Die Tops und Flops der Woche 13/2011

Von am 8. April 2011 – 11.32 Uhr

In dieser Ausgabe unserer Tops und Flops geht es unter anderem um einen Aufstieg, viele Verstärkungen und TV-Präsenz – aber auch um vergebenen Chancen, hohe Niederlagen und einen fragwürdigen Modus.

Top 3

Leipzig ist erstklassig
Frauenfußball-Zweitligist 1. FC Lok Leipzig hat vorzeitig den Aufstieg in die Erste Bundesliga geschafft. Mit einem ungefährdeten 3:0-Erfolg gegen den letzten verbliebenen Konkurrenten, den 1. FC Lübars, stehen die Leipzigerinnen bereits drei Spieltage vor Saisonende als Aufsteiger aus der Nordstaffel fest.

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Champions League im „öffentlich-rechtlichen“
Die beiden Halbfinals in der Champions League zwischen dem FCR 2001 Duisburg und dem 1. FFC Turbine Potsdam werden auf öffentlich-rechtlichen Sendern zu sehen sein. Das Hinspiel am Samstag in Duisburg zeigen WDR und RBB (ab 15.20 Uhr), das Rückspiel im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion wird am 17. April ab 14 Uhr vom ZDF übertragen.

Hochkarätige Verstärkungen für Wolfsburg
Der VfL Wolfsburg hat sich bereits kurz nach Ende der Saison 2010/2011 die Dienste einiger hochkarätiger Spielerinnen für die kommende Spielzeit gesichert. Durch die Verpflichtungen von Conny Pohlers, Nadine Keßler, Josephine Henning und Laura Vetterlein unterstreicht der VfL seine Ziele und Ambitionen in der Ersten Bundesliga. Ob es in der kommenden Saison gelingt, die hohen Erwartungen auch zu erfüllen, wird sich zeigen.

England besiegt den US-Fluch
Seit 1988 hat die englische Nationalmannschaft nicht mehr gegen die Vereinigten Staaten gewonnen. Am vergangenen Samstag gelang in London schließlich ein 2:1 Erfolg für die die „Three Lions“. Dabei stimmte nicht nur das Ergebnis aus Sicht der Engländerinnen, sondern gerade in der ersten Halbzeit auch die spielerische Leistung. Die Mannschaft von Nationaltrainerin Hope Powell spielte wie entfesselt und zeigte, was in ihr steckt. Doch nun ist die Konkurrenz gewarnt. Das weiß auch die Trainerin: „Ich möchte gar nicht, dass die Leute vor der WM zu viel Aufmerksamkeit auf England legen“, schmunzelte Powell nach dem Sieg, der ihrer Mannschaft vor allem Selbstbewusstsein gegeben habe.

Flop 4

Ratlosigkeit bei den USA nach dem englischen Treffer zum 2:0. © Nora Kruse

Stagnation im US-Spiel
Was für die Engländerinnen ein Top, das für die US-Amerikanerinnen ein Flop. Die Niederlage in London war bereits die dritte in den vergangenen zwölf Monaten. Ohne Zweifel: Die USA gehören zu den Top-Favoriten auf den WM-Titel im Sommer, aber eine Weiterentwicklung im Spiel des zweifachen Titelträgers ist nicht zu erkennen. Die anderen Nationen holen auf, die Elf von Trainerin Pia Sundhage hat die Ausstrahlung der Unbesiegbarkeit verloren. Dass England sich traute, so forsch in die Partie zu gehen, schien die US-Girls fast zu verstören. Interessant daher auch ein Statement von US-Stürmerin Abby Wambach: Die anderen Teams hätten gelernt, wie man gegen die USA spielen müsse – und damit müsse man selbst erst lernen umzugehen.

Lyon verschießt drei Elfmeter
In der Champions League gehört Frankreichs Meister Olympique Lyonnais zu den Top-Favoriten, im nationalen Pokalwettbewerb sind sie an FCF Juvisy gescheitert. Nach neunzig Minuten hatte es, wie im letztjährigen Finale der Champions League, 0:0 gestanden. Wieder musste das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen – wieder scheiterte „OL“. Dabei verschoss der Ligaprimus insgesamt gleich drei Elfmeter, Juvisy gewann mit 3:2.

Bundesliga Cup mit Modusänderung
Ein Spiel hat 90 Minuten – und für alle Gruppenspiele des Bundesliga Cups im April/Mai gilt dies auch. Nur für das Endspiel nicht, das wird auf zweimal 30 Minuten verkürzt und findet im Ingolstadt am Tag des Länderspiels zwischen Deutschland und Nordkorea statt. Die ursprünglich geplanten Halbfinals werden nun auch nicht ausgetragen. Schade für das Überbrückungsturnier, bei dem die Vereine zwar einen dicken Anforderungskatalog zu erfüllen hatten, das aber nun den Anschein erweckt, zum Ende hin einfach nur schnell über die Bühne gebracht werden zu wollen.

46 Gegentore in zwei Spielen
In der rumänischen Liga sind hohe Niederlagen nicht selten, aber was Constanta derzeit einstecken muss, ist ungewöhnlich. In der vergangenen Saison brachte der Club noch ganze 14 Punkte zwischen sich und die Abstiegsränge, jetzt liegt er auf dem letzten Tabellenrang. Und damit nicht genug:  Nach einem 0:20 gegen Targu Mures verlor man nun 0:26 gegen Olimpia Cluj. Ob der rumänische Verband mit seinem System einer ersten Liga ohne Unterbau richtig fährt, darf angesichts der Leistungsunterschiede bezweifelt werden.

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