Lyon misslingt Generalprobe
Olympique Lyonnais hat die Generalprobe vor dem Halbfinalrückspiel in der Champions League bei Umeå IK (28. April) verpatzt. Der französische Meister unterlag im Pokalhalbfinale Paris Saint Germain mit 2:3 nach Elfmeterschießen. Es war ein weiterer Tiefschlag für die ansonsten erfolgsverwöhnte Mannschaft, die in dieser Saison sogar die Qualifikation zur Champions League verpassen könnte.
Momentan liegt Lyon – mit allerdings drei Spielen in der Hinterhand – auf dem dritten Platz in der Meisterschaft. Acht Zähler beträgt der Rückstand auf FCF Juvisy, sieben auf Paris Saint Germain. In der Meisterschaft hat Lyon in diesem Jahr bereits zwei Niederlagen und ein Unentschieden einstecken müssen – so viel, wie in den letzten drei Jahren nicht mehr.
Im Pokal ausgeschieden Seit gestern ist auch klar, dass Lyon zum zweiten Mal in Folge das Pokalfinale in Frankreich verpasst hat. Im Halbfinale unterlag “OL” Paris Saint Germain mit 2:3 nach Elfmeterschießen. Die Hauptstädterinnen waren bereits in der zehnten Minute durch Caroline Pizzala in Führung gegangen, nur acht Minuten später glich Isabell Herlovsen für die Gäste aus. Danach sollten in der regulären Spielzeit keine Tore mehr fallen. Trainer Farid Benstiti sah eine Parallele zum Pokal-Aus gegen Montpellier im vergangenen Jahr: “Wir haben das Spiel dominiert, ohne daraus jedoch Profit schlagen zu können. Ich bin dennoch zufrieden mit meinen Spielerinnen.”
Für Lyon, die auch in dieser Saison ihren Kader mit vielen internationalen Stars (Herlovsen, Amelie Rybeck, Christine Colombo Nilsen) verstärkt haben, ist es eine holprige Saison. In der Meisterschaft unterlag man bereits Juvisy FCF, einem reinen Frauenfußballverein mit Tradition – aber weit weniger finanziellen Möglichkeiten. Das Erreichen des Halbfinales in der Champions League haben sich die Französinnen erst vor dem internationalen Sportgericht erstreiten müssen, da sie zunächst wegen des Einsatzes nicht spielberechtiger Spielerinnen disqualifiziert worden waren.
Champions-League-Qualifikation steht auf dem Spiel Das Hinspiel gegen Umeå gewann Lyon mit 3:2, das Erreichen des Finales wird entscheidend sein. Bernd Schröder , Trainer des 1. FFC Turbine Potsdam, hat die Finanzspritze durch den Finaleinzug kürzlich auf 250.000 bis 300.000 Euro beziffert – Geld, das auch der teure französische Kader gut gebrauchen kann. Noch hat Lyon in der Meisterschaft alle Chancen, auf die ersten beiden Ränge zu rücken. Sollten sie aber auf dem dritten Platz bleiben, würden sie in der kommenden Saison nur international spielen, wenn sie am 20. Mai in Madrid die Champions League gewinnen.
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