Wiegmann lobt Qualität der U19-EM

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In einem Interview mit uefa.com hat Deutschlands U19-Assistenztrainerin Bettina Wiegmann die hohe Qualität der U19-EM betont. „Die Bundesliga ist gut, aber die Belastung hier intensiver, das Tempo über das gesamte Spiel höher. Die Spielerinnen sind das nicht gewohnt, auch wenn sie 1. oder 2. Bundesliga spielen.“

„Das Training in der Bundesliga reicht nicht aus, um auf diesem Niveau spielen zu können“, führt die Weltmeisterin von 2003 und 154-fache Nationalspielerin aus. Deswegen würden die Spielerinnen mit ganz verschiedenen individuellen Trainingsprogrammen ausgestattet, die Arbeit in den Vereinen müsse intensiviert werden.

„Die Ergebnisse zeigen, dass es keine großen Unterschiede mehr gibt“, so Wiegmann über die ausgeglichene Qualität des Turniers, die dem Frauenfußball gut tue in seiner Weiterentwicklung. Zwei, drei Spielerinnen hätten das Potenzial, auf den WM-Zug 2011 aufzuspringen. „Wir würden uns freuen, wenn es mehr sind, aber man kann die Entwicklung nicht immer vorhersehen.“

Entwicklung als Hauptaufgabe
Es sei vor allem wichtig, die Spielerinnen weiterzuentwickeln. „Dann kann auch mal eine Niederlage rauskommen“, so Wiegmann, wie man der hohen Erwartungshaltung begegnet. „Wenn die Spielerinnen alles geben und trotzdem verlieren, kann ich niemandem einen Vorwurf machen.“

Das Turnier ist laut Wiegmann für die Spielerinnen auf jeden Fall ein Erfolg. „Hier gewinnt man viele Eindrücke, die einen als Spielerin und Mensch gleichermaßen prägen.“

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Max Diderot
Max Diderot

Ich wundere mich. Ich wundere mich darüber, dass dezidierte Aussagen von Frau Wiegmann keine Resonanz hervorzurufen scheinen. Weder in der breiten Öffentlichkeit noch hier im Blog. Oder tut sich in meiner Interpretation dieses Gespräches eine Schimäre auf?

ViolA
ViolA

hm ich denke einfach dass das ganz natürlich ist, diese entwicklung. während am anfang einfach noch die leute gekickt haben, die lust dazu hatten und dann vermehrt leistung gefordert wurde, zählt heute die schnelligkeit und die technische ausbildung. es gab den zeitpunkt da erkannt wurde (und das eben nicht nur von einem verein), dass man seine kraft in die jugendförderung und -ausbildung stecken muss und wir sehen seit einiger zeit, dass wir im u-natio bereich bei den frauen (wie übrigens auch bei den herren) international sehr gut dastehen. die spielerinnen die in z.b. der u19 spielen haben eine komplett andere… Weiterlesen »

ViolA
ViolA

dieses problem sich mit der entwicklung zum profitum […] natürlich auflösen 😉

Max Diderot
Max Diderot

ViolA, vielem was Du schreibst bleibt meinerseits nichts hinzuzufügen, da Du offensichtlich die Fakten benannt hast. Wenn ich mich trotzdem noch in die (hoffentlich eintretende) Diskussion einmische, dann aus zwei Gründen. An anderer Stelle verwies ich auf eine aktuelle Studie, jüngst in der FAZ wurde darüber berichtet, dass die praktische Umsetzung von wissenschaftlichen Ergebnissen in die Arbeit von Vereinen zu lange in Anspruch nimmt. Das entsprechende Institut verwies auf die Tendenz, dass Forschungsresultate bis zu 10 Jahren benötigen, um in die Trainingsdidaktik einzugehen. Zu ähnlichen Resultaten kam ein Workshop von Seiten des DHB (Deutscher Handballbund), der im Frühjahr in Bad… Weiterlesen »

ViolA
ViolA

was den ersten von dir angesprochenen punkt angeht, so habe ich davon auch schon mehrfach gehört. das erinnert mich witzigerweise an einen beitrag zur em vor wenigen wochen. dort haben sie das spanische team vorgestellt und auch einen einblick in deren training gegeben. zur sprache kam dann das thema dehnübungen die bei den spaniern seit jahren wenn nicht jahrzehnten nicht weiterentwickelt sondern sozusagen tradiotionsmäßig absolviert werden und in vielen ländern bereits seit langem überholt sind. ich denke das zeigt genau unser problem. es lässt sich auf viele bereiche übertragen. die menschen – je älter sie werden – hängen gerne altgediegenem… Weiterlesen »

ViolA
ViolA

ach max… zum thema dfb und jugendförderung gibt es einen artikel vom dfb:

Max Diderot
Max Diderot

Danke. Hatte ich schon zuvor gelesen und empfinde es als eine schöne Geste, dass von Verbandsseite auch an jene kleinen Vereine gedacht wird, die oftmals erste Station späterer Fußballtalente sind.

Hier ist übrigens der Link zu jenem FAZ-Artikel, der die mangelnde Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnis in die Sportpraxis beschreibt.