VfL Wolfsburg ist Deutscher Meister

Von am 14. Mai 2017 – 16.45 Uhr 50 Kommentare

Der VfL Wolfsburg ist zum dritten Mal nach 2013 und 2014 Deutscher Meister. Dabei konnten sich die Wolfsburgerinnen am 21. Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga sogar eine Niederlage beim SC Freiburg erlauben. Der FC Bayern München nimmt Kurs auf die Champions League. Auch der zweite Absteiger steht fest.

Der VfL Wolfsburg ist trotz einer 0:2 (0:0)-Niederlage beim SC Freiburg zum dritten Mal nach 2013 und 2014 Deutscher Meister. Die Wolfsburgerinnen (53 Punkte) profitierten von der 0:4 (0:3)-Niederlage des 1. FFC Turbine Potsdam gegen den FC Bayern München. Als zweiter Absteiger nach Borussia Mönchengladbach steht Bayer 04 Leverkusen nach einer 1:7 (1:2)-Niederlage bei der SGS Essen fest.

Anzeige

Simon trifft doppelt

Nach torloser erster Halbzeit besiegelte SC Freiburgs Carolin Simon vor 1.008 Zuschauern im Möslestadion mit ihren beiden Treffern (55., 66.) die zweite Saisonniederlage des VfL Wolfsburg und beendete die Serie der „Wölfinnen“ von 13 Siegen in Folge. Doch die Gäste durften sich dennoch über den dritten Meistertitel freuen.

Potsdam geht unter

Der 1. FFC Turbine Potsdam erwischte gegen den FC Bayern München vor 3.421 Zuschauern im Karl-Liebnecht-Stadion beim 0:4 (0:3) einen rabenschwarzen Tag. Die Gastgeberinnen gerieten früh durch einen Treffer von Bayern-Kapitänin Melanie Behringer (2.) in Rückstand, Sara Däbritz (35.) und Nicole Rolser (44.) sorgten gegen die indisponierte Elf von Trainer Matthias Rudolph für die Vorentscheidung. Nach der Pause setzte Vivianne Miedema den Schlusspunkt (79.). Damit hat es Bayern München nun in der eigenen Hand, am letzten Spieltag mit einem Heimsieg gegen die SGS Essen den zweiten Tabellenplatz und somit den zweiten Champions-League-Startplatz zu sichern.

Leverkusen verabschiedet sich mit Klatsche

Bayer 04 Leverkusen verabschiedete sich vor 986 Zuschauern im Stadion Essen mit einer 1:7 (1:2)-Klatsche bei der SGS Essen aus der Frauenfußball-Bundesliga und steht als zweiter Absteiger nach Borussia Mönchengladbach fest. Dabei hatte Marina Hegering früh mit ihrem Kopfballtreffer noch einmal für Hoffnung gesorgt (3.). Doch Lea Schüller (5.) und Charline Hartmann (45.) drehten die Partie noch vor der Pause. In der zweiten Halbzeit trafen Vanessa Martini (54.), Jacqueline Klasen (56.), erneut Schüller (69., 78.) sowie Kozue Andō (88.) für die Essenerinnen.

Jetzt lesen
DFB-Pokal-Finale: Duell der Topteams
Der VfL Wolfsburg feiert den dritten Meistertitel nach 2013 und 2014

Der VfL Wolfsburg feiert den dritten Meistertitel nach 2013 und 2014 © foto2press / Oliver Zimmermann

Duisburg gewinnt in Gladbach

Auch ohne Leverkusener Mithilfe hätte der MSV Duisburg durch einen 3:1 (1:1)-Erfolg bei Borussia Mönchengladbach vor 282 Zuschauern im Grenzlandstadion den Klassenerhalt aus eigener Kraft perfekt gemacht. Rahel Kiwic (20.) brachte die Gäste in Führung, Mona Lohmann gelang der Ausgleich (22.). Kathleen Radtke (47.) und erneut Kiwic (78.) sorgten für dne Auswärtserfolg der Elf von Trainerin Inka Grings.

Frankfurt verliert gegen Hoffenheim

Der 1. FFC Frankfurt kassierte im letzten Heimspiel der Saison vor 1.420 Zuschauern im Stadion am Brentanobad eine überraschende 1:3 (1:2)-Niederlage gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Dóra Zeller sorgte für die Blitzführung der Gäste (1.), Ana-Maria Crnogorcevic glich für die Frankfurterinnen aus (29.). Erneut Zeller (33.) und Leonie Pankratz (69.) sorgten für den Erfolg der Elf aus dem Kraichgau.

Sand gewinnt in Jena

Der SC Sand gewann nach zuletzt durchwachsenen Leistungen vor 513 Zuschauern im Ernst-Abbe-Sportfeld mit 3:0 (2:0) beim FF USV Jena. Nina Burger (43.), Anne van Bonn (76. Elfmeter) und Claire Savin (90.+1) trafen für den Pokalfinalisten.

[jsoncontentimporter url=“http://tab.fuzball.de/json/?season=27″]

{subloop:ranking:-1}

{/subloop:ranking}
[/jsoncontentimporter]

Tabelle Frauen-Bundesliga

Platz Team Spiele S U N Tore Tordifferenz Punkte
{tab.rank} {tab.team.name} {tab.team.nomatches} {tab.team.wins} {tab.team.ties} {tab.team.loss} {tab.team.goalsfor}:{tab.team.goalsagainst} {tab.team.tordelata} {tab.team.pkt}

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

50 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    Orbis schrieb;
    „Okay, ich tue wie die letzten 2 Sommer und warten was daraus kommt. Von den letzten 5 verpflichtungen ist mMn nur eins halbweg etabliert, und eine die am Ende nicht mehr zum Startelf gehörte. Ich weiss das diese Probetraining passiert…nicht viel ist dabei rausgesprungen aber“

    Die letzten 5 Verpfichtungen waren;

    MARINA GEORGIEVA, ist/war voll in der Zweiten etabliert!!!
    Wird ziemlich sicher die Nachfolge von INKA WESELY antreten!!!

    SARAH ZADRAZIL, ist voll in der Ersten etabliert!!!

    ESEOSA AIGBOGUN, war bis zum Wolfsburgspiel mM nach immer in der Startelf, wurde außer in Leverkusen ansonsten immer eingewechselt, somit voll in die Erste integriert!!!

    LARA PRASNIKAR, ist noch in der Ausbildung, gilt als das größte Talent ever in Slowenien, hatte schon einige vielversprechende Einsatzminuten bekommen, ihre Verpflichtung war/ist eine Investitition in Potsdams Zukunft!!!

    ANNA GASPER, für sie gilt das Selbe wie für LARA!!!
    Während die junge Slowenin schon fester Bestandteil ihrer A-Natio ist, war ANNA zumindest schon mal „schnuppern“ bei den Großen, obwohl ich ihre Nominierung nicht so ganz verstanden hatte, da sie in Potsdam bisher nur Reservistin ist!!!
    Sie muß noch etwas mehr nach hinten arbeiten, und ihre Zweikampfwerte verbessern!!!
    Aber sie ist noch jung und wird sich weiter steigern!!!

    Nunja, zwei junge Stürmerinnen sind zumindest schon mal mehr als „keine“!!! 😉

    Also, wer ist davon jetzt nur „halbwegs etabliert“??? 😉
    Und übrigens darf auch TURBINE immer nur zehn Feldspielerinnen einsetzen, und maximal drei davon austauschen!!! 😉
    Wenn, wie diese Saison das Verletzungspech sehr moderat bleibt, hat man als Trainerteam halt immer die Qual der Wahl!!!

    Und von den letzten Probetrainings sind immerhin diese 5 Neuzugänge rausgesprungen!!! 🙂
    Weitere werden folgen!!!

    Wie schon oft geschrieben, der „große Plan“ in Potsdam reicht viel weiter in die Zukunft als so manch einer sich vorstellen kann!!!
    Die Ära des neuen Trainerteams ZIETZ/Rudolph/Heinrichs hat gerade erst begonnen, und dieser Anfang war sehr vielversprechend!!! 🙂

    (1)
  • FF-Fuchs sagt:

    Erstmal Glückwunsch an WOB für die deutsche Meisterschaft. Schade für Potsdam dass sie es gegen Bayern versemmelt haben. Ich hätte den Turbinen den 2. Platz gegönnt, obwohl es ja noch nicht ganz entschieden ist. Das wird doch sehr schwer. Naja vielleicht patzt Bayern gegen Essen noch mal. Ich drücke jedenfalls den Turbinen die Daumen, dass sie es trotzdem noch schaffen.
    Zum Spiel selbst in Freiburg war der Sieg auf Grund der zweiten HZ verdient. In HZ 1 allerdings hatte Freiburg glücklich das 0:0 gehalten. Da war die gesamte Mannschaft nicht Präsent auf dem Platz. In der Pause müssen einige Worte gefallen sein, den Freiburg kam wie ausgewechselt aus der Kabine. Nicht mehr so ängstlich und mit sauberen Passspielen. Hinten merkte man, besonders in HZ1, dass Caro Schiewe fehlte. So zeigte die Hintermannschaft einige Schwächen. Da hatte auch L Benkarth Glück, dass der von ihr unterlaufene Ball nur an die Latte ging. Dafür zeigte sie in der 1:1 Situation gegen Hansen ihre ganze Stärke. Das Tor von C. Simon war natürlich super gemacht und ich glaube dass die Trainer gesehen haben, dass A. Schult immer sehr weit vor dem Tor steht und haben wohl den Spielerinnen die Anweisung gegeben es mal aus der Ferne zu probieren, was dann ja auch funktionierte. Denn mit einem Fernschuß von Magull hätte es fast ein zweites mal geklappt. Da konnte A. Schult den Ball noch gerade so zur Ecke lenken. Insgesamt gesehen ein sehr unterhaltsames und faires Spiel mit einem diesmal besseren Ende für meine Freiburgerinnen.
    Eine Anmerkung möchte ich noch machen. Ich finde es Schade, wenn einige Nationalspielerinnen wie in Freiburg spielten, weder eine Nationaltrainerin, Co-Trainer oder Torwarttrainer anwesend waren.
    Also einen Michael Fuchs hätte man mit Sicherheit in Freiburg gesehen, wenn die Nr. 1und Nr. 2 bei einem Spiel im Tor stehen.

    (6)
  • Meta sagt:

    @Schenschschtina Futbolista:

    Marie ist leider immer noch verletzt und wird wohl erst zur neuen Saison wieder ins Training einsteigen

    (2)
  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Das ist bedauerlich für Marie, Meta! Bloss was für eine Verletzung ist es, dass sie so langwierig ist, und wo hat sie sich diese denn zugezogen? Ich vermute mal im Training, den aktiv war sie ja wohl noch nicht.

    (0)
  • Meta sagt:

    Wenn ich es richtig mitbekommen habe, war sie schon beim Wechsel angeschlagen. Sie hat dann auch einige Wochen mit dem Team trainiert. Und da sie ja eh „nur“ (bitte jetzt nicht falsch verstehen) als Perspektive geholt wurde, will man jetzt kein Risiko eingehen.

    (5)
  • Horst Schlämmer sagt:

    Der VfL Wolfsburg kann nicht nur Deitscher Meister und DFB Pokalsieger werden, sondern mit der U23 zusätzlich die Meisterschaft in der 2.Bundesliga Nord holen. Das entscheidende Spuel findet lt Spielplan am Sonntag bei Werder Bremen statt. Da wird in Wolfsburg anscheinend auf vielen Ebenen gute Arbeit geleistet.

    (2)
  • adipreissler sagt:

    @Horst Schlämmer
    Schlecht ist die Arbeit vermutlich nicht bei Wolfsburg II, allerdings treten sie natürlich oft mit einer halben Erstligamannschaft an mit nicht allzuviel U23 (übernächste Saison muß es U21 sein). Ein Blick auf das letzte Spiel gegen Meppen, da haben wir:
    – Luisa Wensing, 24, Ex-Nationalspielerin, Deutsche Meisterin und Champions-League-Siegerin
    – Stephanie Bunte, 28, als Ergänzungspielerin ebenso dekoriert
    – Julia Simic, 28, dito
    – Franziska Fiebig, 24
    – Cagla Korkmaz, 26
    – Agatha Tarczynska, 28

    Da finde ich die Doppelmeisterschaft von Hoffenheim II mit wesentlich jüngeren und weniger dekorierten Spielerinnen beeindruckender.

    (11)
  • FFFan sagt:

    Spielanalyse Potsdam-Bayern (Quelle: miasanrot.de):

    https://miasanrot.de/turbine-potsdam-bayern-frauen/

    (1)
  • Horst Schlämmer sagt:

    @adipreissler

    Die 3 zuletzt genannten Spielerinnen gehören dem Kader der U23 an. Keine der 3 Spielerinnen hatte einen Einsatz oder Platz im Kader in einem BL Spiel gehabt. Simic als Rekonvaleszent nach Verletzung mit Spielpraxis und ohne Chance bei RK (obwohl ich Simic technisch sehr schätze). Bunte und Wensing auch wegen Spielpraxis. Fast jedes U Team, ob Frauen- oder Männerbereich ist so organisiert, dass es Ca 3 arrivierte Spieler(innen) gibt, die das Team führen.

    (2)