Steffi Jones bleibt Bundestrainerin

Von am 9. August 2017 – 17.33 Uhr 31 Kommentare

Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat Bundestrainerin Steffi Jones nach dem Viertelfinal-Aus bei der EM in den Niederlanden das Vertrauen ausgesprochen.

Jones` Vertrag wird bis zur Weltmeisterschaft 2019 in Frankreich verlängert und enthält die Option auf eine weitere Verlängerung bis zu den Olympischen Spielen 2020.

Zweiter Assistenztrainer gesucht

Der Entscheidung waren intensive Gespräche mit DFB-Präsident Reinhard Grindel, der zuständigen DFB-Vizepräsidenten Hannelore Ratzeburg, Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius und der Frauenfußball-Direktorin Heike Ullrich vorausgegangen, in denen Steffi Jones die Abläufe bei der EM analysiert und aufgezeigt hat, welche Lehren und Konsequenzen aus dem frühen Ausscheiden zu ziehen sind. Darüber hinaus soll mit der Besetzung der zweiten Assistenzstelle die Leistungsfähigkeit des Trainerstabes weiter verstärkt werden.

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Grindel: „Jones soll als Bundestrainerin eine zweite Chance bekommen“

DFB-Präsident Reinhard Grindel sagt: „Steffi Jones hat uns in ihrer Analyse vermittelt, dass sie aus der enttäuschenden EM wichtige Erfahrungen mitnimmt und Lehren für ihre künftige Arbeit zieht. Wir sind davon überzeugt, dass sie die sportlichen Konzepte und die Kompetenz hat, um die WM 2019 als nächste große Herausforderung erfolgreich anzugehen. Dass sich die Mannschaft deutlich für ihre Trainerin ausgesprochen hat und dass auch aus der Frauen-Bundesliga viele positive Signale kommen, bestärkt uns in unserer Entscheidung. Steffi Jones hat sich in den vergangenen Jahren als Spielerin und Direktorin große Verdienste um den Frauenfußball erworben. Wir stehen als Präsidium dazu, dass sie in ihrer Rolle als Bundestrainerin eine zweite Chance beim DFB bekommen soll.“

Steffi Jones

Bundestrainerin Steffi Jones darf bis zur WM 2019 weitermachen © Sportsfile

Kontinuität gefragt

DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg erklärt: „Wir haben bei der EM gesehen, dass die Leistungsdichte im internationalen Frauenfußball größer geworden ist. Dass es vor dem Turnier verletzungsbedingte Ausfälle gab und wir durch Rücktritte erfahrener Spielerinnen einen Umbruch haben, soll keine Entschuldigung sein, aber es ist in die Gesamtbewertung eingeflossen. Wir müssen den Prozess der Neuausrichtung in Ruhe kontinuierlich weiter gehen, und wir vertrauen darauf, dass Steffi Jones mit ihrem Stab die richtige Richtung vorgibt.“

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Jones: „Verlorenes Vertrauen zurückgewinnen“

Jones ergänzt: „Ich freue mich sehr über das Vertrauen des Präsidiums, sehe das Votum für mich und mein Team aber gleichzeitig auch als einen klaren Auftrag und eine Verpflichtung, aus den Erfahrungen der EM die richtigen Schlüsse für unsere weitere Arbeit zu ziehen. Für mich war mein erstes Turnier als Bundestrainerin ein lehrreicher Prozess, deshalb werden wir die eine oder andere Anpassung vornehmen. Unser Ziel ist es, die Mannschaft und unser Spielsystem weiterzuentwickeln, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen und wieder erfolgreich zu sein.“

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

31 Kommentare »

  • bale sagt:

    wegen England Männer–häh,die haben doch vor kurzem im nachwuchs Turnieren gewonnen.fand das Niveau der em in holland super,habe viel spielfreude gesehen.vielleicht kann SAHNIGE VAN DER SANDEN unseren Mädels das präzise flanken beibringen und am besten die Leidenschaft auch.schade,das sie in England spielt.

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  • Volker sagt:

    Ich möchte nicht den Eindruck erwecken das der Deutsche Frauenfußball schlecht wäre!
    Gerade diese Europa Meisterschaft hat gezeigt das sich viele außer Nationale Spielerinnen in der deutschen Liga die nötige Reife erworben haben. Es waren mehr als 50 Spielerinnen die in in der Liga sind oder waren. Mal ein Grund für „positive Arroganz“! Die Frage ist: reicht das ? wie sieht die Zukunft aus vor allen in anderen Ländern? Hat der positive Schwung wie in den Niederlanden und Österreich nun einen Einfluss auf die Entwicklung des FF in diesen Ländern oder verflacht er genau so wie in Deutschland nach 2011. War diese Europameisterschaft wirklich ein Wendepunkt oder nur der Tiefpunkt der führenden Nationen? Existenzielle Fragen für die nahe Zukunft.

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  • tomasz87 sagt:

    Ist sehr passende Trainerin zu den Kommentarnivou auf diese Seite. Und also auch zu Intelligenzbombe in dfb. Ist einfach Sympatie pur diese reichste 80 Mio-Leute zu sehen Spielen wie kleine Kinder in Vergleich zu 4-Mio Land Dänemark. Mus man 20mal schlechtere Arbeit können um zu erreichen. Aber sehe sie.Andere haben Trainer die kümmern Mannschaft. Deutsche haben Trainer die kümmern Wasser schippen. Stört aber unintelligente Leute nicht ob Trainer für Spieler oder für Wasser. Nett ist und das wichtigste in Frauenfussball.

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  • FFFan sagt:

    @ Volker:
    „Deutschland ist das Mutterland des Europäischen Frauenfußball[s]…“

    Wie bitte?? Gerade in (West-)Deutschland war Fußball für Frauen länger verboten als in den meisten anderen europäischen Ländern, und auch nach der Aufhebung des Verbots haben fußballspielende Frauen hierzulande viel später Anerkennung gefunden als z.B. in den skandinavischen Nationen.
    Von „Mutterland des Frauenfußballs“ kann also keine Rede sein!

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  • Pauline Leon sagt:

    ich möchte nur sagen, das in deutschlands ligen eine riesige anzahl sehr talentierter spielerinnen spielt, die nur noch zu einem team zusammengesetzt werden müssen… sicher schwer genug.

    als linda dallmann fan möchte ich noch sagen, das zb im spiel gegen dänemark sie oft pässe spielte, die von mitspielerinnen nicht erreicht wurden. weil sie nicht laufen wollten, oder nicht soweit gedacht haben.. und für den sturm würde ich immer pauline bremer setzen. aus den ewig gleichen gründen: dribbel- und zweikampstark, beidfüssig torgefährlich, sehr schnell, übersicht habend und ball fordernd, wie viv vor dem 4:2! und auch sie ist noch sehr jung. also nachsichtswürdig.

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  • OrbisJack sagt:

    Es wird schwierige für Jones als es fűr ihre Vorgänge waren. Frauenfussball ändert sich in Europa und die Deutsche Liga scheint mir das nicht richtig Wahrhaben zu wollen. Alles zu bequemm und ‚wie es war, wird es immer so bleiben‘. Nur 2 Vereine haben die potenziel mitzuhalten, wo in England ist es 4, Frankreich 3, und auch schon in Italien und Spanien (vielleicht auch Holland?!?) kommen Vereine im Spiel die diesen Potenzielle hat. Und komm mir nicht mit die Vergangene uninteresse…die dinge ändern sich und wer hier glaubt die ‚andere‘ 10 AFBL Vereine mit Juve, Barca, Ajax etc in Zukunft mithalten?

    Wenn der DFB reagieren will dann mussen mehr von den grossen Männervereine mitmachen und diese kleine eigentlich noch Amateur Vereine Platz machen. Oder muss Wolfsburg und Bayern auf Ausländischen Talent verzi hten und die heimat den DFB Kader sein.

    (-16)
  • sangokaku sagt:

    Wer von dem leidigen Thema „positive Arroganz“ immer noch nicht genug hat, kann sich ja noch einmal die Highlights der letzten PK reinziehen:

    https://tv.dfb.de/video/highlights-der-pk-mit-steffi-jones/18416/

    Unter anderem empfiehlt sie ihren Spielerinnen, dass sie „einfach an sich glauben müssen“ (3:00min).

    Vielleicht sollte Steffi dies ja ‚einfach‘ selber erst mal vorleben?
    Vielleicht stellt sich dann ja auch eine gewisse Offenheit ein und man ist nicht mehr so anfällig für eine Kritik, die man als „zu sehr schwarz/weiß“ empfindet (1:25min).

    Selbstbewußtsein benötigt ‚einfach‘ keine Spielchen, wie z.B. „positive Arroganz“ …

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  • FrankE sagt:

    Hey Orbis,
    wenn es so furchtbar um die Liga bestellt ist, dass nur zwei Vereine das Potential haben mitzuhalten, wie kommt es dann, dass die Bundesliga mit 61 mit Abstand die meisten Spielerinnen abgestellt hat? Bis auf Frankreich, Russland, England und Spanien hatten die verbleibenden zwölf Teams Spielerinnen unserer bemittleidenswerten Buli in ihren Reihen. Den Meisten hat die EM vor allem gezeigt, dass es eben gerade nicht die gehypten Superstars waren die diese Meisterschaft entschieden haben, es war vor allem Teamleistung die erfogreich war. Reminder: Hegerberg, Hansen…raus in der Vorrunde; Marozsán…raus in Viertelfinale; Blackstenius, Schellin, Aslani…raus im Viertelfinale; LeSommer, Abily, Renard…raus im Viertelfinale; Gunnarsdottir…raus in der Vorrunde; Bachmann, Diekenmann…raus in der Vorrunde; Boquete…nicht mal dabei… Die Liste ließe sich deutlich verlängern. Statt dessen vorne, Teams wie Österreich (ups, fast nur Spielerinnen der ach so abschlaffenden BuLi), Niederlande oder Dänemark, erfolgreich durch Teamspiel.
    Ich war überzeugt, Dein so lautes Schweigen während der EM ging auf Einsicht zurück. Falsch gedacht.

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  • Detlef sagt:

    @Pauline,
    Linda Dallmann ist in Essen hauptsächlich Paßgeberin für Hartmann und Schüller!!!
    Sie probiert es dort nur relativ selten mal mit einem Abschluss!!!
    Auch die ruhenden Bälle sind ihr Ding!!!

    In der Natio spielt sie aber eine viel offensivere Rolle, die ihr scheinbar nicht so sehr liegt!!!
    Eine Knipserin war sie ja noch nie!!!
    Für mich wirkt sie immer etwas verspielt, allerdings durchaus auch mutig und kurz entschlossen!!!
    Vielleicht sollte sie auch mit dem Adler auf der Brust ihre gewohnte Position einnehmen, und eher als Paßgeberin fungieren!!!
    Dies war für mich das größte Manko im deutschen Spiel!!!
    Und für den Fall, daß Frau Marozsan mal einen schlechten Tag erwischt, oder gar ein komplett schlechtes Turnier spielt, sollten wir Alternativen haben!!!

    Bei PAULI BREMER sieht die Sache allerdings anders aus!!!
    Sie hat in Lyon sehr viel von ihrer Qualität eingebüßt!!!
    Gerade in der Offensive, wo sie in Potsdam noch absolute Spitze war, hat sie in Frankreich immer mehr an Power verloren!!!

    Schuld daran ist natürlich ihre zumeist sehr defensive Ausrichtung!!!
    Sie hat zwar schon bei TURBINE sehr viel nach hinten gearbeitet, war dort aber grundsätzlich offensiv ausgerichtet!!!
    In Lyon ist es genau anders herum!!!
    Und so ist sie jetzt nur noch eine mittelmäßige Abwehrspielerin, und leider auch keine Offensivkraft mehr auf Topniveau!!!
    Und so haben sich in Lyon schon längst andere Spielerinnen vor sie gedrängelt, und sie ist dort nicht mehr erste Wahl!!!

    So hat sich die Befürchtung vieler TURBINE-Fans leider bestätigt, daß für sie dieser Wechsel viel zu früh kam!!!
    Sie muß spielen, und zwar in der Offensive!!!
    Wenn sie das in Lyon nicht mehr darf, dann muß sie den Verein unbedingt verlassen!!!
    Sonst findet sie wohl nie mehr den Weg zurück in die Natio!!!
    Denn sie hat noch keine Stammplatzgarantie, wo sie ohne jeglichen Leistungsnachweiß ganz sicher im Kader steht!!!

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  • holly sagt:

    @rogerfehlerer, natürlich kannst du das gerne anders sehen wie ich. kein problem. aber ich denke wir reden hier über deutsche spielerinnen/n11.
    für mich haben in den letzten jahren nur freiburg und essen im spielerischen bereich fortschritte gemacht.
    bei den sogenannten topteams sehe ich keine spielerische entwicklung eher stagnation oder sogar rückschritte siehe bayern münchen.

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  • tomasz87 sagt:

    Frage aus intelligenztest neueste entwurf mensa 2017:
    Wenn spilt eine Mannschaft planloses Gebolze, ist dann erfolgsversprechend zu sagen Mannschaft, nurmehr Zeit brauchen um planloses Gebolze noch besser, imprägnieren zu können.

    (-8)

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