England erster EM-Finalist

Von am 6. September 2009 – 20.47 Uhr 25 Kommentare

Die englische Frauenfußball-Nationalmannschaft hat sich bei der Europameisterschaft in Finnland in Tampere gegen die Niederlande als erstes Team für das Endspiel am Donnerstag in Helsinki qualifiziert. Doch das Team von Trainerin Hope Powell musste 120 Minuten kämpfen, ehe der Sieg gegen tapfer kämpfenden Niederländerinnen unter Dach und Fach war.

Am Ende behielten die Engländerinnen, die zum ersten Mal seit 1984 wieder ein EM-Finale erreichten, mit 2:1 (1:1, 0:0) die Oberhand. WPS-Legionärin Kelly Smith brachte ihr Team von 4 621 Zuschauern nach einer guten Stunde nach Vorarbeit von Eniola Aluko in Führung (61.), doch Marlous Pieëte gelang nur Minuten später der Ausgleich (64.).

Scott sorgt für Entscheidung
In der verbissen geführten Verlängerung waren die Engländerinnen die dominierende Mannschaft, eine Koproduktion zweier Einwechselspielerinnen sorgte für die Entscheidung. Jill Scott versetzte nach einer Ecke von Karen Carney mit einem Kopfball den Niederländerinnen den K.o. (116.). Im Finale wird England am Donnerstag im Olympiastadion von Helsinki auf den Sieger des zweiten Halbfinales zwischen Deutschland und Norwegen treffen, das am Montagabend ausgetragen wird.

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

25 Kommentare »

  • Antje aus London sagt:

    Hier in England sind wir gespannt auf das Finale. Leider wurden die Spiele bis hierher nur auf Eurosport uebertragen, so dass viele Leute die nicht extra fuers Kabelfernsehen zahlen, keine Livebilder sehen konnten. Ich weiss nicht, ob die BBC sich nicht fuer die Rechte interessiert hat oder sie nicht bekommen hat, aber der Mangel an bewegten Bildern hat dazu gefuehrt, dass die EM insgesamt kaum in der Presse vorgekommen ist.

    Das ist mit dem Erreichen des Finales auf einmal anders. Die BBC wird das Finale live auf ihrem zweiten Kanal uebertragen und ich bin inzwischen ein paar Mal auf das Finale angesprochen worden. Trotzdem ist es schade, dass die englische Mannschaft erst ein Finale erreichen muss, um ueberhaupt in der oeffentlichen Wahrnehmung aufzutauchen. Daran kann man sehen, wie weit der englische Frauenfussball hinter dem deutschen zurueck steht.

    Ich hoffe jedenfalls auf ein spannendes Finale, in dem die englische Mannschaft mit oder ohne die Fuehrungsspielerinnen Kelly Smith und Faye White zeigt, wie gut sie inzwischen ist und der deutschen Mannschaft den Weg zum wiederholten EM-Titel schwer macht.

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  • Ralf sagt:

    @Antje

    Faye White evtl. mit Gesichtsmaske, hieß es bei uns im TV!
    Jochbein gebrochen???
    Kelly Smith hat zum Ende des HF ein wenig ‚unrund‘ ihre Runden gedreht.
    Ich hab‘ jetzt nichts von einem möglichen Ausfall mitbekommen!

    Aber ich gehe mal davon aus, dass man auch im Team England eine hervorragende medizinische Abteilung hat, die die beiden ‚Sorgenkinder‘ wieder fit bekommt! 🙂

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  • Markus Juchem sagt:
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  • laasee sagt:

    Hi Dirk

    I think Birgit sends you flowers for defending her. (hehe)

    She still has an important place and influence on the team but in a different role. Against Norway there were many occassions when the play was mainly long balls to nowhere.

    I would prefer Inka as the sole striker with Birgit in a deeper role, more of a provider/supplier.Her goal scoring record of the last year suggests that might be better.

    Markus Juchem did an article recently about a new role for her but Neid did not read it.

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  • Antje aus London sagt:

    Faye White wird vermutlich mit Maske spielen. Kelly Smith hatte im Vorfeld der EM eine Knieverletzung und scheint zeitweise mit Schmerzen zu spielen. Da hat die Verlaengerung am Sonntag sicher nicht gut getan. Ich hoffe sehr, dass sie durchspielen kann. Vielleicht nochmal ein Schuss aufs Tor aus dem Mittelkreis? Obwohl sie damit Nadine Angerer vermutlich weniger Probleme bereitet als der russischen Torhueterin.

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