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2010

Duisburg im DFB-Pokalfinale in Bestbesetzung

Der FCR 2001 Duisburg will sich nach dem Halbfinal-Aus in der Champions League und dem zweiten Platz in der Frauenfußball-Bundesliga am Samstag, 15. Mai, um 16.00 Uhr, im DFB-Pokalfinale mit einem Titel versöhnlich aus der Saison verabschieden. Und zumindest die personellen Voraussetzungen sind schon einmal gegeben.

Denn dann sind im RheinEnergie-Stadion von Köln wieder die zuletzt fehlende Linda Bresonik und auch Luisa Wensing mit von der Partie, die beim Bundesligaspiel in München am vergangenen Sonntag mit einer Bänderdehnung ausgewechselt werden musste.

Gegner nicht unterschätzen Doch auch wenn für viele im Vorfeld nur noch die Höhe des Duisburger Erfolgs gegen den Außenseiter FF USV Jena fraglich zu sein scheint, warnt Trainerin Martina Voss-Tecklenburg gegenüber Womensoccer : „Wir werden sicherlich nicht den Fehler machen, Jena zu unterschätzen, auch wenn es zuletzt so aussah, als hätte der Gegner vielleicht schon im Pokal-Halbfinale sein Leistungszenit erreicht.“

Geduld gefragt Denn gegen die kompakt stehende Defensive der Thüringerinnen tat sich die Duisburger Elf in der Vergangenheit gelegentlich schwer. „Das hat es mitunter schon manchmal bis zur 75. Minute 0:0 gestanden“, erinnert sich Voss-Tecklenburg, die sich darüber freut, dass ihr Team im Training seit zehn Tagen hoch konzentriert zu Werke geht. „Wir haben uns außerdem vorgenommen, den vielen tausend Fans eine sehr gute Leistung zu bieten. Wenn das gelingt, bin ich zuversichtlich, dass wir auch diesen Titel verteidigen.“ Noch heute erinnert man sich gerne an das vergangene Jahr, als man im Olympiastadion von Berlin den 1. FFC Turbine Potsdam mit 7:0 aus dem Stadion schoss.

Jena hofft auf neutrale Zuschauer Jenas Trainerin Heidi Vater weiß, dass ihr Team im Duell mit dem scheinbar übermächtigen Gegner nichts zu verlieren hat. Sie hofft auf die Unterstützung der neutralen Zuschauer, „weil wir ja deutlich Außenseiter sind.“ Man darf gespannt sein, ob das Team die eigenen Nerven im Zaum hat, denn vor einer Kulisse von rund 25 000 Zuschauern hat ihre Elf noch nie gespielt. Diese ganz besondere Atmosphäre könnte sich als psychologischer Vorteil für die Duisburgerinnen erweisen. „Wenn Duisburg ins Spiel findet, können sie uns überrollen. Dennoch hoffen wir, dass vielleicht ein Wunder geschieht und wir am Ende den Pokal in Händen halten“, schätzt Jenas Spielführerin Ivonne Hartmann die Chancen ihres Teams realistisch ein. Doch sie verspricht: „„Wir werden alles geben. Wir wollen Duisburg ärgern, so richtig ärgern.“

Positive Entwicklung Für Jena ist der Finaleinzug allerdings schon jetzt ein Riesenerfolg. Klub-Vorsitzender Dr. Ralf Schmidt-Röh erklärt: „Ganz Thüringen ist im Pokal-Fieber!“ Dank des Finaleinzugs konnten neue Co-Sponsoren gewonnen werden, die Zugriffszahlen auf der Jenaer Website steigen an und auch die Nachfrage nach den Juniorinnenteams hat zugekommen. Nicht auszudenken, was in Thüringen los wäre, sollte morgen der ganz große Pokal-Coup gelingen.

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