1. FFC Frankfurt im UEFA-Pokal-Finale
Mit einem 3:0 (0:0)-Auswärtssieg bei CF Bardolino Verona hat Frauenfußball-Bundesligist 1. FFC Frankfurt zum vierten Mal das Finale im UEFA-Pokal erreicht.
Die Treffer gegen den italienischen Meister erzielten im Stadion Bentegodi vor 13.000 Zuschauern Karolin Thomas (68.), Kerstin Garefrekes (80.) und Conny Pohlers (81.).
Im Endspiel trifft das Team nun auf den Sieger des zweiten Halbfinalduells zwischen Umeå IK und Olympique Lyon.
Die beiden Teams lieferten sich über weite Strecken der Partie einen offenen Schlagabtausch. Die erste Chance für die Frankfurterinnen hatte Renate Lingor mit einem Schuss aus 16 Metern (2.), die in die Anfangsformation zurückkehrte. Doch Torhüterin Silke Rottenberg konnte alles andere als einen ruhigen Abend verleben und sich über mangelnde Arbeit nicht beklagen.
Ein Kopfball von Patrizia Panico sorgte für die größte Gefahr in Halbzeit eins (32.). Doch der FFC kontrollierte die Partie, musste aber bei langen Bällen der Italienerinnen in die Spitze gehörig aufpassen, denn vor allem Panico wirbelte am rechten Flügel ein ums andere Mal.
Thomas bricht den Bann Nach einer knappen Stunde erhöhte der FFC den Druck, Pohlers köpfte zunächst nach schöner Vorlage von Birgit Prinz noch am Tor vorbei (54.). Doch Karolin Thomas machte es besser und überwand Bardolinos Torhüterin Carla Brunozzi nach Vorarbeit der eingewechselten Ali Krieger mit einem schönen Schuss aus 22 Metern (68.).
Die Italienerinnen ließen nach dem Rückstand die Köpfe hängen, vor allem nachdem Valentina Boni bei einem 12-Meter-Schuss die große Ausgleichschance verpasste (72.). Garefrekes nach tollem Pass von Thomas mit einem intelligenten Lupfer (80.) und Pohlers nach feiner Einzelleistung im Strafraum (81.) schraubten das Ergebnis in der Schlussviertelstunde für nun klar überlegene Frankfurterinnen in die Höhe.
Tritschoks: “Es hat richtig Spaß gemacht” Der Jubel kannte beim FFC nach dem Schlusspfiff keine Grenzen. FFC-Trainer Dr. Hans-Jürgen Tritschoks meinte: “Wir sind keine Elf, die auf 0:0 spielen kann. Nach dem 3:0 hat es natürlich richtig Spaß gemacht.” Torschützin Karolin Thomas erklärte: “Wir haben uns zunächst von der Hektik anstecken lassen und sind ein bisschen geschwommen, aber wir wussten immer, dass wir gewinnen können.”
Die erstmals seit langem wieder 90 Minuten für den FFC auf den Platz stehende Renate Lingor bilanzierte: “In der ersten Halbzeit haben wir sie platt gemacht, in der zweiten Halbzeit konnten wir dann unser Spiel aufziehen. Ich habe mich bemüht, mich richtig reinzuhängen und ich hoffe, mir ist das gelungen.”