Champions League: Wolfsburg deklassiert Atlético, Bayern ausgeschieden

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Mit einem zweistelligen Sieg ist der VfL Wolfsburg furios ins Achtelfinale der UEFA Women´s Champions League gestürmt. Ausgeschieden ist hingegen trotz eines Sieges im Rückspiel der FC Bayern München.

Alex Popp bejubelt mit ihren Teamkolleginnen einen ihrer drei Treffer
Der VfL Wolfsburg zeigte gegen Atlético Madrid eine Galavorstellung © imago / regios24

Der VfL Wolfsburg kam gegen Atlético Madrid nach dem 3:0 im Hinspiel zu einem fulminanten 12:2 (8:1)-Erfolg.

Wolfsburg im Torrausch

Vor 1.753 Zuschauern im AOK-Stadion eröffnete Alex Popp bereits früh den Torreigen (2.). Sara Gunnarsdóttir (8.) und erneut Popp (15., 16.) schraubten das Ergebnis früh in die Höhe. In der Folge trafen Pernille Harder (29., 49.), Lara Dickenmann (33., 44.), Tessa Wullaert (57., 83.) und Caroline Hansen (83.). Jucinara Soares Paz unterlief zudem ein Eigentor (41.). Für die Spanierinnen war Ludmila Da Silva (31.) erfolgreich, zudem traf Joelle Wedemeyer ins eigene Tor (76.).

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Tolle Tore und perfekte Chancenverwertung

Wolfsburgs Trainer Stephan Lerch meinte: „ich freue mich sehr über diese Leistung. Zuletzt hatten wir öfter unsere Chancenverwertung bemängelt. Dass sie auch anders kann, hat die Mannschaft heute wirklich eindrucksvoll gezeigt. Wir haben sehr viel Spielfreude entwickelt und tolle Tore herausgespielt.“

Bayern trotz Sieg ausgeschieden

Dem FC Bayern München gelang im Rückspiel gegen die Chelsea Ladies zwar ein 2:1 (0:0)-Erfolg. Doch die Gäste aus London kamen nach dem 1:0 im Hinspiel aufgrund der Auswärtstorregel weiter. Fran Kirby brachte Chelsea in Führung (60.), doch die Münchenerinnen bewiesen Moral und drehten die Partie durch Treffer von Fridolina Rolfö (76.) und der eingewechselten Lucie Voňková (83.).

Treffer aberkannt, Handspiel nicht gepfiffen

In der turbulenten Schlussphase hatte Bayern Pech, dass ein Handspiel von Millie Bright im Strafraum von der ungarischen Schiedsrichterin Katalin Kulcsár nicht mit einem Elfmeter geahndet wurde und zudem wegen einem Offensivfoul einem dritten Treffer in der Nachspielzeit die Anerkennung verweigert wurde.

Wörle: „In der Offensive nicht konsequent genug“

Bayern-Trainer Thomas Wörle erklärte: „Wir hatten ein bisschen viel Pech über zwei Spiele gegen einen guten Gegner. Und die Entscheidungen in beiden Spielen haben sicherlich dazu beigetragen, dass wir ausgeschieden sind. Wir waren aber auch in beiden Spielen in der Offensive nicht konsequent genug. Es ist jetzt direkt nach dem Spiel schwer einzuordnen. Aber wir sind sicherlich nicht gerade vom Glück geküsst gewesen. Chelsea ist jetzt weiter und sie müssen sich fragen, warum. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, die heute wieder Kampfgeist bewiesen hat.“

Letzte Aktualisierung am 13.11.2019 / * = Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Liza
Liza

Ach Frau Kulcsar…warum bekomme ich immer Bauchschmerzen, wenn ich sehe, dass sie pfeift?? 😀
So sehr es mich als Bayernfan schmerzt, dachte ich doch unzählige Male: selber Schuld. Einfach zu inkonsequent im Angriff gewesen. 🙁

never-rest
never-rest

Wer will WOB diese UWCL-Saison aufhalten, vielleicht OL, aber dann bitte erst im Finale. Die Offensivabteilung der Wölfinnen ist kaum zu (s)toppen mit Popp, Pajor, Dickenmann, Harder, Hansen und Wullaert. Der FCB zahlt dagegen auch diese Saison Lehrgeld. Lospech mit Chelsea und höchst zweifelhafte Entscheidungen des Schiris kommen auch noch dazu. Letztlich hat sich der FCB das Ausscheiden aber selbst zuzuschreiben. Schon im Hinspiel haben die Bayern Ladies lange Zeit viel zu verhalten und im Abschluss nicht konsequent genug agiert. Außerdem fehlt dem FCB eine Spielgestalterin Marke Harder, Magull o.ä. Trotzdem ein gut an zusehendendes und spannendes Spiel. Schade, dass… Weiterlesen »

never-rest
never-rest

Nachtrag: Bei WOB gehört zu den Top-Stürmerinnen natürlich auch noch Jakabfi. Klar können nicht alle gleichzeitig spielen. Aber gerade eine Qualtität in dieser Breite hat in der AFBL schon gar nicht, aber auch international kaum ein Team zu bieten.

bale
bale

so ist fussball,Bayern hat 1 tor alleine erziehlt anderes war Eigentor,ist immer bitter,wenn man ausscheidet,wenn es so knapp ist.bin gespannt auf die Auslosungen und Endspiel in KIEW,hoffe Hütte wird gut besucht .

balea
balea

Wörle: „Chelsea ist jetzt weiter und sie müssen sich fragen, warum.“

So ein jämmerliches Statement. Ich nehme an, es lag in Wahrheit an der zu tief stehenden Sonne…

sam2009
sam2009

In Schönheit gestorben, sozusagen.
Ein gutes Spiel des FC Bayern – bis zur Strafraumgrenze.
Leider zu spät aufgewacht..

Und sicher – auch das ist Fußball, aber die „Liege-
zeiten“ der Spielerinnen von Chelsea fand ich richtig
richtig ärgerlich.

Dr. Robert
Dr. Robert

@balea,

so eine Aussage nach so einem Spiel kann man doch auch mal tolerieren, oder?

Immerhin hat Chelsea in Hin- und Rückspiel von drei eklatanten Schiedsrichterinnen Fehl-Entscheidungen profitiert. Und ist dann nur aufgrund der Auswärtstorregelung weiter gekommen.

Da sollte man auch als Turbine- (und wohl auch Anti-Bayern-) Fan die Größe haben, eine solche Aussage, die dem Frust, der Enttäuschung und wohl auch der berechtigten Wut gegenüber der Schiedsrichterin geschuldet ist, geflissentlich zu ignorieren.

Dussel Duck
Dussel Duck

Im Achtelfinale werden voraussichtlich Wolfsburg, Lyon, Rosengard, Barcelona, Man City, Brescia sowie die beiden Prager Vereine gesetzt sein. Als stärkste mögliche Gegner für WOB verbleiben dann also noch Montpellier und Chelsea.
Montpellier habe ich noch nie gesehen. Allerdings haben sie kürzlich erst zu Hause 0:5 gegen OL verloren. Bei Chelsea bin ich mir eigentlich sicher, dass die nicht das Niveau haben, die CL zu gewinnen.
Obwohl: Wer weiß, was dieses Jahr im Winter passiert? Vielleicht least sich ja irgendein finanzstarker Klub für ein paar Monate die halbe US-Nationalmannschaft zusammen. – Ich finde es in Unding, dass so was möglich ist. Grrrr.

balea
balea

@Dr Robert

Wieso „nur“ aufgrund der Auswärtstorreglung?

„Mal“ könnte man solche Statement tolerieren, aber bei Herrn Wörle hat es doch inzwischen schon fast Methode die Fehler bei anderen, sprich meist bei den Schiris zu suchen. Er war es auch, der letztes Jahr auf die Tribüne verbannt wurde. Nur wenige Trainer sind derart lautstark und „meinungsfroh“ am Spielfeldrand. Nur wenigen Trainern fällt es derart schwer, auch mal Selbstkritik an sich oder dem eigenen Team zu üben.
Wie gesagt, „mal“ kann man drüber wegsehen – aber so schadet er mit seiner Haltung bloss einem: seinem Team.

holly
holly

wenn man selbst zu wenig tore schiesst kommt man eben auch nicht weiter. da nützen auch gefühlte 80 prozent ballbesitz nix.

vielleicht waren die herren präsident und manager auch nur da um sich zu überzeugen das man sein geld lieber in die männermannschaft investieren sollte. von dem oft zitierten festgeldkonto redet herr hoeness ja schon lange nicht mehr.
langfristig wird bayern auch national mit dem team keine titel gewinnen.

Fan2
Fan2

Ich sehe es ähnlich wie holly, dass das Kapitel Bayern erstmal passe ist. Freiburg wird diesen Platz einnehmen. Bayern hat es verpasst, langfristig zu denken und über den eigenen Nachwuchs, der ja ohne Frage Qualität besitzt, ein Team zu formen. Stattdessen werden wie bei Wolfsburg jedes Jahr für teuer Geld Spielerinnen aus dem Ausland geholt, die dann nach 2-3 Jahren wieder weg sind. Deswegen überrascht mich das Aus auch nicht. Wörle ist der Erfolg zu Kopf gestiegen, das zeigt sich jetzt mehr denn je. Allerdings sehe ich es nicht wie @never-rest: Das Achtelfinale dürfte vermutlich noch keine große Hürde für… Weiterlesen »

Jens
Jens

Gibt es irgendwo die Tore von Wolfsburg zu sehen?

adipreissler
adipreissler

Das Spiel von City gegen St. Pölten gibt es live auf der Facebook-Seite von City: https://www.facebook.com/mancitywomen/videos/vb.145679535467968/1536899573012617/?type=3&theater

O. Christ
O. Christ
bale
bale

ich glaube auf der vfl seite,jens.

balea
balea

Nochmal zum Thema Trainerkommentar. Es ist sicher auch für einen Profi schwer, in den ersten Minuten nach einer schweren Niederlage, bei dem man evt auch unglücklich verloren hat, die richtigen Worte zu finden. Mir hat zB das teilweise masslose Draufkloppen auf das eigene Team von einem Bernd Schröder überhaupt nicht gefallen – genausowenig wie das notorische Suchen der Fehler (bzw der Ungerechtigkeiten) bei Anderen eines Wörle. Obwohl mir bei letzterem jetzt das adressieren an den Gegner dann doch übel aufgestossen ist, sowas ist respektlos und er verscherzt sich andersherum auch den Respekt der gegenerischen Mannschaften in der Zukunft. Man sieht… Weiterlesen »

enthusio
enthusio

Bilanz des WCL-Achtelfinales:
Beide dänischen (Bröndby und Hjörring) und beide russischen (Zvezda Perm und Rossiyanka) Vereine sind schon komplett rausgeflogen, ebenso die einzige niederländische (Ajax), österreichische (St. Pölten) und schweizerische (Zürich) Mannschaft.
Federn gelassen haben Deutschland (Bayern), Spanien (Atletico) und Norwegen (Avaldsnes).
Gewinner dieser Runde sind Frankreich, England, Schweden, Italien und Tschechien, die ihre beiden Mannschaften durchbrachten.
Respekt auch vor Island, Litauen und Kasachstan.
Verlierer sind für mich insbesondere Atletico, Bayern, Zürich, Avaldsnes und Rossiyanka.
Gegen wen möchte im Viertelfinale keiner spielen ?
Lyon ? Wolfsburg ? Manchester ?
Falsch, Kazygurt !
Warum wohl ?
Frag nach bei Frankfurt (und aktuell Glasgow) ! 🙂

Dussel Duck
Dussel Duck

Die relative ‚Stärke‘ der italienischen bzw. tschechischen Vereine ist natürlich auch dadurch begründet, dass pro Land so wenige Vereine an der CL teilnehmen dürfen. Wenn dann ein Verein wie Chelsea zweimal hintereinander früh gegen WOB gelost wird, kann der Länderkoeffizient (oder wie immer das heißt, ich meine die Punktzahl, die ein Verein von der UEFA dafür zuerkannt bekommt, dass er eine bestimmte Liga vertritt) nicht steigen – und Chelsea bleibt ungesetzt. Das wird sich aber bald ändern. Ähnlich in Frankreich. Vermutlich wird schon bald die Tatsache, dass man ein französischer Klub ist, ausreichen, um in der Runde der 32 gesetzt… Weiterlesen »

Fan2
Fan2

@DusselDuck: Dass Bayern so schwach ist, liegt weniger an dem fehlenden Geld als daran, was damit gemacht wird. In den letzten Jahren ist in Bayern soviel rotiert worden wie bei keinem anderen Club Deutschlands, ja, Europas. Die Listen von Abgängen und Zugängen sind lang. Das geht an keinem Klub spurlos vorbei. Zudem ist die Durchlässigkeit für die Talente wie bei Wolfsburg gleich 0. Und das, obwohl man eigentlich eine Spitzenjugendarbeit hat. Dafür wird gefühlt halb Holland leer gekauft. Bayern hatte mal die beste Abwehr Deutschlands, mit Abbe, Holstad und Schnaderbeck, zudem Wenninger als Back-up. Alle ziehen gelassen oder ausgemustert. Maier,… Weiterlesen »

Helmut
Helmut

@Dussel Duck

Ich muss dich korrigieren. Der schweizer Meister, dieses mal der Vizemeister, muss durch die Qualifikation und das schon seit Jahren. Was erstaunlich ist das sich drei der elf Qualifikanten durchgesetzt haben. Nämlich die aus Island und aus den „Frauenfußball-Großmächten“ Lithauen und Kazachstan! Das eine deutsche Mannschaft mal in die Qualifikation muss ist sehr unwahrscheinlich. Dazu müsste Deutschland von Platz 1 auf Platz 10 abrutschen. Ich glaube dazu dürfte keine deutsche Manschaft in den nächsten fünf Jahren einen Spiel-Punkt machen. Selbst für ein punktloses ausscheiden im 1/16-Finale gibt es 3 UEFA-Punkte.