Glücklicher Sieg für Turbine Potsdam

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Zum Auftakt des achten Spieltags der Frauenfußball-Bundesliga hat Turbine Potsdam seine Negativserie von vier Niederlagen in Folge beendet. Allerdings brachte die Elf gegen Bayer 04 Leverkusen trotz Überzahl in der zweiten Halbzeit den Sieg nur mit Mühe über die Runden.

Ein echtes Kampfspiel: Milena Nikolić (li.) kämpft mit Luca Maria Graf um den Ball © imago/Jan Hübner

1.095 Zuschauer sahen im Karl-Liebknecht-Stadion einen glücklichen 1:0 (1:0)-Sieg von Turbine Potsdam gegen Bayer 04 Leverkusen. Abwehrspielerin Sara Agrež erzielte per Kopf nach einem Eckball den einzigen Treffer der Partie (25.).

Platzverweis gegen Vinken

Im Mittelpunkt des Geschehens stand mehrfach das Schiedsrichterinnengespann wegen einiger fragwürdiger Entscheidungen. So schickte Schiedsrichterin Franziska Wildfeuer kurz vor der Pause Leverkusens Abwehrspielerin Ann-Kathrin Vinken nach einem Allerweltsfoul mit einer Gelb-Roten Karte vom Platz (45.+2).

In der zweiten Halbzeit zog sich der Gast in Unterzahl gut aus der Affäre, Bayer 04 Leverkusens Ausgleichstreffer von Ivana Rudelic wurde wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung die Anerkennung verweigert (80.).

Alle Infos auf der Match-Seite Potsdam gegen Leverkusen lesen

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Feifel: „Eine solche Anzahl Fehlentscheidungen habe ich selten gesehen“

Gästetrainer Achim Feifel meinte nach der Partie: „Wir müssen sicherlich mehr aus unseren Chancen machen, aber ich muss meiner Mnnschaft ein Kompliment machen. Sie hat auch in Unterzahl einen Riesen-Fight abgeliefert. Ich sage nicht oft etwas gegen Schiedsrichterentscheidungen, aber eine solche Anzahl von Fehlentscheidungen habe ich als Trainer selten gesehen.“

Rudolph: „Waren heute der glückliche Sieger“

Potsdam-Trainer Matthias Rudolph meinte: „Wir wussten, dass es ein Kampfspiel wird. Es war ein typisches Spiel zweier Mannschaften, die hinten drin stehen. In der zweiten Halbzeit haben wir viele Situationen schlecht ausgespielt. Wir waren heute der glückliche Sieger.“

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11 KOMMENTARE

  1. Im grossen und Ganzen tatsächlich ein glücklicher Sieg, aber Leverkusen hat sich durch die gelb/rote karte unnötig selbst geschwächt. Ich hatte gute Sicht auf das zweite Foul und mir war gleich klar, dass das Gelb geben wird, ohne dass ich wusste, das die Spielerin schon vorbelastet war. Selbst wenn sie ohne Karte davon gekommen wäre: Es war völlig unüberlegt, unter diesen Umständen so hart in dieser Situation einzusteigen.
    Auch das vermeintliche Abseitstor fand vor meiner Nase statt und niemand in meiner Umgebung hatte dort mit Sicherheit ein Abseits gesehen…

    Ohne Zadrazil und Gasper wäre die Frauschaft zZ kaum wettbewerbsfähig. Warum dann wieder Diekman auf der Bank blieb, kann ich einfach nicht verstehen – Sowohl Graf als auch Chmielinski waren mehr als blass. Gerhardt hat zumindest ein paar Defensivstärken gezeigt, aber das ist zZ weitgehend ein kopfloses Gekicke.
    Ich verstehe auch überhaupt nicht, warum der Trainer in der jetzigen Situation nicht mal ein paar Eckenvarianten üben lässt, die ohne Kopfbälle auskommen – das Tor von Agrez war ja auch eher eine Zufallsproduktion. Schön, das Elsig scheinbar wider fit ist, das gibt etwas Hoffnung.

    Ansonsten hat Leverkusen gezeigt, dass sie durchaus gefährlicher als Potsdam seien können, sie schienen mir ball- und passsicherer zu sein und ein Punkt war durchaus drin.

    • Eckvarianten?
      Da sollte eine Handschrift eines Trainers zu sehen sein und vieles mehr.
      Die Mädels drehen sich im Kreis und das die nächsten vier Jahr.
      Er ist nicht in der Lage da etwas aufzubauen. (auch nicht inden nächsten 10 Jahren)
      (Dann spielt Potsdam keine Rolle mehr in der 1.Liga)

  2. Was soll man sagen:
    Erst hatte Leverkusen kein Glück (Abseitsentscheidungen, Platzverweis), dann kam auch noch Pech dazu (drei nicht genutzte 100%ige Torchancen).
    Insgesamt ob der Umstände aber eine gute Leistung – von Leverkusen.

    • Naja, Potsdam hat auch ein Abseitstor geschossen und bekam deutlich mehr Situationen als LEV von der gleichmässig kleinlichen Schiri abgepfiffen, der Platzverweis war in meinen Augen absolut vertretbar und bei der einen wirklich 100%igen Chance hat Fischer einfach toll gehalten.
      Dann gewinnt halt der, der ein Tor mehr schiesst.

  3. Ein glücklicher Ausgang einer sehr kampfbetonten Partie!!!
    TURBINE hatte in Hälfte Eins gleich mehrfach die Möglichkeit den Deckel draufzumachen!!!
    Aber viele Fehlpässe und fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor führten dazu, daß es bis zur letzten Sekunde eine Zitterpartie blieb!!!
    Achim Feifel hatte mit seinem Frust auf die Schiri, speziell auf die Assistentinnen natürlich absolut recht!!!
    Allerdings hinkte sein Vergleich zum MF natürlich etwas, da bei den Frauen schon immer viel kleinlicher gepfiffen wurde als bei den Herren!!!
    Die gelb-rote Karte war sehr hart, aber auch konsequent!!!
    Es war ein taktisches Foul, und damit logisch auch gelb!!!
    Hier rächte sich ihr erstes taktisches auf Foul an LARA PRAŠNIKAR, als sie diese am Arm festhielt!!!
    Danach kannst Du Dir solche Fouls wie gegen NINA EHEGÖTZ eben nicht mehr leisten!!!
    Aber auch Leverkusen hätte gleich mehrfach den Ausgleich oder sogar mehr erzielen können!!!
    Jetzt alles nur an den schlechten Schiris festzumachen ist auch nur die halbe Wahrheit!!!
    TURBINE hatte halt dieses Mal im Schiri-Lotto mehr Glück als noch gegen Freiburg oder zuletzt in München!!!
    Meine Einschätzung dazu bleibt die selbe wie nach dem Münchenspiel!!!

  4. Mit einen Trainer fällt und steht eine Mannschaft.
    Turbine sollte sich echt Gedanken machen.
    Das Nivau (Trainer)ist Katastrophe, reicht für eine U17 und da schwankt es noch.
    Potsdam hat eine Sportschule und eine zweite Mannschaft, wo alle Talent gefordert und aufgebaut werden können.
    Hier startet man das Experiment in der 1. Liga, muss man nicht verstehen.
    Die Konkurrenz lacht sich ins Fäustchen.

  5. so langsam sollte man sich um turbine sorgen machen. wenn man hört wie vom fernsherropprtern das turbine in 3-4 jahren ein starkes team aufbauen will. dann frage ich mich mit wem? die zweite und die u17 loosen ab. woher sollen die spielerinne kommen

    • Genau die Frage habe ich mir auch gestellt, in 3-4 jahren wird ein starkes team aufgebaut aber in einer anderen Stadt(Leipzig) und wenn die noch gute Spielerinnen brauchen werden die sich bei TP ordentlich bedienen.
      Da warte ich nur noch auf den richtigen Moment,kommen wird jener.

  6. Ich hab mich ja schon oft genug darüber aufgeregt, dass im FF zu lasch gepfiffen wird und Karten gezeigt werden. Ob das in BN war oder in Wetzlar. Und da muss ich Detlef widersprechen. Im Frauenfußball wird nicht kleinlicher gepfiffen. Es werden „nur“ zu wenig Karten gezeigt.
    Die erste gelbe fand ich berechtigt, aber die zweite hätte die Schiri nicht zeigen müssen. Mit Fingerspitzengefühl hätte sie der Sportfreundin Vinken mitteilen können, sollte sie noch einmal so eine Aktion bringen, würde sie früher vom Feld gehen müssen. Da hätten dann auch Feifel und Düncker reagieren und eine andere Akteurin bringen können.
    Was mich noch geärgert hat, war die Tatsache, dass es auf Höhe der jeweiligen Sechzehner keine Kameras gab, wo man gesehen hätte, ob das abseits war oder nicht. Ist das im „Karli“ nicht möglich, oder hat Eurosport daran gespart? Da hätte man dann auch sehen können, ob sich die Sportfreundin Rudelic zu Recht ärgerte oder nicht.
    Aber: Mir hat das Spiel gefallen. Da haben sich zwei kämpferische Mannschaften einen Schlagabtausch geliefert. Achim Feifel hat aus Leverkusen ein Team geformt, das – so behaupte ich es mal – nichts mit dem Abstieg zu tun haben wird.

    • @Zaunreiter:Im Frauenfußball wird nicht kleinlicher gepfiffen. Es werden „nur“ zu wenig Karten gezeigt.
      Die erste gelbe fand ich berechtigt, aber die zweite hätte die Schiri nicht zeigen müssen.
      Zitat Ende.
      Da widersprichst du dir selber. Es ist natürlich der Situation geschuldet. Für mich waren beide Karten berechtigt, da muss der Spielerin auch mal klargemacht werden, dass es nicht immer auf die Knochen der Gegnerinnen gehen darf.

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