Pressestimmen zum DFB-Pokalfinale

Von am 21. April 2008 – 9.38 Uhr

Der am Ende standesgemäße 5:1-Erfolg des Favoriten 1. FFC Frankfurt gegen den Außenseiter 1. FC Saarbrücken wird in den Medien recht einhellig bewertet, als Sieg des Goliath gegen den David im Duell der Routine gegen die Jugend. Patrick Krull von der „Welt“ etwa hadert mit der Überlegenheit der Frankfurterinnen. „Trotz der frühen Führung hatte Saarbrücken zu keinem Zeitpunkt eine reelle Chance.“ Und die „Frankfurter Rundschau“ spricht von einem „ungleichen Kampf“.

Schade aus meiner Sicht, dass die Leistung des 1. FC Saarbrücken in der ersten Halbzeit zu wenig gewürdigt wird, denn dem frechen Aufsteiger gelang, was nur wenigen Teams gelingt – die Hessinnen zumindest für eine Weile zu irritieren und aus dem Gleichgewicht zu bringen.

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Das Thema des Tages, das in zahlreichen Publikationen aufgegriffen wird, war die schwache Zuschauerresonanz des Frauen-Pokalfinales. „74.000 Plastiksitze sind keine Kulisse“ titelt die „Süddeutsche Zeitung“ treffend, und die „Stuttgarter Nachrichten“ hat deswegen gar „enttäuschte Siegerinnen“ ausgemacht.

Claudio Catuogno zieht in der „Süddeutschen Zeitung“ das Fazit: „Die Partie hätte mehr Aufmerksamkeit verdient gehabt. Wie der Aufsteiger, der seit Monaten mit unbekümmertem Hurra-Fußball beeindruckt.“ Andreas Morbach vom „Kurier am Sonntag“ meint zynisch: „Mit dem Schlusspfiff des Frauenfinals setzten in der Berliner WM-Arena prompt die ersten Fangesänge ein.“ Der Goliath sei noch rechtzeitig aufgewacht, nachdem er sich zu Beginn ein kleines Nickerchen gegönnt habe.

Enttäuschte Siegerinnen
Matthias Kittmann greift in einem Beitrag für die „taz“ ebenfalls die schwachen Zuschauerzahlen auf, kommt aber zu dem Schluss, dass es derzeit noch keine Alternative zur Doppelveranstaltung gibt. „Selbst der Branchenführer braucht die vom DFB zugeschanzten Einnahmen, zumal sich das Berliner Finale besser vermarkten lässt als jedes andere Frauenspiel auf Vereinsebene. Deshalb wird sich in absehbarer Zeit auch an der Doppelveranstaltung nichts ändern.“

Fabian Zanker schreibt in den „Stuttgarter Nachrichten“: „Die Siegerinnen waren nicht nur glückselig – sondern auch enttäuscht. Darüber, dass, entgegen dem Trend bei Länderspielen und UEFA-Cup-Partien, ausgerechnet das Pokalfinale wenig Interesse bei den Fans auslöst.“

Same procedure as every year
Der Sportinformationsdienst (sid) freute sich beim „siebten Streich“ der Frankfurterinnen über ein „unterhaltsames Finale“, in dem der haushohe Favorit nach dem Seitenwechsel den Druck gesteigert und zunehmend die Spielkontrolle gewonnen habe. Die Saarländerinnen hätten dagegen dem hohen Tempo der ersten Halbzeit Tribut zollen müssen.

Das „Hamburger Abendblatt“ schreibt von einem „erwarteten Erfolg“ der Frankfurterinnen, doch zollt auch Gegner Saarbrücken Respekt, wo „besonders Torhüterin Romina Holz mit einer starken Vorstellung beeindruckte.“ Dem Kölner Stadt-Anzeiger missfällt das „Schauspiel mit penetrantem Wiederholungscharakter“ frei nach Freddy Frintons berühmten Silvester-Sketch „Same procedure as every year“.

Spiegelbild der Zweiklassengesellschaft
Helen Ruwald thematisierte im „Tagesspiegel“ ebenfalls die Überlegenheit der Frankfurterinnen. „Das Jubeln nach dem Abpfiff geriet zunächst zur Formsache, so selbstverständlich wirkte der Triumph. Welch ein Unterschied zum Vorjahr.“ In der „Welt“ bilanzierte Krull: „Das Frauen-Pokalfinale war ein Spiegelbild der Zweiklassengesellschaft, die auch die Bundesliga so unausgeglichen macht.“

„Erst tobte der Trainer, dann floss der Schampus“, schreibt die „Bild-Zeitung“. Frankfurts Trainer Dr. Hans-Jürgen Tritschoks sei zur Pause „ausgerastet“. Danach erst hätten seine Spielerinnen Fußball gespielt.

Ein bisschen Turbine
René Miller von der „Berliner Zeitung“ freute sich in seinem Beitrag „Frankfurt kommt langsam, aber gewaltig!“ vor allem darüber, dass auch Turbine Potsdam einen kleinen Beitrag zum Pokalsieg geliefert habe, weil die Ex-Potsdamerinnen Conny Pohlers und Petra Wimbersky mit drei Toren maßgeblichen Anteil am Erfolg hatten. „Ein klein bisschen hat auch Turbine Potsdam die Hand am Pott.“

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Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

Bundesliga 2019/20
16.08.19 18.30 Uhr 1. FFC Frankfurt 3 Turbine Potsdam 2 17.08.19 13.00 Uhr FF USV Jena 1 TSG Hoffenheim 6 17.08.19 13.00 Uhr SC Freiburg 1 Bayern München 3 18.08.19 14.00 Uhr 1. FC Köln 2 MSV Duisburg 1 18.08.19 14.00 Uhr VfL Wolfsburg 1 SC Sand 0 18.08.19 14.00 Uhr SGS Essen 3 Bayer Leverkusen 1 23.08.19 19.15 Uhr Bayern München 1. FFC Frankfurt 24.08.19 13.00 Uhr TSG Hoffenheim 1. FC Köln 25.08.19 14.00 Uhr MSV Duisburg VfL Wolfsburg 25.08.19 14.00 Uhr SC Sand SGS Essen 25.08.19 14.00 Uhr Turbine Potsdam FF USV Jena 25.08.19 14.00 Uhr Bayer Leverkusen SC Freiburg 13.09.19 19.15 Uhr 1. FC Köln Turbine Potsdam 15.09.19 14.00 Uhr VfL Wolfsburg TSG Hoffenheim 15.09.19 14.00 Uhr SC Freiburg SC Sand 15.09.19 14.00 Uhr Bayern München Bayer Leverkusen 15.09.19 14.00 Uhr 1. FFC Frankfurt FF USV Jena 15.09.19 14.00 Uhr SGS Essen MSV Duisburg 20.09.19 19.15 Uhr TSG Hoffenheim SGS Essen 21.09.19 13.00 Uhr Turbine Potsdam VfL Wolfsburg 22.09.19 14.00 Uhr SC Sand Bayern München 22.09.19 14.00 Uhr FF USV Jena 1. FC Köln 22.09.19 14.00 Uhr Bayer Leverkusen 1. FFC Frankfurt 22.09.19 14.00 Uhr MSV Duisburg SC Freiburg 27.09.19 19.15 Uhr Bayer Leverkusen SC Sand 28.09.19 13.00 Uhr SGS Essen Turbine Potsdam 29.09.19 14.00 Uhr 1. FFC Frankfurt 1. FC Köln 29.09.19 14.00 Uhr Bayern München MSV Duisburg 29.09.19 14.00 Uhr SC Freiburg TSG Hoffenheim 29.09.19 14.00 Uhr VfL Wolfsburg FF USV Jena 11.10.19 19.15 Uhr 1. FC Köln VfL Wolfsburg 12.10.19 13.00 Uhr TSG Hoffenheim Bayern München 13.10.19 14.00 Uhr SC Sand 1. FFC Frankfurt 13.10.19 14.00 Uhr FF USV Jena SGS Essen 13.10.19 14.00 Uhr MSV Duisburg Bayer Leverkusen 13.10.19 14.00 Uhr Turbine Potsdam SC Freiburg 18.10.19 19.15 Uhr Bayer Leverkusen TSG Hoffenheim 20.10.19 14.00 Uhr SC Sand MSV Duisburg 20.10.19 14.00 Uhr 1. FFC Frankfurt VfL Wolfsburg 20.10.19 14.00 Uhr SC Freiburg FF USV Jena 20.10.19 14.00 Uhr SGS Essen 1. FC Köln 20.10.19 14.00 Uhr Bayern München Turbine Potsdam 27.10.19 14.00 Uhr FF USV Jena Bayern München 27.10.19 14.00 Uhr MSV Duisburg 1. FFC Frankfurt 27.10.19 14.00 Uhr VfL Wolfsburg SGS Essen 27.10.19 14.00 Uhr TSG Hoffenheim SC Sand 27.10.19 14.00 Uhr Turbine Potsdam Bayer Leverkusen 27.10.19 14.00 Uhr 1. FC Köln SC Freiburg 03.11.19 14.00 Uhr Bayern München 1. FC Köln 03.11.19 14.00 Uhr 1. FFC Frankfurt SGS Essen 03.11.19 14.00 Uhr SC Freiburg VfL Wolfsburg 03.11.19 14.00 Uhr Bayer Leverkusen FF USV Jena 03.11.19 14.00 Uhr SC Sand Turbine Potsdam 03.11.19 14.00 Uhr MSV Duisburg TSG Hoffenheim 23.11.19 14.00 Uhr VfL Wolfsburg Bayern München 23.11.19 14.00 Uhr SGS Essen SC Freiburg 23.11.19 14.00 Uhr Turbine Potsdam MSV Duisburg 23.11.19 14.00 Uhr 1. FC Köln Bayer Leverkusen 23.11.19 14.00 Uhr FF USV Jena SC Sand 23.11.19 14.00 Uhr 1. FFC Frankfurt TSG Hoffenheim 01.12.19 14.00 Uhr SC Freiburg 1. FFC Frankfurt 01.12.19 14.00 Uhr Bayer Leverkusen VfL Wolfsburg 01.12.19 14.00 Uhr TSG Hoffenheim Turbine Potsdam 01.12.19 14.00 Uhr Bayern München SGS Essen 01.12.19 14.00 Uhr MSV Duisburg FF USV Jena 01.12.19 14.00 Uhr SC Sand 1. FC Köln 08.12.19 14.00 Uhr TSG Hoffenheim FF USV Jena 08.12.19 14.00 Uhr MSV Duisburg 1. FC Köln 08.12.19 14.00 Uhr Turbine Potsdam 1. FFC Frankfurt 08.12.19 14.00 Uhr Bayern München SC Freiburg 08.12.19 14.00 Uhr SC Sand VfL Wolfsburg 08.12.19 14.00 Uhr Bayer Leverkusen SGS Essen