Public Viewing: 500 Fans fieberten mit
Rund 500 Turbine-Fans waren zum Public Viewing in den Kutschstall gekommen, um den Spielerinnen die Daumen zu drücken. Es half: Am Ende konnte kräftig gejubelt und der Titel mit Lichtershow und 50 Litern Freibier gefeiert werden.
Nach dem Champions-League-Sieg kannte der Jubel keine Grenzen Bild: Carina S. Linne
Potsdams Oberbürgermeister Jan Jacobs hatte vor dem Spiel auf einen 4:2-Sieg der Potsdamerinnen getippt, doch wie die anderen Fans musste auch er mehr als 130 Minuten lang warten, ehe der Lattenkracher von Elodie Thomis für Erlösung sorgte.
Nachdem Turbine in den ersten 45 Minuten nur schwer in die Gänge kam, wurde es in der zweiten Halbzeit von Minute zu Minute emotionaler. Die vergebenen Chancen von Anja Mittag und Isabel Kerschowski sorgten im Kutschstall für eine Achterbahnfahrt der Gefühle – bis hin zum Tiefpunkt, als man im Elfmeterschießen mit zwei Fehlschüssen scheinbar aussichtslos zurücklag. Doch dann kam die Stunde von Anna Felicitas Sarholz, und der Kutschstall verwandelte sich in den lautesten und freudigsten Ort in ganz Potsdam.
Die Fans fieberten leidenschaftlich mit Bild: Carina S. Linne
Auch für Carina Sophia Linne, angehende Sporthistorikerin an der Universität Potsdam, war Turbines Champions-League-Sieg ein ganz besonderer Moment. „Wer hätte vor 30 Jahren geglaubt, dass aus der BSG Turbine Potsdam mit dem Titelgewinn der Champions League einmal die beste Frauenfußball-Mannschaft Europas wird? Die Professur Zeitgeschichte des Sports der Universität Potsdam gratuliert daher von Herzen dem gesamten Team und Betreuerstab.“
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