Everton gewinnt den Pokalkrimi

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Und der Sieger heißt nicht Arsenal. Nach mehreren Jahren in Folge, in denen sich der englische Meister und Verfolger Everton jeweils schon vor dem Pokalfinale begegnet waren, gab es dieses Jahr ein Endspiel der Topclubs. Vor über 17.000 Zuschauern dauerte es 119 Minuten, ehe Everton die Pokalsiegesserie der „Gunners“ brach.

Schon nach 16 Minuten ging Everton durch Natasha Dowie mit 1:0 in Führung, noch vor der Halbzeitpause kam Arsenal durch einen von Kim Little verwandelten Strafstoß zum Ausgleich. Doch die „Toffees“ ließen sich durch den Gegentreffer nicht beirren und legten einen Traumstart in den zweiten 45 Minuten hin: Nationalspielerin Jill Scott stellte die Führung wieder her. Die Hauptstädterinnen konnten allerdings auch diesmal ausgleichen, nach nur 55 Minuten war durch Julie Fleeting das 2:2 geschossen – ein Ergebnis, an dem sich bis zum Ende der regulären Spielzeit nichts mehr änderte.

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Erster Pokalerfolg für Everton
Auch die Nachspielzeit blieb lange torlos. Es dauerte bis zur 119. Minute, ehe Dowie ihr zweites Tor schoss. Der Vize-Meister hat in England schon den Ligapokal gewonnen, und auch die Meisterschaft (noch mit Trainerin Mo Marley als Aktive), doch es war der erste Sieg im FA Cup. Im Jahre 2005 standen die „Toffees“ bereits einmal in Endspiel, damals gab es eine knappe 0:1-Niederlage gegen Charlton Athletic. Im zweiten Anlauf hat es geklappt, und Dowie, die ihr Glück kaum fassen konnte, stürzte sich in die Fans („Ich weiß nicht mehr, ob es überhaupt unsere waren.“), um den Moment festzuhalten.

Zweite Pokalniederlage für Arsenal
Nach vier Pokalsiegen in Folge ist Arsenal in diesem Jahr in den englischen Pokalwettbewerben gleich zweimal besiegt worden. Schon im Ligapokalhalbfinale unterlag man Everton – im Endspiel siegte schließlich Leeds Carnegie. Nach dem Triple in der vergangenen Saison ist für die sich im Umbruch befindenden Londonerinnen in diesem Jahr „nur“ noch die Meisterschaft machbar. Dort sind die „Gunners“ allerdings Favorit.

Zuschauerrekord verfehlt
Mit über 17.000 Zuschauern hat auch das diesjährige Pokalfinale, das als eigenständige Veranstaltung ausgetragen wird, gezeigt, welches Potenzial in England vorhanden ist. Nach einem kurzen Gastspiel des Endspiels in Derby im vergangenen Jahr, fand es diesmal an alter Erfolgsstätte, im Stadion von Nottingham Forest, statt. Hier wurde vor zwei Jahren im Spiel zwischen Arsenal und Leeds Carnegie der Zuschauerrekord von 24.582 aufgestellt. Den wollte man dieses Mal eigentlich knacken, doch stattdessen verfehlte man erstmals nach drei Jahren die 20.000-Marke.

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laasee
laasee

Zuschauer = 17,505. Tickets cost £5 and £2.50. Lack of publicity and promotion for the game. A big setback for FF in England. The cash rich mens football in England has a total contempt for FF and is not a friend of equality football. There are similarities with the mens attitude in Germany and other countries but in Germany there are independent clubs (FCR, Pots, ……) that can stand up for FF. In Engalnd the main clubs (Arsenal, Everton, Chelsea) are controlled by the parent club. That has proven to be a disaster for FF club football in the England.… Weiterlesen »