Hoffenheim schlägt Bayern

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Am sechsten Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga hat die TSG 1899 Hoffenheim das Verfolgerduell gegen den FC Bayern München gewonnen – dank eines Eigentors.

Die Hoffenheimer Spielerinnen bejubeln den Erfolg gegen Bayern © imago / foto2press

Im Dietmar-Hopp-Stadion gewann die Elf von Trainer Jürgen Ehrmann vor 1.650 Zuschauern mit 1:0 (1:0).

Die Partie wurde durch ein Eigentor Mitte der ersten Halbzeit entschieden, als Bayern-Torhüterin Carina Schlüter einen Rückpass von Ali Riley durch die Füße gleiten ließ (22.).

Gwinn verletzt sich im Abschlusstraining

Hoffenheim startete gegenüber dem 5:1-Erfolg in Freiburg mit Lena Lattwein und Luana Bühler in der Startaufstellung, die Bayern mussten auf Mandy Islacker, Amanda Ilestedt und kurzfristig auch auf Giulia Gwinn verzichten, die sich im Abschlusstraining im Zweikampf eine Schulterverletzung zuzog, deren genaue Diagnose noch aussteht.

Hoffenheimer Führung durch Eigentor

In einer ausgeglichenen Anfangsphase hatte Hoffenheim durch Tabea Waßmuth die erste Chance (15.). Nach der Hoffenheimer Führung durch ein Eigentor von Ali Riley (22.) verhinderte Torhüterin Martina Tufekovic zweimal reaktionsschnell den Ausgleich, erst gegen Lineth Beerensteyn (24.) dann gegen Melanie Leupolz (26.). Kurz vor der Pause zirkelte Carolin Simon einen Freistoß an die Latte, auch hier hatte Tufekovic noch die Fingerspitzen am Ball (41.).

Tufekovic wird zur Matchwinnerin

Auch in der zweiten Halbzeit hielt Tufekovic die Führung fest, zweimal parierte sie Kopfball von Damnjanovic (59., 81.). Zuvor hatte auch die eingewechselte Nicole Rolser die Keeperin nicht überwinden können (61.). Hoffenheim hatte durch die eingewechselte Franziska Harsch die Chance zur Entscheidung, doch der Schuss strich knapp am Pfosten vorbei (81.).  Doch die Bayern machten in der Schlussphase noch einmal mächtig Druck. Doch Tufekovic parierte auch Schüsse von Simon und Rolser in der Nachspielzeit.

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23 KOMMENTARE

  1. Nach 6 Spieltagen schon der 2. Punktverlust für den FC Bayerrn, der so nicht eingeplant war. Da der VFL Wolfsburg derzeit souverän seine Kreise zieht, darf man auf Seiten der Münchnerinnen möglichst keines der beiden Duelle gegen die Wölfinnen verlieren. Man muß kein großer Prophet sein, um festzustellen, dass in dieser Saison der Kampf um Platz 2 spannender werden könnte, als um Platz 1.

    Der Druck, beim Pokalspiel gegen Wolfsburg, den Platz als Sieger zu verlassen, dürfte sich nach diesem Ergebnis nochmals verstärken, weil man ansonsten schon sehr früh in der Saison, die Perspektive auf einen Titelgewinn aus den Augen verlöre.

    • Auch den Champions-League-Spielen gegen BIIK Kazygurt kommt jetzt große Bedeutung zu. Ein frühes ‚Aus‘ in der Königsklasse wäre nach dem verpatzten Start in die Bundesligasaison fatal.

      • Nach der Reisestrapaze findet das Hinspiel in Kasachstan bereits um 10 Uhr morgens statt. Hoffentlich präsentieren sich die Bayern dann ausgeschlafen.
        Ein Ausscheiden wäre allerdings eine Riesensensation.

  2. Einerseits fehlt bei Bayern jemand, der die Tore macht. Däbritz und Rolfö weg, Islacker verletzt.
    Andererseits, noch viel wichtiger: Die Null steht nicht. Wenn man schon weis, dass man vorne Probleme hat, muss es wenigstens hinten passen.

  3. Eigentlich war München das bessere Team, Beerensteyn als immer gefährliche Offensivkraft wohl die Beste auf Gästeseite. Linda Dallmann sollte nicht in der Sturmspitze spielen wo sie oft gesehen wurde (HZ1), da gehört Damnjanovic hin (so, wie es auf dfb in der Aufstellung auch zu lesen ist)

    Das äusserst dumme Gegentor, bei einem völlig unnötigen Rückpaß hat dann die erste Halbzeit besiegelt und so richtig erholt haben sich die Münchenerinnen nicht mehr, obwohl eigentlich mit den zwingenderen Chancen im gesamten Spiel. Viele Hoffenheimer Chancen sah ich eigentlich nicht.
    Da machte Tufekovic den großen Unterschied.

    Zum Schluß haben die Münchenerinnen dann auch noch die Bälle unnötig hergegeben. Blöde Flanken, unpräzise Zuspiele, lange den Ball halten (Magull) und z.B. Caro Simon hat ihre letzten ca. 5 Paßversuche kläglich vergeben/vertändelt. Da stand die TSG-Mauer dann aber auch sehr solide.
    Es wurde auch ruppiger und Karten wurde gezogen. Auch Herr Scheuer an seinem Geburtstag sah Gelb! Wohl wegen Reklamierens und Strafe fordern.

    Das war ein geschenkter Tag für die Bayern und Hoffenheim hat Grenzen aufgezeigt bekommen.
    Glück gehabt, Hoffe!!

  4. naja die dt. n11 spielt halt auch nur bescheiden. die meisten n11 spielerinnen kommen aus münchen. zähle eins und eins zusammen

    • Voll deiner Meinung. Diese Einkaufspolitik von deutschen Nationalspielerinnen erinnert mich an den 1.FFC Frankfurt von früher. Die haben damals auch alle Nationalspielerinnen verpflichtet die es zu Haben gab. War auch nicht immer von Erfolg gekrönt.

  5. Auf Hoffenheimer Seite drei Spielerinnen (Specht, Fühner, Hartig) die der FCB für zu leicht befand. Und: Der wechsel im FCB Tor hat sich nicht bezahlt gemacht. Mal sehen wer das nächste mal im tor steht.

  6. Heute ist ein hoher Feiertag für die Bundesliga!!!
    Ein Team, welches fast ausschließlich aus zusammengekauften Nationalspielerinnen besteht verliert gegen einen Klub, der fast ausschließlich aus selbst ausgebildeten Spielerinnen besteht!!!
    Und schon deshalb wird Wob immer die Nase vorn haben, weil sie eher auf ausländische-, als auf deutsche Nationalspielerinnen setzt!!!
    Man will schließlich nicht in der Mittelmäßigkeit enden!!! 🙂

    • Das mit den Ausländerinnen funktioniert bei Potsdam aber weniger gut. Oder sehe ich da was falsch?
      Von den acht ausländischen Nationalspielerinnen des FCB mal ganz abgesehen.

      Von den sechs, wenn ich Caro Simon noch mit dazu zähle, sieben deutschen Nationalspielerinn die der FCB hat, haben gerade mal zwei einen Stammplatz in der Natio. Das nicht gerade berauschend.

      Es kommt doch nicht darauf an woher sie kommen, sondern auf die Qualität.
      Und da fehlt es beim FCB.!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

      (sorry konnte mich nicht zurückhalten mit den !!!)

      • @Helmut,
        eine ehrliche und richtige Antwort von dir, respekt. Nur kannst du Turbine nicht mit dem FC Bayern vergleichen. Denn der FCB hat finanziell mehr Möglichkeiten als Turbine.

        • @Rudi,
          das war auch nicht meine Absicht. Man darf aber auch nicht die finanziellen Möglichkeiten miteinander vergleichen, die die Frauenabteilungen des VfL und des FCB haben. Ich schätze mal das sind gut 20-25% mehr zu Gunsten des VfL. Und die wiederum sind nur das Low-Tier unter den europäischen Spitzenvereinen.

          Es muss uns aber auch allen klar werden, das die Frauenfußballabteilungen
          der Vereine, oder der Frauenfußball im allgemeinen, nur der Blinddarm eines Körpers ist.

          Er ist halt da, keiner weiß warum. Wenn er nicht mehr da ist, merkt es auch keiner. Es bleibt nur eine kleine Narbe über, die keinen wirklich aufregt.
          Ausser der Blindarm selbst, der sich eigebildet hat, er währe der Mittelpunkt seiner Welt.

          • @Helmut,
            also ich habe keine Ahnung wieviel Unterschied an finanziellen Möglichkeiten zwischen den Frauenabteilungen von Wob und Bayern besteht und schätzen kann und will ich deshalb auch nicht. Übrigens
            nur der Blinddarm von WOB ist die Frauenabteilung mit Sicherheit nicht. Obwohl der Blinddarm im Körper eines Menschen sehr unangenehm werden kann.

          • @Rudi
            Nun genaue Zahlen nennen kann ich auch nicht und wird auch niemand nennen. Ich beziehe mich halt auf die Artikel vom Handelsblatt und vom Spiegel aus Anfang 2019
            https://www.spiegel.de/sport/sonst/frauenfussball-warum-bayern-und-wolfsburg-die-liga-dominieren-a-1253296.html
            https://www.handelsblatt.com/sport/fussball/historischer-sieg-wolfsburg-etat-ist-liga-spitze/9932030-2.html?ticket=ST-41047011-5TWxGYfa5oIeWQzfUbiK-ap5
            und von den Berichten des HR und des SWR
            https://www.youtube.com/watch?v=dcJ1eDlcKeU
            https://www.youtube.com/watch?v=t_C-L9s3zMI
            Dort ist die Rede von 3,5-5Mio € für die VfL-Frauen

            Mir ist auch ein Interview bekannt, das Ulli Hoeneß ,nach der gewonnen Meisterschaft 2015 oder 2016, gegeben hat.
            Sinngemäß „Für das, dass wir gerademal 1,5Mio€ in die Frauen hinein stecken, leisten sie ganz schön viel!“
            Das dürfte jetzt natürlich schon mehr sein.
            Dazu kommen noch Sposorengelder und gelegentlich mal ein extra „Bonbon“ wenn spezielle Ereignisse anstehen. Alles in allem dürfte es trozdem ein Stück weniger sein als in WOB.

            Klar war das mit dem Blinddarm auch etwas spitz und ironisch formuliert. Aber sind wir doch erlich. So mancher Verein hat seine Frauenabteilung nur deshalb geschaffen um im „Trend“ zu bleiben um sie dann nachher am langen Arm verhungern zu lassen. Wie z.B. in Leverkusen, Gladbach und Bremen

          • Moin!
            @Helmut: Du schreibst u.a. von Bremen. Ich stecke nicht bei WERDER drin, glaube und hoffe aber, dass man dort die Frauenfußballabteilung nicht „verhungern“ lässt. Die Idee war auch dort die 1.Frauenmannschaft in der obersten Liga zu etablieren. Der Abstieg letzte Saison war am letzten Spieltag mMn wirklich nicht vorhersehbar, ist aber passiert. Sie werden wohl erneut wieder aufsteigen und ich hoffe, dass der Verein sie dann entsprechend unterstützt. Generell meine, dass der Weg der Frauenfußballmannschaft bei WERDER nach oben führt(e).

  7. Sollte es von diesem Spiel nicht einen ARD-Livestream geben? ich habe nichts gefunden und war damit der allein, obwohl es angekündigt war.

    • Zur Info: Einige hier hatten sich auch vergeblich bemüht, den Stream zu finden. Es gab allerdings keinen Live-Stream von diesem Spiel – war wohl eine Fehlinformation seitens des dfb. Wurde auch schon in einem anderen Thread hier auf womensoccer.de diskutiert 😉

  8. Der DFB sollte sofort die Rechtevergabe mit der ARD kündigen und neu an Eurosport oder einen anderen Sender vergeben oder wieder selbst in die Handnehmen, wie letztes Jahr noch auf DFB-TV. Auf die Zusammenfassungen in der Männersport- (Fußball)schau am Samstag mit ein paar Minuten Frauenfußball kann man gerne verzichten.
    Denn die Öfentlich Rechtlichen, wie sie sich nennen, können sehr gut Zwangsgebühren einziehen um dann dem bezahlenden TV-Zuschauer diktatorisch vorgeben was er anzuschauen hat.

  9. ARD Sportschau eine Frechheit 1. 40 Minuten da war nichts zu sehen: ZDF Sportstudio war gestern Abend sehr gut, Almuth hat super gesprochen. Grings hat 5 Dinger in der Torwand versenkt. Frauenfußball ist Leidenschaft pur, alle geben alles bis zur Erschöpfung und wenn die gefoult werden jammert keine , aufstehen weitermachen und gut ist. Leider wird es in der deutschen Gesellschaft niemals so sein, dass es ohne diesen depperten Vergleich gibt zum Männerfußball. Fans scheuen sich die Teams anzufeuern weil es doch nicht die Profis sind , die da spielen. Aber das ist doch egal, Verein , Stolz und Leidenschaft müüste eigentlich reichen um zuzuschauen. Schade!

  10. Kleinigkeiten: Sehr geehrtes Team der Sportschau Kathrin Hendrich hat blonde Haare!
    ARD:Aus Ihren wenigen Worten können wir leider nicht erkennen, worauf Sie sich konkret beziehen bzw. was Ihr Anliegen ist.
    https://www.sportschau.de/fussball/frauenfussball/video-frauen-bundesliga-hoffenheim-schlaegt-bayern–100.html

    Wenn Sie ihre Zusammenfassung des Bundesligaspiels ansehen, ergibt sich die Antwort von selbst. Übrigens. ein sehr interessantes Spiel technisch durchaus anspruchsvoll. Ihr Bericht fokussiert sich leider auf die Slapstick Einlage von Karina Schlüter
    das finde ich sehr schade. Der Sieg von Hoffenheim über Bayern ist in der Frauenliga schon eine kleine Sensation.Ich bitte nur für ein wenig mehr Aufmerksamkeit.

    ARD:Wir haben Ihre Kritik an unseren Reporter weitergeleitet. Sie können sicher sein, dass diese aufgenommen wird. In der Hoffnung, dass Sie uns auch weiterhin als kritische/r Zuschauer*in begleiten verbleiben wir

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