Frauenfußball-WM 2011: Ehrgeizige Ziele bislang erfolgreich

Von am 20. Januar 2010 – 10.25 Uhr 1 Kommentar

Seit zwei Jahren ist Steffi Jones, Chefin des Organisationskomitees für die Weltmeisterschaft 2011, im Amt. „Wir sind voll auf Kurs“, sagt sie anderthalb Jahre vor dem Beginn der Titelkämpfe und meint nicht nur den so erfolgreich gestarteten Ticketverkauf.

190.000 Tickets wurden bislang für die WM verkauft, und die Verantwortlichen auf der Jahresauftaktveranstaltung des WM-OK rechneten sogleich vor: Pro Tag entspriche dies einem Verkauf von 2.300 Karten. An der Spitze liege Frankfurt: Vier Spiele werden 2011 in der Mainmetropole ausgetragen, alle bereits jetzt vor einer Kulisse von 15.000 Zuschauern. „Sensationell“, findet DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach diese Zahl. „Vor zwei Jahren waren wir unsicher, hatten noch Bammel.“ Das ist Vergangenheit, denn der Erfolg hat neue Maßstäbe gesetzt. Bis zum Sommer möchte Niersbach 300.000 bis 350.000 Tickets abgesetzt haben – das wäre die Hälfte aller Eintrittskarten, die in den freien Verkauf gehen.

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Viel Unterstützung für 2011
Für die OK-Chefin sind diese hochgesteckten Ziele selbstverständlich. „Ich rede immer von Hundert Prozent“, sagt Steffi Jones, die die alle Stadien füllen will. Vor zwei Jahren trat sie mit der symbolischen Schlüsselübergabe von Franz Beckenbauer ihr Amt an. Der Schlüssel möge Türe und Tore öffnen, wurde ihr damals gewünscht. 24 Monate später ist sie zufrieden. Sie stoße überall auf offene Ohren, „alle sind uns wohlgesonnen“. In der Politik sehe sie parteiunabhängig Unterstützung. Claudia Roth, Vorsitzende von Bündnis 90/die Grünen, war in Frankfurt anwesend, Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde mit einer Videobotschaft zugeschaltet.

Ereignisreiches Jahr hat begonnen
Ein „interessantes Jahr“ sei angelaufen, so DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger. Ein Großereignis für die Frauen-Nationalmannschaft steht nicht an, doch wichtige Länderspiele gegen Nordkorea und Schweden, am 29. November in Frankfurt die Auslosung zur WM 2011. Die U17-Nationalmannschaft hat die Chance, sich für die WM in Trinidad & Tobago zu qualifizieren, und im Sommer, nur wenige Tage nach dem Ende der Männer-WM in Südafrika, wird in Bochum die U20-WM angepfiffen.

U20 in den Mittelpunkt bringen
Diese Titelkämpfe der U20 stehen bislang wenig im Rampenlicht. Aber „wir, hausintern, passen sehr gut auf, dass ihr nicht zu kurz kommt“, so DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg an U20-Nationalspielerin Dzsenifer Marozsán gewandt. Für die Mittelfeldspielerin vom 1. FFC Frankfurt steht die WM „schon fast vor der Tür. Es wird Zeit, uns vorzubereiten.“ Ob sie es ein Jahr später auch zur Frauen-WM schafft, bleibt abzuwarten. Von zwei bis drei Spielerinnen, die vom U20- in den A-Kader aufsteigen, gehe Ratzeburg aus. Hinzu kommen Akteurinnen, wie Kim Kulig und Bianca Schmidt, die zwar schon in der A-Nationalmannschaft spielen, aber vom Alter her auch beide Weltmeisterschaften spielen könnten. „Da müssen sich die Trainerinnen entscheiden.“

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