Turbine Potsdam holt Japanerin Yuki Nagasato

Von am 20. Januar 2010 – 10.30 Uhr 27 Kommentare

Der 1. FFC Turbine Potsdam  hat sich in der Winterpause mit der japanischen A-Nationalspielerin Yuki Nagasato verstärkt. Die 22-jährige Offensivspezialistin wechselt mit sofortiger Wirkung zur Rückrunde der Saison 2009/10 zum Deutschen Meister nach Potsdam und unterschrieb zunächst einen Vertrag bis Juni 2012.

„Im Hinblick auf die anstehenden umfangreichen Aufgaben in der Champions League, der Verteidigung der deutschen Meisterschaft sowie der Teilnahme am DFB-Pokal haben wir noch eine sehr gute Spielerin benötigt“, erklärt Turbine-Cheftrainer Bernd Schröder, „denn wir haben in der Rückrunde ein intensives und sehr anspruchsvolles Programm zu absolvieren, für das wir einen auch in der Breite stark besetzten Kader benötigen.“

Qualitative Verstärkung
Schröder ergänzt: „Wir sind sehr erfreut, dass wir mit Yuki Nagasato eine so junge, aber dennoch bereits international erfahrene Spielerin verpflichten konnten. Wir wissen um die fußballerische Stärke und Qualität der Japanerinnen und sind überzeugt, dass Yuki eine beachtliche Verstärkung für unsere Mannschaft sein wird. Für uns ist es eine große Freude, erstmals eine Spielerin aus Japan in unser Team aufnehmen zu können.“

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Yuki Nagasato

In Zukunft wird es das Duell zwischen Yuki Nagasato und Torfrau Nadine Angerer auch in der Bundesliga geben. ©Nora Kruse FF-Archiv

Nagasato meint: „Ich bin sehr glücklich, zukünftig für den 1. FFC Turbine Potsdam spielen zu dürfen. Seit meiner Kindheit habe ich davon geträumt, in einem europäischen Spitzenclub Fußball spielen zu können. Ich habe in Potsdam tolle Menschen und eine tolle Mannschaft kennengelernt, die mich hervorragend aufgenommen haben, so dass ich mich sofort heimisch fühlte. Ich freue mich sehr auf meine Zeit in Potsdam und darauf, mit solch einer herausragenden Mannschaft spielen zu dürfen.“

Nagasato wurde am 15. Juni 1987 in Tokio (Japan) geboren. Die 22-jährige Offensivallrounderin ist Studentin der Sportpsychologie und verzeichnete bislang 43 Einsätze mit der A-Nationalmannschaft der Frauen, in der sie 2002 debütierte und für die sie bereits 26 Tore erzielte. In der L. League gewann Nagasato 2006 die Torschützenkrone. 2005 und 2006 wurde sie zu den „Best Eleven“ der Saison gewählt. Sie gewann mit NTV Beleze die japanische Meisterschaft in den Jahren 2002 sowie 2005 bis 2008, in den Jahren 2005, 2006, 2008 bis 2010 den japanischen Pokal.

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

27 Kommentare »

  • Unbekannter sagt:

    @futbolista

    Diese Reihenfolge hat die Spielerin selbst gewählt 😉
    Ich mein ja nur, wenn sie wirklich nach D gekommen ist um zu studieren sollten meiner Ansicht nach in Jena die besseren Kombinationsstrukturen zwischen Uni und Verein, allein schon der räumlichen Nähe, die anderen Faktoren lass ich jetzt einfach mal außen vor, von Vorteil sein. Ich denk nur im Wohle der Spielerin und bin der Meinung, dass sie in Jena auch hätte weiter wachsen können. Ich muss aber auch ehrlich sein, dass ich wahrscheinlich auch lieber auf der Bank des späteren CL-Siegers 🙂 sitzen würde, als bei einem Club, der versucht regelmäßig die Klasse zu halten.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @sisyphos

    Nun, bei den nicht gerade deutsch klingenden Namen, wie Pedersen, Kayikci, Ioannidou und Oliveira Leite kann man schonmal irren. 😉
    Oder aber, Herr Schröder ist erneut besser informiert als der „gemeine“ Fan schlechthin…

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  • sisyphos sagt:

    @ Schenschtschina Futbolista

    ersteres ist natürlich möglich 😀 aber ihm sollte (hoffentlich!) nicht entgangen sein, dass alle von Dir genannten Spielerinnen bereits für eine deutsche U-Auswahl gespielt haben 😉

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  • Marcel sagt:

    @sisyphos

    Das muss aber nichts heissen wenn es absehbar ist das es für die deutsche A-Auswahl nicht reicht gehen ja viele den zweiten Weg.

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  • djane sagt:

    naja, erstens sind die genannten Spielerinnen alle noch recht jung- und was nicht ist, kann ja noch werden. Und ob die Spielerinnen anstelle des Adlers tatsächlich lieber ins Trikot der Türkei, von Griechenland oder Portugal schlüpfen, bleibt ebenfalls abzuwarten 😉

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  • Marcel sagt:

    @djane

    Das sollte jetzt eigentlich nicht auf die genannten Spielerinnen bezogen sein eher allgemein ,da gibts ja schon einige Beispiele dafür.

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  • sisyphos sagt:

    Und selbst wenn sie es tun SOLLTEN – sie sind KEINE Ausländerinnen. Ich käme auch nicht auf die Idee, Marlen Kowalik als Ausländerin zu bezeichnen, nur weil sie sich in der polnischen Natio mehr Chancen ausgerechnet hat…

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