DFB-Frauen wollen historischen Moment genießen

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Am Samstag (18.30 Uhr, Eurosport live) steht für die DFB-Frauen ein Erlebnis der besonderen Art auf dem Programm. Im mit 90.000 Zuschauern ausverkauften Londoner Wembley-Stadion kommt es zum Prestigeduell mit der englischen Frauenfußball-Nationalelf.

DFB-Kapitänin Alex Popp und Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg auf der Pressekonferenz in London
DFB-Kapitänin Alex Popp und Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg auf der Pressekonferenz im Wembley-Stadion

Schon lange ist es her, dass eine deutsche Frauenfußball-Nationalelf vor einer großen Zuschauerkulisse spielen durfte. 73.680 Zuschauern sahen bei der Heim-WM 2011 das Eröffnungsspiel gegen Kanada im Berliner Olympiastadion. Am Samstag sollen es dann noch ein paar mehr werden, wenn sich die die DFB-Frauen mit den Lionesses an der Traditionsstätte Wembley vor 90.000 Zuschauern messen werden.

„Vorfreude ist groß“

„Das ist ein historischer Moment, die Vorfreude ist groß“, so DFB-Kapitänin Alex Popp am Tag vor dem Spiel auf der Pressekonferenz in den Katakomben des Wembley-Stadions. „Wir wollen uns als Team mit den Besten messen, deswegen ist es gegen England immer ein besonderes Spiel“, freut sich Popp auf das Duell mit dem WM-Halbfinalisten.

Erlebnis mit Ergebnis

Doch es soll kein Erlebnis ohne Ergebnis werden. „Wir wollen die Stimmung im Stadion aufsaugen und sie in sportliche Qualltät ummünzen. Dann bin ich auch guter Dinge, dass es gut für uns ausgehen wird“, hofft Popp auf ein positives Ergebnis.

Wichtiger Entwicklungsschritt

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg sieht das Spiel als einen Meilenstein in der Entwicklung der jungen Spielerinnen. „Das ist für uns ein wichtiger Schritt. Kleinigkeiten werden die Partie entscheiden, aber wir wollen England vor Probleme stellen. Und ich bin mir sicher, dass wir mindestens ein Tor schießen.“

England als neue Benchmark

Es ist auch das Duell zwischen der früheren Frauenfußball-Großmacht Deutschland und dem Emporkömmling England, der noch vor wenigen Jahren Deutschland als die Benchmark im Frauenfußball betrachtet hat, heute haben sich die Rollen verändert. „Den Weg, den England in den vergangenen zwei, drei Jahren mit den Männerclubs gegangen ist, den streben wir auch bei uns an. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht den Anschluss verlieren“, so Voss-Tecklenburg.

Mehr als ein Prestigeduell

Und so ist das Spiel im Wembley-Stadion mehr als nur ein Prestigeduell, dem weltweit Aufmerksamkeit geschenkt wird. Es dürfte für die DFB-Frauen ein erster Fingerzeig sein, wohin die Reise in den kommenden Monaten und Jahren gehen wird. „Ich glaube, dass wir mit unserer jungen Mannschaft eine tolle Zukunft vor uns haben. Ob es bei der EM 2021 schon für den Titel reicht, werden wir sehen müssen.“

Letzte Aktualisierung am 11.11.2019 / * = Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Pauline Leon
Pauline Leon

Na denn…
Poppi sieht zwar nicht glücklich aus aber,

viel Vergnügen und ordentliche Leistung im morgigen Spiel wünsche ich allen Spielerinnen und Pauli Bremer wünsche ich zwei Tore.
Und mir ein ansehnliches Spiel.

Die Zuschauerzählweise ist auch etwas schleierhaft. Die mancity.com-Webseite sprach letztens von „sold-out stadium“ und „a crowd of 80.000 people“ oder ähnlich. Vielleicht ein Druckfehler.
Bin gespannt, wie es morgen aussieht.
Leider bei mir nicht in HD.

Viel Erfolg!!!

Detlef
Detlef

Die Vorfreude ist Frau Popp förmlich ins Gesicht geschrieben!!! 🙂
Das zu einem Testspiel der Frauen in Deutschland mal so viele Zuschauer kommen werde ich nicht mehr erleben!!!
Die Realität sieht so aus, daß man in dritt- oder viertklassigen Stadien spielt, damit der Zuschauerschwund nicht ganz so offensichtlich ist!!!
Der FF in Deutschland ist längst in der Mittelmäßigkeit angekommen……. Danke DFB!!! 😒

ajki
ajki

Leider wird das Spiel wohl bei neutralen Fußballinteressierten (wie ich mich selbst definiere) in D. wohl auf kein besonders grosses (Live-TV-Zuschauer-) Interesse stossen (können). Es hat zwar sicherlich breites Interesse verdient (zwei konkurrierende eur. NM aus dem oberen Leistungsbereich), aber es ist eben doch „nur“ ein Freundschaftsspiel (für den NM-Kader und die BT sicherlich genau so wichtig wie andere Spiele, aber für Zuschauer eben doch kein Wettbewerbs-Spiel). Wie der Gott des Zufalls, die Spielplanansetzung und der aktuelle Stand der Männer-BL es nun mal fügen, läuft zeitgleich FCB:BVB in der Hinrunde – und das ist ein Wettbewerbs-relevantes Spitzenspiel in D. und… Weiterlesen »

Fan2
Fan2

Ein wahrhaft historischer Tag gestern! Deutschland spielt am 30. Jahrestag des Mauerfalls gegen England vor 90.000 Zuschauern – ohne eine einzige Spielerin, die im Osten unseres Landes geboren wurde. Ja, nicht einmal Westberlin ist vertreten. Wenn es eine Statistik gibt, die das Versagen der Wiedervereinigung Deutschlands im FF verdeutlicht, dann ist es diese. Der FF war, ist und wird immer mehr eine Westsportart. Für den FF im Osten wurde in 30 Jahren vereintes Deutschland nichts, aber auch gar nichts vom DFB getan. So ist es denke ich angebracht, hier eine Gedenkmannschaft Ost zu posten: Stephanie Ullrich – Bianca Schmidt, Babett… Weiterlesen »

bale
bale

ja ich verstehe den Frust mit Frauenfußball im Osten, ja das potential ist da und es ist auch wichtig für Wahlergebnisse und Selbstwertgefühl, aber Neid und Missgunst bringt niemanden weiter.
ja auch in Hamburg!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! bin immer noch sauer auf den HSV!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
gibt es nix Liga 1 oder schleswig Holstein, ja es wäre gut wieder richtig dampf zu machen und Mädels zu gewinnen .
RB Frauen wird bald aufsteigen und Dynamo kann auch was tun, aber da haben einige Ultras was überhaupt dagegen, das Frauen überhaupt im Stadion sind, schade.