Wird auch Japan kein echter Gradmesser?
Nach dem spielerisch leicht herausgespielten 6:0-Sieg gegen die Niederlande am vergangenen Samstag erhofft sich die DFB-Elf heute im Spiel gegen Japan in Mannheim (ab 16.00 Uhr live im ZDF) mehr Gegenwehr. Doch es bleibt abzuwarten, ob die Japanerinnen ein echter Prüfstein werden, denn die besten Spielerinnen fehlen.
“Ich bin ein kleiner Fan der Japanerinnen. Sie spielen sehr diszipliniert, sind kombinationssicher und spielen einen intelligenten Fußball”, so Nationalspielerin Linda Bresonik , die glaubt: „Es wird ein sportlich interessanteres Spiel im Vergleich zur Partie gegen die Niederlande, denn so viele Chancen wie die Japanerinnen bei Olympia ausgelassen haben, werden sie diesmal nicht liegenlassen.”
Topspielerinnen fehlen Doch die japanische Elf hat mit der, die die deutsche Mannschaft im Spiel um Platz 3 beim Olympischen Fußballturnier bei der 0:2-Niederlage stark forderte, nur noch wenig gemein. 20 Spielerinnen haben die Reise nach Europa angetreten, doch die besten und bekanntesten Spielerinnen fehlen. Denn die in der US-Profiliga WPS tätigen Spielerinnen Homare Sawa (Washington Freedom), Aya Miyama (Los Angeles Sol) und Eriko Arakawa (FC Gold Pride) haben alle darauf verzichtet, im Länderspiel gegen Deutschland und den beiden Duellen gegen Frankreich am 1. und 2. August anzutreten.
In erster Linie wurden Spielerinnen ausgewählt, die in Japan aktiv sind. Eine Ausnahme bildet Mami Yamaguchi von Umeå IK. Sieben Spielerinnen von Nippon TV Beleza stehen im Kader, vier neue Gesichter von INAC Kobe Leonessa erhielten eine Nominierung. Nach der geplatzten US-Tour im Mai ist man in Reihen der Japanerinnen dennoch froh, sich mit starker Konkurrenz zu messen. Denn im nächsten Jahr beginnen die WM-Qualifikationsspiele für die WM 2011 in Deutschland.
Japan ohne Trainer Sasaki Doch nicht nur die besten Spielerinnen fehlen, auch Trainer Norio Sasaki ist nicht mit dabei, da er zeitgleich die japanische U19-Auswahl betreut, die vom 1. bis 12. August bei der U19-Asien-Meisterschaft in China um ein Ticket für die U20-WM in Deutschland kämpfen wird.
Anstelle von Sasaki wird das Team von Assistenztrainer Satoru Mochizuki betreut. Auch wenn nur ein Rumpfkader die Testspiele in Europa bestreiten wird, hofft man, dass man eine schlagkräftige Truppe aufbieten kann. „Auch wenn das Team mit dem bei Olympia nicht mehr viel gemein hat, hoffe ich, dass wir sowohl offensiv wie auch defensiv guten Fußball zeigen und gute Resultate erzielen können“, so Sasaki.
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