Mit letzter Kraft zu Bronze geschleppt

Von am 22. August 2008 – 15.47 Uhr 40 Kommentare

Zum dritten Mal in Folge nach 2000 und 2004 hat sich die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft die Bronzemedaille bei Olympischen Spielen geholt. Doch bei aller Freude über die gewonnene Medaille deckte der seit langem schwächste Auftritt der DFB-Elf bei einem großen Turnier auch auf, welchen Herausforderungen sich der deutsche Frauenfußball zunehmend ausgesetzt sieht.

„Wenn man den Turnierverlauf betrachtet, kann man mit Bronze sehr zufrieden sein“, brachte es Deutschlands Spielführerin Birgit Prinz auf den Punkt, die ergänzt: „Das ist zwar eine harte Aussage, aber das ist nun einmal meine Einschätzung.“

Erste Kratzer im Lack
Dabei ist es noch gar nicht lange her, da schien die deutsche Mannschaft ein Abonnement auf Turniersiege und exzellente Leistungen zu haben. Einen ersten Kratzer bekam dieses Sieger-Image bereits beim Algarve Cup 2007, als eine saft- und kraftlose deutsche Mannschaft am Ende nur Achter wurde.

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Die Lehre aus dem damaligen Turnier: Wenn die Fitness nicht hundertprozentig stimmt, kann auch die beste Mannschaft ihr Potenzial nicht abrufen, fehlen die entscheidenden Zehntelsekunden, um in Zweikämpfen die Nase vorn zu haben und die Konzentration, um Pässe mit höchster Präzision zu spielen. Der Laufaufwand wächst, die Laufwege stimmen nicht mehr, das Spielsystem gerät aus den Fugen.

Trügerische Sicherheit
Und phasenweise weckten die Auftritte der DFB-Elf bei den Olympischen Spielen in Peking Erinnerungen an das damalige Vorbereitungsturnier im Süden Portugals, wenn auch eine im Vergleich zur WM noch einmal verbesserte Torhüterin Nadine Angerer sowie Glück und Routine lange Zeit Gegentreffer verhinderten, das Team im Turnier hielten und in trügerischer Sicherheit wiegten. Bis zum Brasilien-Spiel, als die individuelle Klasse einer Marta und Cristiane ausreichten, um die Defizite im deutschen Spiel schonungslos aufzudecken.

„Relativ gut gestanden“ habe die Abwehr, bilanzierte Bundestrainerin Silvia Neid nach dem Turnier, doch in den Duellen gegen internationale Topstürmerinnen wie Marta, Cristiane oder Cynthia Uwak bekam sie Grenzen aufgezeigt. So fehlte es an Schnelligkeit und Spritzigkeit, hinzu kamen technische Unzulänglichkeiten.

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Offensive Mängel
„Beim Spiel nach vorne hat uns einfach die Qualität gefehlt – und zwar in allen Spielen“, so Neid weiter. Im Mittelfeld kam eine bemühte Renate Lingor bei ihrem Karriereausklang über gute Ansätze nicht hinaus. Simone Laudehr wirkte oft überfordert, Melanie Behringer konnte ebenfalls nicht in gewohntem Maße Akzente setzen, Prinz fehlte es an der Frische und Kerstin Garefrekes blühte erst auf, als ihre Teamkollegin beim 1. FFC Frankfurt, Conny Pohlers, Einsatzzeit erhielt.

Warum aber ließ Neid die Topstürmerin so lange auf der Bank schmoren? Warum sorgte das Trainergespann nicht durch häufigere Ein- und Auswechslungen für Entlastung der Stammkräfte und bessere Laune unter den Ersatzspielerinnen? Sitzt der zweite Anzug etwa so schlecht, dass man ihn nicht bedenkenlos einsetzen kann? Das dürfte zumindest die Botschaft gewesen sein, die bei einigen Bankdrückerinnen angekommen ist.

Tribut an Strapazen
Denn offensichtlich waren zahlreiche Topspielerinnen in puncto Fitness nicht auf dem höchsten Leistungsstand. Die kurze Pause nach der WM im Vorjahr, eine lange Saison mit Bundesliga-, DFB-Pokal-, UEFA-Pokal-, diversen Qualifikationsspielen und Lehrgängen verbunden mit klimatischen Extrembedingungen und den Reisestrapazen vor Ort forderten sichtlich Tribut.

Doch die Belastungen für die Spielerinnen werden in Zukunft eher zu-, denn abnehmen. Am 7. September beginnt bereits die neue Bundesligasaison, durch den UEFA-Pokal-Sieg des 1. FFC Frankfurt werden sich in der kommenden Spielzeit auch die Spielerinnen des FCR 2001 Duisburg als zweiter deutscher UEFA-Pokal-Vertreter zunehmenden Strapazen ausgesetzt sehen. Und es gibt Gedankenspiele, den Wettbewerb spätestens 2010 aufzustocken, mit mehr Teilnehmern und einer größeren Anzahl von Spielen.

Terminprobleme
Neid hat auf die Problematik des engen Terminkalenders unter anderem am Rande des DFB-Hallenpokals hingewiesen und eine Verkleinerung der Bundesliga angeregt, auch, um für ihre Nationalspielerinnen längere Regenerationsphasen zu bekommen.

„Wir können ja nicht auf die Qualifikation für Olympia, EM und WM verzichten, nur damit unsere Spielerinnen regenerieren können. Die Nationalmannschaft ist immer noch das Aushängeschild des deutschen Frauenfußballs.“ Dem deutschen Fußball-Bund (DFB) sind aufgrund der Vorgaben des Fußball-Weltverbands (FIFA) bei der Terminierung allerdings (noch) enge Grenzen gesetzt.

Liga-Verkleinerung keine Lösung
Eine Verkleinerung der Liga wird von einer gefühlten Mehrheit abgelehnt und als kontraproduktiv empfunden. „Wir brauchen eine starke und breite Liga“, sagt etwa Potsdams Trainer Bernd Schröder. Eine geringere Anzahl an Spieltagen würde vor allem die kleineren Teams treffen.

Doch Neid meint: „Wir sollten über den Tellerrand schauen. Man sieht ja etwa, was in Holland passiert, wo die Vereine an den Männerfußball gekoppelt werden. Da wird die ganze Woche in Richtung Nationalmannschaft gearbeitet und deren Philosophie vertreten.“

Abstellungsproblematik
In einem ersten Schritt müsste der koordinierte internationale Frauenfußball-Kalender überarbeitet werden, der noch viel Optimierungspotenzial bietet. Bisher gibt es eine Abstellpflicht für die geschützten Turniere, ein Verein hat eine Spielerin pro Jahr für höchstens zehn internationale Spiele abzustellen, in Ausnahmefällen sogar häufiger.

Die Abstellungszeit beträgt bei einem Freundschaftsspiel 48 Stunden, bei einem Ausscheidungsspiel für einen internationalen Wettbewerb gar vier Tage, den Spieltag nicht mit eingerechnet, für die Endrunde eines internationalen Wettbewerbs sogar 14 Tage vor dem ersten Spiel. Eine ganze Menge für Spielerinnen, die zumindest überwiegend (noch) einen Beruf ausüben.

Maßnahmen nötig
Aber auch die Vereine selbst und der DFB müssen sich den neuen Herausforderungen stellen und mit strukturellen Verbesserungen, optimierten Trainings- und Regenerationsbedingungen sowie finanzieller Unterstützung die Topspielerinnen zukünftig noch besser unterstützen, will man international auch weiterhin ganz oben mitmischen.

Zudem gilt es, das Zusammenspiel zwischen Vereinen und DFB zu optimieren und mit viel Augenmaß die unterschiedlich gelagerten Interessen abzuwägen. Sonst wird es in Zukunft vielleicht nicht einmal mehr zur Bronzemedaille reichen.

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

40 Kommentare »

  • Max Diderot sagt:

    ViolA, mir erscheint Deine Argumentation wie eine Quadratur des Kreises zu sein. Mir ist nicht bewußt, dass jemand auf eine Spielerin verbal eingedroschen hat. Es wird eine inhaltliche Diskussion über die Art und Weise des Spiels der DFB-Damen geführt. Und die war halt während dieser Olympischen Spiele eher suboptimal. Und es bringt doch nichts, dieses zu verschweigen und einen Verniedlichungseffekt einzuführen, die diversen Spielerinnen ob besonderer Umstände Boni zubilligt. Ich bin auch dagegen, eine Entschuldigung dergestallt gelten zu lassen, dass einige Akteurinnen eine besonders anstrengende Saison hinter sich hatten. Denn dieser Aspekt war ja schon vor den Spielen bekannt und darf jetzt nicht als Feigenblatt für die spielerische Unzulänglichkeit der DFB-Elfen herhalten.

    Eine Mannschaft muss, nach meinem Verständnis, nicht zwangsläufig und immer aus den besten oder erfolgreichsten Einzelspielerinnen bestehen. Der Erfolg eines Teams setzt aus jenem Verständnis zusammen, dass häufig in der journalistischen Metaphorik als Chemie bezeichnet wird und ebenso oft unkalkulierbar erscheint. Und wenn ich sehe, dass die Bundestrainerinnen-Blondine ziemlich argwöhnisch der Rotation abschwört und der Macht der Gewohnheit anheim fällt, mag das im ersten Spiel noch verständlich und beim zweiten Match schon dubios erscheinen, da die Darbietungen der DFB-Damen eher an die unerträgliche Schwierigkeit des fußballerischen Seins erinnerten.

    Es geht auch nicht darum, bestimmte Spielerinnen persönlich zu verunglimpfen. Den meisten ist doch klar, dass Damen wie Prinz, Lingor u.a. unendliche Verdienste für den Frauenfußball erbracht haben. Aber bestimmte Akteurinnen, die ihren Leistungszenit scheinbar überschritten haben, mit einer plüschigen Argumentation von allen Zweifeln freizusprechen, hielte ich für mindestens ebenso verlogen.

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  • ViolA sagt:

    ich habe nie behauptet, dass die leistung super gewesen ist und ich habe auch nicht angefangen irgendetwas zu verniedlichen oder feigenblätter auszuteilen (hätte ich das tun wollen, dann hätte ich mich im gleichen atemzuge wundern müssen wieso ari und simon derart schlechte leistungen geboten haben wo sie doch diese extreme belastung einer ffc spielerin nicht hatten). ich habe stattdessen versucht eine relation der dinge zu geben (die andere offensichtlich nicht sehen wollen) und einen grund für die leistung zu nennen und dabei habe ich sicherlich niemandem einen freibrief ausgeschrieben. mir war klar, dass es menschen gibt, die (wie du) diese argumente zum teil falsch verstehen und/oder einfach unter den tisch fallen lassen und stattdessen all die jahre über eine super leistung fordern – selbst wenn dieses offensichtlich und auch realistisch gesehen nicht möglich ist.
    dass das zusammenspiel zwischen den spielerinnen nicht klappen würde, konnte im niemand vorraus sehen, zumal sich die spielerinnen ausnahmslos gut kennen und bereits hervorrangend zusammen gespielt haben. nun mit dem argument zu kommen „tja, da hätte man von anfang an andere mitnehmen sollen – auch wenn sie nicht die hervorragenden einzelspielerinnen sind“ finde ich völlig fehl am platz. das geschrei wäre groß gewesen, hätte frau neid spielerinnen wie kg daheim gelassen. es hätte kaum einer verstanden. also saß man mit dem problem wie es war auf der anderen seite der erdkugel und hat sich überlegt was man machen soll. ich glaube nicht, dass irgendwer sich dort illusionen gemacht hat oder die eigene leistung kaschieren wollte.
    was die entscheidungen der trainerin angeht, so herrscht hier – glaube ich – allgemein ein konsenz der darin besteht, dass man ihre entscheidungen nicht nachvollziehen kann.

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  • ViolA sagt:

    ach noch etwas… was mir so auf die binsen geht ist, dass hier so einige herrschaften zu vergessen scheinen, dass es MENSCHEN sind, die bereit sind ihre gesundheit und viel zeit ihres lebens zu opfern und keine maschienen die nach belieben und erwartungen immer super gut funktionieren. und wo menschen sind, gibt es fehler. fußball ist spitzensport und eine marke, aber deswegen sollte man die menschen dahinter nie vergessen.

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  • Conny68 sagt:

    @Viola
    Ich habe schon in einem anderen Beitrag geschrieben, dass ich es sehr angenehm empfinde, in welcher Art und Weise diese Diskussion stattfindet. Wenn man andere Foren anschaut – gerade was den Männerfußball angeht – dann weiß man dieses sehr zu schätzen. Ein großes Lob auch an Markus, der kritisch, aber immer sachlich mit seinen Beiträgen die Diskussionen ins Rollen bringen.

    Für mich ist die Frage, was für einen Anspruch hat man – als Spielerin, Trainerin, Funktionärin und als Fan an den Frauenfußball. Den Anspruch, den die Deutsche Nationalmannschaft über viele Jahre hatte und womit die Fans begeistert wurden, war ihre offensive, mitreißende Spielweise. Schöner Fußball und Erfolg gingen Hand in Hand. Jetzt ist doch die Frage, was läuft verkehrt? Letztes Jahr gab es noch den WM-Erfolg mit einigen überzeugenden Spielen, dieses Jahr bei Oly Bronze mit sehr wenig gelungenen Auftritten. Und wie geht es dann weiter…

    An dieser Stelle will ich ausdrücklich betonen, dass ich mich keinesfalls auf die Spielerinnen einschieße. Dafür habe ich einen viel zu großen Respekt vor ihren Leistungen. Durch sie hat der Frauenfußball viele neue Fans gewonnen, mehr Aufmerksamkeit erhalten und von dem profitieren wir alle.

    Aber jetzt gehört die Arbeit von Silvia Neid und ihrem Trainerstab dringend auf dem Prüfstand. Wenn das nicht passiert, reicht es vielleicht zukünftig nur noch zu Blech und Rumpelfußball.
    Auch ich halte es für ein Problem, dass Silvia Neid einen Freifahrtsschehin bis 2013 erhalten hat. Wie kritikfähig ist die Bundestrainerin? Geht sie selbstkritisch mit ihren Entscheidungen um? Wieviel persönliche Eitelkeiten spielten bei der Zusammenstellung des Kaders, bei den Ein- und Auswechslungen eine Rolle?

    Ich gebe Max absolut recht – bei einem Mannschaftssport kommt es auf die richtige Chemie an. Man sollte als Trainerin wissen, mit welcher taktischen Ausrichtigung will ich spielen, wie flexibel will ich sein und welche Spielerinnen können dieses umsetzen. Man sagt ja auch gerne, eine Spielphilosophie entwickeln.
    An Spielerinnen einen Viererkette kann man zum Beispiel den Anspruch haben, dass sie die ersten Offensivspielerinnen sind, das heißt einen konstruktiven Spielaufbau in die Wege leiten können. Ich weiß nicht, was Ari und Annike mit auf den Weg bekommen haben – Bälle wegdreschen, lange Bälle nach vorne spielen, möglichst nur bei Ecken nach vorne geben – schade, wenn es so wäre, ärgerlich, wenn sie tatsächlich nicht mehr können.

    Wir wissen alle, der Frauenfußball hat einen anderen Stellenwert als der Männerfußball. Letztere stehen vielleicht unter einem größeren öffentlich Druck, aber der Frauenfußball muss besondere Leistungen bringen, um weiter nach vorne zu kommen. Das ist einfach so – machen wir uns nichts vor. Mit dieser Spielweise, wie jetzt bei den Oly gezeigt, werden wir weder neue Fans noch Sponsoren dazu gewinnen.

    Es gab bei dieser Diskussion wirklich viele gute und nachvollziehbare Argumente, um eine Begründung für die Leistung der Deutschen Nationalmannschaft zu finden.
    Wir wissen aber letztlich nicht, ob eine Birgit Prinz ausgebrannt war oder der Druck, Gold zu gewinnen, einfach nur lähmte, ob Conny Pohler zu kritisch war, Simone Laudehr nur von ihrer guten Leistung bei der WM profitierte, genau wie Smisek, ob die Mannschaft nicht topfit in das Turnier ging, die Stimmung insgesamt schlecht war, die Bundestrainerin die Mannschaft falsch einstellte…
    Wir können das ganze nur aus der Ferne, mit unserem Fußballverstand, unserer Leidenschaft für diesen Sport, unseren eigenen Gedanken bewerten und hoffen, dass die Verantwortlichen bereit sind, mit diesen Leistungen ehrlich und kritisch umzugehen und vielleicht auch dann notwendige Veränderungen vorzunehmen – vorausschauend auf die WM 2011.

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  • ViolA sagt:

    ich weiß, dass hier durchaus human diskutiert wird im vergleich zu anderen foren. dennoch habe ich auch hier kommentare gelesen (wenn gleich auch nicht mehrheitlich), die für mich übers ziel hinausschossen. da kann man genauso wie bei der leistung der spielerinnen fragen, ob man dies einfach kritiklos hinnehmen muss.

    ansonsten stimme ich dir durchweg zu. was das problem der abwehrkette als offensivkraft angeht läßt sich tatsächlich schwer beurteilen. allerdings hatte ich oftmals den eindruck, dass die spielerinnen so verunsichert waren (durch ihre probleme), dass sie in solchen situationen dann auf die kreativelose nummer sicher gegangen sind – auch in unbedrängten situationen.

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  • Detlef sagt:

    Grundsätzlich bin ich mit dem Meisten hier gesagten einverstanden!!!
    Aber mich stört so ein wenig der Vorwurf, dass wir ja alle nicht wissen können, was die Bundestrainerin denkt, was da im stillen Kämmerlein so gesprochen wird, usw!!!
    Dies ist ein Diskussionsforum, und kein Hellseher-Convent!!!
    Es gehört also auch immer etwas Spekulation dazu, wenn man hier etwas schreibt!!! Grundsätzlich sind auch nicht die Spielerinnen das Problem!!! Denn wenn ihnen SN eine Einladung zu Lehrgängen und großen Turnieren schickt, werden wohl alle diese Einladung annehmen!!! Entscheidend ist doch, was die Bundestrainerin aus dem sich ihr anbietenden FUNDUS macht!!! Der Job eines Trainers, erst recht der des Bundestrainers, wird oft viel zu wenig gewürdigt!!! Da heißt es dann, naja, er/sie konnte ja nichts machen, denn auf dem Platz standen ja Andere!!!
    Aber das ist nicht ganz richtig, denn der JOB fängt ja schon viel, viel früher an!!!
    Und ich muß dem Vorschreiber recht geben, der gesagt hat, dass nicht gegen jeden Gegner, und auf jedem Platz, und bei jedem Wetter, immer das gleiche „Paket“ funktioniert!!! Da ist der Vergleich zur Formel 1, gar nicht so weit hergeholt!!! Auch Formel 1 ist ein Mannschaftssport, und jedes Rädchen muß da funktionieren!!!
    @Viola,
    mit dem meisten bin ich einer Meinung, was Du geschrieben hast. Aber WARUM behauptet die Bundestrainerin, sie hätte eine Mannschaft, die topfit ist, wenn der Großteil davon eine Mammutsaison hinter sich hat??? Auch ARI und NATZE haben in Schweden eine MORDSVORBEREITUNG (NATZE wörtlich), und eine Liga mit vielen englischen Wochen hinter sich!!!
    Hätte man da nicht anders trainieren müssen???
    Fehlt ihr womöglich noch die Erfahrung damit???
    Und WARUM ist sie dann nicht in der Lage dazu, auf unterschiedliche Situationen, flexibel zu reagieren, sondern immer wieder nur mit Schema F??? (übrigens schon bei der WM)
    Wir können es drehen und wenden wie wir wollen, ein Großteil aller Ursachen, lag bei der mangelhaften Qualität des Trainergespanns!!!
    Natürlich braucht das auch Zeit, bis sich so ein Gespann mal eingearbeitet hat!!! Und ihnen müssen auch Fehlschläge eingeräumt werden!!! Aber EHRLICH sollten sie sein, und SELBSTKRITISCH!!!
    Da kann ich die Zeit kaum abwarten, bis Birgit Prinz mal Bundestrainerin wird!!! Von ihrem Vater wissen wir, dass sie wohl von kleinauf gelernt hat, sich selbst zu hinterfragen, und ein Freund von „Schöngeschwafel“ war sie ja auch noch nie!!!
    Frau Neid kann man also nur raten, sich ein großes Beispiel an ihrer Spielführerin zu nehmen!!!
    Ihre Äußerungen nach dem Spiel gegen Brasilien, waren wohl an IGNORANZ kaum zu übertreffen!!! Da haben sich viele Spielerinnen bestimmt geschämt, für ihre Trainerin!!!
    Ich hoffe aber, dass die Berichterstattung von den zukünftigen Spielen der FF-Natio, sich ein Beispiel an Bernd Schmelzers Kommentaren nimmt!!! Endlich scheint die Zeit dafür reif, mit all den Lügen und Lobhudeleien eines Norbert Galeskes abzuschließen!!!
    Kritik ist (genau wie Lob) absolut wichtig, wenn man sich verbessern möchte!!! Wer aber keine Kritik verträgt, der ist absolut falsch in diesem JOB!!!

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  • ViolA sagt:

    nun detlef, ich wollte deutlich machen, dass wir ihr nichts unterstellen sollten, was wir nicht beurteilen können. deswegen kann man aber dennoch kritik üben. ich kann sagen „es ist mir unverständich wieso conny nicht spielen durfte und ich finde es eine absolute frechheit“. aber zu sagen „frau neid hat ein problem mit connys art und hat sie deswegen nicht spielen lassen“ ist eine andere aussage. und mit sowas wäre ich vorsichtig.
    ich sehe neids entscheidungen durchweg kritisch, allerdings hätte ich oftmals auch nicht gewußt was besser machen.
    wie gesagt. kritik gerne, aber eben fundiert und nicht mit dem vorschlaghammer 😉

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  • Ralf sagt:

    @Detlef
    Auch wenn ich mich erst seit ein paar Wochen hier an der einen oder anderen Diskussion beteilige, fände ich es schon netter und vor allem höflicher, wenn ich nicht als ‚Vorschreiber‘ tituliert werden würde.

    Wenn man selbst auf den Diskussionsbeitrag eines Anderen eingeht oder diesen für einen eigenen aufgreift, dann kann man doch den Ur-Verfasser auch persönlich ansprechen.

    @ViolA
    Die Aussage: „Frau Neid hat ein Problem mit Conny’s Art…“
    Ich denke mal, da hast Du wohl eher mich gemeint, und nicht Detlef? …dass ich mit meiner Interpretation des Sachverhalts vorsichtiger sein sollte!

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  • Detlef sagt:

    @Viola,
    ich kenne CONNY persönlich, denn auf Grund ihrer offenen Art, war es eigentlich sehr einfach, mit ihr ins Gespräch zu kommen!!! Ich gehöre auch zu jenen TURBINE-Fans, die heute noch mit ihr reden, auch wenn sie jetzt in Frankfurt spielt!!! Sie weis das auch zu schätzen, und so quasseln wir nach dem Spiel über dies und das!!! Ich kenne auch ihre Eltern, denn wir sind uns bei Spielen oft begegnet, bzw gemeinsam zu Auswärtsspielen gefahren!!! Ich kenne also ihre sehr direkte Art, die bei vielen Leuten auf Ablehnung stößt!!! Vermutlich auch bei der Bundestrainerin!!!
    Ich erinnere mich auch nicht, jemals den „Vorschlaghammer“ rausgeholt zu haben!!! Wenn ich kritisiere, dann immer mit Begründung, sonst wird es unseriös und kindisch!!!

    @Ralf,
    ich bekenne mich schuldig im Sinne der Anklage!!!
    Ich hatte mir den ganzen Blog durchgelesen, und Dein Argument war bei mir hängengeblieben!!! Ich war aber nun zu faul, nochmal den ganzen Blog zu durchforsten, um den Urheber zu ermitteln!!!
    Sorry wenn ich Dich gekränkt haben sollte, aber „Vorschreiber“ finde ich nun nicht abwertend, oder beleidigend!!!
    Also Faulheit ist ja eine mäßige Sünde, und sollte am Sonntag erlaubt sein!!!

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  • ViolA sagt:

    @ralf
    ich wollte die aussage eher allgemein tätigen (habe wahllos ein beispiel ausgesucht) und habe es auf niemanden speziell bezogen. es konnte sich also jeder angesprochen fühlen oder auch nicht. 😉

    @detlef
    es freut mich, wenn du conny persönlich kennst und dich gut mit ihr verstehst. nur verstehe ich in diesem fall den zusammenhang nicht so ganz?

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  • Ralf sagt:

    @ViolA
    Ja dann bin ich wieder beruhigt.
    Ich werde meinen Betablocker auch umgehend absetzen!

    @Detlef
    Mach‘ Dir mal keinen Kopp!
    Du hast mich weder gekränkt noch beleidigt.
    Sehr freundlich, dass Du überhaupt reagiert hast.
    Da habe ich in anderen Foren schon ganz andere Reaktionen erlebt.

    Ich hätte noch eine ganz andere Bitte, an Alle gerichtet:

    Hat jemand zu diesem frühen Zeitpunkt schon einen Plan, WO in der Schweiz genau das Spiel am 02.10.08 stattfindet?

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  • djane sagt:

    @Ralf, laut DFB ist das Spiel bereits am 01.10.2008. Und laut eines Onlinesportdienstes (sportmobile oder so) findet es in Basel, Schützenmatte statt. Anpfiff ist 16h.

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  • Ralf sagt:

    @djane
    Vielen Dank!!!
    Vor 2 Stunden hab‘ ich auf der DFB-Page aber ziemlich sicher noch 02.10.08 gelesen.
    Sei’s drum, egal – trotzdem Scheibenkleister; Donnerstag vor’m Feiertag wär irgendwie schlauer gewesen!
    Und 16:00 Uhr ist schon wieder diese dusselige Anstoßzeit, bei der immer nur das halbe Spiel angeschaut werden kann.

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  • djane sagt:

    ja, da kursierten zwei Daten im Netz. Und solange die Partien zu so komischen Zeiten stattfinden mache ich mir auch wenig Hoffnung, daß die Zuschauerbeteiligung angemessen sein wird. Auch wenn es sich „nur“ um die Quali handelt. Bin gespannt, ob das Spiel überhaupt übertragen wird- man weiß ja nie…

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  • Max Diderot sagt:

    Auf der offiziellen Seite des Schweizer Fußballverbandes ist das Spiel mit dem Datum 2. Oktober gelistet. Soweit ich weiß, sind die Mittwoch-Termine den CL-Spielen als auch offiziellen Pflichtspielvereinbarungen der Männernationalmannschaften, durch die FIFA und/oder den Kontinentalverbänden, vorbehalten.

    Hier der Link
    https://www.football.ch/nm/de/Frauen_A-Team-TP.aspx

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  • djane sagt:

    Hm, der DFB und auch der Stadionbetreiber Old Boys Basel vermelden den 01.10. Abwarten und Tee trinken

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  • Detlef sagt:

    @Viola,
    ich wollte Dir damit eigentlich nur aufzeigen, dass ich einige Dinge nicht nur vermutet habe!!!

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  • ViolA sagt:

    @detlef
    das ist ein argument. 😉

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  • Ralf sagt:

    @djane
    @Max Diderot
    Ich habe soeben nochmals über den zur Verfügung gestellten Link beim Schweizer Fußballverband nachgeschaut – 02.10.08 16:00 Uhr.

    Die DFB-Page sagt: 01.10.08! Auch jetzt mit Uhrzeit und Spielort.
    Das war gestern noch nicht so!

    Also grundsätzlich stimme ich Deinen Auskünften, Max, zu 100% zu.
    Das muss schon lange her sein, dass unsere Natio bei einem Quali-Pflichtspiel (FIFA, UEFA) NICHT an einem Donnerstag oder Sonntag gespielt hat.

    Bemerkenswert finde ich, dass der DFB die Daten von einer Homepage eines Stadionbetreibers bzw. CH-Erstligisten übernimmt, und sich offenbar nicht mit dem Nationalverband abstimmt.

    Gilt in der Schweiz: Kantonsrecht vor Bundesrecht – oder wie muss man das interpretieren?

    Oder ist es einfach mal nur – ein wenig langsaaaaamer, als in Deutschland?

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  • Max Diderot sagt:

    Ein Frauenfußballspiel in einem Stadion mit dem Namen „Old Boys“ abhalten zu wollen, hat ja für sich schon etwas neckisches. Ein Schelm, wer sich unwillkürlich an die inhaltliche Diskussion über einige DFB-Aktricen während der vergangenen Olympiade erinnert fühlt.

    Nun meldet aber auch die offizielle UEFA-Seite den 1. Oktober als Spieltermin. Hier der Link:

    Ob in der Schweiz die Dinge etwas beschaulicher ablaufen als in unseren Breiten? Vermutlich, aber diese Lebensweise hat ja auch einen gewissen Charme.

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