Frauen-Bundesliga: SC Freiburg neuer Tabellenführer

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Der SC Freiburg hat am 7. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga mit dem Sieg gegen den bisherigen Spitzenreiter VfL Wolfsburg die Tabellenführung übernommen. Dabei profitierten die Gastgeberinnen allerdings in der Nachspielzeit von einer Fehlentscheidung.

Spielszene vom 1:0-Sieg des SC Freiburg gegen den VfL Wolfsburg
Giulia Gwinn (li.) schoss den SC Freiburg an die Tabellenspitze © imago / foto2press

Der SC Freiburg gewann im Möslestadion vor 1.821 Zuschauern mit 1:0 (1:0). Giulia Gwinn erzielte bereits früh den einzigen Treffer der Partie (8.). Damit übernahm das Team von Trainer Jens Scheuer mit nun 19 Punkten die Tabellenführung vor den Wolfsburgerinnen (16 Punkte).

Gwinn erzielt Siegtreffer

Mit der ersten Chance des Spiels ging Freiburg in Führung: Gwinn nahm einen Pass von Carolin Simon auf, ließ Wolfsburgs Abwehrspielerin Babett Peter schlecht aussehen und netzte zur Führung ein. Wolfsburg kam nach und nach besser in die Partie, Alex Popp hatte Pech bei einem Pfostenschuss (21.).

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Pajors Ausgleichstreffer zu Unrecht aberkannt

Wolfsburg verpasste in der zweiten Halbzeit mehrfach die Gelegenheit zum Ausgleich, Freiburgs Torhüterin Laura Benkarth hielt, was zu halten war. In der Nachspielzeit hatten die Gastgeberinnen jedoch Glück, dass einem regulären Treffer von Ewa Pajor wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung die Anerkennung verweigert wurde.

Scheuer: „Tolle Mentalität gezeigt“

Freiburgs Trainer Jens Scheuer meinte: „Die Mannschaft hat eine tolle Mentalität gezeigt. Am Ende war es eine richtige Abwehrschlacht, aber sie haben alles reingeworfen, sind auf dem Zahnfleisch gegangen und haben sich in die Zweikämpfe gehauen. Man hat gesehen, dass sie unbedingt gewinnen wollten. Laura Benkarth war überragend und wir hatten auch das nötige Glück. Der Tabellenführung messe ich nicht so große Bedeutung zu, es geht vielmehr darum, was die Mannschaft auf den Platz bringt. Auch heute war das überragend. Wir hatten so viele junge Spielerinnen auf dem Feld und bestehen dann gegen so eine Weltauswahl.“

Lerch: „Spiel hätte nicht so ausgehen müssen“

Wolfsburgs Trainer Stephan Lerch meinte: „Speziell in der zweiten Halbzeit waren wir sehr dominant, haben uns zahlreiche Chancen gegen eine wirklich starke Freiburger Mannschaft erspielt. Und doch haben wir es nicht hinbekommen, uns zu belohnen. Wir mussten einem frühen Rückstand hinterherlaufen, danach hatte Freiburg noch Möglichkeiten per Konter, dafür haben wir aber auch den Pfosten getroffen. Spätestens nach dem Wechsel hatten wir die Partie dann komplett im Griff, waren jedoch nicht in der Lage, unsere Überlegenheit in Tore umzumünzen. Es ist wirklich sehr frustrierend, das Spiel hätte so nicht ausgehen müssen.“

Letzte Aktualisierung am 13.11.2019 / * = Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Tja, hat ja scheinbar gut geklappt ;). 15 Minuten gutes Spiel, 1:0 in Führung gegangen, dann hinten reingestellt, die Räume dicht gemacht, und für den Rest eine Laura Benkarth im Tor. Italienisch vom Feinsten ;).
Und mal wieder mit Guilia Gwinn eine 18-jährige mit dem Tor des Tages, mittlerweile auf Platz 2 der Torschützinnenliste.

vikkybummsy
vikkybummsy

…und wenn morgen die anderen Favoriten ihre Spiele gwinnen:-) wird’s an der Tabellenspitze schön kuschelig. Danke Freiburg für ein glückliches 1:0. Danke WOB das die Chancen nicht genutzt wurden.

Detlef
Detlef

Tja, da hat ja wohl doch jemand ganz ordentlich die Werbetrommel gerührt!!! Denn über 1800 Zuschauer sind im Mösle dann doch nicht alltäglich!!! 🙂 Herzlichen Glückwunsch in den Breisgau!!! Natürlich braucht man auch das nötige Quäntchen Glück, um gegen solche Mannschaften wie Wolfsburg am Ende etwas mitnehmen zu können!!! Wenn’s dann aber wieder eine schwache Schiri-Leistung war, die über Sieg oder Remis entschieden hat, ist es halt immer doppelt ärgerlich!!! Schon gegen Potsdam haben die Wölfinnen mehrere Chancen liegenlassen, und so zwei wichtige Punkte eingebüßt!!! Nur der ebenfalls sehr schwachen Chancenverwertung der TURBINEN hatten es die VfL-Spielerinnen zu verdanken, daß… Weiterlesen »

Fan2
Fan2

@Detlef/Markus: Sorry, aber das Tor in der Nachspielzeit war klar Abseits. Beim „Schuss“ war Pajor im Abseits, dass Benkarth am Ball war, ändert die Spielsituation nicht. Pajor stand also zunächst passiv im Abseits, griff dann aber ein, als sie abstaubte. Insofern alles regelkonform.

Dussel Duck
Dussel Duck

Klar kein Abseits
Ich habe mich gerade bei DFB-TV Bild für Bild durch die entscheidende Szene geklickt. In dem Moment, in dem Gunnarsdottir schießt, steht Pajor rechts – und h i n t e r – ihr. Bevor irgendjemand mit mir hier über die Frage „Abseits oder nicht“ diskutieren will, möge er bitte sich den entsprechenden Moment als Standbild anschauen. Da ist leider überhaupt kein Interpretationsspielraum. Man kann das gut sehen, da die Isländerin exakt von der Torraumlinie aus schießt.

Dussel Duck
Dussel Duck

Ups, ich war so in Rage, dass ich gar nicht gesehen habe, dass Herr Juchem mir die Arbeit schon abgenommen hatte. 🙂
Da ich schon mal diese halbe Entschuldigung tippe, gleich noch ein Sexistenspruch fürs Phrasenschwein:
Ich kucke seit Jahrzehnten so ziemlich jedes Frauenfußballspiel, das im Fernsehen läuft, und in der Zeit hat sich bei mir der Eindruck verfestigt, dass Schiedsrichterinnen häufiger als ihre männlichen Kollegen bei Abseitsentscheidungen falschliegen und dass vielen von ihnen schlicht der Mumm fehlt, kurz vor Spielende entscheidende Urteile zu fällen.
/ Frustmodus aus /
Einen schönen Abend noch allerseits. Ich hol mir jetzt erst mal ’nen Eierlikör.

balea
balea

Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass WOB noch 3 Stunden hätte spielen können, ohne ein Tor zu erzielen. Feldüberlegenheit und Ballbesitz ja, aber so richtig zwingend? Nein. Dann gabs auf beiden Seiten vor allem in der Abwehr doch erhebliche Böcke und da muss man Benkarth auch einschliessen. Ähnlich wie Schmitz zeigt sie zZ teils super Paraden, aber dann auch völlig unverständliche Unkonzentriertheiten, Ball nachfassen, ganz schlechtes Abspielen mit dem Fuss etc. Seltsam, das wirkte alles schon mal souveräner. WOB dann zusätzlich noch mit erheblichem Unvermögen im Angriff und so gewinnt Freiburg durch den schönsten und gradlinigsten Angriffszug des ganzen Spiels.… Weiterlesen »

Detlef
Detlef

Nach Ansicht der Bilder auf DFB-TV, sage auch ich, ganz klar ein reguläres Tor!!!
Dafür brauchte ich nicht mal die Zeitlupe!!!

Das ich das noch erleben darf, auch Wolfsburg kann es treffen!!! 😉

Fan
Fan

@Fan2 ,
ja lieber Fan2, es muss schon sehr weh tun wenn man die Regeln im Fussball nicht kennt und noch dazu Fehler beim Zuschauen und hinschauen macht.

Pauline Leon
Pauline Leon

(vielleicht ist das nur wunschdenken) aber endlich mal ein team, das ohne dem stinkendem geld eines z.b. vfl wolfsburg in den taschen, fussball spielen kann und auch weiterhin oben mitspielen wird. hoffentlich schließt sich werder bremen dem trend an. war der sc freiburg schonmal tabellenführerin??
etwas abwechslung tut der sache gut und ärgert sicher den herrn kellermann.. 😀
auch versprechen die leistungen von gwinn, minge, siems, uebach, lührßen, etc etc kommende nationalteams, die absolut wettbewerbsfähig sind. hoffentlich schon nächstes jahr in frankreich. weiterhin viel erfolg und viel gesundheit allen spielerinnen

Zaunreiter
Zaunreiter

Ich hab mir jetzt mal das Spiel als Konserve angeschaut und da frage ich mich und auch euch: Was für eine Art von Fußball wollen wir? Wollen wir Fußball mit ein wenig Körperlichkeit und schnörkellos technischem Fußball oder kämpferischen und dreckigen Fußball, wo frau den Körper einfach gegen ein Leichtgewicht reinstellen kann und dafür nicht bestraft wird? Da gabs bei Wolfsburger Freistössen etliche Rempeleien an der Aufstellungslinie, die von Popp ausgingen, wo ich sagen würde, dafür bekommt sie künftig in jedem Spiel eine gelbe Karte und da wäre das Thema dann vom Tisch. Oder wo Peter einfach den Körper reinstellt… Weiterlesen »

never-rest
never-rest

Glückwunsch an Freiburg.20 gute Minuten zu Beginn haben gereicht, um die Tabellespitze zu erobern. Der Rest war Glück und Unvermögen des Gegners. WOB hat verdient verloren. So was Blindes beim Torabschlusss habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Alleine was C. Hansen an 100 % igen Chancen versemmelt hat geht auf keine Kuhhaut. Während des Spiels schlägt sie gefühlt tausend Haken auf der Größe eines Bierdeckels, aber allein vor der – überigens hervorragenden – Torhüterin Benkrath versagen ihr jedesmal die Nerven, anstatt einmal mit einer kleinen Körpertäuschung oder einem Ausweichmanöver die Torhüterin auszupielen. Aber die Wölfinnen stehen sich im Angriff… Weiterlesen »

Aldur
Aldur

Zaunreiter sagt:
„Dann noch das Nicht-Tor in der Nachspielzeit. Das war keine neue Spielsituation und somit war es Abseits. Ganz einfach.“

Neue Spielsituation oder nicht ist in dem Fall doch völlig irrelevant. Pajor ist nicht vor dem Ball, wie Markus‘ Screenshot oben zeigt, also kann es kein Abseits sein. Ganz einfach.

FFFan
FFFan

@ Zaunreiter:
„Dann noch das Nicht-Tor in der Nachspielzeit. Das war keine neue Spielsituation und somit war es Abseits. Ganz einfach.“

E.Pajor befand sich im maßgeblichen Zeitpunkt hinter dem Ball, kann also nicht im Abseits gewesen sein. Ganz einfach!
(für das Schiedsrichtergespann trotzdem nicht so leicht zu erkennen, denn die haben ja kein ‚Standbild‘ zur Verfügung^^)

enthusio
enthusio

@never-rest:

Ich stimme Deinen Ausführungen voll zu und würde noch ergänzen: Was hat Lara Dickenmann verbrochen, dass sie das ganze Spiel über auf der Bank sitzen muß ? Und was hat Goeßling eigentlich in der Dreierkette zu suchen, wo normalerweise Wedemeyer hingehört, statt im Mittelfeld auf der Bernauer-Position zu spielen ?

Trotzdem war es schon beeindruckend, wie Wolfsburg in der 2. Halbzeit die totale Spielkontrolle übernahm und den Freiburgerinnen aufzeigte, woran sie noch arbeiten müssen, wenn sie zukünftig auf europäischem Niveau mithalten wollen.

Dussel Duck
Dussel Duck

Ich habe mir gerade die FR-WOB-Highlights auf DFB-TV angesehen und musste mir wieder mal von der DFB-Kommentatorin erzählen lassen, das Schiedsrichterinnengespann habe in der entscheidenden Szene „alles richtig gemacht“. Leider überrascht mich solch eine Aussage nicht. Wann hätte jemals ein DFB-Lohnempfänger in einem Bericht zugegeben, dass die Unparteiischen einen Fehler gemacht haben? Ich erwartete ja kein Mitarbeitermobbing, Gott bewahre! Aber niemand ist fehlerfrei – warum hält man es also für nötig, mich kackfrech zu belügen?

Fan2
Fan2

Also ich habe mir jetzt einmal den so „hochqualitativen“ Screenshot von Markus angeschaut. Und ich muss sagen, dass ich darauf weder erkenne, dass Gunnarsdottir von der 5-Meter-Linie schießt, noch, wo Pajors rechtes Bein ist. Sowohl die völlig verzerrende Perspektive, die aber zumindest vermuten lässt, dass Gunnarsdottir klar von außerhalb des 5-Meter-Raums schießt, als auch, dass Benkarth mit ihrem Körper den entscheidenden Ausschnitt vollkommen verdeckt, sodass überhaupt nicht klar ist, wie weit oder wie nah Pajor mit ihrem rechten Bein am 5-Meter-Raum ist, lassen keine eindeutige Aussage darüber treffen, ob Pajor im Abseits stand. In jedem Fall war es sehr, sehr… Weiterlesen »

SCF Klausi
SCF Klausi

Zum Spielverlauf wurde schon alles geschrieben,dem kann ich nur zustimmen.Auch der Ausgleich von Wolfsburg war kein Abseits,das war eine klare Fehlentscheidung und Freiburg hatte dabei sehr viel Glück. Enttäuscht bin ich aber von den Wolfsburgern,die besonders in HZ 2 all ihre Angriffe durch die Mitte starteten wo Freiburg alles dicht gemacht hat.Das Wolfsburger Angriffsspiel war ideenlos,man versuchte nicht über die Außenbahn und mit Geduld das Abwehrbollwerk der Freiburger auseinander zu ziehen sondern schoss mehr aus Verzweiflung durch die Mitte auf Benkarths Tor. Je mehr den Wolfsburgerinnen die Zeit davon lief umso verzweifelter und undurchdachter wurden ihre Angriffsbemühungen und auch umso… Weiterlesen »

Dussel Duck
Dussel Duck

Uff, Fan2, Sie scheinen fest entschlossen, nicht zu sehen, was Sie nun mal nicht sehen wollen. Lassen Sie’s mich trotzdem ein letztes Mal versuchen: Der Screenshot zeigt die Szene offensichtlich, Millisekunden nachdem Gunnarsdottir geschossen hat. Zu diesem Moment befindet sich ihr Standbein weniger als einen Schritt vor der Torraumlinie. Ihr ‚Schussfuß‘ schwebt dabei höchstens einen Fuß vor der Torraumlinie. Gleichzeitig bewegt sich Pajor mit mäßigem Tempo in Richtung Tor. Angesichts ihrer völlig aufrechten Körperhaltung muss sich ihr rechtes Bein annähernd unter ihrem Rumpf befinden (man sieht den Unterschenkel ja auch teilweise). Für die meisten von uns klar ersichtlich befindet sich… Weiterlesen »

Oskar Walter
Oskar Walter

@balea: Die Auffassung, dass die völlig anders als bisher aufgestellte Wolfsburger Mannschaft(allerdings nicht zu deren Vorteil)noch lange hätte spielen können, ohne ein Tor erzielen trifft den Kern der Sache. Sicher hat dies auch Trainer Scheuer erkannt und zur Absicherung noch früh Kim Fellhauer als zusätzliche Abwehrspielerin gebracht. Trotzdem war es schade, dass Freiburg in der 2. Halbzeit nach vorne überhaupt nichts mehr gemacht hat, obwohl sie in den ersten 30. Minuten die Wolfsburger Abwehr schulmäßig ausgespielt haben.Die Schiedsrichterin war bei zweifelhaften Entscheidungen bei ihren Entscheidungen eher Wolfsburg zugetan; beim nicht anerkannten regulären Tor hat allerdings Freiburg profitiert.So beschränkte sich das… Weiterlesen »