DFB-Elf holt glückliche Bronzemedaille

Von am 21. August 2008 – 10.54 Uhr 160 Kommentare

Mit einem schmeichelhaften, am Ende aber doch noch verdienten 2:0 (0:0)-Erfolg gegen Japan hat Deutschland die Bronzemedaille beim olympischen Frauenfußball-Turnier gewonnen. Die eingewechselte Lira Bajramaj sorgte mit ihren beiden Treffern in der 69. und 87. Minute nach einer Leistungssteigerung in den zweiten 45 Minuten für einen versöhnlichen Abschluss.

Wieder einmal war es Torhüterin Nadine Angerer, die mit ihren Paraden die DFB-Elf in der ersten Halbzeit im Spiel hielt, als das deutsche Team eine schwache Vorstellung bot. Doch vor allem mit der Einwechslung von Conny Pohlers und einer verbesserten Kerstin Garefrekes fand die DFB-Elf doch noch in die Partie. In den Kommentaren könnt Ihr den Spielverlauf noch einmal nachlesen.

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

160 Kommentare »

  • Petri sagt:

    Hallo, womansoccer.de finde ich super, die Kommentare zu unseren Mädels waren mir heute aber auch zu böse und zu hämisch. Sie haben ja schließlich sicherlich nicht ein so schwaches Turnier gespielt, um uns alle zu ärgern. Ich hoffe natürlich auch, dass die Gründe für dies Gewurstel gefunden und behoben werden können. Vielleicht tritt sogar die Mannschaft selbst eine fruchtbare Diskussion los. Selbstkritische Töne waren ja durchaus zu hören, von Überheblichkeit habe ich nicht viel gespürt. Theo Zwanziger war übrigens schon während der WM lange sehr skeptisch, bis es dann doch das Happy-End gab. Bei den letzten beiden Spielen war er anwesend, heute schrieb hier jemand, „mit herabhängenden Mundwinkeln“. Das wird er doch nicht unter den Teppich kehren wollen.
    Ich freue mich auf jeden Fall, dass Idgie jetzt ihre Karriere wenigstens nochmal mit Bronze beenden kann, alles andere hätte mir für sie nach all ihren Verdiensten sehr leid getan. Genial natürlich die beiden Tore von Lira, sowas wollte ich sehen. Ich hoffe, dass Simon wieder richtig auf die Füße kommt und man in Zukunft mehr von ihr sieht. Ich habe die Sorge, dass sie irgendwie zerbrechen könnte. Bei Smi frage ich mich schon länger, ob man als Kriminalkommissarin auf Dauer nebenher erfolgreich in der 1. Liga und der Nationalmannschaft spielen kann. Auf Erklärungen, warum Conny Pohlers erst in der letzten Halbzeit des Turnieres zum Einsatz kam, bin ich sehr gespannt. Mir fallen noch viele andere Gedanken ein, aber hoffen wir nun auf anständige Aufarbeitung und einen neuen Aufschwung. Denn irgendwie mag ich unsere Fußballerinnen.

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  • Brandy74 sagt:

    Natürlich haben unsere Mädels nicht mit Absicht so schlecht gespielt, aber trotzdem sollte man nach den Gründen suchen warum alles so rumpelig war und es wurde hier ja keine der Spielerinnen persönlich beleidigt oder Ähnliches. nachdem ich jetzt endlich eine zusammenfassung der 2. Halbzeit gesehen habe, bestärkt sich immer mehr meine Meinung,dass die Neid taktisch und auch sonst vollkommen danebenliegt. Nachdem Pohlers, Lira eingewechselt wurden,lief es deutlich besser, auch Garefrekes kam besser ins Spiel. Vielleicht hätte dann auch die eine oder andere Veräderung in der Abwehr mehr gebracht.

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  • Detlef sagt:

    Ich habe leider nur die erste Halbzeit gesehen!!! Und es war mal wieder grausam, was der Weltmeister da geboten hat!!!
    Es hat absolut nix mit Häme oder Spott zu tun, wenn man den Tatsachen offen ins Auge blickt!!! Deutschland ist (trotz Bronzemedallie) nicht mehr Weltspitze!!!
    Ich habe das schon nach der letzten WM geschrieben, dass der internationale FF stark nachgelassen hat!!! Und wahrscheinlich wären wir auch diesmal wieder Turniersieger geworden, wenn, ja wenn sich unsere Gegner nicht weiterentwickelt, und die Neid-Truppe sich zurückentwickelt hätte!!! WORAN letzteres nun gelegen hat, wird niemand so genau sagen können!!! Aber es ist schon sehr merkwürdig, wenn Prinz, Garefrekes, Laudehr, und Krahn, in ihren Vereinen, die gesamte letzte Saison fast ausschließlich gute bis sehr gute Leistungen gezeigt haben!!! Und ausgerechnet zum Saisonhöhepunkt, verkrampfen sie dann, und sind so schlecht, dass man seinen Augen nicht trauen mag!!! Auch eine ARIANE HINGST, war in den beiden Spielen in Malmö und in Stockholm (gegen Umea), nicht ansatzweise so schlecht, wie jetzt bei Olympia!!! Also WORAN lag es??? Was haben Neid und Ballweg ihnen „beigebracht“, dass selbst die Frankfurter Stars sich in der Natio nicht mehr verstehen??? WARUM hält sich eine Silvia Neid nicht an ihre eigenen Forderungen??? „Nur die LEISTUNG zählt“, hörte man von ihr immer wieder gebetsmühlenartig!!! War das wirklich ein AUSWAHLKRITERIUM???
    Sie wolle Spielerinnen bevorzugen, die auf mehreren Positionen einsetzbar sind!!! WARUM, WOZU??? Sie ist selbst so unflexibel, dass sie aus ihrer eigenen STURHEIT nicht herausfindet!!! Hat auch nur eine einzige Spielerin, während des gesamten Turniers, ihre angestammte Position verlassen??? Mir fällt keine ein!!!
    Also WOZU braucht Silvia Neid dann Flexibilität???
    Und wo kann zB eine Annike Krahn noch eingesetzt werden, als in der Abwehr??? Ich möchte sie mir nicht im Mittelfeld oder Angriff vorstellen!!! Gleiches gilt übrigens für BABETT PETER!!! In der Abwehr hat sie mir sehr gut gefallen, aber alles was nach vorne ging, blieb nur Stückwerk!!! Und WARUM hat sie dann eine CONNY POHLERS nominiert??? WO anders, als im STURM, will Frau Neid sie denn einsetzen??? Dafür lässt sie dann Spielerinnen Zuhause, die diese Flexibilität haben, wie Rech, FUSS oder ZIETZ!!!
    Ich bin der festen Ansicht, dass nicht nur die Spielerinnen schlecht waren, sondern dass vor allem das Trainerduo einen schlechten Job gemacht hat!!! Und dass nicht nur in China, sondern schon daheim in Deutschland!!! Ich bin der Ansicht, dass man vor der letzten WM. etwas gründlicher mit der Vorbereitung gewesen ist!!!
    POSITIV ist auch mir der Kommentator aufgefallen!!! Herr Schmelzer ist ab sofort mein Lieblingskommentator!!! Ich habe mir bei seinen WORTSCHÖPFUNGEN mal vorgestellt, wie ein Herr Galeske dies wohl geschildert hätte!!!

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  • Petri sagt:

    Irgendwie habe ich bei diesem Turnier deutliche Parallelen zur Männer-EM gesehen. Auch Jogis Personalentscheidungen haben mich etwas (wie sich rausstellte zu Recht) geärgert. Trotzdem wäre für mich ein Rücktritt Jogis nach z.B. Niederlage gegen Österreich eine Katastrophe gewesen. Ich habe die Hoffnung, dass er wirklich zukunftsorientiert arbeitet und weg vom Rumpelfußball. Sylvia Neid hatte ich eigentlich auch so eingeschätzt. Aber wenn es ernst wird, will man offensichtlich kein Risiko eingehen und setzt auf bewährte Spieler, auch wenn der augenblickliche Leistungsstand nicht für sie spricht. Marin gestern war ja schon irgendwie so´n Ding wie Lira heute (auch wenn sie nun schon als Edeljoker bei der WM dabei war). Leider wächst bei solchen unbekümmerten Spielern die Erwartungshaltung von außen oft viel zu schenll, die Unbekümmertheit weicht dem Druck, nix klappt mehr. Vielleicht ist das auch so bei Simon. Ich hoffe trotzdem, dass es bei Männern wie bei Frauen gelingt, einen Generationswechsel hinzubekommen, der uns hungrige „Spaßfußballer“ beschert. Bei Jogi bin ich da zuversichtlich, jetzt bin ich mal gespannt, was Frau Neid so sagen und machen wird.

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  • Stefan Prinz sagt:

    Es ist schon sehr interessant zu lesen,was hier so von den Fachleuten-Frauenfußball kommentiert wird.Ich will das nicht werten,als Vater einer Spielerin ist man evt.voreingenommen.Trotzdem möchte ich einige Anmerkungen machen,die die gezeigten Leistungen erklären könnten.Einig sind wir,daß die deutschen Frauen kein gutes Turnier gespielt haben.Aber überrascht hat mich das nicht.Wenn ich alleine die Strapazen der letzten Saison der FFC Spielerinnen anschaue -BL ; Pokal , Uefa Cup , Länderspiele , Training /Lehrgänge , und das alles ununterbrochen ohne Pause ,mit zahlreichen Spielen und Reisen auch unter der Woche (und das auch schon seit Jahren ),wo soll denn da noch die volle Kraft und Power herkommen , um ein erfolgreiches Turnier optimaler zu spielen.Nach Abschluß der BL gab es gerade knapp 14 Tage Pause und…ganz nebenbei ,nach Abschluß von Olympia geht in 14 Tagen die BL wieder los !
    Der DFB wird schon seit Jahren auf das Mammutprogramm hingewiesen,doch Terminplanänderungen gibt es nicht.Interessant in diesem Zusammenhang ist,was der Mannschaftsarzt in China dazu geäußert hat : die Frauen haben jedes Jahr mindesrens 1 Turnier /Wettbewerb und dadurch wesentlich mehr Länderspiele als die Männer. Was sich die Frauen an Strapazen ohne zu murren aufladen ,ist bewundernswert.
    Deshalb ,irgendwann ist der Akku leer und hier war es bei vielen Spielerinnen offenbar so.
    Kein männlicher Spieler würde dieses Programm so durchziehen !
    Über die Chinastrapazen mit den vielen Flügen von einem Spielort zum anderen will ich gar nicht reden. Das war einfach zu viel….für Amateure , und das sind schließlich alle.
    Das die Kreativabteilung gänzlich ausfiel wusste ich auch schon vorher und das die Trainerin…..,na ja hier schweige ich jetzt.
    Summa summarum :die z.T.beißende Kritik und der dazugeäußerte Hohn in manchen Beiträgen finde ich schade und unangebracht,wenn man alle Hintergründe mitwertet.

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  • Max Diderot sagt:

    Herr Prinz, schön, dass Sie sich an der Diskussion beteiligen. Ich glaube nicht, dass man zwangsläufig Fachfrau oder Fachmann sein muss, um seinen Kommentar zu einem bestimmten Geschehen abzugeben. Interesse ja. Und da aus der Vielzahl der Meinungen, die ein oder andere mag überspitzt sein, eine Art Querschnitt erwächst, sollte das Augenmerk halt nicht nur auf jenen Beiträgen liegen, deren Meinung vielleicht diametral zur eigenen Auffassung liegt.

    Hinsichtlich der Anzahl der Spiele kann ich Ihre Kritik nachvollziehen. Ich will Ihnen nicht en détail widersprechen, aber darauf hinweisen, dass Spieler in Spitzenvereinen des Männerfußballs mehr Matches absolvieren müssen als es vergleichbar die Frauen tun. Grundsätzlich ist es aber doch so, dass der Fußball immer mehr als ein primär wirtschaftliches Produkt interpretiert wird. Daran gekoppelt sind auch die entsprechenden Spiele und Wettbewerbe, die abseits der elf-Freunde-müsst-ihr-sein-Ideologie für den finanziellen Rahmen sorgen. Aktuell hat sich Toni Graf-Baumann, der Chef der Anti-Doping Agentur der FIFA, besorgt gezeigt über den laxen Umgang mit Schmerzmitteln unter Fußballern (und vermutlich auch Fußballerinnen). Ergo täten die Fußball-Organisationen gut daran, den Wettkampfkalender zu überdenken.

    Ob die Fußball-Damen aus Frankfurt im olympischen Sinne als Amateure zu bezeichnen sind, möchte ich bezweifeln. Aber vermutlich diente Ihr Hinweis eher der Relativierung von Aufwand und monetärem Ertrag. Nur haben Sie bedauerlicherweise nicht zur Kenntnis genommen, dass sich einige Teilnehmer in diesem Forum auch dafür aussprechen, dass sich der DFB seiner gewachsenen Verantwortung für den Frauenfußball bewusst wird und den Vereinen strukturelle Unterstützung anbietet. Hinzu gesellen sich auch die Antworten auf die Fragen des modernen Leistungssports. Wie lassen sich regenerative Maßnahmen für Spielerinnen gestalten, wie verhält es sich mit der Verletzungsprophylaxe, wie schaut es mit einer Art mentalem Coaching aus, und, vielleicht der wichtigste Aspekt, wie ist die Vereinbarkeit von sportlichem Ehrgeiz und beruflichen Interessen am besten zu koordinieren. All jene Dinge also, die bei den Herren mit großem Aplomb forciert wurden und bei den Damen im Argen zu liegen scheinen?

    Vermutlich sind diese Fragen Ihnen und Ihrer Tochter bekannt. Gut so. Umso bedauerlicher ist aber der Umstand, dass beim DFB und seinen Landesverbänden weiter gewurstelt wird und Konzepte zur Verbesserung des aktuellen Spielbetriebs nicht erkennnbar erscheinen.

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  • Stefan Prinz sagt:

    Lieber Herr Diderot ,Viel Übereinstimmung mit Ihnen,trotzdem ein wenig Widerspruch :
    1. „Spieler in Männer Spitzenvereinen absolvieren mehr Spiele als vergleichbar die Frauen“. Das stimmt für die Mannschaften eventuell.Für den einzelnen Spieler eher nicht.Schauen Sie sich mal die Stärke der Kader an und wie dort rotiert wird.
    2.Was die elf Freundinnen Ideologie angeht…..in den meisten Frauenbundesligavereinen geht es leider Gottes noch so zu.Daraus folgernd
    3.Die Fußball Damen(!!!)/besser Frauen sind im olympischen und auch im anderen Sinn Amateure.Auch die in Frankfurt.Ganz ganz wenige Außnahmen gibt es,die sind aber verschwindend gering.Es ist bedenklich,und hier meine ich Frankfurt nicht,wie die wirtschaftliche Seite bei den Spielerinnen für den Aufwand,den sie betreiben,abgegolten wird.
    4.Zur Anti Doping Diskussion:Wettkampfkalender müssen nicht nur überprüft werden ,sondern sofort geändert werden!Die Unterstellung mit dem Umgang von Schmerzmitteln halte ich,zumindest bei den Frauen,für absurd.
    5.Was die gewachsene Verantwortung des DFB angeht….es hat sich in der relativ kurzen Entwicklungsphase des Frauenfußballs viel positives getan,aber noch viel viel zu wenig.Hier gebe ich Ihnen absolut recht.
    6.Abschließend.Es sonnen sich viel zu viele Funktionäre im Ruhm von alten glorreichen Zeiten ohne zu erkennen,daß die Zeit sehr sehr schnell weitergelaufen ist und für Spielerinnen nicht unbedingt weiter erwartet werden soll,wie dankbar sie sein müssen,für den DFB spielen zu dürfen.(Ich meine hier ausdrücklich nicht Herrn Dr.Zwanziger )

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  • Markus Juchem sagt:

    Hallo Herr Prinz, deutliche Kritik ja, aber Hohn habe ich aus den Kommentaren persönlich nicht herauslesen können. Eher schon eine kollektive Enttäuschung, dass die DFB-Elf ihr vorhandenes Potenzial nur in wenigen Momenten abrufen konnte, gepaart mit Unverständnis über einige der getroffene Personal- und Wechselentscheidungen des Trainergespanns während des Turniers.

    Gestört hat viele wohl auch, dass die Leistungen der DFB-Elf schöngeredet wurden. Das reichte von „Werbung für den Frauenfußball“ (Dr. Zwanziger) bis über „Wir sind die beste europäische Mannschaft“ (Ratzeburg). Warum kann man sich nicht einfach eingestehen, dass man kein gutes Turnier gespielt hat und das auch offen sagen? Um keine Kritik und Zweifel aufkommen zu lassen, dass es vielleicht nicht optimal war, der Trainerin gleich bis 2013 das uneingeschränkte Vertrauen zu schenken?

    Sie erwähnten auch die zahlreichen Lehrgänge. Hier muss sich der DFB zumindest die Frage gefallen lassen, ob immer sinnvoll eingeladen wird. So musste etwa, nur um ein Beispiel zu nennen, Frankfurts Meike Weber zwei Tage vor dem wichtigen Rückspiel im UEFA-Pokal-Finale eine Halbzeit des U23-Testspiels gegen die USA bestreiten, gegen den ausdrücklichen Wunsch des Trainers.

    War das wirklich notwendig? Hier gibt es sicherlich Optimierungspotenzial wie in vielen anderen Bereichen auch, wie etwa der Terminplanung. Doch hier muss sich der DFB nach den Vorgaben der FIFA richten, was den eigenen Handlungsspielraum deutlich einengt.

    Doch um beim Beispiel Frankfurt zu bleiben, auch die Vereine müssen sich hinterfragen: Ich erinnere mich, dass im Frühjahr Spielerinnen wie Ihre Tochter, Conny Pohlers oder Kerstin Garefrekes selbst bei Spielen, in denen bereits nach einer Stunde der Sieg feststand (Zwischenstände von 5:0 oder 6:0) in der Bundesliga über 90 Minuten gespielt haben und nicht ausgewechselt wurden. Warum nicht? Hier wurden viele Regenerationsmöglichkeiten verschenkt.

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  • ViolA sagt:

    sicherlich, es hat schönrederei gegeben, aber es gab meiner meinung nach auch genug kritische töne – auch von den spielerinnen selbst. die aussage aber, dass bronze ebenfalls ein großer verdienst und auch erfolg ist sehe ich durchaus ernst und halte ich auch für glaubwürdig, während ich den eindruck habe – wie ich ja auch schon an anderer stelle angedeutet habe – dies im durchschnitt eher als minimallösung und damit die leistung insgesamt gewertet wird (von den fans aus). und genau das kann ich nicht verstehen denn auch bei all den problemen die wir haben und die natürlich gelöst werden müssen, steht doch immerhin bronze – etwas, was wir durch glück aber auch durch leistung geholt haben und nicht zuletzt durch eine immense kraftanstrengung. da finde ich es einfach unangebracht auf spielerinnen rumzuhacken, wie ich ja ebenfalls schon schrieb und so habe ich die ziemlich deutliche kritik verstanden. was sonst sind aussagen wie „die alte garde sollte endlich platz machen für die jungen“ zu verstehen? genauso die immer wiederkehrende kritik für die mitnahme von idgie. sie hat ihre leistung von früher nicht abrufen können, ja dass ist richtig, aber hätten wir wirkliche alternativen gehabt? im vorfeld wurde immer wieder simon erwähnt und auch celia und doch haben beide letztendlich auch nicht wirklich überzeugen können. weiterhin wurde stege kritisiert, die uns mehr als einmal den hintern gerettet hat. so geht es quer die bank durch und da wundert es mich nicht wenn gerade diese spielerinnen sagen, hey, ich racker mich ab und krieg dann obendrein noch einen auf den deckel. ich habe keinen bock mehr und höre auf.
    ich kann mir nicht vorstellen das irgendwer ernsthaft davon überzeugt ist, dass wir die em im nächsten jahr gewinnen wenn nun spielerinnen wie stege, birgit, idgie, smi, conny, kg und ari aufhören würden. wie ich schon oft sagte ist spielerfahrung ein wert der viel zu oft unterschätzt wird. wieso ist puyol so eine bank in der abwehrkette von barcelona obwohl er nicht mehr der schnellste ist?
    somit kann ich herrn prinz und vorrednern darin nur zustimmen, dass wir eher hinter den mädels stehen sollten, als vornehmlich zu kritisieren. denn gerade sie opfern auch für uns unendlich viel.

    der dfb muss etwas tun, dass ist klar. wie weit die vorgaben der fifa und der uefa da greifen, kann ich nicht beurteilen. dass würde mich aber sehr interessieren. könntest du da nicht einmal nachforschen und einen artikel zu schreiben, markus?

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  • ViolA sagt:

    „dies im durchschnitt eher als minimallösung und damit die leistung insgesamt ABgewertet wird (von den fans aus).“ (z.4)

    sorry hatte die silbe vergessen

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  • SCW sagt:

    Vio, ich kann sowohl dir als auch Herrn Prinz da nur zustimmen!

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  • Detlef sagt:

    Hallo Herr Prinz,
    auch ich finde es toll, dass sie sich hier mal zu Wort melden!!!
    Ich glaube auch festgestellt zu haben, dass sich der Hohn wohl eher gegen die Bundestrainerin, als gegen einzelne Spielerinnen gerichtet hat!!! Man kann wohl keiner Akteurin den Willen absprechen, sich für den Olympiasieg eingesetzt zu haben!!! Es ist keine Spielerin, wegen dem schönen Wetter nach China gefahren, sondern ganz klar um GOLD zu gewinnen!!! Auch ich teile ihre Kritik, übrigens auch schon seit Jahren, an der recht unprofessionellen Terminplanung!!! Hier sehe auch ich dringenden Handlungsbedarf!!! Aber ich teile auch Markus Ansicht, dass sowohl von Seiten der Vereine, als auch von Seiten des DFB, und da natürlich vor allem der Auswahltrainer, noch sehr viel Regenerationspotenzial nicht genutzt wird!!! Als TURBINE-Anhänger kenne ich natürlich sowohl den Stress der A-Natio-Spielerinnen, aber am meisten wurmt es mich, dass schon die U-19 Spielerinnen regelrecht „verheizt“ werden!!! Wenn wir weiterhin zu den führenden FF-Nationen gehören wollen, müssen sich alle Beteiligte noch besser absprechen!!!
    So sehe ich das Versagen unseres FF-Aushängeschildes, auch hauptsächlich in der schlechten Vorbereitung in den Lehrgängen begründet!!! Hier hat man sicher eine Menge Fehler gemacht!!! Anders ist dieses katastrophale Abschneiden von gestandenen „Profis“ nicht zu erklären!!! Den letzten Rest, hat dann noch die nicht nachvollziehbare Auswechselstrategie des Trainerduos vor Ort dazu beigetragen, dass unserer Mannschaft schon im Viertelfinale die Puste ausging!!! Dass sie dennoch ins Halbfinale kamen, war wohl nur der Tatsache geschuldet, dass die total enttäuschenden Schwedinnen, noch viel schlechter auf Olympia vorbereitet waren, als der Weltmeister!!!
    Wenn man diese SCHLAPPE auch beim DFB als „Schuß vor den Bug“ sehen, und nicht den GEWINN der Bronzemedaille überschwenglich feiern würde, dann sollte es doch endlich einmal möglich sein, dass sich alle Interessenvertreter, gemeinsam an einen Tisch setzen!!!

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  • Stefan Prinz sagt:

    Die letzten Beiträge,besonders von Viola sprechen mir aus der Seele.Ich fand es teilweise wirklich unter der Gürtellinie ,wie auf den sog.“Alten“ rumgehackt wurde.
    Nicht,daß ich hier falsch verstanden werde; wir in der Familie Prinz haben keinerlei Probleme mit Kritik.Gerade Birgit ist es ja ,die nach dem Geschmack vieler Journalisten und Anderen diese s Kritischsein viel zu oft übertreibe. Aber das muß so sein,Schönrederei bringt keinen Fortschritt.
    Aber die Kritik sollte sachlich und fundiert sein.Und hier hatte ich den Eindruck ,daß das in einigen Beiträgen so nicht war.
    Abschließend,und hier klinke ich mich jetzt wieder aus,obwohl es Spaß macht mit Ihnen allen zu kommunizieren,einen letzten Satz:
    Die Fußballerinnen haben mit dem,was sie geboten haben,das Optimum herausgeholt.Es war ein schlechtes Turnier,einige Erklärungsversuche ,warum das so war,habe ich geäußert.Es gibt sicherlich noch weitere Gründe,die ich aber öffentlich nicht äußern will.
    Das größte Problem liegt in der nahen Zukunft.
    Wie kann und wird es gelingen,daß die Mannschaft (alt und jung) so zusammengestellt wird,daß wieder eine Harmonie und Einheit zwischen allen Beteiligten entsteht.

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  • ViolA sagt:

    dieses verheizen ist ein problem, welches ich auch schon oft angesprochen habe. ich kann es weder bei frau neid noch habe ich es bei tritschi verstehen können, dass er z.b. birgit nicht rausnimmt und schont, da sie ohnehin schon viel einstecken muss, wenn man bereits mit einem riesen vorsprung führt. ich weiß nicht mehr genau wie viele spiele es waren, bei denen sie vorzeitig auf der bank platznehmen durfte. ich meine es wären 2 gewesen (davon einmal uefa cup gegen rossiyanka in der 90. minute). das ist einfach wahnsinn, denn dem entgegen standen über 50 partien die saison über. das stieß mir damals schon so auf, gerade als dann die diskussion wegen inka losging und als grundlage das rückspiel gegen duisburg ausgepackt wurde. wie kann denn eine spielerin nach so einem mammutprogramm nicht platt sein?
    leider haben wir in der nächsten saison wieder dieses problem mit dem kalender. vielleicht werden die stimmen lauter, je weiter duisburg im uefa cup kommt und je mehr probleme es mit den nachterminen der spieltage gibt. ich kann mir nicht vorstellen, dass es da keine möglichkeiten gibt. womit ich sicherlich nicht behaupten will, dass es einfach wäre. aber es ist in unser allem interesse, dass die spielerinnen gesund bleiben.
    was die jungen spielerinnen angeht, stimme ich euch absolut zu, detlef und markus. es ist äußerst positiv, dass soviele turbine spielerinnen in den u-natios zu finden sind weil es ausdruck der guten arbeit dort ist. aber es bedeutet im umkehrschluss eine ebenso große belastung wie wir das in frankfurt mit unseren a-natio-spielerinnen haben. und das kann einfach nicht sein.
    eine vergrößerung der liga wird für die vereine entlastung bringen, aber nicht unbedingt für die einzelnen spielerinnen. und es bleibt zu hoffen, dass sich der dfb einmal überlegt, wie man diese probleme lösen kann.

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  • ViolA sagt:

    achja und was die probleme der zukunft in der natio angeht, so bleibt nur zu hoffen, dass die sogenannten alten uns noch eine weile erhalten bleiben, weil sie wie gesagt einen unschätzbaren beitrag zur gesamtleistung auf und neben dem platz erbringen. sie sind es, die die jungen spielerinnen an die neuen aufgaben heranführen und in kritischen situationen die ruhe bewahren und damit nicht selten zu einem für uns positiven ende beitragen.
    ich hatte während der wm das gefühl, dass sich die jungen spielerinnen durchaus gut in das team integriert haben – kann das natürlich im einzelnen nicht beurteilen, aber den eindruck hatte ich – und ich denke das wird auch weiterhin so sein. dennoch brauchen eben die jungen ansprechpartner. ein gutes beispiel ist da sicherlich die freundschaft zwischen annike und rotti, von der annike mental sehr viel mitgenommen hat. das geht aber nicht, wenn die alten verschwinden und nur junge übrig bleiben. der stete wechsel ist letztendlich das, was ein team stark macht. und darüber haben wir uns in der vergangenheit sicherlich nicht beschweren können.

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  • Crackfly sagt:

    Natürlich sollten uns die sogenannten Alten erhalten bleiben, solange sie die nötige Leistung bringen können um in der Nationalmannschaft zu spielen. Eine Birgit Prinz, eine Ariane Hingst, Kerstin Garefrekes und auch eine Kerstin Stegemann (trotz ihrer nicht sehr guten Olympia-Spiele) sind sehr wichtig fürs Team, sie können das gewisse etwas ausmachen, jedoch müssen sie nicht IMMER in der Startaufstellung stehen, wenns Leistungsmäßig grade mal nicht so läuft. Bei Sandra Smisek bin ich hier jedoch nicht der Meinung. Sie bringt schon lange nicht mehr das, was man von ihr als Stürmerin erwarten sollte, ausserdem sind auch hier andere Stürmerinnen da, die auch zum „alten Eisen“ gehören. Ich denke dennoch, dass hier in der Nationalmannschaft das Hauptproblem an der Eingefahrenheit von Silvia Neids (und wohl auch ihrem Trainer-Team) Ansichten besteht.

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  • ViolA sagt:

    da stimme ich dir auf jeden fall zu, crackfly. wer die leistung nicht bringen kann, gehört nicht aufs feld wenn es bessere alternativen gibt

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  • Jennifer sagt:

    3 Jahre später: Nach dem Stöbern durch die alten Kommentare (hauptsächlich von Markus Juchem und Birgit’s Vater Stefan Prinz) kann ich nur feststellen, dass eigentlich während der WM 2011 im eigenen Land alles wieder schief gelaufen ist – obwohl es schon 2008 ernsthafte Anzeichen gab. Hier wurden wichtige Änderungsmassnahmen, hauptsächlich vom DFB, versäumt. *Kopfschüttel*

    Offensichtlich zieht sich schon seit Jahren die Schönrederei wie ein Roter Faden durch die Aussagen der DFB-Verantwortlichen.

    Frage ist doch aber, was kann ich als Fan machen bzw. wie kann hier ein Umdenken erfolgen? Wie kann eine bessere Zusammenarbeit zwischen Bundesliga-Vereinen und dem DFB zustande kommen usw? Solange sich nur Herr Schröder und Herr Dietrich den Mund fusselig reden wird hier wahrscheinlich nichts passieren. Das sind dann wirklich düstere Aussichten für unsere Fussball-Frauen.

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  • Daniela sagt:

    Da kann man wohl leider gar nix machen. Der FC Bayern (Männer) schießt ja auch öfters gegen den DFB (kürzlich erst wieder) und das juckt die auch nicht. Also warum sollte denen dann „Befindlichkeiten“ im Frauenfußball interessieren?

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  • grammofon sagt:

    Also, warum nicht hier:

    Birgit Prinz wird Ehrenspielführerin.

    Quelle: https://www.pnn.de/sport/798823/

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