Katrin Lehmann: Zufrieden trotz verpatztem Debüt
Das Debüt von Katrin Lehmann in der schwedischen Damallsvenskan ist misslungen. In ihrem ersten Spiel für ihren neuen Verein Hammarby IF setzte es für die frühere Wacker-Keeperin am vergangenen Sonntag beim Tabellendritten LdB Malmö eine 0:4-Auswärtsniederlage.
Unzufrieden musste Lehmann dennoch nicht sein, denn sie konnte ihr Können gleich mehrfach unter Beweis stellen.
„Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf nicht richtig wieder. Wir haben in der letzten Viertelstunde einfach aufgemacht und alles nach vorne geworfen – mit dem Resultat, dass sich unser junges Team noch drei Gegentreffer eingefangen hat. Aber ob 0:1 oder 0:4 ist dann auch schon egal. Wir haben gut gespielt, das zählt“, so Lehmanns Fazit nach dem Spiel.
Lehmann selbst konnte sich mehrfach auszeichnen. Bereits in den ersten Minuten des Spiels parierte sie zwei äußerst gefährliche Situationen bravourös und bewies über den gesamten Spielverlauf mit zahlreichen Glanzparaden, dass sie in Topform ist.
Gratulation von den Teamkolleginnen
„Nach dem Schlusspfiff haben mir alle zum Einstand gratuliert und mir gedankt. Was für mich aber am wichtigsten ist: Ich bin endgültig und ganz in Schweden und im Team angekommen. Dies ist wertvoller als drei Punkte.“
Wie schon in Deutschland versuchte sie ihr Team beständig anzutreiben und aktiv eigene Konter einzuleiten. „An dieses Spiel müssen meine Vorderleute sich erst mal noch gewöhnen, immerhin stehe ich da, wo bisher immer die Abwehrspielerinnen standen“, so Lehmann lachend.
Für Lehmann ging mit dem Spiel in Malmö ein Traum in Erfüllung. Seit Kindertagen war ihr Wunsch, auch in der höchsten schwedischen Liga Fußball zu spielen – dies ist nun Realität. Schweden ist bereits das vierte Land, in dem Lehmann in ihrer Karriere in der höchsten Spielklasse tätig ist. „Ich liebe Schweden. Ich war von diesem Land schon immer fasziniert“, so Lehmann.
Bereits am Mittwoch, 11. Juli 2007, steht Lehmann wieder im Tor, dann geht es bei ihrer Heimpremiere gegen Kopparbergs/Göteborg, wo es gilt, die Schüsse von Nationalspielerin Lotta Schelin zu parieren. Denn ein Ziel hat sich Lehmann gesetzt: „Ich will alle Heimspiele gewinnen!“