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2008

Bayer 04 Leverkusen plant Einstieg in Frauenfußball

Die Bayer 04 Fußball GmbH plant noch in diesem Jahr die Gründung einer Frauenfußball-Abteilung. Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser bestätigte derartige Pläne. „Wir denken derzeit gemeinsam mit der Fußball-Abteilung im Hauptverein darüber nach, ein Mädels-Team ins Leben zu rufen“, so Holzhäuser. Schon zum 1. August könnte Leverkusen mit einem eigenen Frauenfußball-Team vertreten sein.

Es gebe dort „einen großen Bedarf im Fanbereich“, erläuterte Holzhäuser gegenüber dem „Leverkusener Anzeiger“, außerdem seien im Umfeld des Vereins viele Mädchen, die Fußball spielen würden.

WM 2011 als Triebfeder Natürlich spiele auch die Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland, für die sich die Bay-Arena als Austragungsort beworben hat, eine Rolle in diesen Überlegungen. Holzhäuser erklärt: „Ein eigenes Team vor Ort zu haben, wäre da sicher nicht von Nachteil.“

Noch sei jedoch unklar, ob der Verein in Eigenregie eine Mannschaft aufbaue, oder ob eine Zusammenarbeit mit einem bereits etablierten Verein aus der Nachbarschaft in Frage komme. Zu Details will sich Holzhäuser aber noch nicht äußern: „Wir verhandeln mit verschiedenen Vereinen und mit dem Fußballverband Mittelrhein. Die Entscheidung wird in drei bis vier Wochen bekannt gegeben.“

Kooperation mit TuS Köln rrh.? Eine derartige Zusammenarbeit könnte sich etwa mit Zweitligist TuS Köln rrh. anbieten. „Uns sind die Pläne von Bayer seit Mitte Mai bekannt“, bestätigt Kölns Vereinsmanager Manuel Azrak gegenüber Womensoccer.de . „Wir werden uns nächsten Donnerstag ausführlich mit dem Thema beschäftigen. Die beiden Stadien liegen ja nur 15 Kilometer auseinander, wir müssen uns unsere Gedanken machen.“

Ab der Saison 2008/2009 ist der TuS Köln rrh. der einzige Frauenfußball-Zweitligist in der Region. Ein ernsthafter Einstieg Leverkusens würde die Ausgangslage für die Kölner verändern. Nun gilt es also, das Für und Wider abzuwägen und eine Analyse zu erstellen.

Start bereits am 1. August? Der Präsident des Fußballverbands Mittelrhein, Alfred Vianden, verrät: „„Die haben möglicherweise schon am 1. August ein eigenes Team am Start.“ Und ergänzt: „Als ich im Juni zum Präsidenten gewählt wurde, habe ich mir vorgenommen, den Frauen- und Mädchenfußball in unserer Region wieder nach vorne zu bringen.“

Gespräche seien auch mit dem 1. FC Köln geführt worden. Auch Jürgen Beckmann, Sportbeauftragter der Bayer AG, begrüßt die Pläne: „Wenn es einen Bedarf gibt, dann ist das eine weitere Ergänzung des Portfolios.“