Bayern München für Champions League qualifiziert

Von am 21. Mai 2017 – 16.34 Uhr 30 Kommentare

Am 22. und letzten Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga hat sich der FC Bayern München mit einem späten Sieg gegen die SGS Essen Tabellenplatz 2 und somit die Teilnahme an der UEFA Women´s Champions League gesichert. Die scheidende Torjägerin Vivianne Miedema hinterließ ihrem Verein mit zwei Treffern ein zuckersüßes Abschiedsgeschenk.

Miedema verabschiedet sich mit zwei Treffern

Vor 960 Zuschauern im Grünwalder Stadion dauerte es bis zur 85. Minute, ehe die niederländische Nationalstürmerin Vivianne Miedema die Münchenerinnen erlöste. Kurz darauf sah Essens Sara Doorsoun die Rote Karte (85.), Miedema machte in der Schlussminute den Erfolg gegen nun dezimierte Essenerinnen perfekt (90.).

Turbine Potsdam siegt nach Rückstand

Der 1. FFC Turbine Potsdam kam beim MSV Duisburg vor 711 Zuschauern im PCC-Stadion von Homberg nach Rückstand noch zu einem 2:1 (1:1)-Erfolg. Steffi Weichelt sorgte für die Führung der Gastgeberinnen (29.), Felicitas Rauch glich noch vor der Pause aus (43.). In der zweiten Halbzeit sicherte dann der Treffer der kurz zuvor eingewechselten Laura Lindner Turbine drei Punkte (70.). In der Abschlusstabelle belegte Potsdam Rang 3 mit zwei Punkten Rückstand auf die Bayern.

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Vivianne Miedema bejubelt ihren Treffer zum 1:0 gegen die SGS Essen

Vivianne Miedema (li.) schoss den FC Bayern München in die Champions League © foto2press / Sven Leifer

Jena macht Wolfsburg das Leben schwer

Gar einen Zwei-Tore-Rückstand zur Halbzeit machte Meister VfL Wolfsburg vor 2.780 Zuschauern im heimischen AOK-Stadion gegen den FF USV Jena beim 2:2 (0:2) wett. Julia Arnold (22.) und Laura Ramos (45.) ließen die Gäste von einem Überraschungserfolg träumen, doch Caroline Graham Hansen mit einem verwandelten Foulelfmeter (69.) sowie Lara Dickenmann (82.) verhinderten eine zweite Wolfsburger Niederlage in Folge.

Sand gelingt Generalprobe fürs Pokalfinale

DFB-Pokal-Finalist SC Sand schoss sich mit einem 1:0 (0:0) gegen den 1. FFC Frankfurt für das Pokalfinale am kommenden Samstag gegen den VfL Wolfsburg warm. Vor 612 Zuschauern im ORSAY-Stadion erzielte Nina Burger den einzigen Treffer der Partie (63.). Verena Aschauer sah bei den Gastgeberinnen in der Schlussphase die Gelb-Rote Karte (85.).

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Freiburg gewinnt in Leverkusen

Der SC Freiburg gewann sein Auswärtsspiel bei Bayer 04 Leverkusen vor 321 Zuschauern mit 3:1 (1:1). Hasret Kayikcis Führung (21.) glich Lisa Schwab (41.) aus. Nach der Pause machten Sandra Starke (49.) und Clara Schöne den Gästeerfolg perfekt (66.). Damit belegte die Elf von Trainer Jens Scheuer mit starken 47 Punkten Tabellenplatz 4.

Hoffenheim holt vierten Sieg in Folge

Die TSG 1899 Hoffenheim krönte eine starke Rückrunde mit einem 3:0 (2:0)-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach. 1.110 Zuschauer im Dietmar-Hopp-Stadion sahen, wie Nicole Billa (2., 28.) mit ihren beiden Treffern für eine souveräne Halbzeitführung sorgte. Direkt nach dem Seitenwechsel sorgte Kristin Demann für den Endstand (46.).

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Tabelle Frauen-Bundesliga

Platz Team Spiele S U N Tore Tordifferenz Punkte
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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

30 Kommentare »

  • Hannover_Grün-Weiss sagt:

    Das Sch… Potsdam und sch… Bayern hätten sich die Wölfinnen bei ihrem Meister-Humbatätärä auf dem Platz ruhig sparen können.

    Einem Meister im Frauenfußball absolut unwürdig. Fremdschämen pur.

    Danke Stephanie Bunte!

    (35)
  • Detlef sagt:

    @balea,
    dem ist nix hinzuzufügen!!!

    @Frau Fußball,
    In dieser „Situation“ blieb nur eins übrig, nämlich Ironie und Galgenhumor!!! 😉
    Der Drops war nunmal gelutscht, und man konnte nix mehr ändern!!!

    Warum man auf der Zielgeraden (Rückrunde) so „eingebrochen“ ist, muß die sportliche Leitung mit der Mannschaft gemeinsam nun analysieren!!!
    Von Dir kommen hier ja auch nur Vorwürfe und nie Lösungen!!!

    Was Du verspürst und was nicht ist ja ziemlich subjektiv!!!
    Zumindest gegen Wolfsburg waren wir über weite Strecken (1. Halbzeit) gleichwertig, und haben uns zumindest mit Klauen und Zähnen gegen die Niederlage gestemmt!!!
    Am Ende hats nicht gereicht, und der Bessere gewonnen!!!

    Gegen Bayern wars dann ein komplett gebrauchter Tag, wo absolut nix funktionieren wollte!!!
    Der schnelle Rückstand tat sein Übriges, und die Köpfe hingen das ganze Spiel über!!!
    Der Zeitpunkt war sicher sehr unpassend, aber sowas kann halt passieren!!!
    Diese Klatsche hat mir auch gezeigt, wie „grün“ wir zT noch hinter den Ohren sind!!!
    Die Bayern sind mit großer Härte in die Zweikämpfe gegangen, und wir haben meistens zurückgezogen!!!
    MM haben wir dieses Spiel hauptsächlich mental verloren!!!
    Da hatten wir im Hinspiel eine völlig andere Körpersprache und Aggressivität!!!

    Was ist für Dich das „Perfideste“???
    Der Lateiner übersetzt das mit „treulos, wortbrüchig, niederträchtig“, und das alles vorsetzlich, hääääh, gehts noch??? 🙁

    Frau Fußball schrieb;
    „…., dass die Bayern all die Jahre zuvor in aller Regelmässigkeit im Karli als Sieger vom Platz gingen. Wie kann man sich dann in Anbetracht die prekären Situation, so darauf versteifen, gerade im Kampf um die WCL-Quali diesen Bock umzustoßen.“

    Jede Serie reißt irgendwann, daß mußten wir gegen Freiburg leidvoll erfahren!!!
    Also warum dann nicht gegen die Bayern, die in dieser Saison keine Bäume ausgerissen-, und zuletzt sogar deutlich in Frankfurt verloren!!!
    Sie hatten sich viele 1:0-Siege nur erduselt, oder durch schlechte Schirileistungen sehr viel „Glück“ gehabt!!!
    Das sollte endlich ein Ende haben, was leider völlig in die Hose ging!!!
    Eine „prekäre Situation“ gab es diese Saison in Potsdam nur in Deinen dunkelschwarzen Vorstellungen!!!

    Zum letzten Absatz fallen mir eigentlich nur die wahren Worte von balea ein!!!
    Ziemlich unverschämt und unverfroren, sich hier als neuer Nostradamus zu betiteln!!!
    Nöö, das trifft meinen Nerv nicht wirklich!!!

    (11)
  • enthusio sagt:

    Wie sieht die Bilanz der SGS Essen im 1. Trainerjahr von Daniel Kraus aus ?

    1) Mit Platz 6 erreichte er mit seiner Mannschaft eine Platzierung wie in den letzen 5 Jahren zuvor unter Markus Högner, als man immer den 5. oder 6. Tabellenplatz erreichte.
    2) Mit 32 Punkten erreichte man exakt das Vorjahresergebnis, allerdings mit 38:30 ein besseres Torverhältnis (Vorjahr: 39:37).
    3) 38 erzielte Tore bedeuten keine grundlegende Veränderung gegenüber den Vorjahren (37 bzw. 32 bzw. 39 erzielte Tore).
    4) Die Defensive war bei (immerhin noch) 30 Gegentoren zwar stabiler als in den Vorjahren (mit 42 bzw. 36 bzw. 37 Gegentoren), bleibt aber weiterhin eine Baustelle.

    Die verletzungsbedingten Ausfälle von Linda Dallmann und vor allem Lea Schüller in der Offensive konnten nicht kompensiert werden, auch wenn mit Nicole Anyomi ein hoffnungsvolles Nachwuchstalent in einigen Spielen aufhorchen ließ. Insgesamt strahlt Essen noch zuwenig Torgefahr aus und nutzt die (in manchen Spielen wenigen) Torchancen nicht konsequent genug.

    Das Ziel, näher an die Spitzenmannschaften heranzurücken, wurde klar verfehlt (nur 1 Punkt gegen Potsdam bei 5 Niederlagen gegen WOB, M und P). Allerdings gab es gegenüber der vorangegangenen Saison auch keine nennenswerten Verstärkungen der Mannschaft. Manjou Wilde spielte im Rahmen ihrer Möglichkeiten und Nicole Anyomi erhielt (aus unterschiedlichen Gründen) noch zuwenig Einsatzzeit.

    Es bleibt abzuwarten, ob die Lücke, die Charline Hartmann mit ihrem Karriereende gerissen hat, in Zukunft gleichwertig geschlossen werden kann.

    (15)
  • Schenschschtina Futbolista sagt:

    @balea
    Wenn man nichts FF-Sachliches beizutragen vermag, sind verbale Anfeindungen im Mantel von pseudo-philosophischen Anwerfungen für Dich wohl ein guter Ersatz?
    Boah-eh, ich fühle mich jedenfalls nicht nur unheimlich geehrt, sondern eher bestätigt in meinen Kommentaren und Handelns insgesamt, denn die Wirkung, die diese erzielt haben, geben mir Recht in Vielem, was ich versucht habe offenzulegen!
    Wenn jemand meint seinem Verein bedingungslose Treue ohne jegliche Kritik zu üben, geschworen hat, ist das seine Entscheidung und Handlungsweise und eben nicht die meine.
    Von solchen Fanatikern lasse ich mich nicht beirren und werde allemale weiterhin die Konsequenz zeigen wie bisher, Unzulänglichkeiten, Mißstände etc. anzusprechen bzw. darüber zu schreiben. Und wenn ich damit neben tpfn der Einzige bleibe, tut auch das mir keinerlei Abbruch – Turbine wird immer meine Herzensangelegenheit bleiben, mögen da noch weitere Wutausbrüche von Dir folgen oder nicht – es ist mir egal, denn einen Sinneswandel wirst Du bei mir jedenfalls nicht erzielen. Da müssen Maschinen und eben keine gebrauchten Ersatzteile kommen…

    (-30)
  • rogerfehlerer sagt:

    @enthusio: Ich denke der Abstand nach oben ist wieder größer geworden,sowohl nach Punkten als auch nach Leistung.Die zweite Saisonhälte der SGS war in ganz großen Teilen unbefriedigend,den Sieg gegen Leverkusen sollte man richtig einordnen(Leverkusen war schon nicht mehr wirklich dabei).Wenn man gegen starke Teams gut gespielt hat gab’s auch keine Punkte.Die beiden Niederlagen gegen Frankfurt haben,in der Art und Weise des Zustandekommens,der SGS Psyche einen harten Schlag versetzt.Zudem:Ausser Lisa Weiß im Tor wurde keine Spielerin in der Rückrunde stärker.Lea Schüller hat zuletzt angedeutet wie schnell sie wieder zurück kommt und Jana Feldkamp fehlte als ordnende Hand bitterlich.Wo geht die Reise hin?Und wann erkennt man dass es gilt zu Hause eine Macht zu werden?

    (7)
  • Detlef sagt:

    @enthusio,
    Warst Du in München???
    Was war das denn mit der roten Karte für SARA???
    Seit wann gibt es fürs „Meckern“ glatt Rot???
    Oder hatte sie schon Gelb???
    Sehr merkwürdig!!!
    Eine Popp oder eine Behringer laufen 90 min motzend und meckernd über den Platz, aber Rot hat dafür noch keine bekommen!!!

    (5)
  • tavalisk sagt:

    @Detlef
    Woher willst Du denn wissen, dass es die Rote Karte für Meckern gab? Glatt Rot gibt es normalerweise für Schiedsrichterbeleidigung und aus dem kurzen Ausschnitt bei dfb-tv kann man unmöglich ablesen, welche Worte gefallen sind.

    (4)
  • enthusio sagt:

    @Detlef:

    Nein, ich war am Sonntag in Duisburg, um Inka Grings noch einmal zu erleben und um mich mit einigen Turbine-Fans zu treffen.

    Zum Platzverweis von Sara Doorsoun spekuliert die „Reviersport“ über eine „abfällige Geste“.

    https://www.reviersport.de/352598—frauen-bundesliga-sgs-verabschiedet-guter-leistung.html

    (1)
  • BS sagt:

    Zum Platzverweis: Sara Doorsoun hat direkt nach dem Tor von der Schiedsrichterin Gelb wegen Meckerns (gegenüber der SR) bekommen.

    Anschliessend hat sie sich bei der Assistentin beschwert, mit einer Handbewegung. (Welche genau, kann ich nicht 100% sagen, da Sara in dem Moment mit dem Rücken zu mir stand.)

    Die Schiedsrichterin hat dies auch nicht mitbekommen, die rote Karte gab es jedenfalls erst nach Rücksprache mit beiden! Assistentinnen.

    (5)
  • Detlef sagt:

    @BS,
    Aha, vermutlich Scheibenwischer! 🙁

    (0)