Frauen-Bundesliga: So lief der 6. Spieltag

Von am 29. Oktober 2017 – 17.39 Uhr 22 Kommentare

Tabellenführer VfL Wolfsburg musste am 6. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga hart kämpfen, ehe der Sieg gegen Aufsteiger Werder Bremen unter Dach und Fach war. Noch spannender machte es gar der SC Freiburg.

Der VfL Wolfsburg jubelt über den späten Erfolg gegen den SV Werder Bremen

Enttäuschung bei Werder Bremens Kapitänin Marie-Louise Eta, später Jubel beim VfL Wolfsburg © imago / foto2press

Meister VfL Wolfsburg hat mit einem hart erkämpften 3:2 (1:0)-Sieg gegen Werder Bremen die Tabellenspitze verteidigt.

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Aufsteiger Bremen muckt auf

Tessa Wullaert sorgte vor 1.202 Zuschauern im AOK-Stadion für die Halbzeitführung, doch dann lief es für den Favoriten alles andere als planmäßig. Lina Hausicke gelang für die Hanseatinnen der Ausgleich (49.), Pernille Harder sorgte umgehend wieder für die Führung der Gastgeberinnen (51.).

Harder erlöst den VfL Wolfsburg

Doch Bremen schlug erneut zu, Hausicke gelang mit ihrem zweiten Treffer der neuerliche Ausgleich (55.). Die Wolfsburgerinnen hatten dann aber doch das glücklichere Ende für sich, Harder sorgte in der Schlussphase mit ihrem zweiten Treffer und einem Heber doch noch für den standesgemäßen Erfolg (82.).

Kayikci sorgt für Freiburgs Last-Minute-Sieg

Mehr Mühe als erwartet hatte auch der SC Freiburg, um im badischen Derby die TSG 1899 Hoffenheim mit 2:1 (1:0) nieder zu ringen. Die nur 501 Zuschauer im Möslestadion sahen fast mit dem Pausenpfiff die Führung von Giulia Gwinn (45.). Fabienne Dongus glich für die Gäste aus (60.). Als alles schon nach einer Punkteteilung aussah, schlug Hasret Kayikci zu und machte mit ihrem Last-Minute-Tor doch noch den Erfolg perfekt (90.+2).

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Scheuer: „Ein Hauch von Überheblichkeit“

Freiburgs Trainer Jens Scheuer ging mit seiner Mannschaft trotz des Erfolgs hart ins Gericht. „Wir haben heute gegen eine gute Hoffenheimer Mannschaft glücklich gewonnen. Teilweise lag ein Hauch von Überheblichkeit auf dem Platz. Am Ende nehmen wir den Sieg natürlich gerne mit. Es zeichnet eine gute Mannschaft aus, dass sie auch sehr schlechte Spiele gewinnen kann.“

Bayern München siegt locker

Der FC Bayern München kam vor 440 Zuschauern im Ernst-Abbe-Sportfeld zu einem souveränen 5:0 (2:0)-Sieg beim FF USV Jena. Ein Eigentor von Jena-Kapitänin Susann Utes (6.) sowie ein Tor von Mandy Islacker (8.) ebneten früh den Weg zum Sieg. In der zweiten Halbzeit legten Fridolina Rolfö (48.), Lucie Voňková (58.) und Simone Laudehr per Foulelfmeter nach (85.).

Essen gewinnt Revierderby

Für den MSV Duisburg setzte es bei der 1:2 (0:0)-Niederlage im Revierderby gegen die SGS Essen die sechste Niederlage mit einem Tor Differenz im sechsten Saisonspiel. Marina Hegering brachte die Gäste vor 600 Zuschauern im PCC-Stadion von Homberg in Führung (48.), Jacqueline Klasen erzielte den zweiten Essener Treffer (63.). Duisburg gelang durch Kathleen Radtke nur noch der Anschlusstreffer (84.).

Erster Heimsieg für den SC Sand

Der SC Sand feierte vor 478 Zuschauern im Orsay-Stadion von Willstädt gegen den 1. FC Köln beim 3:0 (1:0) den ersten Heimsieg. Nina Burger gelang die frühe Führung (6.), doch es dauerte bis kurz vor Schluss ehe Anne van Bonn (89.) und erneut Burger (90.+2) für klare Verhältnisse sorgten.

Klassiker Potsdam gegen Frankfurt am Montag

Zum Abschluss des 6. Spieltags der Frauenfußball-Bundesliga treffen am Montag, 30. Oktober, 18 Uhr (SPORT1, DFB-TV und TELEKOM SPORT live) im Klassiker der 1. FFC Turbine Potsdam und der 1. FFC Frankfurt aufeinander.

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

22 Kommentare »

  • exLev sagt:

    Hat Doorsoun in dieser Spielzeit für Essen denn überhaupt im linken Mittelfeld gespielt?
    Ramona Petzelberger wünsche ich sehr dass sie bald wieder eingreifen kann,Alternativen sind immer gut wenn man sie hat.

    (1)
  • enthusio sagt:

    @exLev:

    Nein, hat sie nicht. Sie würde aber auf dieser Position mehr bewirken als in der Innenverteidigung. Das hat sie ja in der letzten Saison bewiesen.

    (1)

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