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2009

Spitzenduo liefert sich weiter Kopf-an-Kopf-Rennen

Bereits am Samstag verdarb UEFA-Pokal-Sieger FCR 2001 Duisburg am elften Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga mit dem furiosen 7:0-Erfolg dem FC Bayern München das zweite Adventswochenende, am Sonntag holte sich Meister 1. FFC Turbine Potsdam mit dem neunten Sieg im elften Saisonspiel die Tabellenführung zurück und sicherte sich den Platz an der Sonne nach der ersten Saisonhälfte. Der 1. FFC Frankfurt hielt mit einem Erfolg gegen Bad Neuenahr jedoch Anschluss an das Spitzenduo.

Gegen einen extrem defensiv eingestellten und wegen einer Zahn-OP ohne Stürmerin Martina Müller angetretenen VfL Wolfsburg ging Turbine zwar bereits nach 62 Sekunden durch Fatmire Bajramajs neunten Saisontreffer in Führung, doch danach mussten sich die 1 006 Zuschauer im Karl-Liebknecht-Stadion in ungewohnter Geduld üben, bis Nadine Keßler ihr Team mit dem 2:0 erlöste, als sie nach einem Freistoß von Anja Mittag am Schnellsten reagierte (58.). Zuvor hatte Babett Peter mit einem Kopfball an die Latte (24.) für einen der wenigen Aufreger gesorgt.

Fehlende Frische „Spielerisch war das heute weit unter dem, was wir sonst bieten“, kritisierte Turbine-Trainer Bernd Schröder trotz des neunten Siegs im elften Saisonspiel. Als Begründung führte Schröder an, dass seinem Team die Frische gefehlt haben, da „mit Blick auf das Pokalspiel am 19. Dezember gegen den 1. FFC Frankfurt noch einmal unheimlich hart im athletischen Bereich gearbeitet“ wurde. Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann war trotz der Niederlage nicht unglücklich: „Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft sehr zufrieden. Wir haben gegen den Tabellenführer gespielt und haben 90 Minuten gut dagegen gehalten.“

Frankfurt weiter in Torlaune Zum zweiten Mal in dieser Saison holte der 1. FFC Frankfurt den SC 07 Bad Neuenahr auf den Boden der Tatsachen. Nach dem 4:0-Sieg im Pokal in Koblenz ließen die Frankfurterinnen am Brentanobad einen ungefährdeten 5:2 (3:1)-Sieg folgen. Zwei Treffer von Conny Pohlers (14. und 42.), zwei von Petra Wimbersky (25. und 78.) und ein Tor von Kerstin Garefrekes (53.) zeigten dem Gegner, der durch Lydia Neumann (35.) und die eingewechselte 16-jährige Marie Pyko (56.) zweimal erfolgreich war, dass die Trauben im Duell mit den Spitzenteams zu hoch hängen.

Frankfurts Trainer Sven Kahlert meinte: „Ich bin zufrieden mit dem Spiel meiner Mannschaft und damit, dass wir den Abstand zu den Teams an der Tabellenspitze gewahrt haben, aber wir müssen in Zukunft wesentlich konzentrierter bei der Ausnutzung der sich bietenden Torchancen auftreten.“ Bad Neuenahrs Trainer Thomas Obliers zog trotz der Niederlage eine positive Bilanz: „Wir haben trotz allem eine Super-Hinrunde gespielt und stehen auf dem vierten Platz, wo uns vor der Saison niemand erwartet hätte.“

Jena siegt durch Blitztore Mit zwei schnellen Toren kurz vor der Halbzeit sorgte der FF USV Jena beim 3:1 (2:0)-Sieg für die Entscheidung im Spiel gegen den 1. FC Saarbrücken. Genoveva Anonma (42.) und Sylvie Arnold (45.) trafen für die Gastgeberinnen, ehe Selina Dambier (65.) für einen Hoffnungsschimmer sorgte (65.), den jedoch Anonma (78.) mit ihrem bereits neunten Saisontreffer zunichte machte.

Jenas Trainerin Heidi Vater erklärte: „Wir waren zunächst etwas verkrampft und hätten uns über einen Rückstand nicht beschweren können. Wir haben heute nicht so gut gespielt wie gegen Wolfsburg letzte Woche, aber wir sind natürlich zufrieden, dass wir dieses wichtige Spiel gewonnen haben.“ Gäste-Trainer Stephan Fröhlich meinte: „Ich kann meinem Team keinen Vorwurf machen. Einsatz, Wille und Chancen waren vorhanden, um das Spiel erfolgreicher zu gestalten. In der Phase vor der Pause haben wir geschlafen und sind dann entscheidend in Rückstand geraten.“

Erster Heimsieg für den HSV Der Hamburger SV feierte nach dem Überraschungssieg in München den zweiten Erfolg in Serie. Allerdings benötigten die Hanseatinnen einen verwandelten Foulelfmeter von Silva Lone Saländer (35.), um Aufsteiger Tennis Borussia Berlin mit 1:0 (1:0) in die Schranken zu verweisen und somit den ersten Heimsieg der Saison zu feiern.

Zittersieg für Essen Beim 3:2 (1:1) landete die SG Essen-Schönebeck im Kampf gegen den Abstieg einen wertvollen Dreier gegen den SC Freiburg. Die Gäste gingen durch Susanne Hartel in Führung (10.), doch Stephanie Goddard drehte die Partie mit ihren beiden Treffern (33. und 63.), ehe Danique Stein für die Gäste ausglich (72.). Doch mit einem verwandelten Foulelfmeter und ihrem dritten Treffer des Tages sorgte Goddard für den Sieg (82.), durch den sich die Essenerinnen ein wenig Luft verschafften.

Essens Trainer Ralf Agolli meinte: „„Es war ärgerlich, dass wir so lange zittern mussten. Man hat gesehen, dass einfach die Leichtigkeit gefehlt hat.“ Freiburgs Trainer Edgar Becker erklärte: “Es hat heute nicht ganz gereicht, wir hatten auch unsere Möglichkeiten, letztlich hatte Essen heute mehr Glück.”