WPS präsentiert cleveres Playoff-Format
Noch vor dem offiziellen Start am 29. März hat die neue US-Profiliga Women’s Professional Soccer (WPS) für Aufsehen gesorgt. Mit einem simplen, aber überzeugenden Playoff-Modus wollen die WPS-Verantwortlichen die Fans für sich gewinnen, für Spannung bei den Fernsehzuschauern sorgen und den Top-Vereinen Planungssicherheit geben. Pikantes Detail: Die Saison endet, anders als bisher erwartet, vor Beginn der Europameisterschaft in Finnland.
Der Modus sieht vor, dass die besten vier der sieben Teams umfassenden Liga Playoffs bestreiten, der Sieger der regulären Saison mit einem direkten Startplatz im WPS-Finale belohnt wird. In der ersten Playoff-Runde wird der Saisonvierte am 15. August ein Auswärtsspiel beim Saisondritten bestreiten müssen.
WPS-Chefin Tonya Antonucci erläutert den Playoff-Modus (Englisch)
Drei Playoff-Spiele Der Saisonzweite empfängt am 18./19. August im Super-Semifinale auf eigenem Platz den Sieger des Duells Dritter gegen Vierter. Der Gewinner des Super-Semifinales ist dann am 22. August auswärts Gegner des Saisonersten im großen WPS-Finale. Die Debütsaison der WPS endet somit zwei Tage, bevor in Finnland die Europameisterschaft eröffnet wird, so dass es zumindest für das Turnier selbst keine Abstellungsprobleme mit Spielerinnen aus Europa geben wird.
Modus kombiniert europäische und US-Tradition Durch den Modus verbindet die WPS amerikanische Playoff-Tradition, trägt aber auch den europäischen Wurzeln der Sportart Rechnung, indem sie den Sieger der regulären Saison für seine Leistungen belohnt und ihn mit einem lukrativen Heimspiel im WPS-Finale beschert. Durch das frühzeitige Wissen um den Finaleinzug kann dieses Team auch mit einem ordentlichen Vorlauf die Werbetrommel rühren und den Ticketverkauf ankurbeln.
Belohnung für Leistung in regulärer Saison Auch der Zweit- und Drittplatzierte der regulären Saison werden für die Leistungen im Saisonverlauf mit Heimspielen in den Playoffs belohnt. Das stärkste Team der Saison kann sich also mit einem einzigen Sieg im Finale zum Champion krönen, während ein in der Saison schwächeres Team in den Playoffs mehrere Hürden überwinden muss, um den Titel zu holen. Ein einfacher, aber sportlich überzeugender Modus. Die Fernsehzuschauer dürfen sich auf drei spannende K.-o.-Spiele mit Final-Charakter freuen.
Vorfreude auf Start am 29. März „Wir haben verschiedene Optionen geprüft“, sagt WPS-Chefin Tonya Antonucci. „Wir hatten das Gefühl, dass es gut ist, die Teams für ihre Platzierung in der regulären Saison zu belohnen, aber gleichzeitig die amerikanische Playoff-Tradition mit K.-o.-Spielen aufrechtzuerhalten. Ich freue mich schon jetzt auf die Geschichten, die die erste Saison der WPS und die Playoffs schreiben werden.“
Zwei neue Teams in 2010 Die WPS startet am 29. März mit sieben Teams in ihre erste Saison – Bay Area, Boston, Chicago, Los Angeles, New Jersey/New York, St. Louis und Washington D.C. sind die ersten sieben Städte, die in der Debütsaison Teams stellen. 2010 sollen Atlanta und Philadelphia hinzu kommen.
20 Spieltage Die reguläre Saison wird 20 Spieltage umfassen, so dass jedes Team in den Genuss von zehn Heimspielen kommen wird, die in der Regel am Wochenende ausgetragen werden. Mit langsamem, aber stetigem Wachstum soll die Liga anders als ihr Vorgänger WUSA zum Erfolg geführt werden. „Wir peilen Zuschauerzahlen zwischen 4.000 und 6.000 an und wir werden sehr sorgfältig über unsere Kosten wachen. Wir wissen, es ist ein Marathon und kein Sprint. Wir wollen nach der fünften Saison beurteilt werden, nicht nach der ersten“, so Antonucci.
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