Dzsenifer Marozsán erneut Fußballerin des Jahres

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DFB-Nationalspielerin Dzsenifer Marozsán (Olympique Lyon) ist zum dritten Mal in Folge zur „Fußballerin des Jahres“ gewählt worden.

Dzsenifer Marozsán läuft auf dem Spielfeld
Zum dritten Mal in Folge Fußballerin des Jahres: Dzsenifer Marozsán © imago / Picture Point LE

Erst das Triple, jetzt der Hattrick: Dzsenifer Marozsan fügt ihrer herausragenden Saison mit Olympique Lyon noch einen weiteren Titel hinzu. Zum dritten Mal in Serie entschied die 27-jährige Nationalspielerin die Wahl zur „Fußballerin des Jahres“ für sich, die der kicker seit 1996 unter den Mitgliedern des Verbandes Deutscher Sportjournalisten (VDS) organisiert und durchführt.

Klarer Vorsprung

Marozsán setzte sich mit 159 Punkten deutlich gegenüber Alex Popp (VfL Wolfsburg, 81 Punkte) und Sara Däbritz (FC Bayern München/Paris Saint-Germain, 61 Punkte) durch. Giulia Gwinn (SC Freiburg, 40 Stimmen), die zur besten Nachwuchsspielerin der Frauenfußball-WM in Frankreich gekürt wurde, wurde gemeinsam mit Torhüterin Almuth Schult (VfL Wolfsburg) Vierte.

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Marozsán: „Damit habe ich nicht gerechnet“

„Damit habe ich nicht gerechnet, gerade da ich – wie wir ja alle wissen – aufgrund meiner Krankheit einen schwierigen Start in die Saison hatte“, erklärt Marozsan in der Montagsausgabe des Kicker. Im Sommer konnte die Offensivspielerin wegen einer Lungenembolie mehrere Monate lang nicht spielen. „Der Fußball musste da an zweite Stelle treten. Und jetzt diese Auszeichnung. Es ist wirklich eine riesengroße Ehre. Ich freue mich sehr!“

„Dzseni hat die Mannschaft geführt und wichtige Tore erzielt“

Marozsán wurde in der abgelaufenen Saison mit Olympique Lyon zum dritten Mal in Folge Champions-League-Siegerin, bei der WM in Frankreich konnte sie wegen einer Fußverletzung nur wenige Minuten im Auftaktspiel gegen China und die zweite Halbzeit im Viertelfinale gegen Schweden bestreiten.

„Herausragende Leistungen gebracht“

„Sie hat in der vergangenen Saison bei Olympique Lyon herausragende Leistungen gebracht, speziell in der Champions League“, schreibt Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg in ihrer Würdigung im Kicker. „Dzseni hat die Mannschaft geführt und wichtige Tore erzielt. Sie gehört ohnehin zu den weltbesten Spielerinnen auf den zentralen Positionen im Mittelfeld.“

Fußballerin des Jahres, Ergebnisse

Dzsenifer Marozsán (Olympique Lyon) – 159 Stimmen
Alex Popp (VfL Wolfsburg) – 81
Sara Däbritz (FC Bayern München/Paris Saint-Germain) – 61
Giulia Gwinn (SC Freiburg/FC Bayern München) – 40
Almuth Schult (VfL Wolfsburg) – 40
Ewa Pajor (VfL Wolfsburg) – 26
Lena Goeßling (VfL Wolfsburg) – 11
Pernille Harder (VfL Wolfsburg) – 9
Svenja Huth (1. FFC Turbine Potsdam/VfL Wolfsburg) – 8
Lea Schüller (SGS Essen) – 8
Lena Oberdorf (SGS Essen) – 6
Melanie Leupolz (FC Bayern München) – 5
Lina Magull (FC Bayern München) – 4
Marina Hegering (SGS Essen) – 3
Lisa Schmitz (1. FFC Turbine Potsdam/Montpellier Hérault SC) – 3
Sara Doorsoun (VfL Wolfsburg) – 2
Merle Frohms (SC Freiburg) – 2
Julia Simic (West Ham United) – 2
Carolin Simon (Olympique Lyon) – 2

Je eine Stimme erhielten Klara Bühl (SC Freiburg), Sara Björk Gunnarsdóttir (VfL Wolfsburg), Leonie Maier (FC Bayern München), Anja Mittag (FC Rosengård) und Maximiliane Rall (TSG 1899 Hoffenheim)

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Dussel Duck
Dussel Duck

Jedes Jahr dieselbe Leier. Klar kann Frau Marozsan gut Fußball spielen, aber … es bleibt wohl alles, wie es immer war: Es muss halt eine doitsche Maid erwählet werden. Jawoll!

Rudi
Rudi

Tja, Dussel Duck, da sieht man wieder mal wie viel Ahnungslosigkeit bei sehr vielen sogenannten Sportjournalisten vom Frauenfußball besteht.

Zaunreiter
Zaunreiter

Da wundert es einen keinen, dass z.b. Pernille Harder nur 9 Stimmen bekam oder eine wie Sara Björk sogar nur eine einzige Stimme bekam. Und eine Gwinn bekommt gleich 40 Stimmen. Und Koryphäen wie Nilla Fischer und Caro Hansen gehen ganz leer aus. Das ist doch unglaublich. Da haben die Herren Sportjournalisten mal einen Namen gehört, vielleicht isse auch noch hübsch. Und die kriegt dann ne Stimme, oder auch zwei wie die Spielerin der „Hammers“. Ich hätte so getippt: 1. Ewa Pajor 2. Caro Graham Hansen 3. Sara Björk 4. Nilla Fischer 5. Däbritz oder Harder Huch…das sind ja fast… Weiterlesen »

FFFan
FFFan

„…die Wahl zur „Fußballerin des Jahres“ (…), die der kicker seit 1996 unter den Mitgliedern des Verbandes Deutscher Sportjournalisten (VDS) organisiert und durchführt.“

Wenn mich nicht alles täuscht, gibt es zwar seit 1996 eine Wahl zur Fußballerin des Jahres, aber erst seit 2001 unter ‚Federführung‘ von kicker/VDS.

Fan2
Fan2

@Zaunreiter: Wolfsburg hat in dieser Saison noch weniger erreicht als in der letzten Saison. Die Langeweile-Liga und der Pokal sind mittlerweile halt kein Maßstab mehr.

Marozsan hat als „10“ mittlerweile zum 4. Mal die CL gewinnen, so häufig wie sonst von allen Deutschen nur Pohlers. Wie häufig haben deine fünf die CL zusammen gewonnen? Genau 1x (Fischer). Marozsan ist Dreh- und Angelpunkt.

Harder, Pajor, Gunnarsdottir – alle haben die WM-Quali nicht geschafft, Harder sogar durch eigenes Verschulden. Da kann man keine Preise verteilen.

ajki
ajki

Einerseits… konnte Frau Marozsán krankheitsbedingt nur etwas mehr als eine Halbsaison spielen. Allerdings war das der wettbewerbswichtige Saisonteil, also derjenige bei denen es um Titel geht im Pokal oder CL. Andererseits… hat sie in ihrer Liga erneut mit ihrem Verein die Meisterschaft souverän gewonnen, den Landespokal auch und – höchst souverän – die CL. Sie wird sowohl von ihren Vereinskolleginnen als auch von der Vereinsführung und natürlich den Fans in den allerhöchsten Tönen und ohne jeden Mißklang gelobt – beinahe schon heilig gesprochen. Die frz. Sportjournalisten haben sie ebenfalls schon zur besten Spielerin gekürt (trotz „Halb“saison). Wie soll man mit… Weiterlesen »

Ritchie
Ritchie

Herzlichen Glückwunsch an Dzseni für diesen Titel!

Zaunreiter
Zaunreiter

Ich möchte ja nicht Dzsenifers Fußballkünste abstreiten. Ich hab hier ja oft genug dem Saarbrücker „Weißen Ballett“ gehuldigt…Ich wiederhol mich da gerne, dass da im Schatten einer Göttin eine andere Göttin heranreifte. Ich gönn ihr das auch gerne. Aber unabhängig davon, wird doch die objektive Frage erlaubt sein, ob nicht auch eine Ausländerin, die in der deutschen Fußball-Bundesliga spielt, „Fußballerin des Jahres“ hätte sein können. Wenn Dzsenifer das mehrmals hintereinander in Frankreich gelingt, dann kann das doch auch in Deutschland möglich sein? Die erste Ausländerin im Journalisten-Ranking ist Ewa Pajor. Damit die glänzt, braucht sie Mitspielerin vom Schlage einer Caro… Weiterlesen »

Bernd
Bernd

Q Zaunreiter
Deinem Beitrag stimme ich auch als von Dir ernannten „Troll“ vollkommen zu. Hoffe Du kommst damit klar!?

GG
GG

Dieser Wahlausgang legt schonungslos offen, woran es neben den eklatanten Defiziten im DFB sowie in der sportlichen Leitung der dt. Auswahlmannschaften überdies im dt. Frauenfußball fehlt – Fach- und sachgerechter Sportjournalismus. Dieses Ergebnis reiht sich nahtlos ein in die (berechtigte) Kritik an Fernsehkommentatoren wie B. Schmelzer und/oder Cl. Neumann … wenn diese mitunter bereits unterirdisches Niveau „über die Mattscheibe in die deutschen Wohnzimmer“ senden durften, die VDS-Mitglieder haben es sogar noch zu unterbieten geschafft. Wer kann denn ernsthaft Spielerinnen wie C. Simon, A. Mittag oder J. Simic eine Stimme zuerkennen ? Es ist ja nicht so, das D. Marozsan auch… Weiterlesen »

FFFan
FFFan

@ Zaunreiter:
„Aber unabhängig davon, wird doch die objektive Frage erlaubt sein, ob nicht auch eine Ausländerin, die in der deutschen Fußball-Bundesliga spielt, „Fußballerin des Jahres“ hätte sein können.“

Natürlich wäre das möglich, aber bisher kam es nicht dazu. Bei den Männern hat es über 40 Jahre gedauert, bis dies erstmals der Fall war.

@ GG:
„Wer kann denn ernsthaft Spielerinnen wie C. Simon, A. Mittag oder J. Simic eine Stimme zuerkennen ?“

Spielerinnen, die dem VfL Wolfsburg den Rücken gekehrt haben, eine Stimme „zuzuerkennen“ ist wirklich ein Skandal! Da müssen ganz dringend „Regularien“ her, die das in Zukunft verhindern!

Sebastian
Sebastian

Die Auswahl des Kandidatinnenkreises ist komisch. Sinnvoll wäre entweder „nur deutsche Spielerinnen“ oder „nur Spielerinnen in der Bundesliga“, aber doch keine Vermischung.