Heidi Vater tritt beim USV Jena zurück

Von am 26. Mai 2010 – 14.55 Uhr 7 Kommentare

Heidi Vater, seit zwölf Jahren Trainerin beim DFB-Pokalfinalisten FF USV Jena, wird ihren zum 30. Juni auslaufenden Vertrag nicht verlängern.

Vater gab ihre Entscheidung dem Verein heute Vormittag bekannt. Nach einer erfolgreichen Saison 2009/2010 sieht sie ihren persönlichen Höhepunkt erreicht.

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Auszeit
Vor diesem Hintergrund und aufgrund der kräftezehrenden Doppelbelastung als Lehrerin am Jenaer Sportgymnasium und als Trainerin des FF USV Jena reifte bei ihr der Gedanke, erst mal eine „Auszeit“ vom aktiven Trainerdasein zu nehmen. Vater wird aber nach wie vor eng mit der Jugendarbeit des Vereins verbunden sein, welcher auch in Zukunft sein Hauptaugenmerk auf die Ausbildung des eigenen Nachwuchses, vornehmlich am Jenaer Sportgymnasium, setzen wird. Über einen Nachfolger wird der Verein in den kommenden Wochen entscheiden.

Persönliche Erfolge
Vater führte die Mannschaft 2003, damals noch unter dem Vereinsnamen USV Jena, zum Meister der Regionalliga Nordost und damit zum Aufstieg in die 2. Frauenfußball-Bundesliga. In dieser Spielklasse belegte der FF USV Jena dreimal in Folge vordere Plätze, erwarb 2008 als Meister das Aufstiegsrecht in die deutsche Eliteliga und spielt aufgrund anerkannt guter Leistungen 2010/2011 die dritte Saison in der höchsten Spielklasse. Vater hat auch persönlich Anteil an der Auszeichnung des Jenaer Sportgymnasiums mit dem Prädikat „Eliteschule des Fußballs“.

DFB-Pokalfinale als Highlight
Unter ihrer Führung wurden Spielerinnen ausgebildet, die in DFB-Auswahlmannschaften berufen wurden. Als Beispiele seien Anna Blässe, Weltmeisterin mit der U19-Auswahl, und Jana Burmeister, Europameisterin mit der U19-Auswahl, genannt. Im zweiten Jahr der Erstligazugehörigkeit konnte der FF USV Jena im Grunde bereits nach der Vorrunde den Klassenerhalt sicher stellen. Der Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war sicherlich das Erreichen des DFB-Pokalfinales in Köln. Hier konnte sich das Team von Heidi Vater vor über 26 000 Besuchern lange Zeit gegen den hohen Favoriten aus Duisburg wehren und zog sich mit einer knappen 0:1-Niederlage achtbar aus der Affäre.

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Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

7 Kommentare »

  • djane sagt:

    Wirklich schade ! Meines Erachtens eine von den „Guten“, zielstrebig, erfolgreich und dennoch bescheiden. Ich hoffe trotzdem, sie eines Tages mal wieder auf einer Trainerbank anzufinden. Bis dahin alles Gute nach Jena !

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  • Matti sagt:

    Uff, das schockt mich ja jetzt ein bisschen. Ich hoffe sehr, dass sich jemand findet, der nahtlos an ihre erfolgreiche Aufbauarbeit anknüpfen kann.

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  • vuk sagt:

    Ich bin sehr geschockt! Die sachliche Art, gepaart mit Bescheidenheit, haben mir immer gut gefallen. Alles Gute ihr! Ich hoffe, der Verein findet einen passenden Nachfolger bzw. eine passende Nachfolgerin!!

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  • rockpommel sagt:

    Wie ist denn dann dieser Bericht einzuordnen?

    https://www.tlz.de/startseite/detail/-/specific/Heidi-Vater-nicht-mehr-Jenas-Trainerin-981237406

    Ich habe Frau Vater als eine Trainerin, die sich nicht immer selbst in den Mittelpunkt stellt, sehr geschätzt!

    Hoffentlich bleibt der USV unter diesen Umständen in „sicherem Fahrwasser“.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Danke, rockpommel, für den Link!
    Also doch auch in Jena abscheuliche Graben- und Machtkämpfe, von denen man auch anderenorts lesen mußte. Mich würde es nicht wundern, wenn jetzt neben der Trainerin auch die Mannschaft auf der Strecke bleiben… Wie kann man bloss so dilettantisch ein erfolgreiches Team, eine erfolgreiche Saison kaputtmachen?

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  • Jennifer sagt:

    Danke für den Link, Rockpommel. Sehr interessant. Aber auch sehr schade, dass die zum Schluss immer erfolgreicher werdende Zeit von Heidi Vater beim USV so enden musste. Vielleicht bleibt Heidi Vater bei einem anderen Club der Bundesliga erhalten?!

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  • Detlef sagt:

    Das klingt ja alles so ähnlich, wie der Abgang von Gaby Wahnschaffe in Berlin!!!
    Hat der FF USV Jena nun das gleiche Schicksal zu erwarten???
    Ich bin zutiefst schockiert, dass eine der sympathischsten Gesichter, und sportlich kompetentesten Fachkräfte dieser Liga, jetzt das Handtuch geworfen hat!!!
    Ich wünsche Heidi alles Gute für die Zukunft, und bin mir absolut sicher, dass sie bald wieder eine lohnende Aufgabe zu erfüllen hat!!!
    Denn nur zum „Rosen züchten“, ist Heidi sicher noch nicht alt genug!!!

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Bundesliga 2019/20
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