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2019

DFB-Frauen wollen historischen Moment genießen

Am Samstag (18.30 Uhr, Eurosport live) steht für die DFB-Frauen ein Erlebnis der besonderen Art auf dem Programm. Im mit 90.000 Zuschauern ausverkauften Londoner Wembley-Stadion kommt es zum Prestigeduell mit der englischen Frauenfußball-Nationalelf.

Schon lange ist es her, dass eine deutsche Frauenfußball-Nationalelf vor einer großen Zuschauerkulisse spielen durfte. 73.680 Zuschauern sahen bei der Heim-WM 2011 das Eröffnungsspiel gegen Kanada im Berliner Olympiastadion. Am Samstag sollen es dann noch ein paar mehr werden, wenn sich die die DFB-Frauen mit den Lionesses an der Traditionsstätte Wembley vor 90.000 Zuschauern messen werden.

„Das ist ein historischer Moment, die Vorfreude ist groß“, so DFB-Kapitänin Alex Popp am Tag vor dem Spiel auf der Pressekonferenz in den Katakomben des Wembley-Stadions. „Wir wollen uns als Team mit den Besten messen, deswegen ist es gegen England immer ein besonderes Spiel“, freut sich Popp auf das Duell mit dem WM-Halbfinalisten.

Doch es soll kein Erlebnis ohne Ergebnis werden. „Wir wollen die Stimmung im Stadion aufsaugen und sie in sportliche Qualltät ummünzen. Dann bin ich auch guter Dinge, dass es gut für uns ausgehen wird“, hofft Popp auf ein positives Ergebnis.

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg sieht das Spiel als einen Meilenstein in der Entwicklung der jungen Spielerinnen. „Das ist für uns ein wichtiger Schritt. Kleinigkeiten werden die Partie entscheiden, aber wir wollen England vor Probleme stellen. Und ich bin mir sicher, dass wir mindestens ein Tor schießen.“

Es ist auch das Duell zwischen der früheren Frauenfußball-Großmacht Deutschland und dem Emporkömmling England, der noch vor wenigen Jahren Deutschland als die Benchmark im Frauenfußball betrachtet hat, heute haben sich die Rollen verändert. „Den Weg, den England in den vergangenen zwei, drei Jahren mit den Männerclubs gegangen ist, den streben wir auch bei uns an. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht den Anschluss verlieren“, so Voss-Tecklenburg.

Und so ist das Spiel im Wembley-Stadion mehr als nur ein Prestigeduell, dem weltweit Aufmerksamkeit geschenkt wird. Es dürfte für die DFB-Frauen ein erster Fingerzeig sein, wohin die Reise in den kommenden Monaten und Jahren gehen wird. „Ich glaube, dass wir mit unserer jungen Mannschaft eine tolle Zukunft vor uns haben. Ob es bei der EM 2021 schon für den Titel reicht, werden wir sehen müssen.“