Hochkarätiges Hallenturnier für U15-Juniorinnen in Magdeburg
Für Besucher des DFB-Hallenpokals, die bereits am Freitag nach Magdeburg anreisen, bietet sich eine interessante Möglichkeit zur Abendgestaltung: Am Vorabend des Pokals der „Großen“ richtet der Magdeburger Frauenfußballclub (MFFC) ein hochkarätig besetztes Nachwuchsturnier für U15-Juniorinnen aus.
Neben den Gastgeberinnen nehmen die Nachwuchsteams der Frauenfußball-Bundesligisten 1. FFC Turbine Potsdam, FF USV Jena, Hamburger SV und VfL Wolfsburg sowie des Regionalligisten 1. FC Lübars teil.
Gute Gastgeber sein und Begeisterung entfachen Der Zweitligist Magdeburger FFC unterstützt als Partner des DFB auch in diesem Jahr mit ca. 100 Freiwilligen die Organisation und Durchführung des DFB-Hallenpokals. Der Präsident des MFFC, Karl-Edo Fecht, freut sich über diese Aufgabe, über das dem Verein entgegengebrachte Vertrauen und auf die vielen Gäste. Er sieht aber auch die enorme Verantwortung für den Frauenfußball in der Region und darüber hinaus: „Wir wollen gute Gastgeber sein für eines der attraktivsten Frauenfußball-Events überhaupt. Und mit der Begeisterung natürlich auch weitere Mädchen und Frauen für unseren Sport gewinnen.“
Vorbilder im eigenen Verein anfeuern Und so will der MFFC auch dabei helfen, dass am Samstag gute Stimmung ist in der Bördelandhalle. Denn mit dem Nachwuchsturnier am Vorabend wird nebenbei das Ziel verfolgt, mit den jungen Kickerinnen stimmgewaltige Zuschauerinnen und Fans in die Bördelandhalle zu locken. Elfie Wutke, verantwortlich für Öffentlichkeitsarbeit beim MFFC: „Wir haben jedem Team zwölf Eintrittskarten für den Hallenpokal zur Verfügung gestellt und die Übernachtung in einer Jugendherberge organisiert. Diese Doppelveranstaltung – eigenes Turnier und der Hallenpokal am Tag danach – wird für die Mädchen sicherlich ein absolutes Highlight.“ Trotz der Einladung wollen allerdings die Teams aus Wolfsburg und vom 1. FC Lübars leider bereits in der Nacht wieder die Heimreise antreten. Die Potsdamer, Jenaer und Hamburger Teams werden aber ihre Bundesliga-Teams am Samstag lautstark unterstützen. Und insgeheim sicher hoffen, einmal selbst auf dem Kunstrasen dabei sein zu dürfen.
Nachwuchsteams auf hohem Niveau Viel wichtiger ist es aber aus der Sicht der Organisatoren des U15-Turniers, gerade den leistungsorientiert trainierenden Nachwuchsteams eine angemessene und interessante Chance zu bieten, gegeneinander zu spielen. Wutke erklärt: „Seit 2005 ist unser Verein für die die leistungsorientierte Nachwuchsausbildung im Mädchen- und Frauenfußball in Sachsen-Anhalt mitverantwortlich. Unser MFFC-Ausbildungsteam nimmt, wie auch die Teams anderer Leistungszentren, nicht am regulären Mädchen-Spielbetrieb auf Landesebene teil. Momentan spielen sie mit einem Altersdurchschnitt von ca. 13,5 Jahren in einer C-Junioren-Kreisliga, deren Tabelle sie in der Winterpause sogar anführen.“ Und so dürfte das Turnier auch ein Gradmesser dafür sein, wie sich die Nachwuchsarbeit der Vereine in den letzten Jahren entwickelt hat. Einige Namen der am Freitag auflaufenden Kickerinnen wird man sich eventuell sogar merken dürfen, denn fast in jedem Team werden Spielerinnen aufgeboten, die bereits zu DFB-Lehrgängen eingeladen wurden.
Abends selbst kicken, anderntags Ballmädchen Große Vorfreude herrscht – wie auch im vergangenen Jahr – bei den jungen Magdeburger Spielerinnen, die als Ballmädchen wieder ganz nah dran sei dürfen am Geschehen. „Coole Sache, dass wir da mitmachen können“, freuen sich besonders Laura-Jasmin Brandt, Johanna Kaiser, Wiebke Seidler und Sophia Voigtländer vom Magdeburger FFC, die im vergangenen Jahr noch als „Ballzauberinnen“ im Rahmenprogramm des Hallenpokals auftreten durften, dafür allerdings vom Turnier nicht allzu viel mitbekamen. Am Abend zuvor wollen die vier gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen aber erst einmal selbst spielen. Und natürlich siegen. So wie im Herbst 2009, als sie mit ihrer Schulmannschaft vom Sportgymnasium Magdeburg in Rust den DFB-Schulcup gewannen.
Termin Das Turnier beginnt um 20 Uhr in der Mehrzweckhalle am MDCC-Stadion (Friedrich-Ebert-Straße 62, ganz in der Nähe der Bördelandhalle).
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