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2008

Lingor auf dem Sprung nach Olympia

Eine Teilnahme von Deutschlands Mittelfeldspielerin Renate Lingor am olympischen Frauenfußball-Turnier wird immer wahrscheinlicher. „Ich bin von der Bewegung zwar noch ein bisschen eingeschränkt, habe aber seit Beginn der Olympia-Vorbereitung das volle Programm mitmachen können“, so die 32-Jährige.

Im Interview mit DFB.de erklärt sie, dass sie schon wieder ganz gut in Schuss ist. „Ich habe das Gefühl, dass ich konditionell sogar auf einem sehr guten Stand bin.“ Die umfangreiche Reha-Arbeit im PROREHA-Therapiezentrum des Maingau-Krankenhauses in Frankfurt und die Betreuung durch Ralf Arlinghaus scheinen also Früchte zu tragen. „Abends ist er mit mir sogar noch auf den Platz gegangen, um fußballspezifische Dinge zu trainieren. Das hat mir natürlich sehr geholfen.“

Sich langsam herankämpfen Vor allem Eins-gegen-Eins-Situationen bereiteten Lingor zunächst noch Sorgen. „Davor war mir schon etwas mulmig zu Mute. Aber das klappt alles. Ich bin sehr zufrieden.“ Von Training zu Training und mit jeder einzelnen Einheit will sie sich ein Stück näher herankämpfen an ihren großen Traum, mit Olympischen Gold ihre Karriere zu krönen. „Natürlich will ich unbedingt mit, weil es das letzte Turnier in meiner Karriere wäre. Durch die Verletzung konnte ich meine Laufbahn im Verein schon nicht richtig beenden.“

Gerne würde sie bereits im Länderspiel gegen England am 17. Juli in Unterhaching zum Einsatz kommen. „Es wäre mein letztes Spiel vor heimischem Publikum. Ehrlich gesagt, denke ich da noch gar nicht dran. Ich versuche, in jedem Training Gas zu geben, zu zeigen, dass ich mich für einen Platz im Olympia-Kader anbiete. Wenn mir das nicht gelingt, könnte mein Traum platzen.“