

Persönliche Erfolge Vater führte die Mannschaft 2003, damals noch unter dem Vereinsnamen USV Jena, zum Meister der Regionalliga Nordost und damit zum Aufstieg in die 2. Frauenfußball-Bundesliga. In dieser Spielklasse belegte der FF USV Jena dreimal in Folge vordere Plätze, erwarb 2008 als Meister das Aufstiegsrecht in die deutsche Eliteliga und spielt aufgrund anerkannt guter Leistungen 2010/2011 die dritte Saison in der höchsten Spielklasse. Vater hat auch persönlich Anteil an der Auszeichnung des Jenaer Sportgymnasiums mit dem Prädikat „Eliteschule des Fußballs“.

DFB-Pokalfinale als Highlight Unter ihrer Führung wurden Spielerinnen ausgebildet, die in DFB-Auswahlmannschaften berufen wurden. Als Beispiele seien Anna Blässe, Weltmeisterin mit der U19-Auswahl, und Jana Burmeister, Europameisterin mit der U19-Auswahl, genannt. Im zweiten Jahr der Erstligazugehörigkeit konnte der FF USV Jena im Grunde bereits nach der Vorrunde den Klassenerhalt sicher stellen. Der Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war sicherlich das Erreichen des DFB-Pokalfinales in Köln. Hier konnte sich das Team von Heidi Vater vor über 26 000 Besuchern lange Zeit gegen den hohen Favoriten aus Duisburg wehren und zog sich mit einer knappen 0:1-Niederlage achtbar aus der Affäre.

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