Umeå oder Lyon?
Mit Spannung wird der 1. FFC Frankfurt am Sonntagnachmittag seine Augen in den Norden Schwedens richten, wo im Rückspiel des UEFA-Pokal-Halbfinales zwischen Umeå IK und Olympique Lyon der Gegner der Frankfurterinnen für die beiden Finalspiele am 17. und 24. Mai ermittelt wird.
Der schwedische Meister geht nach dem 1:1 im Hinspiel vor einer Woche mit einem leichten Vorteil in die Partie, denn schon ein 0:0 würde den Schwedinnen zum Einzug ins Finale reichen. Doch UIK-Trainer Andrée Jeglertz erklärt: „Wir spielen auf Sieg.“
„Es ist leichter auf Sieg als auf ein 0:0 zu spielen“, kündigt er den erwarteten 6.000 Zuschauer ein attraktives Spiel und packendes Spektakel an. Mit den schnellen Offensivkräften wie Marta und Ramona Bachmann will man den Gegner überrumpeln.
Umeå setzt auf Klasse im Sturm „Sie können den Unterschied in einem engen Spiel ausmachen“, ist sich Jeglertz sicher, dass die individuelle Klasse seiner Stürmerinnen den Ausschlag geben könnte. „Wir müssen sie mit unserem Spiel überraschen“, so die Taktik des Schweden.
Das Hinspielergebnis sieht Jeglertz als Vorteil an. „Lyon muss gewinnen, um das Finale zu erreichen. Aber es wird sicherlich eine ganz enge Auseinandersetzung. Durch den Sieg bei Arsenal haben sie enormes Selbstvertrauen getankt. Für sie ist das eine große Gelegenheit.“
Lyon mit Bompastor Doch zwei Dinge dürften den Schwedinnen in die Hände spielen. Die kalten Temperaturen um den Gefrierpunkt, mit dem die französischen Spielerinnen schon im Training zu kämpfen hatten. Und der Kunstrasen im Gammliavallen kommt dem schnellen Passspiel der Gastgeberinnen entgegen.
Doch auch Lyon hat einen Trumpf auf seiner Seite: Denn anders als noch vor sieben Tagen kann das Team im Rückspiel Kapitänin Sonia Bompastor aufbieten, die für das Spiel der Französinnen von eminent wichtiger Bedeutung ist, während auf der Gegenseite Hanna Ljungberg weiterhin fehlen wird. Bompastor ist optimistisch: „In der Offensive haben sie ihre Trümpfe, aber in der Defensive sind sie verwundbar.“
Zweikampfstarke Französinnen Vor allem die Zweikampfstärke der Französinnen fürchtet man im hohen Norden. „Sie sind sehr stark in 1:1-Situationen und einige Spielerinnen sind sehr schnell“, so Jeglertz. „Wir müssen vor allem in der Defensive gut stehen, das wird die Hauptschwierigkeit sein.“
Jeglertz hofft, dass seine Spielerinnen weniger nervös zu Werke gehen als noch eine Woche zuvor. „Es waren wirklich viele Zuschauer dort, wir sind das gar nicht gewohnt. Das hat uns schon einige Probleme bereitet.“