Duisburg gewinnt DFB-Pokal
Der FCR 2001 Duisburg hat mit einem Erfolg gegen den FF USV Jena zum zweiten Mal in Folge den DFB-Pokal gewonnen. Doch trotz klarer Überlegenheit und zahlreicher Chancen trennte am Ende beide Teams nur ein Tor.
Beim 1:0 (0:0)-Sieg vor der europäischen Rekordkulisse für ein Spiel auf Vereinsebene von 26 282 Zuschauern erzielte im RheinEnergyStadion von Köln Abwehrspielerin Annike Krahn in der 51. Minute per Kopf nach Flanke von Alexandra Popp den einzigen Treffer des Tages. Für Duisburg war es nach 1998 und 2009 der dritte DFB-Pokalsieg der Vereinsgeschichte.
Starke Burmeister Krahn erklärte nach dem Spiel: “Ich bin zweimal mit nach vorne gekommen und habe glücklich das Tor erzielt. Irgendwie haben wir es nicht richtig geschafft, den Ball im Tor unterzubringen, obwohl wir mehr als genug Torchancen hatten.”
Die Duisburgerinnen verteidigen ihren Titel aus dem Vorjahr.
Die Duisburgerinnen hatten Chancen im Dutzend, doch entweder hatte man Pech wie bei mehreren Lattentreffern oder fand seine Meisterin in Jenas starker Torhüterin Jana Burmeister, die sich eine Bestnote verdiente und die beste Spielerin auf dem Platz war. So scheiterte Femke Maes nach einer knappen halben Stunde freistehend mit einem Schuss aus sieben Metern an Burmeister (28.), zehn Minuten später lenkte die U23-Nationaltorhüterin einen Kopfball von Inka Grings an die Latte.
Torchancen en masse Die Belgierin Femke Maes (28.) hatte die große Chance zum 1:0 für den FCR auf dem Fuß, scheiterte aber aus sieben Metern freistehend an USV-Torhüterin Jana Burmeister, die zehn Minuten später erneut glänzend parierte, als sie einen Kopfball von Inka Grings aus kurzer Distanz an die Latte lenkte. Nach dem Führungstreffer hatte Duisburg weiter Chancen auf einen zweiten Treffer, Jena war nur einmal gefährlich, als Stürmerin Genoveva Anonma Torfrau Ursula Holl prüfte (56.).
Jena verteidigte sich aufopferungesvoll, war in der Offensive zu harmlos, Duisburg fehlte bei allem Bemühen die letzte Konzentration und Entschlossenheit, um die Partie frühzeitig zu entscheiden. Jennifer Oster (55.), Linda Bresonik (65./74.), Grings (86./90.) und Maes (88.) vergaben weitere gute Einschussmöglichkeiten, ehe der Pokalsieg unter Dach und Fach war.
Jena zufrieden “Wir sind mit der knappen Niederlage zufrieden. Wir freuen uns, dass wir hier waren, es war ein klasse Spiel. Ich und die Mannschaft wir haben eine gute Leistung gebracht, wir können uns auch ein bisschen als Sieger fühlen”, so Burmeister.
Duisburgs Trainerin Martina Voss-Tecklenburg konnte sich nicht so recht erklären, warum ihr Team nicht mehr Tore erzielt hatte. “Vor dem Tor war alles etwas unglücklich, wir müssen konsequenter und ruhiger sein, aber wir sind dennoch der hochverdiente Sieger und der Sieg hätte höher ausfallen können. Wir wussten, dass es ein Geduldsspiel wird, aber es war trotzdem ein interessantes Spiel. Annike gönne ich den Treffer von ganzem Herzen.”
Alexandra Popp mit dem DFB-Pokal
Lob an Organisatoren Und so hielt sich die Freude der Duisburger Spielerinnen bei der Überreichung der Pokaltrophäe und der Medaillen zunächst noch etwas in Grenzen. Stürmerin Inka Grings, die mit 28 Toren Bundesligatorschützenkönigin wurde, aber an diesem Nachmittag ohne Treffer blieb, meinte: “Wir haben uns das Leben selber schwer gemacht und die hundertprozentigen Chancen nicht rein gemacht, deswegen mussten wir bis zum Ende zittern. Es war kein schönes Spiel von uns, aber das Publikum war fantastisch. Respekt an die Stadt Köln, den DFB und alle Helfer. Es war wunderschön, hier spielen zu dürfen. So macht Fußballspielen Spaß.”
Die 26 282 Zuschauer bei der Final-Premiere in Köln stellen einen neuen Europarekord für ein nationales Frauenfußball-Vereinsspiel dar. Die bisherige Bestmarke stammte vom 5. Mai 2008, als 24 582 Zuschauer das FA-Cup-Finale zwischen Arsenal LFC und Leeds United besuchten.
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