Frauen-Bundesliga: So lief der 6. Spieltag

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Tabellenführer VfL Wolfsburg musste am 6. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga hart kämpfen, ehe der Sieg gegen Aufsteiger Werder Bremen unter Dach und Fach war. Noch spannender machte es gar der SC Freiburg.

Der VfL Wolfsburg jubelt über den späten Erfolg gegen den SV Werder Bremen
Enttäuschung bei Werder Bremens Kapitänin Marie-Louise Eta, später Jubel beim VfL Wolfsburg © imago / foto2press

Meister VfL Wolfsburg hat mit einem hart erkämpften 3:2 (1:0)-Sieg gegen Werder Bremen die Tabellenspitze verteidigt.

Aufsteiger Bremen muckt auf

Tessa Wullaert sorgte vor 1.202 Zuschauern im AOK-Stadion für die Halbzeitführung, doch dann lief es für den Favoriten alles andere als planmäßig. Lina Hausicke gelang für die Hanseatinnen der Ausgleich (49.), Pernille Harder sorgte umgehend wieder für die Führung der Gastgeberinnen (51.).

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Harder erlöst den VfL Wolfsburg

Doch Bremen schlug erneut zu, Hausicke gelang mit ihrem zweiten Treffer der neuerliche Ausgleich (55.). Die Wolfsburgerinnen hatten dann aber doch das glücklichere Ende für sich, Harder sorgte in der Schlussphase mit ihrem zweiten Treffer und einem Heber doch noch für den standesgemäßen Erfolg (82.).

Kayikci sorgt für Freiburgs Last-Minute-Sieg

Mehr Mühe als erwartet hatte auch der SC Freiburg, um im badischen Derby die TSG 1899 Hoffenheim mit 2:1 (1:0) nieder zu ringen. Die nur 501 Zuschauer im Möslestadion sahen fast mit dem Pausenpfiff die Führung von Giulia Gwinn (45.). Fabienne Dongus glich für die Gäste aus (60.). Als alles schon nach einer Punkteteilung aussah, schlug Hasret Kayikci zu und machte mit ihrem Last-Minute-Tor doch noch den Erfolg perfekt (90.+2).

Scheuer: „Ein Hauch von Überheblichkeit“

Freiburgs Trainer Jens Scheuer ging mit seiner Mannschaft trotz des Erfolgs hart ins Gericht. „Wir haben heute gegen eine gute Hoffenheimer Mannschaft glücklich gewonnen. Teilweise lag ein Hauch von Überheblichkeit auf dem Platz. Am Ende nehmen wir den Sieg natürlich gerne mit. Es zeichnet eine gute Mannschaft aus, dass sie auch sehr schlechte Spiele gewinnen kann.“

Bayern München siegt locker

Der FC Bayern München kam vor 440 Zuschauern im Ernst-Abbe-Sportfeld zu einem souveränen 5:0 (2:0)-Sieg beim FF USV Jena. Ein Eigentor von Jena-Kapitänin Susann Utes (6.) sowie ein Tor von Mandy Islacker (8.) ebneten früh den Weg zum Sieg. In der zweiten Halbzeit legten Fridolina Rolfö (48.), Lucie Voňková (58.) und Simone Laudehr per Foulelfmeter nach (85.).

Essen gewinnt Revierderby

Für den MSV Duisburg setzte es bei der 1:2 (0:0)-Niederlage im Revierderby gegen die SGS Essen die sechste Niederlage mit einem Tor Differenz im sechsten Saisonspiel. Marina Hegering brachte die Gäste vor 600 Zuschauern im PCC-Stadion von Homberg in Führung (48.), Jacqueline Klasen erzielte den zweiten Essener Treffer (63.). Duisburg gelang durch Kathleen Radtke nur noch der Anschlusstreffer (84.).

Erster Heimsieg für den SC Sand

Der SC Sand feierte vor 478 Zuschauern im Orsay-Stadion von Willstädt gegen den 1. FC Köln beim 3:0 (1:0) den ersten Heimsieg. Nina Burger gelang die frühe Führung (6.), doch es dauerte bis kurz vor Schluss ehe Anne van Bonn (89.) und erneut Burger (90.+2) für klare Verhältnisse sorgten.

Klassiker Potsdam gegen Frankfurt am Montag

Zum Abschluss des 6. Spieltags der Frauenfußball-Bundesliga treffen am Montag, 30. Oktober, 18 Uhr (SPORT1, DFB-TV und TELEKOM SPORT live) im Klassiker der 1. FFC Turbine Potsdam und der 1. FFC Frankfurt aufeinander.

Letzte Aktualisierung am 18.11.2019 / * = Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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bale
bale

oh mann ihr Werder Frauen,hätte euch so einen Punkt gegönnt.

Fan2
Fan2

War vorher schon klar, dass es schwer werden würde für Wolfsburg. Nachdem sich Freiburg und Potsdam bereits sehr schwer getan haben, war auch von Wolfsburg, die aktuell nicht besser als diese beiden Teams sind, nicht zu erwarten, dass sie sich leichter tun. Am Ende war es dann mal wieder die Dänin Pernille Harder – wer auch sonst, muss man mittlerweile bei Wolfsburg fragen. Gäbe es sie nicht, die Mannschaft würde wohl zwei-drei Klassen schlechter spielen. Nicht auszudenken, was wäre, wenn sie mal ausfällt. Freiburg hat heute mal eins von seinen schlechteren Spielen abgeliefert, vor allen Dingen aufgrund der Chancenverwertung. Dafür… Weiterlesen »

OrbisJack
OrbisJack

Mein Gott…diesen Zuschauerzahlen. Kommt mir schlimmer heute als vor 5 Jahren. Ist es jerzt wirklich nur ein ‚Warm Halten‘ Liga für Wolfsburg zwischen die Champions League Runden? Nicht mal 500 bei die andere ‚Riese‘.

exLev
exLev

M.Hegering ist inzwischen der ruhende Pol in der Essener Abwehr.
Das wundert mich nicht da sie alle Fähigkeiten dazu mitbringt,Gesundheit voraus gesetzt.
Irgendwann eine Option für die Natio !

vikkybummsy
vikkybummsy

Ich denke die schwindenten Zuschauerzahlen sind auch ein stückweit Abbildung der gezeigten Leistung in den Spielen der Nationalmanschaft. Wieso sollte der unentschlossene Neuzuschauer auch nur ein bisjen animiert werden ins Stadion zu gehen, wenn schon die NM vor Millionenpublikum am TV-Gerät keine oder desolate Leistung anbietet. Bin mal gespannt auf das Spiel heute abend und die „Zuschauermassen“ beim Flutlichtklassiker in Potsdam anbetracht der TV und Internet- Übertragung auf 3 !!! Kanälen. Eine Zuschauerzahl >1000 wäre schon wünschenswert.

Detlef
Detlef

@vikkybummsy, Kann schon sein, daß der Neuzuschauer nicht, bzw noch nicht differenzieren kann!!! Man kann ihm entgegensetzen, daß in der Buli ja Spielerinnen aus vielen Nationen ihr Geld verdienen!!! Vor allem die schwache Kulisse in Freiburg verstehe ich überhaupt nicht!!! Spielen doch die Breisgauerinnen seit geraumer Zeit einen tollen, sehenswerten Fußball!!! 600 Zuschauer im Ruhrderby sind auch etwas mager, ähm wie viele Essener waren denn darunter? 🤔 Heute Abend sollten die 1800 von letzter Saison schon erreicht werden!!! Da wurde das Spiel ja auf Samstag verschoben, diesmal halt auf Montag!!! Diese Verschiebereien kosten auf jeden Fall Besucher, auch von Seiten… Weiterlesen »

Helmut
Helmut

Witterungsbedingt durfte ich das Spiel in Jena vor dem Fernseher „genießen“. Das was der USV hier abgeliefert hat ist nicht einmal für die 2. Liga tauglich. Selten habe ich Mannschaft gesehen, die so ohne Selbstvertrauen spielen wie der USV. Wenn man noch die finanzielle Situation des Vereins bedenkt ist ein freier Fall in die Bedeutungslosigkeit. Schade Jena! Zu den Besucherzahlen möchte ich auch mal was loswerden. Es muss allen FF-Fans klar werden das ein großer Teil der Besucher, wenn man mal von Potsdam, Wolfsburg und zum Teil Frankfurt absieht, von Laufkundschaft und Familien gebildet werden. Da sind nasse 5Grad und… Weiterlesen »

cujo31
cujo31

@Detlef

Also mindestens 250 aus Essen.
Das „Derby“ aus der Vergangenheit ist es aber schon lange nicht mehr.

never-rest
never-rest

Schade das Altwolf bei WS nicht mehr dabei ist und seine sachkundigen Spielberichte aus WOB postet. Muss aber wohl ein schweres Stück Arbeit für die Wölfinnen gewesen sein, dem Liveticker und den Stimmen nach dem Spiel zu urteilen. Bin doch sehr überrascht, wie gut sich Werder bisher in der AFBL verkauft. Weiter so. Das der SC Freiburg mit Hoffenheim eine schwere Nuss zu knacken bekommt, war dagegen schon eher zu erwarten. Respekt wie die Hoffenheim Ladies die schweren Verletzungen ihrer beiden Spielerinnen bei deren brutalen Zusammenstoß verkraftet haben. Leider wurden Hoffenheim für ihr beherztes Spiel am Ende nicht belohnt. Aber… Weiterlesen »

Fan2
Fan2

Zu den Zuschauerzahlen: @Detlef: Es sollte auch dir nicht entgangen sein, dass nicht nur die Leistungen in der N11, sondern auch die Leistungen in der Bundesliga zuletzt spürbar nachgelassen haben. Anspruch und Wirklichkeit passt da vielfach einfach nicht zusammen. Die Spielerinnen spielen für besseres Geld schlechter, da muss man sich schon fragen, ob da durch die Professionalisierung eine gewisse Selbstgenügsamkeit eingesetzt hat. Dazu kommen natürlich auch die häufigen Personalrotationen bei den Clubs, zudem die wenigen echten Eigengewächse bei Top-Mannschaften. Wo früher eine Bajramaj, eine Okoyina da Mbabi, eine Sarholz, eine Mittag, eine Pohlers, eine Prinz als Eigengewächse der Vereine begeistert… Weiterlesen »

Zaunreiter
Zaunreiter

Selbstgenügsamkeit – eigentlich eine Tugend. Eine gute sogar. Sich selbst genügen. Der sich selbst Genügende findet sich in der japanischen Form des Buddha wieder. Der dickbäuchige, lachende Mönch Hotai hat einen prall gefüllten Sack für Almosen, die er unter den Besitzlosen verteilt. Der, der mit wenig zufrieden ist, besitzt den größten Schatz. Aber im Sport, da ist die Selbstgenügsamkeit für mich keine Tugend. Da finde ich mich mit meiner Meinung bei @Fan2 wieder. Was würden eine Pernille Harder, eine Sara Gunnarsdottir in der deutschen Natio machen? – Zumindest Erstere keinen Streit mit dem Verband führen, denn dann wäre sie ja… Weiterlesen »

scf-fan
scf-fan

Ich habe mir am Wochenende einmal das Spiel der 2. Mannschaft von Freiburg angesehen und musste feststellen ,dass hier die Vereinsführung deutlich zu erkennen gibt, das sie diese Mannschaft nicht in der 2. Liga halten will. Wahrscheinlich aus Reisekostengründen. Anders kann man sich das Leistungsniveau nicht erklären. Waren in der letzten Saison noch ansehnliche Spielzüge, Doppelpässe und Abschlüsse zu sehen , sah man jetzt unbeholfene 17-Jährige, nicht 2. Liga taugliche Spielerinnen, auf dem Platz. Ausnehmen möchte man vielleicht die Spielertrainerin Krüger und Streng (die aber auch schon bessere Leistung gezeigt hat). Das Spiel hätte der SC eigentlich für sich entscheiden… Weiterlesen »

Fan2
Fan2

@scf-fan: Ich kann deine Ernüchterung verstehen. Auf der anderen Seite ist es in diesem Jahr auch besonders schwer, die Mannschaft in der 2. Liga zu halten, weil zur kommenden Saison die Ligenreform kommt und die beiden 2. Ligen vereinigt werden. Insofern könnte der Punkt Reisekosten durchaus ein Faktor sein, die 2. nicht mehr in der 2. Liga halten zu wollen, gerade, weil Freiburg ja eben wirklich in der letzten Ecke von Deutschland liegt und dann in der nächsten Saison vermutlich bis nach Meppen oder sogar bis nach Potsdam fahren müsste; nicht nur mit der 1., sondern auch mit der 2.… Weiterlesen »

Die Mannschaft
Die Mannschaft

Wolfsburg played too offensive, but I was pleased with the introduction of Wedemeyer, good young CB which gives me hope that Wolfsburg’s preparing for the future instead of depening on the aging Fischer/Peter combo.

enthusio
enthusio

Die SGS Essen tat sich vor nur 582 Zuschauern (darunter vielen Essener Fans) gegen in der Offensive äußerst harmlose Duisburgerinnen in der 1. Halbzeit schwer, die dicht gestaffelte Abwehr in Verlegenheit zu bringen. Zwar hatte die äußerst quirlige Nicole Anyomi nach einem Vorstoß über die linke Seite bereits in den ersten Minuten die Führung auf dem Fuß, doch ihr zu lascher Schuss konnte von Lena Nuding ohne Mühe gehalten werden. Glück hatte Duisburg, als Linda Dallmann mit der Hacke eine Vorlage von Feldkamp knapp am linken Pfosten vorbeisetzte. Duisburg erspielte sich in der 1. Halbzeit nur eine echte Torchance, doch… Weiterlesen »

GG
GG

Bericht aus Wolfsburg: Bereits die Mannschaftsaufstellung „versprach“ Unheil, waren doch mit Nilla Fischer und Anna Blässe lediglich #2 etatmäßige Verteidigerinnen aufgeboten. Lena Goeßling im Aufgebot deutete auf eine 3-er Abwehrkette hin … und von mir erwartete #2 Gegentore. Letztlich wurde Lara Dickenmann als LV eingesetzt; scheinbar hatte Noelle Maritz die Reisestrapaze gen Japan noch nicht vollständig verdaut (Lara war nicht nominiert worden und in WOB geblieben). In der Offensive – endlich – die stärkste Formation: Caro Hansen, Ewa Pajor, Tessa Wullaert, PI Harder. Wie sich dann ab Spielbeginn zeigte, sollte auch Alex Popp ihre Wucht offensiv einbringen – wodurch der… Weiterlesen »

bale
bale

danke für die tollen spielberichte,also das ist ärgerlich mit Montag Abend auch für die bayernfans,die doch bei den Auswärtsspielen alarm machen.wer entscheidet das.gerade der frauenfussball,der leider gerade eine zuschauerflaute erlebt kann dies doch nicht gut finden.geht es um geld?grade bei Bayern und vfl???????????

SCF Klausi
SCF Klausi

Ich stimme den Worten von Jens Scheuer zu,dass die Freiburger Frauen gegen Hoffenheim teilweise eine sehr überhebliche Spielweise auf dem Platz zeigten.Dies sah man deutlich am Auftritt von Lina Magull,die öfter mal den Blick zu ihrer besser postierten Mitspielerin verlor und sich in einer Wand von mehreren Hoffenheimerinnen fest gerannt hat und somit den Spielfluss der Freiburger unterband.Im Grunde mag ich Magulls teilweise eingensinniges Spiel,aber gegen Hoffenheim war es dann doch etwas zuviel des Guten. Die Hoffenheimer waren über das gesamte Spiel fast ebenbürtig und ließen sich auch nicht durch die schlimmen Verletzungen ihrer beiden Mitspielerinnen aus dem Konzept bringen.Freiburg… Weiterlesen »

adipreissler
adipreissler

@SCF Klausi
So einfach ist das nicht, mal eben ein paar Spielerinnen aus der 1. Mannschaft in der 2. Mannschaft einsetzen. Bühl und Minge z.B. sind derzeit als Stammspielerinnen von Freiburg I für Freiburg II nicht spielberechtigt. Da muß man sie schon ein paar Wochen oder Monate auf der Bank sitzen lassen, ehe das wieder geht.

Zaunreiter
Zaunreiter

Leben heißt Veränderung. Stillstand bedeutet Rückschritt, während sich andere verändern. Ich möchte nicht in das Gejammer hier mit einstimmen. Wir wollten doch alle mehr Professionalisierung im FF haben. Auf dem Weg dahin gibt es nicht nur Höhen, sondern auch Tiefen. Wenn zu diesen Tiefen gehört, dass die eine oder andere Zweitvertretung eines Bundesligavereines wieder absteigen muss, oder auch Montagsspiele stattfinden, damit auch der FF mehr im Fernsehen gezeigt wird, nehme ich das in Kauf. Nicht in Kauf nehme ich die digitale Armut in Deutschland, wenn ich mit meinem ganzen Geraffel zur Telekom wechseln müsste, nur damit ich auf Telekom-Sports –… Weiterlesen »