Wird die bessere Ersatzbank das EM-Finale entscheiden?

Von am 9. September 2009 – 10.34 Uhr 8 Kommentare

Deutschlands Torhüterin Nadine Angerer musste nach dem mit 3:1 gewonnenen Halbfinale gegen Norwegen nicht lange überlegen, was das bisherige Erfolgsgeheimnis der deutschen Mannschaft bei der Frauenfußball-Europameisterschaft in Finnland war. „Die Startelf spielt die Gegner müde, die Einwechselspielerinnen nutzen es eiskalt aus.“ Und auch die Präsidentin des Organisationskomitees der Frauenfußball-WM 2011, Steffi Jones, sieht in den „starken Einwechselspielerinnen“ einen Vorteil des deutschen Teams.

Dass Einwechselspielerinnen einem Spiel die entscheidende Wende geben, ist nichts Ungewöhnliches. „Wir haben 22 starke Spielerinnen, da kann in die Partie kommen wer will“, beschreibt Angerer die besondere Stärke des deutschen Teams, die die Norwegerinnen in der zweiten Halbzeit nicht unbedingt mit spielerischer Klasse, sondern mit Tempo und Athletik und frischen Kräften von der Bank in die Knie zwang.

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Luft für 120 Minuten
Célia Okoyino da Mbabi, die als Einwechselspielerin per Kopf den Führungstreffer zum 2:1 erzielte und eine starke Leistung zeigte, meint: „Es war ein laufintensives Spiel, in dem es hoch und runter ging. Aber wir wissen, was wir in der Vorbereitung geleistet haben und wir könnten auch über 120 Minuten voll dabei sein.“

Vielfältige Optionen
Bundestrainerin Silvia Neid freut sich über die zahlreichen Optionen auf der Bank. „Man versucht immer, mit Wechseln etwas Positives zu bewirken, manchmal wird es zu 100 Prozent umgesetzt, manchmal nicht. Grundsätzlich bin ich froh, dass wir so flexibel agieren können.“ Neid erklärt, warum es Einwechselspielerinnen oft einfacher haben.

Vorteil für Einwechselspielerinnen
„Wenn der Gegner schon ein bisschen müde ist, und sich sicher ist, dass er gewinnt, ist es für Einwechselspielerinnen leichter, als wenn sie von Beginn an spielen würden.“ Das Spiel gegen Island zum Abschluss der Gruppenphase habe gezeigt, „wie unheimlich schwer es ist, von Anfang an in einer Formation zu stehen, weil man erst einmal ins Spiel finden muss.“

Da Mbabi heiß auf ersten Titel
Auch Da Mbabi hofft, dass sie im Finale gegen England am Donnerstag im Olympiastadion von Helsinki wieder zeigen kann, was sie drauf hat, ganz egal ob von Beginn an oder als Einwechselspielerin. „Ich werde alles daran setzen, meinen ersten großen Titel zu gewinnen.“

Glückssocken und Kleeblatt
Und vielleicht helfen dabei ja einige Glücksbringer. „Ich trage bei diesem Turnier immer bestimmte Socken unter den Stutzen, die ich meiner Schwester entwendet habe. Und ich habe noch einen kleinen Glücksbringer geschenkt bekommen, ein selbst gepflücktes Kleeblatt.“

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Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

8 Kommentare »

  • Dirk sagt:

    Guten Morgen,

    seien wir doch mal ehrlich, Ersatzbak hin oder her, eigentlich sollte jede der möglichen Optionen, die man aus den 22 Spielerinnen ziehen kann, stark genug sein, dieses Finale zu gewinnen.

    Ich drücke ausdrücklich JEDER Spielerin viel Glück und Erfolg für dieses Spiel und werde fleissig mitzittern.

    Und danach ist endlich wieder Buli 🙂

    Liebe Grüße

    Dirk

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  • laasee sagt:

    Hi Dirk

    I agree with you. I expect a torfest and kantersieg.

    Germany has the better players and also the big game players. England have done very well but beating Russia, Finland and Netherlands is at a lower level. I think that Hope Powell, along with Vera Pauw, is the best coach at EM but players win games and Germany has the best players.

    So a good victory on Thursday and then on to the Buli and more success for Inka, Martina and FCR. Duisburg ist Deutscher meister. Do you agree? (hehe)

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  • hossi sagt:

    hallo
    meine Meinung dazu– nicht wirklich—siehe Finnland Spiel

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  • hossi sagt:

    Entschuldigung Island

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  • Dirk sagt:

    Mensch, laasee, Dich hat’s ja wirklich erwischt 🙂

    Lass die Mädels erst mal spielen, dann sehen wir, wer Deutscher Meister wird… 🙂

    Eigentlich schuldet der FCR Dir jetzt schon die Ehrenmitgliedschaft, eine VIP Jahreskarte und ein Abendessen mit Inka und Martina….

    Auf eine spannende Saison und möge der Bessere gewinnen…

    Aber nun ist erstmal Natio, da tragen alle das gleiche Trikot…

    Dirk

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  • laasee sagt:

    Ja Dirk, Ich stimme zu.

    Zuerst ein glucklicher Donnerstag.

    Alle sind gut.

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  • Rainer sagt:

    Natze hat damit den Nagel auf den berühmten Kopf getroffen. Das deckt sich völlig mit meiner Meinung und Analyse. In Europa hat nur Deutschland eine Ersatzbank, auf der praktisch jede einen Spielverlauf ändern kann. Letztlich also den stärksten Kader. Wenn man sich leisten kann, Anja Mittag, Lira Bajramaj und Celia da Mbabi auf der Bank zu haben, dann kann man von Luxusproblemen reden. Und wenn Deutschland heute Abend gewinnen muss, dann würde ich Birgit Prinz wünschen, dass sie die beiden entscheidenden Tore macht…

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  • Carina sagt:

    Tjaha, das erste Tor hat Birgit grad gemacht.

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