Chronik 2007 — 2019 8451 Beiträge 513 Transfers145 Vereine 540 Profile
WomenSoccer

2008

Deutsche U19 will auch Schweden knacken

Es war schon erstaunlich, mit welcher Ruhe, Konzentration und Abgebrühtheit die deutsche Nationalelf am vergangenen Montag bei der U19-EM in Frankreich die erste Hürde England nahm . Gegen die bärenstarken Engländerinnen ließ sich das Team nie aus der Ruhe bringen, der gute Einstieg in das Turnier sorgte für zufriedene Gesichter und gute Stimmung im Team.

Am Donnerstag steht nun die zweite Partie auf dem Programm. Schweden ist nach vielen Testspielen und Nordic-Cup-Duellen in der Vergangenheit kein unbekannter Gegner. Und so ist man im deutschen Lager mit dem Selbstvertrauen des Siegs gegen England im Rücken zuversichtlich, in Saint-Cyr-sur-Loire auch gegen die Schwedinnen drei Punkte holen zu können.

Mit konsequentem Pressing, präzisem Passspiel und konstantem Druck will man das Spiel des Gegners frühzeitig unterbinden und gegen die physisch starken Schwedinnen möglichst von Beginn an eigene Akzente setzen. Nach einem Tag Durchschnaufen mit Regeneration im Pool, mit Auslaufen und einem freien Nachmittag stand am Mittwoch die Vorbereitung auf das Schweden-Spiel im Vordergrund. Mit kurzen, intensiven Einheiten näherte man sich langsam wieder dem Spielrhythmus an.

Keine Halbfinalgarantie Aufgrund des Turnierreglements wäre aber selbst mit dem zweiten deutschen Sieg im zweiten Spiel der Aufstieg ins Halbfinale noch nicht perfekt, da dann immer noch drei Teams sechs Punkte erreichen und am Ende das Torverhältnis der direkten Duelle den Ausschlag geben könnte. So würde beispielsweise - Siege von Schottland und Schweden gegen England vorausgesetzt - ein 1:0-Sieg der DFB-Elf gegen Schweden und eine 0:2-Niederlage im letzten Gruppenspiel gegen Schottland das Turnier-Aus für Deutschland bedeuten.

Die Skandinavierinnen hatten ihr Auftaktspiel gegen Schottland durch einen Treffer von Sara Sjöstedt in der vierten Minute der Nachspielzeit glücklich mit 2:1 gewonnen. Dass es gegen Deutschland kein einfaches Unterfangen wird, ist Schwedens Trainer Calle Barrling mehr als bewusst, doch er hofft, dass mit der wachsenden Spielpraxis seiner Schützlinge und dem Ablegen der Nervosität gegen die deutsche Elf gepunktet werden kann.

Gelungene Generalprobe Im Oktober des Vorjahres trafen die beiden Teams bereits einmal aufeinander. Damals siegte Deutschland durch zwei Treffer von Julia Simic mit 2:0. Die Schwedinnen schöpfen daraus Hoffnung, dass sie damals in der ersten Halbzeit das bessere Team waren, in der zweiten Halbzeit aber aufgrund des Trainingsrückstands die Kräfte schwanden.

Nichtsdestotrotz hält Barrling die Deutschen für den „absoluten Turnierfavoriten“. Doch mit mit einem variableren Offensivspiel als damals soll der deutsche Abwehrriegel geknackt werden. „Wir haben keine Angst vor ihnen.“

Wie weit kommt Deutschlands U19 bei der EM in Frankreich?