WM-Quali: DFB-Elf quält sich zum Sieg

Von am 19. September 2017 – 20.13 Uhr 47 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf hat das WM-Qualifikationsspiel in der Tschechischen Republik knapp gewonnen. Dabei tat sich die DFB-Elf schwerer als erwartet und benötigte ein Eigentor der Tschechinnen, um die Oberhand zu behalten.

Simone Laudehr (re.) im Duell mit Tereza Kožárová

Augen zu und durch: Simone Laudehr (re.) im Duell mit Tereza Kožárová © imago/foto2press

In Ústí nad Labem gewann die Auswahl von Bundestrainerin Steffi Jones zwar verdient mit 1:0 (0:0).

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Sieg dank Eigentor und Benkarth

Doch nur ein Eigentor von Eva Bartoňová (51.) bescherte den DFB-Frauen den Erfolg im zweiten WM-Qualifikationsspiel. In der Schlussphase wäre den Tschechinnen sogar um ein Haar der Ausgleich gelungen, doch DFB-Torhüterin Laura Benkarth war beim Kopfball von Tereza Kožárová auf der Hut (82.).

DFB-Elf verschläft erste halbe Stunde

Bis auf Torhüterin Benkarth bot Jones die Formation auf, die am Samstag gegen Slowenien mit 6:0 gewonnen hatte. Doch vor allem in der ersten halben Stunde lief bei der DFB-Elf wenig zusammen. „Wir haben uns oft schwer getan, hinter die Abwehrkette zu kommen“, so Mittelfeldspielerin Simone Laudehr. Erst danach lief das Kombinationsspiel der DFB-Frauen flüssiger, doch Torchancen erarbeitete sich das Team kaum.

Marozsán-Tor zu Unrecht abgepfiffen

In der zweiten Halbzeit hatte Dzsenifer Marozsán Pech, dass ihr schönes Hackentor wegen einer angeblichen Abseitsstellung die Anerkennung verweigert wurde (69.). Doch insgesamt wussten die DFB-Spielerinnen spielerisch nur selten zu gefallen.

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Zu wenig für den eigenen Anspruch

Bundestrainerin Steffi Jones bilanzierte: „Wir waren zu harmlos und für unseren Anspruch war das zu wenig. Uns hat die Präzision gefehlt und wir haben zu viel mit hohen Bällen gespielt. Dennoch würde ich nicht von einem glücklichen Sieg sprechen, denn wir haben uns schon Torchancen erspielt und auch wenig zugelassen.“

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

47 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    @Didi Dudek,
    Was soll denn das werden???
    Wie alt bist Du eigentlich, sechs oder sieben???
    Wie so ein kleines trotziges Kind, so kann man doch nicht diskutieren!!!

    Ich möchte eigentlich nur Dein „Gefühl“ verstehen, weil es so völlig anders ist als meins!!!
    Woher kommt der ganze Pessimismus???

    Und „Ihr“ sind ja auch nur zwei Leute hier!!!
    Und was Du als „Hexenjagd“ bezeichnet hast, nennt man bei uns Streitkultur!!!
    Scheint in diesem Land immer mehr zu verschwinden!!! 🙁
    Naja, ist ja kein Wunder, wir leben ja auch in einer Konsensgesellschaft, wo alles was auch nur so aussieht wie Kritik gleich mit jammern, hetzen oder gern auch hassen, oder eben mit Hexenjagd bezeichnet wird!!!

    Wenn man die Daumen als Präferenz nimmt, gibt es allerdings noch mehr Schwarzseher wie Dich hier im Blog!!!
    Ich verstehe das nicht, denn mich erfreuen unsere Youngster!!!
    Und ich traue ihnen durchaus auch zu, daß sie mal ganz groß rauskommen werden!!! 🙂

    (-14)
  • Pauline Leon sagt:

    @Dr. Robert: Ich empfehle immer, um paulis leistungen vor gar nicht allzu langer zeit zu beurteilen, das cl endspiel 2016. da hat sie alles geboten, was sie ausmacht und was sie zu einer sehr gefährlichen spielerin macht. im aufbau, in der defensive, am oder im fremden 16er. leider hatte auch frau neid schwierigkeiten sie spielen zu lassen, wenns drauf ankam. ich erwähne auch immer gerne die 5 tore der u20 wm, die sie alle ins leere tor gemacht hat. sowas gabs vorher nicht und auch nachher nie wieder. wer sie nich spielen lässt ist nicht zu helfbar. auch möchte ich melanie leupolz wieder in der n11 aufgestellt sehen. aus ähnlichen gründen.

    (9)
  • Detlef sagt:

    @Schelle & Dr. Robert,
    Natürlich gab und gibt es Ausnahmetalente!!!
    Aber der Weg nach oben ist steinig, und da kann es auch diesen Toptalenten passieren, daß sie als „ewiges Talent“ auch später nicht weiterkommen, oder irgendwann in der Versenkung verschwinden!!!

    Ich erinnere hier an ANNA SARHOLZ, der wohl jeder eine steile Karriere vorrausgesagt hatte!!!
    Wie wir heute wissen kam es völlig anders!!!

    Eine Shelley Thompson wurde damals als jüngste Torschützenkönigin gefeiert, hat es aber nie in die A-Natio geschafft!!!

    Und man darf auch nicht vergessen, eine Birgit Prinz, Maren Meinert, Martina Voss, Inka Grings, usw hatten es damals noch leichter als heutige Talente!!!
    Denn es gab früher noch nicht so viel Konkurrenz wie heute!!!
    Da kam man auch schneller in den Erstligakader, denn es gab ja noch keine echten Profis, und auch nur ganz wenige Ausländerinnen in der Bundesliga!!!

    Da haben es heutige Youngster schon wesentlich schwerer, vor allem bei den Topklubs, überhaupt mal in den Erstligakader zu kommen, oder gar einen Stammplatz zu ergattern!!!

    Auch deshalb hinken Vergleiche mit früheren Stars gewaltig!!!

    Und zum Schluss muß ich noch eins loswerden, an alle die so düstere Aussichten vorhergesagt haben!!!
    Ich erinnere hier noch einmal an die EM in Holland!!!
    Vor allem an die Austria-Girls, die als Neulinge vollkommen ohne Weltklassespielerinnen bis ins Halbfinale vorgestoßen sind, weil sie als Mannschaft aufgetreten sind!!! 🙂

    Und als Gegenbeispiel die Norwegerinnen, die mit Topstars wie HEGERBERG, Hansen, MJELDE, Hjelmseth, Havi mit null Punkten, und null Toren kläglich als Gruppenletzter in der Vorrunde ausgeschieden sind!!!

    Fazit,
    Man braucht keine Superstars um erfolgreich zu sein!!! 😉
    Gut ausgebildete Spielerinnen, die nach Leistung nominiert werden, und zu einer verschworenen Truppe zusammen wachsen dürfen, die können auch Mannschaften mit Superstars besiegen!!! 🙂

    (-6)
  • Schelle sagt:

    @Detlef,

    Du warst es doch, der den Vergleich mit früheren Stars hier ins Spiel gebracht hat.

    Jetzt schreibst Du, daß der Vergleich gewaltig hinkt.

    Dann verzichte doch einfach in Zukunft auf solche Vergleiche (und auf substanzlose Aufzählungen von Namen in Großbuchstaben)

    (16)
  • Dr Robert sagt:

    @Detlef,

    Du solltest Dich mal fragen, auf welchem Altersniveau Du hier diskutierst. Das erinnert mich stark an ein rechthaberisches, überhebliches Sandkastenkind.

    Du bist es doch, der sehr oft eine interessante Diskussionr hier behinderst! Wenn hier – berechtigte – Zweifel am Nachrücken geeigneter jüngerer Spielerinnen in die Nationalmannschaft geäußert werden und zwar mit Argumenten, ist das Abtuen dieser Kommentare mit „Schwarzseher“ und substanzlos einfach nur arrogant, überheblich und Diskurs zerstörend.

    Frank hatte mit ähnlichen Begriffen gearbeitet (was Didi wohl auch nicht mochte – muss er auch nicht),hat das aber mit einem sehr guten Post revidiert. Da konnte man erkennen, daß in seinem ersten Beitrag viel Emotion im Spiel war. Das kann natürlich einmal vorkommen. Wir sind ja alle Menschen und Fans

    Sowas für Dir natürlich nie einfallen. Du hast ja sowieso immer recht….

    (11)
  • Detlef sagt:

    @Schelle,
    Einspruch Euer Ehren!!! 🙂
    Ich habe keinen Vergleich gemacht!!!
    Ich habe lediglich darauf hingewiesen, daß die früheren Topspielerinnen den selben Weg gegangen sind wie die heutige Jugend!!!
    Wie heißt es so schön, „wer lesen kann,…….!!!“ 😉

    (-4)
  • Detlef sagt:

    @Dr Robert,
    Diskutieren heißt auch streiten!!!
    Das haben leider sehr viele Leute verlernt, in dem ganzen Konsensbrei, der uns täglich umgibt!!!
    Also warum streitet Ihr nicht für Eure Ansichten, und mit richtigen Argumenten!!!

    Was heißt es schon, daß eine Tanja Pawolleck nicht schnell genug ist!!!

    Frau Marozsan ist auch nicht der schnellsten Eine, aber trotzdem ist sie eine der genialsten Fusballerinnen auf diesem Planeten!!! 🙂

    Also spielt nicht die beleidigte Leberwurst, sondern argumentiert bitte mit Fakten!!! 😉

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