Wolfsburg lässt es krachen, Bayern souverän

Von am 2. September 2017 – 17.05 Uhr 28 Kommentare

Der VfL Wolfsburg und der FC Bayern München haben gleich am ersten Spieltag der neuen Saison 2017/18 die Muskeln spielen lassen. Der Meister präsentierte sich gegen Hoffenheim in Torlaune, der Vizemeister bot eine abgeklärte Vorstellung in Essen.

Mandy Islacker bejubelt ihren Führungstreffer

Auftakt nach Maß: Torschützin Mandy Islacker bejubelt ihren Führungstreffer @ imago/foto2press

Der VfL Wolfsburg hat die neue Saison 2017/18 unter dem neuen Trainer Stephan Lerch vor 1.522 Zuschauern mit einem klaren 6:0 (2:0)-Sieg gegen die TSG 1899 Hoffenheim eröffnet. „Wir haben etwas gebraucht, das verdiente 1:0 zu erzielen. Allerdings haben wir dann zu günstigen Zeitpunkten das zweite und dritte Tor gemacht, was uns mehr Sicherheit und Stabilität gegeben hat“, so Lerch.

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Harder trifft doppelt

Ewa Pajor (33.) und Caroline Graham Hansen (44.) trafen vor der Pause. In der zweiten Halbzeit war Pernille Harder doppelt (49., 69.) erfolgreich, Stephanie Breitner unterlief ein Eigentor (57.) und die eingewechselte Emily van Egmond machte das halbe Dutzend voll (90.).

Zsanett Jakabfi fehlte wegen einer im Training erlittenen Sprunggelenksverletzung, auch Alex Popp pausierte noch. Nur kurz nach der Wolfsburgr Führung kam Hoffenheim etwas besser in die Partie, Isabella Hartig vergab freistehend (34.).

Auch Vizemeister FC Bayern München kam unter den Augen von Bundestrainerin Steffi Jones vor 2.132 Zuschauern zu einem souveränen 3:0 (1:0)-Erfolg bei der SGS Essen.

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Islacker bringt Bayern auf Kurs

Mandy Islacker (36.) profitierte beim Führungstreffer vom Herauslaufen der Essener Torhüterin Lisa Weiß, Lucie Voňková (61.) mit einem platzierten Schrägschuss und Simone Laudehr (73. Foulelfmeter) nach Foul von Lena Ostermeier an der eingewechselten Dominika Škorvánková machten den Auftaktsieg für abgeklärte Münchenerinnen perfekt.

Essen nach vorn zu mutlos

Die SGS Essen, die ohne die noch gesperrte Sarah Doorsoun auskommen musste, bot über weite Strecken gut Paroli, agierte aber im Spiel nach vorne zu mutlos. Nur bei Standards waren die Gastgeberinnen ansatzweise gefährlich. Ein abgefälschter Freistoß von Geburtstagskind Linda Dallmann (54.) und ein Kopfball von Ina Lehmann (70.) waren die besten Chancen für die Essenerinnen.

Stimmen von Wörle und Kraus

Bayern-Trainer Thomas Wörle meinte: „Es war ein sehr umkämpftes Spiel, aber wir haben verdient gewonnen und auch zum richtigen Zeitpunkt die Tore erzielt.“ Essens Trainer Daniel Kraus erklärte: „Wir haben uns über lange Phasen richtig gut gemacht und bekommen die Gegentore zwei und drei, als der Gegner nicht Spiel bestimmend ist.“

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

28 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    @shane,
    Hätten sie damals schon mitten in in Stadt gespielt, und nicht am Ars… der Welt in Aschheim, wären sicher mehr Leute als momentan gekommen!!! 😉

    (-5)
  • FFFan sagt:

    @ Dussel Duck & Zaunreiter:

    Steffi Jones hat lediglich gesagt, dass die Spielerinnen zu Vereinen wechseln sollten, wo sie auch eine Chance haben zu spielen. Sie hat keine Namen genannt, aber J.Henning und P.Bremer durften sich angesprochen fühlen…

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  • Cali sagt:

    @FFFan

    Aber Jones sprach explizit von den jungen Spielerinnen, aus diesem Rahmen dürfte Josephine Henning mit bald 28 Jahren klar rausfallen. Zumal sich die Bundestrainerin so selber widerspricht, denn schließlich hat sie Josie, auch ohne Spielzeit im Verein, aufgestellt.

    (4)
  • ruhri sagt:

    So, nachdem ich am Samstag den elterlichen Garten (Mutter: Jahrgang 1934, Vater: Jahrgang 1931, Bruder: faule Socke) bearbeiten musste (Rasen mähen) und deshalb nicht im Essener Stadion sein konnte möchte ich hier auch noch meinen Senf dazu geben. Das hatte aber den Vorteil, dass ich das Spiel im WDR-Fernsehen an einem recht großformatigen Bildschirm verfolgen konnte.

    Detlef schreibt:

    „Der Elfer war für mich ein Geschenk von Frau Wozniak!“

    Leider falsch, Detlef! Die Wiederholung von der Torkamera aus zeigte eindeutig, dass Lena Ostermeier der Bayern-Spielerin gegen das Fußgelenk tritt. Außerdem: Keinerlei Reklamationen seitens der Essener Spielerinnen.

    Detlef, Du wirst alt. Schreibst Turid Knaak mit „ck“ und noch schlimmer: „SARAH DOORSOUN“ (mit „H“).

    Vergleiche: Sarah Zadrazil (österr. Fußball-Nationalspielerin)
    Sahra Wagenknecht (deutsche Politikerin)
    Sara Doorsoun (dt. Fußball-Nationalspielerin)
    Sahara (größte Trockenwüste der Erde)

    enthusio sagt:

    „Es fing schon damit an, dass Daniel Kraus eine sehr defensive Aufstellung gewählt und Lea Schüller für mich unverständlicherweise auf der Bank gelassen hat.“

    Also ich habe da so eine Vermutung:

    Lea Schüller laborierte im August mehrere Wochen an einer Muskelverletzung und hatte – ähnlich wie Marina Hegering – wohl noch Trainingsrückstand. Ich schätze mal, dass beide am Samstag gegen Köln in der Startelf stehen. Wie @Cujo31 weter oben richtigerweise schrieb: „Bei Essen stand heute alles auf dem Platz was 100 Prozent fit war.“

    @enthusio: Derlei Dinge erfährt man als Fan, wenn man sich unter der Woche zum Trainingsgelände aufmacht und sich vor Ort informiert.

    (4)
  • FFFan sagt:

    Spielanalyse SGS-Bayern (Quelle: miasanrot.de):

    https://miasanrot.de/frauen-auftaktsieg-sgs-essen/

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  • enthusio sagt:

    @ruhri:
    danke für die Info. Vielleicht kannst Du ja öfter hier einige aktuelle Infos aus Deinen Erkenntnissen vor Ort streuen, so wie es einige Turbine-Fans hier ja auch schon praktizieren. Ich selbst habe aus verschiedenen Gründen nicht die Möglichkeit, „unter der Woche“ nach Essen zu fahren und Trainingseinheiten zu besuchen.

    Bislang war ja die Essener Informationspolitik vor oder nach den Spielen mehr als dürftig. Das scheint sich unter dem neuen Essener Manager Philipp Symanzik geändert zu haben. Zu meiner Überraschung ist gestern Nachmittag ein informativer Vorbericht zum nächsten Spiel am Samstag in Köln veröffentlicht worden:

    https://www.sgs-essen.de/aktuelles-rund-um-die-mannschaften/herausforderung-in-der-domstadt-sgs-essen-reist-beim-ersten-saisonauswaertsspiel-zum-1-fc-koeln.html

    Demnach wird Nicole Anyomi wegen muskulärer Probleme fehlen. Umgekehrt scheint Turid Knaak wieder einsatzfähig zu sein, denn sie ist nicht unter den vier verletzten Spielerinnen (Brüggemann, Nesse, Petzelberger, Anyomi) aufgelistet.

    Interessant ist auch folgende Aussage der Mannschaftsführerin Ina Lehmann:
    „Nichtsdestotrotz gilt es für uns, absolut fokussiert in dieses Spiel zu gehen (…) und unsere Offensivqualitäten, die wir uns in der Vorbereitung erarbeitet haben, umzusetzen.“
    Im Training und in der Vorbereitung scheinen die genannten Offensivqualitäten – anders als im Spiel gegen die Bayern – ja erkennbar gewesen zu sein. Ich bin daher gespannt, wie diese Qualitäten in Köln ohne Anyomi (und ohne eine für Charline Hartmann neuverpflichtete Stürmerin) aussehen werden.

    Wünschenswert wäre jetzt noch, dass es von Vereinsseite auch einen ausführlichen und informativen Nachbericht zu den Spielen geben wird. Bislang hat man diese Aufgabe ausschließlich der Presse (WAZ oder Reviersport) überlassen.

    (2)
  • Markus Juchem sagt:

    @enthusio: Dass wir erstmals aus Essen ein Vorbericht erhalten haben, hat uns auch sehr gefreut. Wir werden das mal weiter beobachten, das bleibt hoffentlich so. Und wir hoffen, dass die Website der SGS Essen noch informativer wird. 😉

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  • adipreissler sagt:

    Der Sprachduktus von Frau Lehmann ist in der Tat sehr interessant. Sie könnte in Frankfurt spielen.

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