Silke Rottenberg: „Es war ein ganz tolles Abschiedsfest“

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Silke Rottenberg verabschiedet sich von ihren FansAls die Torhüterin mit der Nummer 21 auf dem schwarz-gelben Trikot gerade direkt vor ihm vorbei lief und sich von den 16.283 Zuschauern auf den Rängen feiern ließ, schien sich Joachim „Blacky“ Fuchsberger der Bedeutung des Augenblicks nicht recht bewusst zu sein.

Keine Gemütsregung war dem Gesicht des Schauspielers zu entnehmen, vielleicht war er in Gedanken noch bei dem Schwätzchen, das er kurz zuvor mit Renate Lingor und Silvia Neid gehalten hatte.

Dabei verabschiedete sich doch gerade Silke Rottenberg nach ihrem 126. Länderspiel von ihren Fans, die in den vergangenen 15 Jahren die Entwicklung des Frauenfußballs maßgeblich mitgetragen hat.

Während die Bundestrainerin später gestand: „Das ging mir schon ein bisschen nah“, blieb Rottenberg selbst ganz cool, denn sie hatte den Gipfel der Emotionen schon vor dem Anpfiff erreicht.

Denn bereits beim letztmaligen Abspielen der Nationalhymne hatte sie ihre Erfolgskarriere Revue passieren lassen. „Da kamen viele Erinnerungen an die Erfolge und Titel.“ Der souveräne 4:0 (3:0)-Sieg der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft im EM-Qualifikationsspiel gegen Wales verkümmerte an diesem schwülheißen Nachmittag fast schon zur Randnotiz. Noch lange nach Spielschluss musste Rottenberg Autogramme schreiben und sich mit Fans für Erinnerungsfotos ablichten lassen.

Glücksgefühle
„Ich bin einfach glücklich“, meinte Rottenberg nach dem Spiel, „auch wenn ich aufhöre. Es war ein ganz tolles Abschiedsfest im eigenen Land vor heimischem Publikum, rundum toll.“ Sehr reiflich hat sich die 36-Jährige ihren Abschied überlegt, so dass keine Wehmut aufkam. „An Olympia habe ich keinen Gedanken mehr verschwendet.“

Sichtlich genoss sie ein allerletztes Mal die Bühne, als sie in der 83. Minute unter dem tosenden Applaus des Publikums den Rasen verließ und sich einzeln von einigen Mitspielerinnen verabschiedete. „Das war vorher so abgesprochen, damit ich mich von den Fans und den Spielerinnen verabschieden kann.“

Silke Rottenberg sagt Tschüß zu Silvia NeidZum Abschied zu Null
Dass sie an ihrem letzten Arbeitstag für die Nationalmannschaft nicht gerade überbeschäftigt war, störte Rottenberg nicht. „Das war nicht schlimm, ich habe das Spiel genossen. Man hat gesehen, dass wir heute sehr dominant waren. Ich bin zufrieden, wenn die Null steht.“

Schon jetzt scheint festzustehen, dass es mit Rottenberg nach Ende ihrer aktiven Karriere in Reihen des DFB ein Wiedersehen als Trainerin geben wird. Noch hat es zwar keine konkreten Gespräche gegeben, doch: „Es ist schon toll, dass angefangen von DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger viele sagen: ‚Die geben wir nicht mehr her’. Dort liegt sicherlich meine Zukunft, wir werden zu gegebener Zeit Gespräche führen.“

Wer gedachte hatte, er könnte von Rottenberg an diesem Tag ein letztes Erinnerungsstück ergattern, sah sich getäuscht. „Aufs Trikot gab es viele Anwärter, aber mein kleiner Neffe bekommt es. Und die Handschuhe habe ich einem Rollstuhlfahrer geschenkt.“

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Steffen
Steffen

Der Abschied war einer Silke Rottenberg würdig.

Spocky
Spocky

Auch wenn der Abschied von Silke jetzt schon wieder ein paar Tage her ist, so kommt mir auch jetzt auch wieder eine „Gänsehaut“. Da ich auch live im Stadtion dabei war, kann ich nur bestätigen, dass dies ein würdiger Rahmen für Silkes Abschied war. Silke Rottenberg wird dem Frauenfußball hoffentlich noch lange erhalten bleiben (z.B. als Trainerin) …? Ihr sportlichen Erfolge zu würdigen = dafür reicht der Platz hier nicht aus! Aber ich möchte auch an dieser Stelle noch einmal ihr fantastisches Verhalten gegenüber den Fans hervorheben! Ich habe Silke jetzt ein paar mal live erleben können – bei ihr… Weiterlesen »

oliist
oliist

@Spocky
Namen.Wir wollen Namen hören(bezüglich nicht allzu ’netter‘ Nationalspielerinnen). 🙂

renate
renate

@spocky: Ich kann Dir nur zustimmen, Rotti ist einmalig in ihrem Verhalten gegenüber den Fans!!
Ich war in Frankfurt zum UEFA Cup Finale und sie ist die letzte gewesen die noch im bereits leerem Stadion immer noch mit Kindern gesprochen hat und einem Kind ihr trikot geschenkt hat.
Sowas hat Stil und Klasse und nur so bewegt man etwas für den Frauenfussball.
Ich wünsche mir Silke in einer Schlüsselposition, wo sie etwas bewegen kann.
Ich werde sie extrem vermissen….!!!!

ViolA
ViolA

und das nächste folgt am sonntag sogleich….

erg-plant-karriereende-ein_aid_310466.html

sowie interview in der faz, aber da habe ich keinen zugriff drauf…

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ViolA
ViolA

so jetzt gehts mit dem faz-artikel…