U20-WM: Deutschland will sich gegen Frankreich rehabilitieren

Von am 7. Dezember 2008 – 15.06 Uhr 7 Kommentare

Nach dem sang- und klanglosen Halbfinal-Aus gegen die USA bei der U20-Frauenfußball-Weltmeisterschaft in Chile will sich die deutsche Nationalmannschaft am Sonntag im Spiel um Platz 3 (live ab 19.30 Uhr auf Eurosport 2 und im Womensoccer-Liveblogging) gegen Frankreich in Santiago versöhnlich mit einem Erfolg aus dem Turnier verabschieden.

„Nach der Enttäuschung gegen die USA wollen wir unsere spielerischen und psychologischen Stärken unter Beweis stellen, um Bronze zu holen“, so Trainerin Maren Meinert.

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Frankreich musste sich im Halbfinale am vergangenen Donnerstag trotz 1:0-Führung durch einen späten Gegentreffer mit 1:2 gegen Nordkorea geschlagen geben und hat im Turnierverlauf seine Stärke unter Beweis gestellt. „Die Französinnen geben nie auf und sind technisch sehr stark“, so Joker Lisa Schwab.

Rückkehr von Kulig
Hoffnung macht dem deutschen Team, dass die im Halbfinale schmerzlich vermisste Kim Kulig nach ihrer Gelbsperre wieder einsatzberechtigt ist. „Ich bin überzeugt, dass wir mental stark genug sind, um noch mal alles zu geben und uns den dritten Platz zu sichern. Wir hätten ihn verdient“, so Kulig, deren Team im Turnierverlauf Höhen und Tiefen hatte.
Nach dem dritten Platz der A-Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen in Peking und dem dritten Platz der U17 bei der WM in Neuseeland will die DFB-Elf nun das Dritte-Plätze-Triple perfekt machen. Und die Spielerinnen wollen beweisen, dass sie bei der Niederlage gegen die USA unter Wert geschlagen wurden.

Talentsichtung
„Ich denke, wir werden ein paar unserer Spielerinnen bei der WM 2011 im eigenen Land wiedersehen“, so Meinert vor dem Turnierabschluss. Doch im Turnierverlauf hat sich kaum eine Spielerin für höhere Aufgaben in der A-Nationalmannschaft aufdrängen können, auch wenn Ulrike Ballweg, Assistenztrainerin der A-Nationalmannschaft, erklärt: „Für 2011 haben wir gute Erkenntnisse gewinnen können, wen man dafür einplanen kann. Auch bei der U17 sind interessante Spielerinnen für 2011 dabei. Wir werden die Zeit nutzen, die Talente weiter zu fördern.“

Im Lager der Französinnen gibt man sich vor dem Spiel um Platz 3 gelassen. Am Samstag stand ein Ausflug auf dem Programm. Mit der Seilbahn ging es vor den Toren Santiagos in 500 Meter Höhe zur Skulptur „Madre de Santiago“, von wo aus man einen herrlichen Ausblick über die chilenische Hauptstadt genießt.

Frankreich will aufs Podest
Die Französinnen hoffen, Kapital daraus schlagen zu können, dass es dem deutschen Team im Turnier an der Konstanz fehlte. „Angesichts der tollen Leistungen meiner Mädels bei diesem Turnier haben sie es verdient, am Ende auf dem Podest zu stehen. Wir werden mit viel Energie um Platz drei spielen“, so Frankreichs Trainer Stéphane Pilard.

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Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

7 Kommentare »

  • Brandy sagt:

    Du schreibst,dass sich kaum eine Spielerin für 2011 hat empfehlen können. Ich denke Kulig, Baunach, Schmidt. Kerschowski und auch Schiewe haben einen guten Eindruck hinterlassen. Klar gibt es bei allen noch was zu verbessern. Schmidt war für mich besser als ne Stegemann der letzten beiden Jahre. Aber solange Prinz,Hingst, Stege und Bartusiak noch auf den Platz kriechen können, wird sich eh nicht viel ändern. Auch bei der U17 haben einige das Potential,aber der Übergang zu den „Großen“ kann bestimmt noch einige Überraschungen bringen.

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  • Markus Juchem sagt:

    Das ist natürlich eine persönliche Meinung und jeder sieht das sicherlich ein wenig anders. Potenzial ist sicherlich bei einigen vorhanden, aber großartig neue Erkenntnisse hat das Turnier in meinen Augen nicht gebracht. Wer mir sehr gut gefallen hat, ist Josephine Henning, Katharina Baunach mit Abstrichen. Kim Kulig zeigt gute Ansätze, hat aber auch noch große Schwankungen in ihrem Spiel.

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  • Max Diderot sagt:

    Complimenti. Schön, dass ein Liveblogging für dieses Spiel um die goldene Ananas eingerichtet wird. Der Bezug zur tropischen Frucht soll sich nicht despektierlich gegen die beteiligten Spielerinnen respektive Mannschaften richten als vielmehr gegen das von Frau Ballweg angeführte Zitat. Unbestritten ist, dass der DFB sehr viel tut in punkto Eliteförderung. Aber dieser Begriff für sich genommen ist so stussig wie die frühzeitige selektive Förderung umstritten. Ich bin kein sehr genauer Kenner der Materie, denke mir aber manchesmal, dass eine Äquivalenz von Fördern und Fordern notwendig ist, und es der Nachwuchsförderung per se gut täte, konzeptionelle Erneuerungen zwischen Vereinen und Verbänden in die Nachwuchsarbeit zu integrieren.

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  • Brandy sagt:

    HIer die Aufstellung:
    Vetterlein – Mirlach, Schiewe, Henning, Baunach – Kulig, Hegering, Schmidt, Simic, N. Banecki – Pollmann

    Warum nur Pollmann ?????

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  • Jarmusch sagt:

    Brandy schrieb: Warum nur Pollmann ?????

    @Brandy
    Weil sie definitiv eine zweite Chance verdient hat.
    Sie hat gegen den stärksten Gruppengegner zwar in der ersten Hälfte einige Chancen versiebt, aber immerhin hatte sie welche.
    Ihre Auswechslung bereits zur Halbzeit kam m. E. sehr früh.
    Ich glaube sie brennt darauf sich zu präsentieren. Ich tippe sie macht ein Tor und ein gutes Spiel.

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  • Jarmusch sagt:

    Gespannt bin ich auf Mirlach. Macht sie ein gutes Spiel, hat Maren Meinert Erklärungsnotstand.
    Bianca Schmidt in die Offensive zu ziehen (vermutlich) finde ich richtig. Als rechte Defensivspielerin hat sie mich bisher nicht überzeugt.

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  • Brandy sagt:

    Dein Wort in Gottes (oder meinem ) Ohr,aber recht dran glauben kann ich nicht.Ich laß mich aber gern vom gegenteil überzeugen !!!

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