Maren Meinert: „Ich kann da nicht immer nur ein Schleifchen drum machen“

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DFB-Trainerin Maren Meinert wird heute Abend im Finale der U19-EM gegen Frankreich ab 17 Uhr (SPORT1 live) zum letzten Mal ein deutsches Nachwuchsteam betreuen. Im Interview zieht die 46-Jährige Bilanz ihrer 14-jährigen Tätigkeit, spricht über die mentale Stärke der USA, ihren eigenen Führungsstil und die Enttäuschung über die Trennung vom DFB.

Maren Meinert bei der U19-EM in Schottland
Im Finale der U19-EM gegen Frankreich wird Maren Meinert letztmals das deutsche Team betreuen © Imago / PA Images

Maren Meinert hat den wohl größten Erfahrungsschatz im Nachwuchsbereich des deutschen Frauenfußballs. Als Nationaltrainerin der U19- und U20-Frauen hat die 46-Jährige mehr als 200 Spiele verantwortet, zweimal die U20-Weltmeisterschaft (2010 und 2014) und dreimal die U19-Europameisterschaft (2006, 2007 und 2011) gewonnen.

Nun bestreiten die deutschen U19-Fußballerinnen unter ihrer Regie wieder ein EM-Finale, wenn es in Paisley gegen Frankreich (Sonntag 17 Uhr/SPORT1 live) geht. Doch ihren erfolgreichen Job muss die Trainerin auf Geheiß des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) im August beenden. Richtig verstehen kann die 92-fache-Nationalspielerin, die selbst als Spielerin Welt- und Europameisterin wurde, die Entscheidung nicht.

Vorweg, ganz Deutschland stöhnt unter der Sommerhitze. Insofern haben Sie es mit der Frauen-U19-Nationalmannschaft bei der EM in Schottland richtig gut getroffen, oder?

Maren Meinert: Wir haben zwischendrin sehr viel Regen und kühles Wetter gehabt. Bei uns waren nicht so hohe Temperaturen, selten mehr als 20 Grad. Wir haben aber festgestellt, dass sich in Schottland die jungen Menschen schon sehr sommerlich kleiden, wenn nur 18 Grad sind. 

Nach einer überzeugenden Vorrunde mit Siegen gegen England (2:1), Belgien (5:0) und dem Remis gegen Spanien (0:0) hat ihr Team im Halbfinale auch die Niederlande (3:1) besiegt. Was erwarten Sie vom Finale gegen Frankreich?

Meinert: Frankreich hat eine sehr starke Mannschaft bei dieser EM. Sie spielen einen geradlinigen Stil mit viel Tempo nach vorne. Es wird ein Finale auf Augenhöhe werden. Wir müssen unser Bestes geben und unser eigenes Spiel durchziehen. Mit allem Selbstbewusstsein, das wir in den vergangenen Spielen gesammelt haben. Wir hatten unsere erste Mission im Grunde ja schon nach dem zweiten Gruppenspiel erfüllt, als wir uns für die U20-WM qualifiziert hatten. Jetzt haben wir eine zweite Mission: den Titel zu gewinnen. Es ist doch gut, zwei Sachen zusammen zu erledigen.

Können Sie Ihre Titel und Auszeichnungen im Nachwuchsbereich überhaupt noch zählen?

Meinert: Alle nicht (lacht). Ich glaube, dass wir allein bei Europameisterschaften zehnmal unter die besten Vier gekommen sind, und natürlich weiß ich von den fünf Siegen bei großen Turnieren. Wenn unsere ehemalige Bundestrainerin Tina Theune eine genaue Aufstellung macht, liest sich das wirklich sehr gut. Da bin ich schon ein bisschen stolz darauf.

Bei den deutschen U19-Frauen stimmte vielleicht nicht jedesmal die spielerische Klasse, aber die kämpferische Haltung. Es war eine Widerstandsfähigkeit und Wehrhaftigkeit zu beobachten, die der A-Nationalmannschaft in Frankreich gut getan hätte. Sich gegen einen Rückstand  nicht zu wehren, hat Torhüterin Almuth Schult als Kardinalproblem identifiziert.

Meinert: (überlegt). Ich möchte eigentlich gar nichts zu den Frauen sagen. Wer in den letzten 14 Jahren bei unseren Spielen den Fernseher eingeschaltet hat, konnte immer eine Mannschaft sehen, die bis in die Haarspitzen motiviert ist. Nur so funktioniert für mich Fußball. Manchmal hat das am Ende nicht ganz gereicht, aber die 100-prozentige Leidenschaft war immer gegeben.

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hat gerade herausgestellt, dass die USA nicht aufgrund ihrer fußballerischen Klasse, sondern überragenden Mentalität erneut den Frauenfußball geprägt haben. Sie kennen diese Mentalität, sind 2001 gemeinsam mit Bettina Wiegmann als eine der ersten deutschen Nationalspielerinnen in die USA gewechselt, wurden 2003 bei den Boston Breakers zur wertvollsten Spielerin der amerikanischen Profiliga gewählt. Haben Sie dort den Input bekommen?

[pulledquote]„Am Anfang meiner drei Jahre in Amerika dachte ich, ich kenne doch schon viel. Aber das Bild hat sich für mich komplett gewandelt.“[/pulledquote]Meinert: Am Anfang meiner drei Jahre in Amerika dachte ich, ich kenne doch schon viel. Aber das Bild hat sich für mich komplett gewandelt. Wenn die Trainerin aus dem Raum ging, hat keine Spielerin mit den Liegestützen aufgehört. Wenn eine pausieren wollte, hat gleich die Mitspielerin gerufen: Mach weiter, mach weiter! Die Eigenmotivation ist unglaublich, die Spielerinnen pushen sich gegenseitig zu Höchstleistungen. Wer sich nur einmal hängen lässt, bekommt das im Team sehr, sehr deutlich zu spüren. Das geht uns ein bisschen ab, weil wir immer sehr freundlich miteinander sind. Und gerade die jungen Spielerinnen nehmen noch mehr Rücksicht aufeinander: Keiner will dem anderen heute weh tun.

Sie gehen anders vor.

Meinert: Ich glaube, dass das erste halbe Jahr bei der U19 bei mir schon eine harte Prüfung ist. Ich sehe meinen Job auch darin, den Spielerinnen zu sagen, was nicht geht – um ihnen damit zu helfen. Ich kann da nicht immer nur ein Schleifchen drum machen, dafür bin ich auch bekannt. Ich habe viele Spielerinnen trainiert, die mir nach zwei Jahren Zusammenarbeit gestanden haben, dass sie das erste halbe Jahr Schwierigkeiten mit der vielen Kritik gehabt hätten. Dabei haben wir nur feste Regeln für die Gruppe.

Wie sehen die aus? Nicht bei Instagram über die Mitspielerin lästern?

Meinert: (lacht). Natürlich machen wir auch eine Medienschulung. Und ich bin da auch mal eine Predigerin, die Akzeptanz für Entscheidungen einfordert. Die jungen Spielerinnen sollen verstehen, dass es in diesem Alter noch zu Leistungsschwankungen kommt. Bislang haben wir es immer geschafft, dass die Spielerinnen für die Zeit eines Turniers den Fußball als Lebensmittelpunkt anerkannt haben.

Sie sind keine, die Spielerinnen in Watte packt?

Meinert: Das ist nicht mein Ding, habe ich nie gemacht. Da bin ich auch nicht der Typ zu. Aber wenn jemand ein tröstendes Wort braucht, bin ich dafür auch zuständig. Wenn jemand im Verein als junge Spielerin drei Spiele gemacht hat, klopft ihnen jeder auf die Schulter. Aber wenn sie dann nicht mehr spielen, kümmert sich keiner.

Das Viertelfinal-Aus der Frauen-Nationalmannschaft bei der WM in Frankreich wird von der Bundestrainerin noch öffentlich aufgearbeitet. Martina Voss-Tecklenburg wird am Mittwoch beim Trainerkongress in Kassel weitere Ergebnisse vorstellen. Sie können den Leistungsstand im Nachwuchsbereich beurteilen. Muss man sich ähnliche Sorgen wie bei den Männern machen, dass der Nachschub in den kommenden Jahrgängen ausbleibt?

[pulledquote]„Wenn man sich die Leistungen im Nachwuchsbereich anschaut, dann kann man nicht von Krise sprechen – das ist fast schon frech.“[/pulledquote]Meinert: Ich finde, diese Frage stellt sich nicht. Wir haben mit der U16 den Nordic-Cup in Schweden gewonnen, sind mit der U17 Europameisterin geworden und stehen mit der U19 im Finale. Im letzten Jahr waren wir mit der U17 und der U19 auch im EM-Finale. Und wenn wir weiterschauen, ist Giulia Gwinn mit 19 Jahren gerade die beste Nachwuchsspielerin der Welt geworden. Zudem kamen mit Klara Bühl und Lena Oberdorf zwei Spielerinnen regelmäßig bei der WM zum Einsatz, die in meiner U19 hätten spielen können. Wenn man sich die Leistungen im Nachwuchsbereich anschaut, dann kann man nicht von Krise sprechen – das ist fast schon frech.

Wenn die Basis so gut ist,  müsste dauerhaft für das Aushängeschild aber auch mehr herausspringen als nur das Erreichen des Viertelfinals, wie bei EM 2017 und WM 2019?  

Meinert:
Natürlich war das Abschneiden nicht wie erwartet. Wir alle haben die Hoffnung, dass das in Zukunft besser wird. Die Voraussetzungen sind dafür vom Spielermaterial auf jeden Fall geschaffen.

Wurden Sie eigentlich in anderthalb Jahrzehnten nie gefragt, mal Bundestrainerin zu werden?

Meinert: Ich wurde tatsächlich einmal gefragt (nach der Trennung von Steffi Jones im Frühjahr 2018, Anm. d. Red.). Das habe ich mir gut überlegt, aber für mich entschieden, dass dies nicht der richtige Job ist. Neben dem Familienleben, das mir sehr wichtig ist, fühle ich mich im Jugendbereich besser aufgehoben, weil nicht jede Entscheidung in der Öffentlichkeit diskutiert wird. Es war eine harte Entscheidung, die ich aber bis heute nicht bereut habe.

[pulledquote]“Ich bin über die Entscheidung natürlich nicht glücklich gewesen und finde sie persönlich auch falsch…“[/pulledquote]Können Sie verstehen, dass der Deutsche Fußball-Bund (DFB) die Zusammenarbeit mit Ihnen beendet?

Meinert: Ich bin über die Entscheidung natürlich nicht glücklich gewesen und finde sie persönlich auch falsch…

…was Ihnen vor fünf Monaten von der Sportlichen Leitung Nationalmannschaften durch Joti Chatzialexiou mitgeteilt wurde. Waren Sie überrascht?

Meinert: Ich war sehr überrascht. Aber ich gehe im Guten, weil mir der DFB als sehr junger Mensch und sehr unerfahrene Trainerin damals die Chance gegeben hat, die U19 zu trainieren. Ich hatte 14 wunderbare Jahre.

Was machen Sie ab August?

Meinert: Da ich noch nicht unterschrieben habe, möchte ich das nicht verraten. Ich werde im Fußball bleiben, aber es ist wirklich noch nicht final entschieden. In der Frauen-Bundesliga wird man mich nicht sehen.

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25 KOMMENTARE

  1. Ich war nicht mit allen einverstanden was Frau Meinert geliefert hat.
    Aber untern Strich hat sie sehr gute Arbeit für den DFB geleistet.
    Da sich der FrauenFußball gewandelt hat, ist eigentlich der Wechsel richtig.
    Es ist gut wenn jetzt eine jüngere fußballerisch modernere Generation die Mannschaften trainiert. Sie bringen hoffentlich aus dem Vereinen auch eine andere Haltung, mit mehr Rückgrat gegen über dem DfB mit.

  2. Respekt Maren Meinert! Klare, offene und ehrliche Worte. Eine Frau die nicht versucht everybody’s darling zu sein. Eigentlich etwas, dass hier oft gefordert wird. Wenn dann aber mal klare Kanten deutlich werden, ist es oft denselben Leuten auch nicht recht! Mein Eindruck war und ist, dass MM bei den Spielerinnen für ihre ehrliche, direkte und offene Art sehr geschätzt wird!
    Respekt auch vor Kapitänin Sophia Kleinherne, für das reflektierte Interview. Habe öfters den Eindruck, dass die Mädels das durchschnittlich besser können, als die Jungs.
    https://tv.dfb.de/video/u-19-frauen-die-kapitaenin-ueber-den-finaleinzug-das-team-und-das-endspiel/25653/
    Manch Einer hier, der in der Vergangenheit schon die Entlassung von Maren Meinert gefordert hatte, wird nun erstmal zufrieden sein. Die Nachfolgerin wird jedoch in grosse Fußstapfen treten!
    Die Kritiker schießen schnell und ein Turnier ohne Finaleinzug sieht manch Einer bereits als „Katastrophe“. Maren Meinert hatte große Erfolge, die Einige gerne kleinreden möchten. Die Frau die angeblich „alles, nur kein Fussball spielen läßt“ hat sogar den Job als Nationaltrainerin ausgeschlagen. Anscheinend waren die Diskussionen in der Öffentlichkeit einer der Gründe dafür.
    Absolut nachvollziehen kann ich Ihren Satz:
    „Wenn man sich die Leistungen im Nachwuchsbereich anschaut, dann kann man nicht von Krise sprechen – das ist fast schon frech.“

    Wie Erfolge kleingeredet und zum Beispiel, das Unentschieden der U19, von Fan2, als Spiel wo es drauf ankommt, schlechtgeredet wurde ist wirklich frech. Das Witzfigur sich dort nicht äußert sagt viel, wenn man dann sieht wie er sich etwas später über einen ganz normalen Satz echauffiert. Witzfigur, hast Du Dich nun auch beim Kicker beschwert, über die angebliche Herabwürdigung einer Spielerin?

    Herzlichen Dank an Maren Meinert für die geleistete Arbeit und die vielen Erfolge! Alles Gute für die nächste Tätigkeit, wo auch immer das sein wird!

    Viel Erfolg und das manchmal notwendige Glück für das Finale in wenigen Stunden an das ganze Team (incl. Melissa Kössler, für Witzfigur muss ich das anscheinend dabei schreiben). Daumen werden gedrückt!
    Holt das Ding und dann feiert den Titel und den Abschied!

  3. @Bernd
    Es reicht, wenn Du für Dich den „Kicker“ als Organ zum Nachplappern und damit als Alibi nutzt!
    Von irgendwoher müssen ja letztlich Deine FF-Weisheiten herstammen und vielleicht wirst Du ja mal Herausgeber von „11 Freundinnen“ als Ansammlung/Anhäufung von Plagiaten.
    Na ja, meine Erwartungshaltung auf eine gescheite Antwort von Dir zu meiner dezidierte Mängelauflistung am Beispiel von MM (Marie Müller) hatte sich von vornherein in Grenzen gehalten.
    Selbst auf meine Zweifel, dass Du das Abend-HF überhaupt komplett gesehen hast, gehst Du nicht ein. Zur Leistung der franz. U19 ebenfalls kein Wort von Dir. Was soll man da noch schreibend, wo das alles selbsterklärend ist?
    Hätte ich es für notwendig erachtet, detaillierter auf das Unentschieden gegen Spanien einzugehen, hätte ich in erster Linie Deine vorherigen Aussagen hier als ziemlich spekulativ und im Nachgang als teilweise völlig neben der Realität gelegen hinstellen müssen. Und da diese Aussagen mit (D)einen gewissen herausfordernden Unterton explizit an mich gerichtet waren, bin ich auf die von Dir bewußt gesuchte Konfrontation eben nicht eingegangen.
    Weiterhin verstehe ich es absolut nicht, weshalb Du es für notwendig erachtest, in einem weiteren Thread dasselbe Thema abzuhandeln? Aber diese Mehrgleisigkeit ist ja auch nichts Neues bei Dir.

  4. @ Witzfigur
    Du schreibst:
    „…Tore einer Ex-Turbine als „nur noch einzuschieben“ herabgewürdigt“

    „Es reicht, wenn Du für Dich den „Kicker“ als Organ zum Nachplappern und damit als Alibi nutzt!“

    Wenn Du bei Google die von Dir beanstandeten Worte „nur noch einzuschieben“ eingibst, kommst Du auf ungefähr 693000 Ergebnisse.
    Diese Worte sind im Fussball für Situationen wo auf das leere Tor geschossen wird, vollkommen üblich. Daher könnte ich viele Tausende Quellen zum „Nachplappern und als Alibi nutzen“.
    Das brauche ich allerdings überhaupt nicht, da diese Worte nichts „herabwürdigendes“ beinhalten. Es war natürlich auch äußerst einfach, einen Spielbericht in einem Fussballfachmagazin zum U-19-Spiel zu finden, welches die gleichen Worte verwendet hat.
    Ganz nebenbei, beweist Du auch noch, dass Du nicht weißt was ein „Plagiat“ ist! Das ist nämlich keine übliche Redewendung, aber google gerne selbst.
    Dass Du eine Antwort von mir niemals als „gescheit“ bezeichnen würdest ist mir schon klar. Diesen Anspruch habe ich auch nicht!
    Wenn ich auf alle Deine „Zweifel“ und „Aussagen“ eingehen wollte, hätte ich viel zu tun, zumal aus meinen Antworten bei Dir sicherlich neue „Aussagen“ und „Zweifel“ erwachsen würden!
    Zu Deinem letzten Abschnitt habe ich die Empfehlung an Dich, mal nachzuzählen, wie oft Maren Meinert in meinem Beitrag vorgekommen ist und dann mal nachzuzählen, wie oft das in meinem Beitrag der Fall war.
    Habe schon den Eindruck, dass ich in meinem Beitrag Maren Meinert gewürdigt habe. Hingegen kam sie in Deinem Beitrag überhaupt nicht vor!!! Dies zeigt erneut worum es Dir eigentlich geht und das sind leider nicht die Inhalte im jeweiligen thread. Dabei hätte Maren Meinert es durchaus verdient gewürdigt zu werden, jedoch bin ich mir nicht sicher, ob Dir dies gelingen würde. Deine These zu meiner Äußerung zum wichtigen Tor von Melissa Kössler war zumindest eher peinlich als zutreffend! Mit Deiner „Alibi-Theorie“ machst Du es nun keineswegs besser. Einfach mal zuzugeben, dass mein Satz ein völlig normaler war, bei dem Du mal wieder versucht hast ihn irgendwie gegen mich zu verwenden, hätte Dir da weit mehr Punkte eingebracht. Ehrlichkeit währt schließlich am längsten!
    Womit wir wieder bei den unbestreitbaren Erfolgen von Maren Meinert wären. Auf Deine Kritik gegenüber der anderen MM (Marie Müller) bin ich bereits ausfühlich eingegangen und habe Dir beschrieben, warum ich es anders sehe! Nochmal mehr dazu zu schreiben, halte ich nicht für sinnvoll, denn die Möglichkeit Dich mit Argumenten zu überzeugen, schätze ich nicht wirklich hoch ein.

    So, nun wünsche ich Allen ein tolles Finale.
    Wäre jetzt sehr gerne im Stadion und würde mir das Spiel vor Ort anschauen. Auf das die Mädels nach dem Spiel erneut wieder so jubeln können!
    http://www.dfb.de/fileadmin/_processed_/201907/csm_204312-Deutschland_Niederlande_u19_21_1f235f0394.jpg

  5. @ Bernd:
    „Mein Eindruck war und ist, dass MM bei den Spielerinnen für ihre ehrliche, direkte und offene Art sehr geschätzt wird!“

    Das stimmt. Daneben ist M.Meinert aber auch fachlich top! Als die ehemalige Weltfußballerin Nadine Keßler einmal nach dem wichtigsten Trainer ihrer Karriere gefragt wurde, nannte sie Maren Meinert, dabei hat ‚Kessi‘ ja auch unter Silvia Neid, Bernd Schröder und Ralf Kellermann trainiert…

  6. Ooch, da hat der böse DFB doch tatsächlich der Frau Meinert ihr Spielzeug, sprich die Juniorinnen-Natio weg genommen.
    Hat sich Frau Meinert eigentlich mal selbst hinterfragt warum der DFB dies getan hat?

  7. Rudi sagt:
    29. Juli 2019 um 2.42 Uhr Uhr
    Ooch, da hat der böse DFB doch tatsächlich der Frau Meinert ihr Spielzeug, sprich die Juniorinnen-Natio weg genommen.
    Hat sich Frau Meinert eigentlich mal selbst hinterfragt warum der DFB dies getan hat?

    Du kannst es uns sicher erklären…

  8. @ Rudi
    Hast Du Dich „eigentlich mal selbst hinterfragt warum“ Du die Juniorinnen-Natio als Spielzeug von Frau Meinert bezeichnest?

    Man kann unterschiedliche Meinungen zu Trainern haben, aber solche Äußerungen sind rein polemisch und gegenüber einer engagierten Trainerin völlig unangemessen.

    Dass Maren Meinert sich Gedanken zu Ihrer Entlassung gemacht hat, könntest Du beispielsweise dem Interview oben entnehmen. Eventuell haben dem ein oder anderen beim DFB, die klaren Worte von Meinert, welche hier ansonsten so oft gefordert werden, nicht gefallen. Angepasst, was oftmals auch Spielerinnen unterstellt wird, war Maren Meinert sicherlich nicht. Habe selbst gegenüber Maren Meinert eine relativ neutrale Haltung, erkenne aber ihre Arbeit und ihre Erfolge an. Gerne lasse ich mir U-Trainer/innen nennen welche im Mädchenbereich erfolgreicher waren!!! Wenn selbst gegenüber so Jemanden so respektlos, „ihr Spielzeug weggenommen“, geschrieben wird, finde ich das bedauerlich, zumal sich Betroffene selbst gegenüber sowas kaum wehren können. Frag doch mal die Spielerinnen, ob Sie sich als „Spielzeug“ von Maren Meinert gesehen haben. Bin mir sehr sicher, dass Du dann eine passende Antwort bekommst!

  9. Wurde nur der Vertrag von Frau Meinert nicht verlängert oder wurde allen vom Staff der Vertrag nicht verlängert?

  10. @Ritchie ,
    da ich kein Insider beim DFB bin kann ich es nicht erklären, aber die maßgeblichen Leute dort werden sich schon was dabei gedacht haben wenn sie so eine Maßnahme ergreifen.
    @Bernd,
    du verstehst wohl keinen Spaß, oder…? Du schreibst dass Frau Meinert als Nachwuchstrainerin Erfolge vor zu weisen hat, das streite ich ja nicht ab und erkenne ihre Verdienste durchaus an. Wobei du nicht schreibst was du als Erfolge definierst? Wenn du damit Titel meinst, dann ist der letzte Titelgewinn schon 5 Jahre her. Ich weis auch nicht ob du jemals als Trainer oder Verantwortlicher in einem Verein oder Verband gearbeitet hast? Wenn ja, dann müsstest du wissen dass sich irgendwann nach einer sehr langen Zeit die Arbeit als Trainer abgenutzt hat, weil sich in der Trainerarbeit im Laufe der Zeit auch viele Dinge auch ändern. Vielleicht hat man dies beim DFB so gesehen? Das mit dem „Spielzeug weg nehmen“ habe ich bewusst so provokativ geschrieben, weil ich mir ziemlich sicher war dass du darauf antworten wirst und wenn du sowas populistisch nennst, ok, ist deine Meinung welche man nicht teilen muss. Ich hätte gedacht du verstehst was ich mit diesem Satz gemeint habe. Aus dem Interview oben geht auch nicht hervor warum der DFB sie, Frau Meinert, nicht weiter als Trainerin beschäftigt, auch Frau Meinert sagt nur dass sie enttäuscht ist, was ich auch verstehen kann.

  11. Maren Meinert als DFB-U-Trainerin ist nun also Geschichte. Immerhin, mindestens #1 Spiel später als von mir anfangs dieser U19-EM erwartet, jedoch nun ist auch endlich gut: Erneut – wie stets in den letzten #5 Jahren – zum Titelgewinn hat es nicht gereicht.
    Wenn sie auf das vorhandene sog. „Spielermaterial“ verweist, da gehe ich ja absolut konform mit ihr. Aber auch sie war eben nicht in der Lage, herausragende Qualitäten, und dazu zählen eben auch Giulia Gwinn, Sydney Lohmann, Joelle Wedemeyer, Janina Minge, usw. zu Titelgewinnen zu führen. Was unter A. Bernhard regelmäßig gelungen ist – ab der U19 war dann jedoch Tristesse angesagt.
    Insbesondere insoweit bin ich ganz froh über den vom DFB verordneten Führungswechsel – allerdings, meine Erwartungshaltung ist, angesichts des bereits o.g. vorhandenen Spielermaterials, natürlich hoch: Titelgewinne !!

  12. @Rudi: Wenn das für dich ein Spaß ist, sagt das schon was über die Grenzen deines Humors aus. Nein, es ist kein Spaß, Menschen als Spielzeug zu bezeichnen. Warum glauben manche Leute, ihre Unverschämtheiten als Spaß hinstellen zu müssen und dann auch noch andere dafür verantwortlich machen zu dürfen? Und wenn in einem Artikel nichts über irgendwelche Beweggründe zu lesen ist, ja glaubst du denn dann, es stünde dir zu, darüber despektierliche Kommentare zu anderen Menschen abgeben zu können?
    Was soll denn so eine dumme Frage, wie die, ob Frau Meinert sich selbst hinterfragt hat. Wer soll die denn hier beantworten können? Wer eine Frage stellt, sollte das wenigstens da tun, wo er eine Antwort erhalten kann. Aber Hauptsache, du hast mal einen rausgehauen, wie?

  13. @ Rudi
    Entschuldige Rudi, aber da haben wir tatsächlich unterschiedlichen Humor. Im Kontext was Du zu Frau Meinert geschrieben hast, war die Äußerung auch keineswegs als Spaß erkennbar.
    Verstehe nicht was daran lustig sein soll, die Spielerinnen von Maren Meinert als ihr Spielzeug darzustellen. Erfolge definiere ich anscheinend auch anders als Du! Dazu zählen für mich natürlich nicht nur Titelgewinne, sonst gäbe es ja verdammt wenig erfolgreiche Teams. Somit liegt der letzte Erfolg von Maren Meinert und ihrem Team für mich erst einen Tag zurück. Auch das Finale war für mich ein Erfolg, zeigte es doch nach den Erfolgen der U16 beim Nordic Cup, der Europameisterschaft der U17, dass auch die U19 absolut zu den Besten Europas gehört. Zwischen den Erfolgen und der Kritik von einigen Usern an der Jugendarbeit des DFB klaffen Welten. Rudi nenne mir nur eine Trainerin, oder einen Trainer der/die mit den U-Teams(w) mehr Final- oder Halbfinalteilnahmen erreichte.
    Natürlich denkt sich der DFB bei seinen Entscheidungen etwas, aber stimmst Du mit den DFB-Entscheidungen immer überein? Für mich ist der Wechsel auf der Trainerposition übrigens durchaus o.k.
    Das heißt für mich allerdings keineswegs, dass Frau Meinert schlecht gearbeitet hat. Nenne mir doch mal Leute die mit Maren Meinert zusammen gearbeitet haben, egal ob Spielerinnen oder Andere, welche die Trainerin negativ beurteilen? Wenn Du möchtest liefer ich Dir für jede Negativäußerung, so es sie denn überhaupt gibt, mindestens fünf positive Äußerungen zu MM.
    Bin etwas erstaunt, dass Du meinst Frau Meinert soviel besser beurteilen zu können. Bist Du wirklich so nah dran?

  14. @Bernd
    Frage Rudi doch mal, ob er diese Floskel aus dem „Kicker“ hat! 😀
    Vielleicht bist Du ja nicht der einzige Leser dieses Fachblattes, der seine Weisheiten von dort entlehnt?

  15. @Ludwig,
    um Eines hier mal klar zu stellen, mit dem „Spielzeug“ habe ich keineswegs die Menschen, sprich Spielerinnen, gemeint. Ich habe damit die Trainerposition gemeint den sie viele Jahre beim DFB bekleidet hat und das ist schon ein Unterschied. Da hast du mich leider völlig falsch verstanden.
    Wieso ist meine frage dumm und warum soll ich das nicht fragen dürfen, ob sich Frau Meinert selbst hinterfragt hat?

  16. @Bernd,
    bitte lese meine Antwort zu @Ludwig, vielleicht kannst du mich was den Satz mit dem „Spielzeug wegnehmen“ etwas besser verstehen. Du schreibst dass du Erfolge nicht nur an Titel definierst, dann sind wir uns auch da weit gehendst einig, denn ich messe Erfolge auch nicht nur an Titel, sondern z.B. an den spielerischen Qualitäten welche ein Team bzw. Spielerinnen in einem oder mehrere Turniere/Spiele vorweisen können. Mir ist doch auch lieber ich sehe gute Spiele von Mannschaften auch wenn sie dann mal ein Endspiel verlieren, so wie es am Sonntag leider geschehen ist. Und in den Spielerinnen dieser Mannschaft steckt durchaus Potential. Sie sind verdienter Maßen in das Finale gekommen.Ich bin da auch guter Dinge dass wir von der einen oder anderen Spielerin noch viel sehen und hören werden, auch von den Mädels welche noch bei keinem Bundesligaclub spielen. Eine erfolgreichere Trainerin im U19/20 Bereich in Deutschland kann ich dir nicht nennen, da Frau Meinert diese Position die letzten 14 Jahre beim DFB besetzt hat, wie soll das gehen? Warum der DFB den Vertrag mit Frau Meinert nicht verlängert hat weis ich auch nicht und obwohl ich nicht mit Allem einverstanden was die DFB-Funktionäre so manchmal beschließen, wird es schon Gründe geben weshalb der Vertrag mit Frau Meinert nicht verlängert wurde. Ob wir als Fußballfan diese Gründe jemals erfahren werden, ich glaube eher nicht?! Wo habe ich übrigens behauptet dass Frau Meinert schlecht gearbeitet hat? Ja, ich habe sie letztes Jahr wegen dem aus meiner Sicht schwachem Coaching im Finale in der Schweiz massiv kritisiert und ich habe auch kritisiert warum sie im diesjährigen Finale Martinez nicht viel früher bzw. von Anfang an hat spielen lassen. Ich kann und will Frau Meinert auch gar nicht besser, besser als wer eigentlich,beurteilen? Da hast du recht,eben weil ich nicht nah genug dran bin, aber vielleicht bist du es ja? Ich und da bin ich mit Sicherheit hier im Forum nicht allein, gebe meine Stellungnahme auf Grund von Infos, Interviews und Nachrichten welche aus Medien kommen wie z. B. Womensoccer.de!

  17. @ Zaunreiter:
    „Wurde nur der Vertrag von Frau Meinert nicht verlängert oder wurde allen vom Staff der Vertrag nicht verlängert?“

    Wer zählt für dich denn alles zum „Staff“?
    Von Co-Trainerin Bettina Wiegmann ist bekannt, dass sie dem neuen Trainerteam der U19/U20 nicht mehr angehören wird, aber als U15-Trainerin weiterhin für den DFB arbeitet.
    Wie die Zukunft von Torwarttrainerin Silke Rottenberg aussieht, ist mir nicht bekannt. Ursprünglich war sie für alle U-Mannschaften zuständig, doch mittlerweile haben U15, U16 und U17 eigene Torwarttrainer.
    Anders als bei der U17 hat der DFB bei der U19/U20 die komplette Zusammensetzung des neuen Trainerteams noch nicht veröffentlicht.
    Cheftrainerin wird auf jeden Fall Kathrin Peter.

  18. @FFFan:
    Vielen Dank für deine Antwort. Ich hab nach Kathrin Peter mal gegoogelt. Eine ehemalige Bundesliga-Spielerin (Flaesheim-Hillen und Rheine) und… verheiratet mit Ralf Peter!
    Nachtigall, ick hör dir trapsen!
    Da hat die Connection um Bierhoff und Chatzialexiou mal in der Schröder’schen „Wohlfühloase“ um die verdienten Nationalspielerinnen eingegriffen und die Cousinenwirtschaft auf das Notwendigste beschnitten.
    Ballweg wechselt von der U-17 in den Scoutingbereich von TT, deren Nachfolgerin sie dann im kommenden Jahr wird. Na gut, ein bischen dürfen die Uli und ihre Direktorin noch entscheiden, wie die künftigen Talente auszusehen haben.
    Was immer du aussendest, es kommt zurück. Wenigstens ist darauf Verlass.

  19. @Rudi
    Danke für die Klarstellungen!
    Das mit dem Spielzeug habe ich aber immer noch nicht verstanden. Der Beruf ist doch kein Spielzeug. Bei einem Bauer, könnte z.B. der „Trecker“ das Spielzeug sein, aber doch nicht sein Beruf. Was hast Du konkret mit Spielzeug von Frau Meinert gemeint?
    Welcher Trainer oder Trainerin in U-Teams erfolgreicher war, ist bei Nationaltrainern logischerweise international gemeint. Wenn ich die Bundesligatrainer vergleiche, meine ich auch nicht nur die von einem Verein! Bei den U-Teams des DFB bin ich auch nicht nah dran. Habe letztes Jahr bei der U 19-EM zwar mit Spielerinnen sprechen können, aber bin trotzdem weit weg! Gerade weil ich nicht nah dran bin, würde ich mir so eine Kritik an Frau Meinert nicht erlauben, zumal ich noch überhaupt nichts Negatives von Leuten die mit ihr zu tun haben über sie gehört habe! Zudem sprechen die Erfolge klar für Sie! Was mancher Möchtegern-Trainer hier im Forum schreibt ist für mich weniger relevant, zumal es immer Leute gibt die bei Niederlagen z.B. Einwechslungen kritisieren! Hinterher ist jeder schlauer! Nimmt Martinez den Ball einfach mit an der Torhüterin vorbei und schiebt dann ins leere Tor ein, hätte es nur Lob gegeben! Da sie aber die französische Torhüterin anschoss, war der Wechsel angebl. zu spät. Sehr klug, nach dem Spiel ist man immer schlauer. Mache Martinez da keinen Vorwurf, denn es gibt nunmal verschiedene Optionen! Nach einem Elfmeter weiß Jeder welches die bessere Ecke gewesen wäre!
    Hoffe, wenn Du Mal 14 Jahre irgendwo auf der Arbeit Dein bestes gegeben hast, dass Du nicht lesen musst:
    Ooch, jetzt haben sie dem Rudi sein Spielzeug weggenommen.
    Gönne Dir, dass man nach Deinem letzten Arbeitstag dann Deine Leistungen würdigt!

  20. @Witzfigur 22.09 Uhr
    Auch durch Wiederholungen werden dumme Behauptungen nicht wahrer!
    Schon zwei Beiträge von Dir in diesem Threads über Maren Meinert, aber zum Thema kommt von Dir kein einziges Wort!
    Denk Mal drüber nach!

  21. @Bernd 07.57 Uhr
    Zwei Kriterien, welche nicht gerade für Deine Selbstreflektierung/Eigenwahrnehmung sprechen!

  22. Nach 14 Jahren unterliegt jeder Trainer/in gewissen Abnutzungserscheinungen da ist der Schritt des DFB nachvollziehbar wenn man den Vertrag nicht mehr verlängern will.Ob der/die Nachfolger/in erfolgreicher ist wird die Zeit zeigen.

    Diese Konsequenz würde ich mir aber auch noch in den oberen Bereichen des DFB wünschen,nicht nur bei einer Trainerin.

  23. @Bernd,
    ich hatte dich doch gebeten meine Antwort auf den Beitrag von @Ludwig zu lesen. Nun, ich kann dich nicht dazu zwingen das zu tun aber da würdest nachlesen können was ich mit „Spielzeug wegnehmen“ meinte.
    Was deine Frage betrifft ob ich dir erfolgreichere Trainer im U-Bereich als Frau Meinert, international, nennen kann, da muss ich leider passen da mir die Namen dieser Trainer/Innen und ihrer Erfolge nicht geläufig sind.
    Ich kann dir sagen dass auch ich sehr überrascht war als ich die Meldung von der Ablösung Frau Meinert als Trainerin gelesen habe. Ich weis aber auch nicht die Gründe weshalb dies geschehen ist und frage mich ob wir Fans des FF dies jemals erfahren werden?

  24. @ Rudi
    Hatte ich gelesen, aber nicht richtig verstanden.
    Ein Kommentator hat vor kurzem gesagt Maren Meinert wäre die erfolgreichste Trainerin im weiblichen U-Bereich, demnach könnte ich Dir auch keine nennen mit mehr Erfolgen! Wie bereits gesagt, spricht das jedenfalls eher für sie. Die Gründe der Entlassung kenne ich auch nicht, gehen mich evtl. aber auch nichts an.

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