Frauen-Bundesliga: Punkteteilung im Klassiker

Von am 30. Oktober 2017 – 21.26 Uhr 29 Kommentare

Zum Abschluss des 6. Spieltags der Frauenfußball-Bundesliga hat der 1. FFC Turbine Potsdam durch ein Remis gegen den 1. FFC Frankfurt weiter Boden auf die Spitze verloren.

Spielszene zwischen dem 1. FFC Turbine Potsdam und dem 1. FFC Frankfurt

Turbine-Nationalspielerin Tabea Kemme (li.) im Duell mit Marith Prießen © imago / Eberhard Thonfeld

Beim 1:1 (1:1) vor 1.643 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion brachte Svenja Huth die Gastgeberinnen in Führung (22.), nachdem Turbine zuvor nach einem Foul an Huth noch ein klarer Elfmeter verweigert worden war. Doch den Frankfurterinnen gelang in der auf mäßigem Niveau stehenden Partie schnell durch Ana Maria Crnogorčević der Ausgleich (30.).

Frankfurt hält Potsdam auf Distanz

Der 1. FFC Frankfurt liegt mit 13 Punkten auf Tabellenplatz 4, der 1. FFC Turbine Potsdam verharrt auf Platz 6. Am kommenden Spieltag geht es für Potsdam am Sonntag, 5. November zur SGS Essen, die Frankfurterinnen bestreiten ein Heimspiel gegen den SV Werder Bremen.

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

29 Kommentare »

  • balea sagt:

    Vielleicht sollte Turbine mal ein paar Spielerinnen aus dem 2. Team in den Sturm der 1. befördern: Kulis, Kössler, Linder und co ballern da zZ alles weg. 5 Spiele, 5 Siege, 27:4 Tore.

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  • Katerli sagt:

    die erste und die zweite Bundesliga vergleichen ist wie Riesen und Zwerge vergleichen. Und dass Kössler vorsichtig aufgebaut wird ist m.E. sehr richtig (hat sich bei Siems auch deutlich gezeigt). Warum Kulis gar nicht mehr für die Erste und insbesonder Lindner selten spielen verstehe ich allerdings auch nicht

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  • FrankE sagt:

    Die Spiele gegen Bremen und am Montag gegen Frankfurt habe ich sowohl live im Stadion als auch, hinterher, im TV gesehen. Der Eindruck könnte kaum unterschiedlicher sein. Beide Spiele wirkten im Stadion ziemlich furchtbar, am TV aber relativierte sich dieser Eindruck. Da kam bei mir die Frage nach dem Warum auf. Im Stadion wird mittlerweile fast jeder Fehlpass mit einem lauten Aufstöhnen quittiert, jeder nicht abgeschlossene Angriff führt sofort zu den Rufen: „Warum spielt sie nicht schneller, warum spielt sie ruhiger, warum spielt sie nicht ab, warum schießt sie nicht selbst!“ Egal bei welcher Aktion, so mancher weiß genau wie man es hätte machen müssen. Vor allem wissen diese Leute HINTERHER genau wie man es hätte machen müssen. Mal ganz abgesehen davon, dass dieses ewige Gemotze nervt und man sich das Spiel selbst miesquatscht, ohne diese Zwischenrufe realisiert man plötzlich, dass so manches eben doch klappt und gewinnt einen ganz anderen Spieleindruck. Ich würde mir wünschen, dass so mancher sich mal überlegt was er im Laufe eins Spiels so auf den Rasen und damit den Mädels an den Kopf brüllt. Auch der angelegte Maßstab scheint da nicht zu stimmen. Allein mit dem was ich beim letzten Spieltag an Slapstick in der Männerliga gesehen habe konnte ich meinen Maßstab entspannt relativieren.

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  • Detlef sagt:

    @Katerli,
    Natürlich sind die Gegner in der Zweiten Liga viel schwächer als in der Ersten!!!
    Trotzdem ist der Gedankengang von balea nicht von der Hand zu weisen!!!

    Die Spielerinnen unserer Zweiten strotzen gerade nur so vor Selbstvertrauen, was nach den letzten Ergebnissen kein Wunder ist!!!
    Ganz anders einige Spielerinnen im Erstligateam, die seit geraumer Zeit von Angst und Selbstzweifeln geplagt werden!!!
    Sie wurden hier auch zT schon genannt!!!

    ESE AIGBOGUN ist eigentlich eine „Waffe“!!!
    Ihre Geschwindigkeit ist fast so groß wie die von SVENJA, und sie hat durchaus auch technische Fähigkeiten, und kann auch gute Pässe und Flanken schlagen!!!
    Aber diese „Waffe“ ist stumpf und verrostet, weil die Schweizerin überhaupt kein Selbstvertrauen hat, ja sogar Angst vor dem Ball, und Angst vor jedem Zeweikampf!!!

    Ähnlich ist es bei FELI RAUCH!!!
    Auch sie zeigt in jeder Aktion, daß sie sich ihrer Mittel überhaupt nicht mehr sicher ist!!!
    Zudem hat sie ihre Schnelligkeit völlig eingebüßt, und auch ihre Unbekümmertheit verloren!!!
    Bei ihr bin ich mir nicht sicher, ob dieser Leistungsverlust nur mental bedingt ist!!!

    Ich bin kein Trainer!!!
    Aber meiner Meinung nach ist es für beide Spielerinnen im Moment eine „Strafe“ in der Ersten spielen zu müssen!!!
    Jeder Fehlpass, jede schlechte Aktion zieht sie weiter nach unten!!!
    Also warum läßt man sie nicht (nach der vorgeschriebenen Pause) in der Zweiten wieder Selbstvertrauen tanken???
    In einem Team, das gerade auf einer Erfolgswelle surft, sollte das relativ schnell passieren, sodaß sie vielleicht zur Rückrunde schon wieder hochgezogen werden könnten!!!

    Andererseits haben KULIS, LINDNER und PRASNIKAR durchaus Erstligaerfahrung, und auch die nötige Stärke dafür!!!
    Bei MELISSA KÖSSLER sieht das natürlich noch etwas anders aus!!! Aber auch ihr würde ich zutrauen, mit jugendlicher Unbekümmertheit, ähnlich wie SIEMS und CHMIELINSKI, in Liga Eins schon eine gute Figur zu machen!!!
    Das Mädel hat Torinstikt, auch wenn ihre Spielweise oft etwas „altbacken und unkonventionell“ wirkt!!!
    Für die letzten 10-20 min könnte ich mir ihren Einsatz durchaus vorstellen!!!

    Und wie gesagt, die Mädels haben gehörig Selbstvertrauen getankt, und hätten eine Situation, wie der schwache Schuß von FELI RAUCH, der haargenau ihr momentanes Nervenkostüm abbildet, ganz sicher zielstrebiger gelöst!!! 🙂

    Von dem her, wir könnten nur gewinnen von so einem „Selbstvertrauenstransfer“!!!

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  • GG sagt:

    Ich habe die TV-Übertragung nur während der 1. Hälfte – und eher sporadisch – verfolgt. Deshalb meine Nachfrage:
    Kathi „Julia“ Hendrich – die Nr. 4 der Frankfurterinnen – war aber nicht in der Innenverteidigung aufgeboten, oder ?
    Nach meiner Wahrnehmung haben diese Laura Störzel (Nr. 20) und Marith Prießen (Nr. 13) besetzt, flankiert von Nr. 16 (Hechler) und Nr. 3 (Sandvej). Julia habe ich eigentlich nur im -offensiven- rechten MF vor Augen.
    Liege ich insoweit richtig ?
    Und was soll ich dann von den Ansagen der TV-Kommentatoren der jüngsten N11-Spiele halten, Julia werde im Verein als rechte IV „aufgebaut“ ??

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  • adipreissler sagt:

    Da muß der Kommentator Frankfurt mit der Nationalmannschaft verwechseln. Hendrich hat in Potsdam versucht, Rechtsaußen zu spielen (im 4-3-3). Nach der Auswechslung von Hechler ist sie auf deren Position hinten rechts zurückgezogen werden. IV spielt sie höchst selten in Frankfurt.

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  • FFFan sagt:

    @ GG:
    „Und was soll ich dann von den Ansagen der TV-Kommentatoren der jüngsten N11-Spiele halten, Julia werde im Verein als rechte IV „aufgebaut“ ??“

    War wohl von M.Ross mal so ‚angedacht‘. Inzwischen hat in Frankfurt aber ein anderer Trainer das Sagen…

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  • Zaunreiter sagt:

    In der Online-Ausgabe des ND finden sich noch zwei Artikel zu Turbine. Einen zum Klassiker gegen Frankfurt

    https://www.neues-deutschland.de/artikel/1068633.potsdams-alte-probleme.html

    Und einen Artikel zu einem Film über Turbine:

    https://www.neues-deutschland.de/artikel/1068377.turbine-potsdam-die-mannschaft-ist-der-star.html

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  • O. Christ sagt:

    @GG: Der Rufname ist m.W. Kathy, warum also mit dem zweiten Vornamen operieren?

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