U20-WM: Deutschland will sich gegen Frankreich rehabilitieren
Nach dem sang- und klanglosen Halbfinal-Aus gegen die USA bei der U20-Frauenfußball-Weltmeisterschaft in Chile will sich die deutsche Nationalmannschaft am Sonntag im Spiel um Platz 3 ( live ab 19.30 Uhr auf Eurosport 2 und im Womensoccer-Liveblogging ) gegen Frankreich in Santiago versöhnlich mit einem Erfolg aus dem Turnier verabschieden.
„Nach der Enttäuschung gegen die USA wollen wir unsere spielerischen und psychologischen Stärken unter Beweis stellen, um Bronze zu holen“, so Trainerin Maren Meinert.
Frankreich musste sich im Halbfinale am vergangenen Donnerstag trotz 1:0-Führung durch einen späten Gegentreffer mit 1:2 gegen Nordkorea geschlagen geben und hat im Turnierverlauf seine Stärke unter Beweis gestellt. „Die Französinnen geben nie auf und sind technisch sehr stark“, so Joker Lisa Schwab .
Rückkehr von Kulig Hoffnung macht dem deutschen Team, dass die im Halbfinale schmerzlich vermisste Kim Kulig nach ihrer Gelbsperre wieder einsatzberechtigt ist. „Ich bin überzeugt, dass wir mental stark genug sind, um noch mal alles zu geben und uns den dritten Platz zu sichern. Wir hätten ihn verdient”, so Kulig , deren Team im Turnierverlauf Höhen und Tiefen hatte. Nach dem dritten Platz der A-Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen in Peking und dem dritten Platz der U17 bei der WM in Neuseeland will die DFB-Elf nun das Dritte-Plätze-Triple perfekt machen. Und die Spielerinnen wollen beweisen, dass sie bei der Niederlage gegen die USA unter Wert geschlagen wurden.
Talentsichtung „Ich denke, wir werden ein paar unserer Spielerinnen bei der WM 2011 im eigenen Land wiedersehen”, so Meinert vor dem Turnierabschluss. Doch im Turnierverlauf hat sich kaum eine Spielerin für höhere Aufgaben in der A-Nationalmannschaft aufdrängen können, auch wenn Ulrike Ballweg, Assistenztrainerin der A-Nationalmannschaft, erklärt : „Für 2011 haben wir gute Erkenntnisse gewinnen können, wen man dafür einplanen kann. Auch bei der U17 sind interessante Spielerinnen für 2011 dabei. Wir werden die Zeit nutzen, die Talente weiter zu fördern.“
Im Lager der Französinnen gibt man sich vor dem Spiel um Platz 3 gelassen. Am Samstag stand ein Ausflug auf dem Programm . Mit der Seilbahn ging es vor den Toren Santiagos in 500 Meter Höhe zur Skulptur „Madre de Santiago“, von wo aus man einen herrlichen Ausblick über die chilenische Hauptstadt genießt.
Frankreich will aufs Podest Die Französinnen hoffen, Kapital daraus schlagen zu können, dass es dem deutschen Team im Turnier an der Konstanz fehlte. „Angesichts der tollen Leistungen meiner Mädels bei diesem Turnier haben sie es verdient, am Ende auf dem Podest zu stehen. Wir werden mit viel Energie um Platz drei spielen“, so Frankreichs Trainer Stéphane Pilard .
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